Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Beatbuzzer » 9. Aug 2018, 10:10

geko hat geschrieben:Für die meisten Verbraucher wird die Langlebigkeit des Akkus relevanter sein als einige wenige kW Ladeleistung. Dass Tesla hierzu nichts kommuniziert finde ich nachvollziehbar und richtig. Die Infos würden evtl. Kunden auf ein Thema lenken, welches an sich für sie irrelevant ist.

Die Sätze erinnern mich irgendwie an die Einstellung von VW zum Dieselgate...
Natürlich nicht in der Schwere, aber mit ähnlicher Philosophie. Halte ich irgendwie nichts von, erst "halbe" Sachen zu bauen und dann heimlich irgendwas umzustricken.
Schadensbegrenzung hin oder her, von Anfang an weniger Ladeleistung wäre noch gesünder für den Akku, scheint man aber komischerweise bis heute nicht so umzusetzen. Seehr seltsam ;)

Am Ende ist natürlich klar, die 5 min stören keinen wirklich. Genau wie ob es nun 2, 3 oder 4 sec auf 100 sind. Oder ob der Akku nun 90 oder 85 kWh hat, fährt doch eh jeder nur 50 km am Tag ;)
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von gpu » 9. Aug 2018, 14:38

ich bin mir nicht sicher, ob oftmaliges DC-Laden und die Reduzierung der Ladegeschwindigkeit zusammenhängt.

Habe derzeit 66.000 KM drauf und lade ganz selten DC (SUC oder Chademo).

Trotzdem ist mir vor einigen Wochen aufgefallen, dass die max. Ladeleistung nur mehr 102KW beträgt.
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Wim » 9. Aug 2018, 14:59

@gpu

müsste es nicht richtiger heißen: "... in der anzeige nur noch maximal 102kw angezeigt werden ..."

wirklich die ladeleistung zu messen, ist für den fahrer doch unmöglich (?)
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Guillaume » 9. Aug 2018, 16:15

Wim, da platzt mir wirklich gleich der Kragen. Habe mich jetzt lange zurückgehalten, aber das muss jetzt raus: Was zum Himmel suchst Du als Nicht-Fahrer überhaupt in diesem Thread hier?
Ständig kommen von Dir nur Zweifel an ganz offensichtlich beobachtbaren Umständen, zur Aufklärung selbst trägst Du null bei.
Was treibt Dich dazu, hier 24 Beiträge zu schreiben, die keinem weiterhelfen?

Zu deiner letzten Frage. Die Werte für Ladeleistung und hinzugefügte Energie, die im Tesla angezeigt werden, entsprechen natürlich exakt dem, was das BMS auch beim Laden misst (lässt sich mit OBD einfach überprüfen) und passt natürlich auch zum Verhältnis Ladezeit/Reichweitengewinn.
 
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von gpu » 9. Aug 2018, 16:27

@ Guillaume

Danke für die Unterstützung - ich sehe das genau so.

Trotzdem muss ich mich in 2 Sachen korrigieren:

- die in meinen P90D angezeigte Ladeleistung ist derzeit max. 102KW.

- ich habe erst 65989 KM drauf.


Grundsätzlich muss ich dazu sagen, dass das Forum leider nicht mehr das ist, was es früher einmal war.
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Wim » 9. Aug 2018, 16:31

@guillaume

ich finde die unbewiesene unterstellung, dass nach einer ladungsanzahl von x und/oder gesamtlademenge von y per software die ladeleistung kastriert wird, reichlich hysterisch (deinen beitrag auch).

der einzige, wirklich nachvollziehbare fakt ist das vorhandensein von zählern in der soft.

alles andere sind gefühlte veränderungen und/oder anzeigeveränderungen. nicht mehr und nicht weniger.

eine reduzierung der ladeleistung auf grund von systemalterung ist normal und allen, die irgendwie mit akkus zu tun haben, bekannt.

eine offizielle stellungnahme zu dem nicht-problem gibt es aktuell von tesla nicht, wird es eventuell auch nicht geben. bis zu einer solchen tesla-klarstellung ist das alles orakel (auch was das bms so mist).

(woher kennst du meinen fahrzeugpark?)
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Haraldt1 » 9. Aug 2018, 16:43

Eckhard hat geschrieben:Denn nach der Reduzierung ist das Model 3 Longrange schneller als ein S100D beim Laden von 40 kWh, ganz zu schweigen von der größeren Reichweite die aus dem geringeren Verbrauch möglich ist. Da der Akku vom Model 3 nicht betroffen sein soll, ist es somit kein Thema.
Vor diesem Hintergrund könnte das Model 3 für die Heavy User auch auf der Langstrecke die bessere Wahl als das Model S sein.

Dirk vom E-Auto-Vlog


Gibt es überhaupt bestätigte Reduzierungen bei den 100ern?
Ich meine der 100er hat ca 20% mehr Kapazität und damit lädt er sowieso immer um 20% schwächer pro Zelle.
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mit Aero im Sommer 153Wh/km
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Eckhard » 10. Aug 2018, 06:41

Wim hat geschrieben:@guillaume

ich finde die unbewiesene unterstellung, dass nach einer ladungsanzahl von x und/oder gesamtlademenge von y per software die ladeleistung kastriert wird, reichlich hysterisch (deinen beitrag auch).

der einzige, wirklich nachvollziehbare fakt ist das vorhandensein von zählern in der soft.

alles andere sind gefühlte veränderungen und/oder anzeigeveränderungen. nicht mehr und nicht weniger.

eine reduzierung der ladeleistung auf grund von systemalterung ist normal und allen, die irgendwie mit akkus zu tun haben, bekannt.

eine offizielle stellungnahme zu dem nicht-problem gibt es aktuell von tesla nicht, wird es eventuell auch nicht geben. bis zu einer solchen tesla-klarstellung ist das alles orakel (auch was das bms so mist).


Ich freue mich, dass einige so "entspannt" sind und einfach 15% - 20% der erwarteten Leistung eines Produktes unter "ist egal" abbucht. Würde das euch bei anderen Produkten passieren, wäre das mit großer Sicherheit nicht der Fall. Du erwartest 20 Euro Wechselgeld und bekommst nur 16? Kein Problem. Sind ja nur 4 Euro und ob das nun ein Versehen ist, Messungenauigkeit, Hysterie oder Geldalterung? Egal.

Natürlich ist die längere Ladezeit von 5 Minuten auf der Langstrecke nicht kriegsentscheidend, genauso wenig wie eine vom Hersteller angegebene Höchstgeschwindigkeit im Alltag ständig relevant ist. Trotzdem kann man sein Auto wandeln oder Schadensersatz erhalten, wenn die im Fahrzeugschein angegebene Höchstgeschwindigkeit um mehr als 10% unterschritten wird.

Von einer unbewiesenen Unterstellung sind wir schon seit über einem Jahr entfernt. Mittlerweile bestätigt Tesla doch selber, dass die Ladeleistung reduziert wird. Siehe https://www.tesla.com/de_DE/support/supercharging
"Wirkt sich Laden am Supercharger auf meine Batterie aus?
Die Spitzenladerate der Batterie kann sich nach einer großen Anzahl von Ladevorgängen mit hoher Laderate wie z. B. am Supercharger geringfügig vermindern. ... Diese Veränderungen des Batteriezustands können die Gesamtladedauer am Supercharger im Laufe der Zeit um ein paar Minuten verlängern."

Die Ladeleistung ist ein wesentliches Merkmal eines Elektrofahrzeugs, ist diese nicht so wie angegeben liegt ein Mangel vor.

Nur weil Tesla bisher geschickter ist als Jaguar, Audi und co. und keine genauen Zeitangaben zur Dauer der Ladung auf einen bestimmten SOC angibt, sind sie von Klagen verschont geblieben. Hinzu kommt natürlich auch, dass die Reduzierung aufgrund der hohen zu ladenden kWh nur exzessive Nutzer betrifft.

Interessant wird es dann für den Gebrauchtwagenmarkt, wenn die 100-ter, 90-ziger und 75-ziger auf den Markt kommen und die neuen Besitzer gebrauchter Tesla reihenweise reduzierte Ladeleistungen haben.
Wenn Tesla nicht konkrete Angaben zum Schwellwert macht, ist das für den Gebrauchtwagenkäufer ein Lotteriespiel, ob er einen langsamer ladenden Tesla kauft oder nicht.

Die Frage, ob die 100-ter Akkus auch betroffen sind, hatte ich vor einiger Zeit hier im Thread gestellt und sie ist bejaht worden.

Würde Tesla mit offenen Karten spielen und z.B. ganz deutlich sagen, wie viele kWhs man DC laden kann und das sowohl Chademoladungen als auch Superchargernutzungen zu den z.B. 10.000 kWh bis zur Reduzierung zählen, kann jeder selber entscheiden, ob er eher DC oder AC lädt.

Das wird mit den immer günstigeren DC-Wallboxen für zu Hause oder den Betrieb nur noch relevanter, es sei denn Tesla liefert bald im Model S und X die neuen Akkus aus dem Model 3 aus, die dieses Problem nicht haben.

Denn wenn dann DC-Ladungen von 22 kW, wie aktuell schon bei Aldi und co. üblich die Schnellladefähigkeit des Akkus reduzieren und zu einer verstärkten Alterung des Akkus führen, sollte das bekannt sein.

Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen. Ich habe kein Problem damit, dass durch die Alterung des Akkus eine Reduzierung der Ladeleistung stattfindet, ich habe ein Problem damit, dass ich nicht angemessen informiert worden bin und somit selber für mich entscheiden kann und konnte, wie ich lade. Hier hält Tesla Informationen zurück, die für ihre Kunden relevant sind und das Problem nur unnötig aufbauschen. Auch die Informationen von obiger Seite sind viel zu dürftig und lassen sehr viel Raum für Spekulation.

Herauskommen wird es sowieso, weil viele von uns die Fahrten und Ladungen aufzeichnen. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis die Grenze von z.B. 10.000 kWh durch die Praxis bestätigt werden.

Viele Grüße Dirk vom E-Auto-Vlog
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von jonn68 » 10. Aug 2018, 06:48

@Eckhard
Danke du sprichst mir aus der Seele, ich finde das auch nicht korrekt, so etwas muß offen kommuniziert werden, dann kann jeder selber entscheiden wie man mit den DC Ladungen umgeht.
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von betatester » 10. Aug 2018, 06:58

Ich möchte nicht dass jemand denkt, ich würde tesla fanboy artig verteidigen. Tu ich selten. Ich bin einer der 2016er Käufer die einen AP1 probefefahren und einen AP2, ohne irgendeine info, bekommen hat, der zum Zeitpunkt der Übernahme Null konnte und bis heute nicht dem entspricht, was ich probefuhr. *Das* ist vertragsbruch, wenn ich mich in den Gedanken rein steigere.

Eine konkrete ladeleistung würde mir allerdings nie versprochen und finde ich auch in keinem der verkausrelevanten Dokumente von damals. Daher kann ich die Argumentation nicht nachvollziehen und finde insbesondere dass Vergleiche mit Wechselgeld etc schon etwas hinken.
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