Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von FFF » 18. Jul 2018, 15:12

Das wäre sicher auch ein Thema, da bei dem Service-Event angesprochen werden sollte. Ich möchte einfach vom Hersteller wissen, wie ich am "besten" laden soll...
Es ist doch nicht sinnvoll, wenn wir hier Glaskugeln bemühen.
LG
Karl
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von aikon.ch » 19. Jul 2018, 07:25

Ich hatte es letzte Woche gesehen auf dem Weg nach Italien. Mein MS 75 habe ich seit 11.2016, bis 08.2017 hatte ich fast nur SC geladen, dann eigene Station.
Lade ich jetzt am SC ist das höchste was ich kriege 81kW, früher ging er mal auf 87 kW aber nie mehr...was haben andere mit dem 75er ohne D??
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Eckhard » 8. Aug 2018, 21:54

Guillaume hat geschrieben:Anhand der OBD-Ausgaben des Tesla kann ich bestätigen, dass es im BMS je einen Summenzähler (kWh) für AC-Ladung und DC-Ladung gibt. Desweiteren gibt es die Info, wieviel Lade- und Entladezyklen der Akku bereits hat. Bei den Ladezyklen wird aber nicht mehr unterscheiden zwischen AC und DC.
Aus dieser Sicht wäre es für mich plausibel, wenn die Beschränkung auf Basis des DC-kWh-Zähler basiert.
Eine Unterscheidung SuC/Chademo ist demnach nicht vorgesehen.


Interessante Information. Die Schlussfolgerung klingt logisch, insbesondere, weil einer der ersten die die Reduzierung der Ladeleistung entdeckt haben, häufig Chademo geladen hat und ganz selten am Supercharger gewesen ist.

Die Wahrscheinlichkeit, dass DC-kWh gezählt werden und nicht nur die Ladungen am Supercharger ist natürlich für alle, die langsam über den Chademoadapter laden ein Tiefschlag, denn die hohe Ladeleistung zu verlieren, nur weil man häufig mit 30 - 50 kW Ladeleistung lädt, ist schon ernüchternd. Denn das der Supercharger mit Ladeleistungen von 98 - 120 kW zur Belastung des Akkus führt ist schon eher nachvollziehbar als eine doppelt so hohe Ladeleistung wie bei AC-Ladungen.

Zudem scheint die Ladekurve insgesamt auch noch verändert und nicht einfach bei rund 80 kW beim S75 gekappt worden zu sein. So hätte ich nicht erwartet, dass die höchste Ladeleistung schon ab 50% SOC reduziert wird, sondern später. Denn ich lade aktuell bei Ende 50% noch mit rund 80 kW. Das verlängert die Ladezeit insgesamt noch mal.

Es ist wirklich schade für uns Betroffene das Tesla hier so ein Geheimnis daraus macht, sonst könnte man die beste Ladestrategie für sich selber ermitteln. Kann jemand etwas über die Menge der geladenen kWh sagen, als die Reduzierung der Ladeleistung vorgenommen worden ist?

Mein Fazit ist. Das Upgrade in den 16,5 AC-Lader war die beste Investition die ich machen konnte und ich werde so viel wie möglich dort laden und DC nur nutzen wenn ich ihn wirklich brauche, um die Reduzierung der Ladeleistung so lange wie irgend möglich hinauszuzögern.

Viele Grüße Dirk vom E-Auto-Vlog
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Cupra » 8. Aug 2018, 22:19

Geht mir gleich. Ich nutze AC wos nur geht, auch über Schuko. Ich bin aber mal gespannt wie sich das dann weiter entwickeln wird. Die grosse performance bekommt man dann ja nur auf den ersten 50.000km und dann nuckelt man halt vor sich hin. Ob das bei der Konkurrenz dann später auch so sein wird das nachträglich runter geregelt wird?
Wobei am meisten stört eigentlich die Tatsache dass davon nix offiziell gesagt wird. Man kauft ein Produkt mit den Eigenschaften die es hat und später wird einem halt wieder genommen.
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von pjw » 8. Aug 2018, 23:35

Verzeiht mir 2 alte Videos von Björn für diesen alten Thread: :mrgreen:
- Restricted supercharger speed on 90 kWh pack explained (link zu 0:14 mit Grafik)
- Supercharging 90 kWh restricted vs non-restricted

Die relevanten Zahlen aus dem 2. Video für den S/X 90D.
Das reduzierte Auto lädt von 10 auf 50% in 23 Minuten statt 20 Minuten. :shock:
Von auf 60% in 29 statt 25, auf 70% in 35 statt 32, auf 80% in 45 statt 41 und auf 90% in 60 statt 55 Minuten. :shock: :shock:

Die zusätzliche Ladezeit von 3-5 Minuten pro Ladung, wäre für mich keine grosse Sache und ich denke für die meisten Teslafahrer kaum bemerkbar, wenn man nicht auf die max. Ladeleistung schaut.
:shock:
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von betatester » 9. Aug 2018, 06:39

Ich verstehe das ebenfalls nicht. Die schlimmste Prognose hier von kündigen Leuten war glaube ich um die 5 Minuten.
Deswegen stelle ich jetzt meinen Alltag auch nicht um.
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Eckhard » 9. Aug 2018, 09:49

Ich habe noch mal etwas nachkalkuliert.
Die Grenze für die Reduzierung scheint bei zwischen 10.000 - 15.000 kWh über DC-Ladungen zu sein.
Björn verbraucht ja im Durchschnitt 36 kWh/100 km wegen des Hängerbetriebs. Ergo hat er bei 40.000 Kilometern ca. 14.400 kWh verbraucht.

Der erste Nutzer aus Amerika (https://electrek.co/2017/05/07/tesla-li ... r-charges/) hat rund 6.700 kWh an Chademosäulen geladen und ca. 50 - 60 mal am Supercharger. Somit hätte er bei 55 Ladungen 151 kWh pro Ladung laden müssen, um auf 8.300 kWh via Supercharger zu kommen. Das ist auch im S100 schwer möglich ;-)
Insofern könnte das Limit damals auch niedriger gewesen sein, vielleicht bei 10.000 kWh.
Meine Vermutung ist, dass es somit irgendwo zwischen 10.000 kWh und 15.000 kWh liegt. Vielleicht kann das ja einer der Betroffenen mal bestätigen?

Natürlich sind 5 Minuten länger laden nicht so viel, aber wenn ich mir die Tabelle von Abetterrouteplanner https://screencast.com/t/9rMeLqIOXP (https://abetterrouteplanner.com/blog/in ... ging-data/) aus den echten Ladedaten anschaue, dann ist das schon ein relevanter Faktor für die Kaufentscheidung.

Denn nach der Reduzierung ist das Model 3 Longrange schneller als ein S100D beim Laden von 40 kWh, ganz zu schweigen von der größeren Reichweite die aus dem geringeren Verbrauch möglich ist. Da der Akku vom Model 3 nicht betroffen sein soll, ist es somit kein Thema.
Vor diesem Hintergrund könnte das Model 3 für die Heavy User auch auf der Langstrecke die bessere Wahl als das Model S sein.

Grundsätzlich ist es natürlich so, dass die wenigsten davon betroffen sein werden, denn 40.000 - 75.000 Kilometer rein an DC nachzuladen machen vermutlich nur die Vielfahrer. Allerdings ist es bei denen dann umso entscheidender, dass sich die Ladezeit verlängert, weil es bei ihnen auf der Langstrecke auf diese 5 Minuten ankommen kann.

Viele Grüße

Dirk vom E-Auto-Vlog
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Wim » 9. Aug 2018, 09:53

und die gerüchteküche brodelt weiter ...

(wer auf langstrecke von 5 minuten abhängig ist, sollte mal über seine terminplanung nachdenken ...)
wer an jeder teslasäule noch andere stecker sehen möchte, der setzt sich sicherlich auch dafür ein, dass phev beim tanken auch strom ziehen können und rewe ihre eigenmarke nur anbieten darf, wenn sie auch die eigenmarken von edeka&co ins regal stellen
 
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von geko » 9. Aug 2018, 10:25

Ich halte die Reduktion für irrelevant und ausschließlich für "Technik-Nerds" interessant. Im realen Betrieb bedeutet dies wenige Minuten längeres Laden, mehr nicht. Für die meisten Verbraucher wird die Langlebigkeit des Akkus relevanter sein als einige wenige kW Ladeleistung. Dass Tesla hierzu nichts kommuniziert finde ich nachvollziehbar und richtig. Die Infos würden evtl. Kunden auf ein Thema lenken, welches an sich für sie irrelevant ist.
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Wim » 9. Aug 2018, 11:00

vielleicht gibt es einfach nichts zu berichten?

(außer, dass es offenbar zähler in der software gibt deren sinn und funktion außerhalb von tesla nur gemutmaßt werden kann ...)
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