Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von tripleP » 3. Jan 2018, 02:59

tornado7 hat geschrieben:
tripleP hat geschrieben:Du glaubst doch selbst nicht dass Millionen von PKW und LKW 30-60 Minuten als Schnellladung akzeptieren? No way-niemals genügt das.


Für mich zeigt sich dabei aber ein passender Vergleich: Die Vorteile eines modernen Smartphones sind so zahlreich, man arrangiert sich mit der Situation. Sehr ähnlich sehe ich das Elektroauto, bzwp. die Langstrecke damit im Speziellen; lade ich halt während der Pinkel- / Mittags- / Spaziergangs- / Telefonpause, dann verlier ich keine Zeit. Eine Mehrheit der Bevölkerung kann sich ganz sicher damit arrangieren, erst recht, wenn doch die Gesamtkosten vom E-Auto heute schon tiefer sind als beim Verbrenner. Die Minderheit, die mit diesem oder jenem Aspekt ein Problem hat, wird es immer geben.


Da bin ich eben total anderer Meinung ;) eine Pinkelpause dauert nicht 45 Minuten. Der Supercharger steht nicht da wos optimal ist, Problem des noch zu kleinen Akkus.
Gesamtkosten tiefer heute schon? Was soll der nicht passende Vergleich des Smartphones? Übrigens, damit muss man sich ja arrangieren, das hat eher mit Kundenerziehung zu tun.

Arangieren, wieso? Wieso muss man das? Versteh ich nicht. Wieso nicht einfach die Technik weiterentwickeln und anbieten?
So wirds kommen.

Jeder der neu Tesla fährt wird wegen dem Gesamtfahrzeug total fasziniert sein. Ist es ja auch!
Auch das Superchargerkonzept, perfekt! Abrechnung, Stalls, Anzahl Ladepunkte, Leistung,
Wirklich durchdacht.

Aber wenn es nach euch geht, heisst es ganz klar: Mehrleistung beim laden und somit eine Verringerung von 30-60' zu 15-30' und weniger ist nicht nötig für die Mehrheit.

Ich sage doch ist es. Und auch technisch nötig, sonst werden die Autobahnen nicht genügend Platz liefern können für Schnellladesäulen.
300 bis 500kW in 15 Jahren, standard. 50 Säulen je Rastplatz, 25 MW Leistung je Standort. :D
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von tornado7 » 4. Jan 2018, 00:02

Vorneweg; ich bin mit dir einer Meinung, dass die aktuelle Technik für eine vollständige Adaption am Markt noch weiterentwickeln MUSS. Wie immer mit einer neuen Technologie ist es aber schwierig, den perfekten Einstiegsmoment zu definieren:
- Ab wann war Digitalfotografie genau "massentauglich"?
- Welcher TFT was das erste Modell für den Durchschnittsuser?
- War 56k, oder ISDN, oder DSL genau der Durchbruch für den privaten Anschluss ans Internet?

Warten alle zu, so wäre das verheerend, die neue Technologie zum scheitern verurteilt. Was das für die Automobilität bedeuten würde, sprengt diesen Thread bei weitem.

tripleP hat geschrieben:Da bin ich eben total anderer Meinung ;) eine Pinkelpause dauert nicht 45 Minuten.

Zugegeben, so lange tröpfelt wohl keine Prostata. Vielleicht ein "grosses Geschäft" mit Smartphone in der Hand? :lol: In 15min Pinkelpause geben aber etwas über 100km an Reichweite. Damit wollte ich ja nur zum Ausdruck bringen, dass die Zeit doppelt genutzt werden kann, denn man muss ja nicht beim Auto bleiben während dieses lädt.

tripleP hat geschrieben:Gesamtkosten tiefer heute schon?

Ja, in den meisten Fällen. Der Kaufpreis aber nicht, da braucht es noch Aufklärungsarbeit, wie auch bei LED vs. Glühbirne.

tripleP hat geschrieben:Arangieren, wieso? Wieso muss man das? Versteh ich nicht. Wieso nicht einfach die Technik weiterentwickeln und anbieten? So wirds kommen.

Natürlich, aber eine Beschleunigung der Marktadaption wäre wünschenswert und deshalb erachte ich es für wichtig, Interessierten ein realistisches Bild der heutigen Situation zu vermitteln. Dass man eben zum Beispiel nur noch selten im Jahr überhaupt Zeit an der "Tankstelle" verbringt, selbst mit der heutigen Technik schon, weil viel zu Hause / an der Arbeit bei ohnehin anfallenden Standzeiten geladen wird. Oder weil eine sowieso eingelegte Mittagspause zum Füllen des Akkus genutzt werden kann. Solche Überlegungen sind für viele AutofahrerInnen wirklich noch neu, aber für uns halt schon normal.

Ein Beispiel:
Mit dem Verbrenner stand ich 1x pro Woche an der Tankstelle. Macht mit Anfahrt, Tanken, Anstehen und Bezahlen irgendwas um 15min Zeitaufwand. Ich habe also ein "Zeit-Budget" von 13 Stunden jährlich für die Energiebeschaffung meines PKW zur Verfügung. Heute stecke ich Abends ein, 5 Sekunden, und laufe weg. Es bleiben 12.5 Stunden, die ich jedes Jahr an Ladestationen Däumchen drehen kann. Dabei muss ich die Zeit für das ohnehin fällige Mittagessen am Supercharger auf dem Weg in den Urlaub noch nicht mal mitrechnen, denn die nutze ich ja bereits. Ich denke du merkst, worauf ich hinaus will...? Die Zukunft wird zeigen, wie viel Zeit tatsächlich mit Laden zugebracht werden muss und welcher Teil davon in Alltagsaktivitäten (Einkaufen, Kino, Arbeit, Schlafen, ...) untergeht.

tripleP hat geschrieben:Jeder der neu Tesla fährt wird wegen dem Gesamtfahrzeug total fasziniert sein. Ist es ja auch!
Auch das Superchargerkonzept, perfekt! Abrechnung, Stalls, Anzahl Ladepunkte, Leistung,
Wirklich durchdacht.

Schön zusammengefasst. Genau das sind Inhalte der weiter oben erwähnten Gespräche ;)

tripleP hat geschrieben:Aber wenn es nach euch geht, heisst es ganz klar: Mehrleistung beim laden und somit eine Verringerung von 30-60' zu 15-30' und weniger ist nicht nötig für die Mehrheit.

Ich sage doch ist es. Und auch technisch nötig, sonst werden die Autobahnen nicht genügend Platz liefern können für Schnellladesäulen.
300 bis 500kW in 15 Jahren, standard. 50 Säulen je Rastplatz, 25 MW Leistung je Standort. :D


Ich freue mich ausserordentlich auf diese Zeit. 8-) Keinesfalls aber käme ich auf die Idee, jetzt nochmals einen neuen Verbrenner zu kaufen und bis dahin, 2032, zu warten mit dem Umstieg auf die Elektromobilität.

Ein Fahrzeugkauf ist ein Entscheid für 5 bis 20 Jahre. Er wirkt also noch lange nach, auch in einem sich schnell verändernden Umfeld. Und er hat ordentlichen Einfluss sowohl auf die Brieftasche, als auch auf die Umwelt. Deshalb sollte er umfassend und möglichst unabhängig informiert geschehen.
"The electric light did not come from continous improvement of candles." (Oren Harari)

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CO2-Emissionen mal ganz ehrlich: www.mythbuster.ch (runterscrollen ;-) )
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von tripleP » 4. Jan 2018, 00:18

Martin, Du schweifst ab :mrgreen:

Du musst mir nichts über Tesla erklären, wir fahren bald 3 Jahre und haben bis jetzt 3 Neue gekauft ;)

Gut, dass es geklärt ist, dass höhere Ladeleistungen für eine 'Marktdurchdringung' nötig sind. Um mehr gings nie.

Und bei vielem (nicht allem) sind wir ja der gleichen Meinung :)

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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von esoenmez » 11. Apr 2018, 19:25

Ich fahre ein softwarelimitiertes 70D FL und nun hat es mich auch erwischt, glaube ich: bis 62% lädt er aktuell mit konstant 82kW. September 2016 waren es bis 44% 96kW. Der Ladekurvenverlauf liegt nach 62% ungefähr auf der ursprünglichen Kurve.

Anders gesagt: Leistung ist gedeckelt. Mir fehlt bis 44% SoC 15% Ladeleistung. Bis 62% nimmt die Differenz linear gegen Null ab. Nach 62% ist alles gleich.

Kurz: Ladezeit steigt bei mir maximal um 15%.

Was ich damit machen soll, weiß ich nicht. ‚Sitze am SuC und beobachte ...
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von BurgerMario » 11. Apr 2018, 22:02

esoenmez hat geschrieben:Ich fahre ein softwarelimitiertes 70D FL und nun hat es mich auch erwischt, glaube ich: bis 62% lädt er aktuell mit konstant 82kW. September 2016 waren es bis 44% 96kW. Der Ladekurvenverlauf liegt nach 62% ungefähr auf der ursprünglichen Kurve.

Anders gesagt: Leistung ist gedeckelt. Mir fehlt bis 44% SoC 15% Ladeleistung. Bis 62% nimmt die Differenz linear gegen Null ab. Nach 62% ist alles gleich.

Kurz: Ladezeit steigt bei mir maximal um 15%.

Was ich damit machen soll, weiß ich nicht. ‚Sitze am SuC und beobachte ...


Ein 70er hat nur wirklich für Sekunden mehr als 96kW Ladeleistung !!
Das macht ganz einfach die niedrigere Spannung des Akkupacks.
Dein Akku hat 350V, der eines 85er 400 V.

Alles ganz normal bei Deinem :)

Grüße
Mario
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von esoenmez » 12. Apr 2018, 00:10

Diese Ladecharakteristik im Anhang hatte ich September 2016 aufgenommen gehabt. Die Neue hat das Plateau bei 82kW bis ca. 62% SoC und geht danach über in den ursprünglichen Verlauf.
Maximalleistung ist aktuell bei mir tatsächlich gesunken.
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von betatester » 3. Mai 2018, 14:23

Vorgestern hatte ich ein eigenartiges Erlebnis, wenngleich ich unsicher bin ob es hier dazu passt.

Ich war übers verlängerte Wochenende in Slowenien. Bei der Hinfahrt am SuC Flachau und Kozina. Alles wie gewohnt. Bei der Rückfahrt dann vorgestern zuerst wieder Kozina, dann Villach (bei beiden alles normal). Dann in Verbindung mit Pinkelpause nochmal St. Georgen / Attergau. Restreichweite etwa 170km. Hier dann Ladevorgang extrem langsam. Stieg nicht über 27kw. App behauptete trotzdem selbstbewusst, der gesamte Ladevorgang (Ladelimit 100%) wäre in einer Stunde abgeschlossen. Während die kw immer eher noch weiter runter gingen. Hab dann nach 15 Minuten und "lumpigen" 20km Reichweitengewinn aufgegeben.

Was könnte hier die Ursache gewesen sein? Laden dann zuhause mittels 11kw alles völlig normal.
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von sdt15749 » 3. Mai 2018, 14:49

das kann viele Ursachen haben:

1) Anderer Stall (1a/1b) war in Betrieb (an manchen SuC ist die Nummerierung nicht aufsteigend und daher sind die beiden Stalls die zusammenarbeiten schwerer zu erkennen).
2) Akku zu kalt oder auch zu warm
3) Stall gestört
4) SuC in Summe gestört

Wenn 1 und 2 ausgeschlossen werden können hätte ich den Stall gewechselt und wenn es dann besser läuft Tesla angerufen
Gruß - Stefan - Model S90D seit August 2016 (AP1)
 
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Grobi » 3. Mai 2018, 15:13

tornado7 hat geschrieben:
tripleP hat geschrieben: Die Vorteile eines modernen Smartphones sind so zahlreich


Was genau sind die Vorteile?
 
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von betatester » 3. Mai 2018, 16:24

sdt15749 hat geschrieben:das kann viele Ursachen haben:

1) Anderer Stall (1a/1b) war in Betrieb (an manchen SuC ist die Nummerierung nicht aufsteigend und daher sind die beiden Stalls die zusammenarbeiten schwerer zu erkennen).
2) Akku zu kalt oder auch zu warm
3) Stall gestört
4) SuC in Summe gestört

Wenn 1 und 2 ausgeschlossen werden können hätte ich den Stall gewechselt und wenn es dann besser läuft Tesla angerufen


Danke für Deine Einschätzung.
Punkt 1 kann ich ausschließen, mein Auto war das Einzige. Punkt 2 würde mich eher wundern. Wenn dann wäre der Akku vielleicht zu warm gewesen, das wäre er dann aber bei den anderen Ladungen ebenfalls gewesen, zum Beispiel auch bei der Hinfahrt. Da war es streng genommen noch heißer.

Ich und mein Mitfahrer hatten dann an diesem Tag, 80 Kilometer bevor wir endlich daheim waren, keine Lust mehr auf Umparken und nochmal probieren, zumal noch genug Strom da war zum Heimkommen. Ich werds beim nächsten Superchargen sehen, ob es an meinem Fahrzeug liegt.
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