Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Dupk001 » 11. Okt 2019, 22:12

Also ich fände eine Stunde Zeitersparnis auf meiner Urlaubsfahrt (ca. 2300km) schon gut.
Wobei das jetzt nur imaginäre Werte sind.
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von P85D-01.2015 » 12. Okt 2019, 07:01

Eine geringe Anzahl an schnellen Ladevorgängen pro Jahr sollten jeden zustehen. 10 - 20 schnelle Ladevorgänge jährlich würden der Batterie nicht übermäßig schaden. Beim Start des Ladevorgangs auswählbar und die meisten wären zufrieden.
 
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Dupk001 » 12. Okt 2019, 11:33

Bis Spanien, nicht mal bis in den Süden, benötigst du als Norddeutscher 8 Ladungen.
War jedenfalls bei mir so.
Da möchte ich nicht wissen, wie es den Norwegern ergeht, die ich unterwegsgetroffen habe und die ganz aus dem Süden kamen. ;-)
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Eckhard » 14. Okt 2019, 15:07

jekruege hat geschrieben:Weiß jemand zufällig - von welchen Faktoren die Ladeleistungreduzierung abhängig is? Wir haben hier eine Säule mit 50 kW Gleichstrom - davon kommen 37 kW DC im Auto an - das ist ja vermutlich nicht wirklich belastend für den Akku.

Gesehen hatte ich schon mal bei den Batterie-Werten - das es dort einen reinen DC-Counter gibt. Wenn Tesla also darauf geht, spielt es vermutlich keine Rolle ob DC schnell oder langsam geladen wird. Aber vielleicht berücksichtigen sie ja auch die Ladeleistung? Weiß da jemand mehr?


Richtig. Jede DC-Ladung zählt. Ob mit 130kW am Supercharger oder HPC-Lader oder mit 16kW bei Aldi, Ikea und Co.
So rechnet Tesla, da gibt es auch keine Logik dahinter, das ist deren Entscheidung.

P85D-01.2015 hat geschrieben:@ Eckhard Der Audi e -tron hat momentan eine hohe Ladeleistung. Sollte diese aber auch irgendwann gedrosselt werden ( davon gehe ich stark aus ) hat dieser Wagen mit seinem hohen Verbrauch ein Problem. Jedes e - Auto mit hohen Verbrauch hat irgendwann ein Problem auf Langstrecke.


Richtig. Das könnte einen einholen. Ich denke aber nicht, dass das Audi machen wird.
1. Haben sie eine komplett andere Batterie in dem Auto,
2. Genug Puffer nach oben und unten
3. werden nicht so viele Langstreckenfahrer das SUV benutzen (wie Model S Fahrer das S), wenn man bei 150 km/h 35kWh/100km Verbrauch gegenüber 23kWh im S hat
4. könnte Audi auch einfach die Ladeleistung berücksichtigen, so dass nicht alle 50kW DC-Ladungen mit in die Belastung hinein gerechnet werden und eine Reduzierung so viel später erforderlich wird.

Aber das sind natürlich nur alles Vermutungen, wie Audi wirklich reagiert, sieht man dann in ein paar Jahren.

Porsche hat zumindest gleich von Anfang an in der Bedienungsanleitung stehen, dass sie die Spitzenladeleistung reduzieren wenn man häufig schnell lädt.

Dupk001 hat geschrieben:Moin!
Ich bin hier leider erst zur Mitte rein gesprungen, weiss daher nicht, ob meine Gedanken schon mal dazu erörtert wurden?!
Daher bitte ich um Nachsicht.

1.Wie bewußt ist das Eingreifen von Tesla?
Bzw. ist das von denen überhaupt beabsichtigt?

2. Wie steht es mit Ladungen an einer PV?
Das ist ja, genauso wie an den SuC DC der da fliesst.

3. Hat jemand eine Ahnung, wie es mit der Gesamtdauer der Ladezeiten aussieht.
Haben die sich tatsächlich meßbar verlängert oder ist das nur „gefühlt“?
Mein Gedanke: bei hoher Anfangsladeleistung aber schnellem Absinken dieser kann ein Ladevorgang genauso lange insgesamt sein, wie einer mit geringerem Anfangs-kw/h aber dafür durchgängig flacherer Abfallkurve. (Hoffentlich versteht jeder meinen Gedankengang?)

4.Meiner Meinung nach spielen da sehr viele Faktoren mit hinein.
-Außentemperatur
-Akku-Temperatur
-Temperatur der Wandler
-Alter der Akkus
-Alter des Fahrzeugs und deren Verbraucher
-Alter der Säule
-Zustand/Verbrauch der Akkus/Säule/Fahrzeuge
-Verbraucher aktiv (Sitzheizung/Klima/Radio etc)
-Softwarestand
-Softwarehistorie (wurden Updates übersprungen)
-Goodwill von Tesla (was wollen die/was können die beeinflussen(oder popeln die auch nur rum)?)
-wie steht es mit den Kontakten des Steckers/der Buchse?
-Wie fit ist das Kabel? (Da sollen wohl bald auch gekühlte Kabel und Stecker am Start sein)

Nachtrag:
-Die Kapazität der Säulen, die Auslastung und die A oder B Variante spielen da eventuell auch noch mit rein?!

Das sind viele Faktoren, die mit hineinspielen können.
Oder gibt es da schon belastbare, gesicherte Werte?

VG Dirk


Zu 1.)
Das Eingreifen von Tesla ist sehr bewusst, wenn nicht, dann haben wir wirklich ein Problem, weil Tesla von seinem BMS kontrolliert wird und es nicht selber kontrolliert ;-)

Zu 2.) PV ist AC.

Zu 3.) Die Ladezeiten haben sich je nach Ladehub deutlich oder unwesentlich verändert.
D.h. wenn du nur bis 45% SOC lädst kannst du einige Minuten sparen, bei bis zu 80% ist es kaum noch zu spüren, eher im Bereich von 1 - 2 Minuten.

Zu 4.) Seit einigen Updates hat Tesla das BMS sehr bezüglich der äußeren und inneren Bedingungen sensibilisiert. Früher hat mein S75 ziemlich ungerührt mit 98kW in der Spitze geladen. Jetzt wird die Spitzenladeleistung von 130kW nur noch erreicht wenn alles passt, sobald jemand hustet, wird sie reduziert. Das merkt man sogar an der Rekuperationsbergrenzung. Die greift jetzt schon unter 15 Grad, früher waren das 10 Grad oder weniger.

Viele Grüße

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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Dupk001 » 16. Okt 2019, 16:41

PV ist eigentlich DC.
Erst der WR macht es für den Hausgebrauch zu AC.
Die Speicher, speichern ebenfalls in DC/Gleichstrom.
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Eckhard » 18. Okt 2019, 08:59

Es ging ja darum wie es im Auto landet. Und das passiert meist über AC es sei denn du hast eine DC-Wallbox.
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Reduzierung der Ladeleistung beim S75 im Praxistest

von Eckhard » 20. Nov 2019, 17:05

So wie es aussieht hat mich jetzt die Limitierung der Ladeleistung eingeholt, man könnte sagen ich bin auf der Zielgeraden.

Während ich am 29.8. bei 9.250kWh DC-Ladungen mit der neuen Software noch eine Spitzenladeleistung von 128kW bei meinem S75 hatte, ist sie danach "nur" noch bei 114kW gewesen und sukzessive gedrosselt worden. Die letzten kWh bis 10.000 kWh war sie häufig bei 106kW.

Nun war ich interessanterweise gerade gestern beim Überschreiten der 10.000kWh-Grenze auf der Langstrecke und habe 9 Mal geladen.
Die ersten 3 Male hatte ich die "alte" Ladeleistung von bis zu 97kW bei um die 43% SOC und in Wiesbaden habe ich dann die 10.000kWh überschritten. Dort habe ich mir natürlich wie üblich die Ladeleistung teilen müssen, so dass die Werte nicht verwertbar sind.

Doch danach ging es dann kontinuierlich abwärts.

Aktuell steht die Ladeleistung bei 82 - 87kW bis 43% SOC.

Es gab ja mal ein Dokument aus einem SeC in England, dass die Reduzierung der Ladeleistung bereits bei 2.625 kWh DC-Ladungen beginnt und bei 13.125 kWh dann ihren Tiefpunkt erreicht hat.
Wenn diese Info stimmt, dann scheint man das als Nutzer erst um die 10.000 kWh wirklich zu merken.

Was durch die neue steilere Ladekurve seit den Updates im Mai natürlich echt ärgerlich ist, dass auch die limitierte Ladekurve wohl früher abfällt.

Hatte ich vor der veränderten Ladekurve noch bei 57% SOC 80kW und dann erst bei 70% 50kW liegen jetzt bei 60% nur noch 60kW und bei 49% SOC werden die 80kW unterschritten. Kann das jemand von den S75 mit Limitierung bestätigen?.

D.h. es scheint also wirklich so zu sein, dass bei der Limitierung die Ladeleistung in der Spitze beschnitten wird und dann wenn man die 82kW auf der "normalen" Ladekurve bei steigendem SOC erreicht hat, dann darf man wieder an der "normalen" Ladekurve teilnehmen. Es gibt wohl also nicht mehr den Vorteil des längeren Ladens mit zwar limitierter aber höherer Ladeleistung als im Vergleich zur "normalen" Kurve. Das ist wirklich schade, denn so wird der zusätzliche Zeitaufwand 1:1 weiter gereicht.

Mein AC/DC-Anteil liegt aktuell bei 47% AC und 53% DC, da ich trotz meines Langstreckenprofils sehr darauf geachtet habe, dass ich viel AC lade.
Vor diesem Hintergrund könnte man vermuten, dass der entscheidende Faktor die Summe an DC-Ladungen ist und dann erst in der zweiten Stufe der Anteil AC/DC.

Denn wenn man gleich von Anfang an nur DC lädt, dann kann es sein, dass die Limitierung der Ladeleistung früher einsetzt als bei mir. Ggfs. wenn der Wert aus England von 2.625kWh als Schwellwert erreicht wird. Die Limitierung an sich scheint man aber nicht durch einen hohen Anteil an AC-Ladungen umgehen zu können, sobald der Schwellwert von z.B. 13.125kWh beim S75 erreicht wurde.

Ich werde jetzt noch mal in Ruhe anhand der Praxiswerte ermitteln wie viel Zeit mich die Limitierung pro Ladevorgang kostet, auch wenn es nur ein paar Minuten, vielleicht 5 pro Ladevorgang sind, addiert sich das gewaltig, wenn ich mir die 9 Ladungen gestern anschaue, so dass ich dann z.B. auf der Strecke gestern Kiel-Frankfurter Raum und zurück 1.300km 1:45 Std. langsamer als ein Model 3MR und fast 2 Stunden langsamer als ein Model SMR wäre.

Viele Grüße

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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von goetzingert » 20. Nov 2019, 17:16

Hi Dirk,

sorry für dich erstmal.

Trotzdem vielen Dank. Durch deine Infos hier hab ich mein Ladeprofil von Anfang an auf Destination Charging ausgelegt und hoffe das noch eine Weile rausziehen zu können. DC Anteil ist bei 60.000Km (die ich 16 Monaten gefahren bin) bei unter 10%.

Grüße
 
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Re: Reduzierung der Ladeleistung beim S75 im Praxistest

von StefanSarzio » 20. Nov 2019, 18:59

Eckhard hat geschrieben:Es gab ja mal ein Dokument aus einem SeC in England, dass die Reduzierung der Ladeleistung bereits bei 2.625 kWh DC-Ladungen beginnt und bei 13.125 kWh dann ihren Tiefpunkt erreicht hat.
Wenn diese Info stimmt, dann scheint man das als Nutzer erst um die 10.000 kWh wirklich zu merken.


Stimmt bei meinem S75 überhaupt nicht.

Hatte ich vor der veränderten Ladekurve noch bei 57% SOC 80kW und dann erst bei 70% 50kW liegen jetzt bei 60% nur noch 60kW und bei 49% SOC werden die 80kW unterschritten. Kann das jemand von den S75 mit Limitierung bestätigen?.


Hohenwarsleben, letzten Samstag:
51% - 74 KW (Maximum - Hohenwarsleben halt...)
52% - 71 KW
57% - 63 KW

Beelitz, letzten Freitag:
47% - 81 KW
49% - 79 KW
57% - 60 KW
60% - 55 KW
70% - 46 KW
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem DC-Laden

von Eckhard » 21. Nov 2019, 07:00

goetzingert hat geschrieben:..Durch deine Infos hier hab ich mein Ladeprofil von Anfang an auf Destination Charging ausgelegt und hoffe das noch eine Weile rausziehen zu können. DC Anteil ist bei 60.000Km (die ich 16 Monaten gefahren bin) bei unter 10%.

Grüße


Das freut mich. D.h. du hast von den rund 13.000 kWh nur 1.300kWh DC. Da bist du vermutlich noch weit weg von irgendwelchen Limitierungen.

Wenn das klappt, ist das natürlich richtig gut, dass man auf Destinationcharging ausweichen kann. Bei meiner letzten Tour ging es leider überhaupt nicht. Am Ziel gab es keine vernünftige Lademöglichkeit und dann sind das eben mal 264 kWh mehr DC für eine Tour.

StefanSarzio hat geschrieben:
Eckhard hat geschrieben:..
Hatte ich vor der veränderten Ladekurve noch bei 57% SOC 80kW und dann erst bei 70% 50kW liegen jetzt bei 60% nur noch 60kW und bei 49% SOC werden die 80kW unterschritten. Kann das jemand von den S75 mit Limitierung bestätigen?.


Hohenwarsleben, letzten Samstag:
51% - 74 KW (Maximum - Hohenwarsleben halt...)
52% - 71 KW
57% - 63 KW

Beelitz, letzten Freitag:
47% - 81 KW
49% - 79 KW
57% - 60 KW
60% - 55 KW
70% - 46 KW


Oh, das ist ja sogar noch leicht schlechter als vermutet, können aber natürlich die normalen Schwankungen sein.
Ist denn im Bereich von 12%-43% deine Ladeleistung in der Spitze bei 83kW oder geht sie so wie bei mir noch auf bis zu 89kW von 82kW hoch?

Viele Grüße

Dirk vom E-Auto-Vlog
Zuletzt geändert von Eckhard am 22. Nov 2019, 07:13, insgesamt 1-mal geändert.
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