Hochstrom-Bordladegerät nur für Model S/X 100/100D

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

Re: 16,5 kW-Lader-Upgrade nicht mehr verfügbar

von Ralf W » 21. Apr 2017, 07:18

Schnelles AC Laden ist ein Kostenthema, wenn man viel öffentlich lädt. Im Moment werden die Ladestationen nach Zeit abgerechnet. Mein Ziel ist also so viel wie möglich kWh rauszubekommen, das geht mit einem großen Lader besser.
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Re: 16,5 kW-Lader-Upgrade nicht mehr verfügbar

von tvdonop » 21. Apr 2017, 07:25

Volker.Berlin hat geschrieben:Ich werde hier sicher gleich gesteinigt, zumal ich selbst (natürlich) einen 22 kW-Lader spazieren fahre, aber perspektivisch finde ich das mit den 11 kW ganz in Ordnung. So lange man da laden kann, wo man parkt, reicht das locker, denn das Auto steht deutlich mehr, als es fährt. Und wenn man jenseits der Akku-Reichweite unterwegs ist, muss man mit großer Wahrscheinlichkeit sowieso an einen DC-Lader, die es ja inzwischen auch fast überall (und stark zunehmend) gibt. Dann ist das auch egal. Das Fenster, in dem einem 22 kW AC-Ladung wirklich einen Vorteil bringt, war nie sehr groß und wird jeden Tag kleiner. Ein CHAdeMO-Adapter ist billiger und dürfte im Alltag mehr Nutzen stiften.

(Zweifellos gibt es Nutzer, für die 22 kW regelmäßig einen großen Vorteil bedeuten würden. Das ist mir schon klar. Zweifelhaft ist aber, ob diese Nutzergruppe die 5%-Hürde schafft...)

Volker ich stimme dir im Prinzip zu: aber dann brauchen wir nicht nur einen CHADEMO Adapter sondern perspektivisch ziemlich schnell einen CCS Adapter... Und zu Hause mit einer 22kw Wallbox verlierst du schon Flexibilität. Also ich find diesen Schritt von TESLA SCHEISSE!!!
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Re: 16,5 kW-Lader-Upgrade nicht mehr verfügbar

von Merlin » 21. Apr 2017, 07:37

Als Doppellader-User muss ich auch für die höhere AC-Leistung einstehen - also mich eindeutig gegen die Reduktion auf 11kW positionieren.

Wie schon mal andernorts gepostet habe ergibt sich dadurch die Option, bei längeren Fahrten auf Zwischenstopps (Mahlzeiten) ausreichend nachzuladen - und das auch, wenn keine SuC in der Nähe sind.

CHAdeMO würde noch mehr Leistung hergeben, aber die Ladepunkte sind deutlich seltener (und wer wartet gerne, bis der Vorgänger an dem nur einen vorhandenen Anschluss fertig ist??) & dazu meist mit deutlich höheren Kosten verbunden.

AC/22kW findet man in der Peripherie (Fremdenverkehrsstrategie sei Dank) z.T. sogar free of charge.

----> letzten Sommer habe somit ich einen 3-Tages-Tripp durch Ö mit ~1.700 gefahrenen km komplett ohne SuC geschafft - daher für deren Anfahrt+Ladedauer auch keine Zeit aufwenden müssen. Mit 11kW wäre das nicht möglich gewesen.
Zuletzt geändert von Merlin am 21. Apr 2017, 07:43, insgesamt 1-mal geändert.
LG, Peter

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Re: 16,5 kW-Lader-Upgrade nicht mehr verfügbar

von Joey68 » 21. Apr 2017, 07:40

Hallo Volker,
du übersiehst aber noch einen wichtigen Faktor, den des Komforts (oder auch Bequemlichkeit oder auch Faulheit).
Der zukünftige Mainstream von E-Auto Besitzer will so wenig wie möglich einen Ladestecker in die Hand nehmen. Nur dann wenn es wirklich kein Problem ist UND auch Sinn macht, nämlich den Akku möglichst bequem voll zu bekommen.
1. Zuhause über Nacht (AC 11 kW reicht völlig)
2. Tagsüber bei der Arbeit (AC 11 kW reicht auch)
3. Schnell mal am DC Lader in der Stadt (was vergleichbar wäre mit der normalen Tanke , und die einzige Lösung für Laternenparker oder diejenigen die nicht bei der Arbeit laden können)
4. DC Lader für Langstrecken

Ich weiß, du bist kein Freund des "DC Lader soll Tankstelle ersetzen", aber warum eigntlich nicht? Je größer der Akku, umso mehr macht das doch Sinn. (Für die Fraktion Nr. 3)

Mit diesen Grundgedanken, reicht jeder AC Lader, der den Akku tagsüber/nachts voll bekommt (und egal ob 1, 2 oder 3phasig). Natürlich nur auch wenn entsprechendes DC laden auch möglich ist.
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Re: 16,5 kW-Lader-Upgrade nicht mehr verfügbar

von Guillaume » 21. Apr 2017, 07:42

Der Entfall reiht sich ein in so viele Entscheidungen letzter Zeit, die ich nicht verstehen kann.

Ich denke mir immer, wenn Tesla immer weitere sog. "5%-Optionen" streicht, wieviele Käufer bleiben dann hinterher denn noch übrig?
Gegenüber meinem S85 aus 2014 gibt es bereits so viele Verschlechterungen, dass ich heute (da Model 3 noch nicht verfügbar und Ausstattung nicht bekannt) definitiv wieder Verbrenner fahren würde, wenn ich das MS ersetzen müsste. Es geht dabei ja nicht um die Liebe zum Verbrenner, sondern darum, dass sinnvolle Alternativen fehlen.

1. Großer Frunk entfallen (WTF? Der Frunk war doch das Paradebeispiel dafür, welche Vorteile es hat, wenn man ein Elektroauto von Beginn an auch als solches konzipiert).
2. Supercharger-Flat entfallen, Fahrzeugpreis blieb gleich
3. Doppellader reduziert von 22kW auf 16,5 kW, jetzt in den Standardmodellen nur noch 11kW
Es gibt eben Szenarien, in denen man auf schnelle AC-Ladung angewiesen ist: Es kann bei der heutigen geringen Ladestationdichte immer mal passieren, dass man mal auf eine Ladung warten muss, und da sind 11kW einfach nur ein "pain in the ass", wie es die Amis sagen. Chademo ist wegen der mangelnden Verbreitung keine Alternative.
4. AP doppelt so teuer bei aktuell schlechterer Leistung

Das sind nur die 4 Punkte, die für mich gegen ein neues MS sprechen. Andere Kunden oder potentielle Käufer finden bestimmt noch viele weitere.
Ich persönlich möchte nicht zusätzlich zu den Kompromissen, die man heute mit der Emobilität sowieso eingehen muss, bisher vorhandene Komfortmerkmale aufgeben müssen. Und das bei empfindlich höheren Kaufpreisen wohlgemerkt.
 
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Re: 16,5 kW-Lader-Upgrade nicht mehr verfügbar

von Volker.Berlin » 21. Apr 2017, 07:47

Die Frage, ob 11 kW genug sind zum "Destination Charging", liegt in der Luft. Das wird uns noch eine Weile beschäftigen. Ich habe vor ein paar Tagen auch auf heise einen Kommentar zu dem Thema geschrieben:
https://m.heise.de/forum/Autos/Artikel- ... 8562/show/

Ich persönlich halte die Idee, dass man mehr als 11 kW AC-Leistung benötigt, für einen Anachronismus aus dem letzten Jahrzehnt. Damals gab es kaum eine andere Möglichkeit, ein E-Auto aufzuladen, als an einer roten runden "Drehstromdose". Das erste "Schnellladenetz" in Deutschland bestand aus einem Verzeichnis privater Drehstromdosen (Google Drehstromnetz, Drehstromkiste). Von DC-Schnellladung wussten nur wenige Eingeweihte, dass sie als theoretische Möglichkeit überhaupt existiert...

Klar, wenn ich mich bei überregionalen Fahrten von Dose zu Dose hangele, egal ob CEE oder Typ 2, dann kann es gar nicht schnell genug gehen! 22 kW oder noch besser 43 kW AC mussten als Pseudo-Schnelllader her halten. Aber diese Zeiten neigen sich dem Ende zu. Das Supercharger-Netzwerk ist in großen Teilen Westeuropas bereits bestens ausgebaut, und gleichzeitig werden endlich auch vermehrt "andere" DC-Lader (CHAdeMO und CCS) aufgestellt. Die Entwicklung ist aktuell echt beeindruckend. Warum soll ich mich mit 22 kW aufhalten, wenn ich am Schnelllader über 100 kW bekommen kann?
http://www.goingelectric.de/stromtankstellen/statistik/
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Re: 16,5 kW-Lader-Upgrade nicht mehr verfügbar

von pollux » 21. Apr 2017, 07:49

Volker hat vollkommen recht.
Das immer wieder angebrachte Argument, wie lange es dauert bis der Akku voll ist ist absurd. Dann müssten wir ja 20kWh Akkus kaufen. Die sind immer schnell voll.
AC-Laden als "Tankstelle" auf Reise ist nur Notbehelf für Fahrzeuge die nicht DC schnell laden können, oder keine entsprechende Infrastruktur haben. Also Alle außer Tesla. Daraus jetzt ein Tesla-Problem zu konstruieren ist absurd.

Tesla hat das Problem bereits europaweit gelöst.
Für den Alltagsbetrieb reicht mir das langsamste AC-Laden aus. Fernstrecken kann ich nur mit Hilfe der SuC realisieren. Da wäre mir auch ein 43kW AC-Lader zu langsam. Das nicht vorhandene Netz an den Autobahnen mal vorausgesetzt.
Selbst wenn ich zuhause mal "vergessen" würde zu laden, kann ich trotzdem mit sehr niedrigem SoC eine Langstrecke angehen da nach kurzer Strecke ein SuC winkt. Mir würden da 10-20% reichen. Mach ich aber nicht. Ich starte immer voll geladen auf Strecke.
Hohe Ladeleistungen zuhause erfordern auf Dauer verstärkte Netze. Auch wenn nicht Schieflast geladen wird. Ladeleistungen über 11kW sind der Entwicklung der E-Mobilität eher abträglich.

Übrigens hab ich einen Doppellader. Der Tesla war halt mein erstes EV und ich wollte in altem Verbrenner-Denken verhaftet auf jeden Fall so schnell wie möglich laden können. Man lernt halt dazu. Wichtig ist halt nur, das überall wo man parkt auch eine kleine Steckdose ist. Die Betonung liegt hier auf "überall" und "klein". Das ist nämlich relativ leicht möglich. Überall groß geht nicht und manchmal groß nutzt nichts.
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Re: 16,5 kW-Lader-Upgrade nicht mehr verfügbar

von Volker.Berlin » 21. Apr 2017, 07:49

Guillaume hat geschrieben:Das sind nur die 4 Punkte, die für mich gegen ein neues MS sprechen. Andere Kunden oder potentielle Käufer finden bestimmt noch viele weitere.

Das sehe ich wie Du, und deshalb werde ich mein Model S "classic" hegen und pflegen und (hoffentlich) noch sehr, sehr lange fahren! :D
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Re: 16,5 kW-Lader-Upgrade nicht mehr verfügbar

von Guillaume » 21. Apr 2017, 07:51

Da haben wir was gemeinsam :)
 
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Re: 16,5 kW-Lader-Upgrade nicht mehr verfügbar

von k11 » 21. Apr 2017, 07:51

Also es tut mir leid, aber schon die Reduktion auf 16,5 kW bei den FL Modellen war eine Fehlentscheidung. Zur Zeit wird das Land mit 22 kW AC Ladern überzogen, sogar unser Kaff bekommt zwei davon. Und dann hat man ein sündteueres MS oder MX und muss sich schämen dass man nur einen 11 kW Schnarchlader hat. Ob man die 22 kW immer braucht und ob ev. auch weniger reicht ist nicht Thema. Zur Zeit entwickeln sich neben DC die 22 kW Ladestationen als Standard und Tesla fällt auf Hybrid Niveau zurück.

Einfach schlimm!
Gruß
Klaus
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