Ladeleistung bei Superchargern unterschiedlich?

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

Re: Ladeleistung bei Superchargern unterschiedlich?

von tornado7 » 22. Mär 2017, 09:54

Als Tipp für Schisshasen: Die Anzeige der Restreichweite ist sogar eher auf der sicheren Seite und einige hier konnten schon "unter Null" fahren. Darauf verlassen sollte man sich natürlich nicht, insbesondere da die tatsächliche Reichweite auch von der entnommenen Leistung abhängt (z.B. 72 kWh bei 100 km/h aus dem 85er Akku entnehmbar, bei 150 km/h nur 70 kWh). Aber im Notfall ist es beruhigend zu wissen. Die Leistungsbegrenzung (gestrichelte Linie im Tacho) zeigt dies aber gut an. Sinkt sie unter 100 kWh steht das Ende kurz bevor! Werden 0 km Restreichweite angezeigt und steht sie immernoch bei 200kW, liegen bis zu 15 weitere Kilometer mit reduzierter Leistung drin.

Horst Lüning hat das mal in aller Ausführlichkeit auf YouTube dokumentiert.
"The electric light did not come from continous improvement of candles." (Oren Harari)

Mythbuster Elektromobilität: www.mythbuster.ch
CO2-Emissionen mal ganz ehrlich: www.mythbuster.ch (runterscrollen ;-) )
Benutzeravatar
 
Beiträge: 2762
Registriert: 25. Dez 2015, 11:57
Wohnort: Winterthur

Re: Ladeleistung bei Superchargern unterschiedlich?

von trimaransegler » 22. Mär 2017, 10:13

Auch das kann ich so nicht stehen lassen: Wir sind schon mit 3 % Rest stehengeblieben. Bei höherer Km-Leistung kann sich die Anzeige dekalibrieren. Diese Leerfahrten sind mir nur im ersten Jahr passiert, seit 2 Jahren fahre ich nie unter 5% und habe keine Probleme mit Restreichweite mehr :D
Viele Grüße aus dem Westerwald

Friedhelm
 
Beiträge: 5060
Registriert: 5. Okt 2013, 10:14

Re: Ladeleistung bei Superchargern unterschiedlich?

von tornado7 » 22. Mär 2017, 11:43

Stimmt, das ging doch auch Tesla Bjørn so, nicht? Weisst du gerade noch, wie viele kW die Leistungsbeschränkung bei den 3% SoC angezeigt hat?
"The electric light did not come from continous improvement of candles." (Oren Harari)

Mythbuster Elektromobilität: www.mythbuster.ch
CO2-Emissionen mal ganz ehrlich: www.mythbuster.ch (runterscrollen ;-) )
Benutzeravatar
 
Beiträge: 2762
Registriert: 25. Dez 2015, 11:57
Wohnort: Winterthur

Re: Ladeleistung bei Superchargern unterschiedlich?

von Mansaylon » 22. Mär 2017, 12:05

Viel mehr würde mich ineteressieren, was Du beim Stillstand gemacht hast? Man wird ja wohl nicht gleich neben einer Steckdose stehen bleiben. Und mal gerade mit dem Kanister etwas Strom holen, wird auch nicht funktionieren. :shock:
Bye Mansaylon
.... Verbrennst Du noch oder fährst Du schon? ......
S90D weiss 29. Nov. 2016
https://youtu.be/KA-M-WQli4U
Benutzeravatar
 
Beiträge: 752
Registriert: 22. Dez 2016, 14:45
Wohnort: Watt (CH)

Re: Ladeleistung bei Superchargern unterschiedlich?

von segwayi2 » 22. Mär 2017, 12:10

Die gelben Linien sind schon ein guter Indikator, nur leider kann es sein das die Schere aus den beiden Linien sich schlagartig schliesst.
Bei neuen Wagen und kalibrierter Anzeige schliesst sie sich gleichmässig und man kann ungefähr sehen ob man noch Rest im Akku hat. Bei lange nicht kalibrierten Anzeigen hat man erst mal das gleiche Bild das dann an einem nicht vorzusehenden Punkt in das Endstadium geht wo man dann nur noch ein paar Meter bis shutdown hat. Bei unserem Leerfahrtest bin ich dann so in den SuC reingerollt (zum Glück ein vorwärts SuC. Noch mal würde ich sowas nicht machen. Nicht ohne mobilen Generator)
Segwayi2
https://twitter.com/segway_i2
P85 03/14
250.000 km
Benutzeravatar
 
Beiträge: 7830
Registriert: 24. Aug 2013, 10:50
Wohnort: Düsseldorf

Re: Ladeleistung bei Superchargern unterschiedlich?

von segwayi2 » 22. Mär 2017, 12:10

Mansaylon hat geschrieben:Viel mehr würde mich ineteressieren, was Du beim Stillstand gemacht hast? Man wird ja wohl nicht gleich neben einer Steckdose stehen bleiben. Und mal gerade mit dem Kanister etwas Strom holen, wird auch nicht funktionieren. :shock:


Da hilft nur Flachbett Abschlepper
Segwayi2
https://twitter.com/segway_i2
P85 03/14
250.000 km
Benutzeravatar
 
Beiträge: 7830
Registriert: 24. Aug 2013, 10:50
Wohnort: Düsseldorf

Re: Ladeleistung bei Superchargern unterschiedlich?

von trimaransegler » 22. Mär 2017, 12:26

Und wenn du richtig Pech hast, ist bis dahin die 12 V-Batterie so schwach, dass du weder Parkbremse lösen kannst, noch Türen oder Kofferraum öffnen (PS: Alles schon erlebt!!). Dann kann man das Auto nur noch anheben....... :cry:
Viele Grüße aus dem Westerwald

Friedhelm
 
Beiträge: 5060
Registriert: 5. Okt 2013, 10:14

Re: Ladeleistung bei Superchargern unterschiedlich?

von Guillaume » 24. Mai 2017, 17:35

TArZahn hat geschrieben:
humschti hat geschrieben:150kW ist das Maximum.


Das stimmt nicht. Maximal theoretische Ausgangsleistung sind 120 kW. Wurde bei mir aber noch nie angezeigt.



Hier der Beweis ;-)

Bild
 
Beiträge: 3058
Registriert: 24. Jan 2015, 21:10

Re: Ladeleistung bei Superchargern unterschiedlich?

von Eckhard » 16. Sep 2017, 05:29

Ein kleiner Tipp für Leerfahrer. So wie ich den Tesla-Mitarbeiter verstanden und bei einigen Vielfahrer gesehen habe, belastet das Leerfahren den Akku ähnlich stark wie das Vollladen. Das ist auch der Grund warum die Restreichweitenanzeige der typischen oder gerateten Reichweite bei 20% SOC von grün auf orange wechselt.

Mir wurde bei der Übergabe gesagt, dass ich am besten den SOC zwischen 20%-80% nutzen sollte. Natürlich, wurde gesagt, ist es jederzeit möglich auch auf 100% zu laden und beschädigt dies nicht den Akku aber es belastet ihn.

Während es viele Mahner hier im Forum gibt, nicht zu oft auf 100% SOC zu laden, wird das Leerfahren als "Sport" angesehen, so dass ich hier kurz meine Erkenntnisse schreibe.

Nach meiner Erkenntnis gibt es 3 Dinge, die den Akku belasten:

1. Häufiges Laden auf 100% SOC
2. Fahren mit hohen Geschwindigkeiten über längere Zeit
3. Häufiges Leerfahren auf 0% SOC

Allerdings scheinen die Akkus von Tesla doch einiges auszuhalten, weil z.B. Klaus-Olaf Zehle in seinem Blog bei 170.000 Kilometer Laufleistung von einem Reichweitenverlust von "nur" 15% spricht und wenn ich das richtig verfolgt habe alle 3 Punkte bei ihm relevant wären. (Sein Beitrag dazu: http://www.klausolafzehle.de/teslablog/ ... ischen-15/ )

Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Hochrechnungen aufgrund umfangreicher Befragungen unter Vielfahrern, die einen Reichweitenverlust bei 1 Mio Kilometer Laufleistung von 20% prognostizieren und tatsächliche Beispiele, die einen deutlich geringeren Reichweitenverlust als Klaus-Olaf Zehle bei einer höheren Laufleistung haben. Siehe: http://www.teslarati.com/tesla-battery- ... illion-km/

Selbstverständlich muss jeder selber entscheiden, ob er auf Reichweite verzichten und nur zwischen 20%-80% fahren möchte oder den Reichweitenverlust durch Degeneration in Kauf nehmen will.

Ich z.B. suche hier einen Kompromiss. Wenn es für meine Routenplanung sinnvoll ist operiere ich ihm optimalen Bereich und habe so nur noch eine typische Reichweite von 260 Kilometer anstatt 380 Kilometer. Brauche ich die volle Reichweite, nutze ich die gesamte Kapazität des Akkus aus.

Was bei der Ermittlung der Restreichweite häufig übersehen wird und auch Tesla Björn nach meiner Einschätzung neulich zum Verhängnis wurde, ist, das man auf die typische Reichweite im Kombiinstrument achtet und nicht auf die vom Tripplaner ermittelte Restreichweite.

Denn weicht der tatsächliche Verbrauch, z.B. aufgrund der Route, der Wetterbedingungen, der Fahrzeugbeladung (Anhängerbetrieb) stark vom typischen Verbrauch ab, kann man auch bei 3% SOC oder bei 16 oder mehr Kilometer liegen bleiben.

Natürlich weiß ich, dass der Tripplaner Beta ist und habe so wie viele schon erlebt, dass er erst etwas optimistisch, dann nach einiger Zeit plötzlich sehr pessimistisch die Restreichweite ermittelt, aber über die Fahrzeit sich dann wieder erholt. Nichts desto trotz denke ich, dass seine Nutzung zuverlässiger ist, wenn man ein vom typischen Fahrprofil abweichende Route hat, als wenn man die typische Restreichweite über das Kombiinstrument ermittelt.

So lange man nicht viel in den Bergen unterwegs ist und durch Tunnel fährt die der Tripplaner nicht kennt, arbeitet er nach meiner Erfahrung relativ genau.


Bezüglich der Ladeleistung gibt es einen interessanten Artikel: http://insideevs.com/tesla-lithium-ion-batteries/ dessen Infos sogar meinen Teslamitarbeiter überrascht haben. Denn ich mit meinem S75 kann schon bauartbedingt nicht mehr als 99,4 kW Ladeleistung verarbeiten und habe in der Praxis auch noch nie mehr als 98 kW gesehen. Ein neunziger oder hunderter Akku kann mehr Ladeleistung ab.

Trotzdem ist, wenn Tesla hier nicht zaubert, der Akku in Kürze der Bremsklotz bei wettbewerbsfähigen Ladegeschwindigkeiten. Denn wenn Hersteller wie Porsche usw. Ladegeschwindigkeiten von 350 kW und ein entsprechendes Ladenetz bieten, sehen die 120 kW an den Superchargern plötzlich alt aus.

Ich hoffe, dass Tesla hier eine Lösung findet, die für alle Akkugrößen gilt.

Aufgrund meiner Erfahrungen mit dem BMW i3, der bis zu 95% SOC mit 42 kW (maximal im unteren SOC-Bereich mit 50 kW) lädt, weiß ich das mit einem entsprechenden BMS und Akku viel flachere Ladekurven möglich sind als bei meinem Tesla. Denn der lädt ab ca. 70% SOC schon langsamer als mein BMW i3.
Tesla Model S75, Schiebedach, Premium-Ledersitze, Softwareversion 2019.4.3 BJ 06/17
BMW i3 94Ah BJ 04/17-04/19
http://eautovlog.de Service, Nachrichten und Praxiswissen zur E-Mobilität für Elektroauto - Fahrer und Interessierte auf YouTube
 
Beiträge: 467
Registriert: 29. Jan 2017, 09:42

Re: Ladeleistung bei Superchargern unterschiedlich?

von egn » 16. Sep 2017, 06:37

Das mit Betrieb im Bereich 20-80 % ist auf jeden Fall gut.

Aber wie schon vielfach geschrieben, die Parameter des Akkus sind ein Kompromiss. Will man mehr Ladeleistung dann wird die Energiedichte geringer und umgekehrt. Wobei höhere Ladeleistung auch immer zu einer Verkürzung der Lebensdauer führt.

Tesla hat meiner Meinung nach momentan den besten Kompromiss für ein alltagstaugliches Fahrzeug. Klar wäre Laden in 5 min auf 80 % schön.

Aber was nützt das wenn dann die Reichweite des Fahrzeugs geringer wird weil entweder der Akku zu schwer ist, oder gar kein Akku mit vergleichbarer Kapazität ins Auto passt?

Der Vergleich der Ladegeschwindigkeit von unterschiedlichen Fahrzeugen über % SOC ist Unsinn.

Vergleiche doch bitte mal den Reichweitengewinn pro Minute Ladedauer zwischen I3 und MS, oder gar die Fahrdauer über eine Strecke von 800-1000 km. Da ist der I3 dem MS trotz Ladung mit höherem C deutlich unterlegen.

PS:
Hast Du Dein Auto schon bei https://docs.google.com/spreadsheets/d/ ... =154312675 eingetragen?
Tesla Model S85, 2/2014 (VIN 19XXX), weiß , Leder beige, Tech Paket, Premium Sound, Luftfederung, Doppellader, Kaltwetter, Panoramadach, Autobahnupgrade, LTE, Chademo, Allianz Anschlussgarantie 4J/80.000km, Firmware 2018.50.6 4ec03ed, ca. 110 TKm
 
Beiträge: 4041
Registriert: 28. Sep 2015, 07:05
Wohnort: Hallertau

VorherigeNächste

Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: Oberfranke, webmeup [Bot] und 2 Gäste