Laden mit 220 Volt

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

Re: Laden mit 220 Volt

von Ralf_W » 28. Nov 2016, 20:21

Nochmal ein kleiner Schutzkontaktsteckdosen Exkurs. Zugelassen sind die Steckdosen für 16A, geprüft über 6 Stunden. Normale Verbraucher im Haushalt wie eine Waschmaschine ziehen die Leistungen nur kurz, insofern gab es kaum ein Problem. Elektroautos sind anders, die ziehen die Leistung über viele Stunden, dafür sind die Steckdosen nicht gemacht. Von abgefackelten Schukosteckdosen habe ich eine ganze Bildergalerie.
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Re: Laden mit 220 Volt

von Alfred » 28. Nov 2016, 20:38

Wenn du eine ganze Galerie hast, dann scheint es öfter zu passieren.
Dann wäre es ja nicht schlecht, Steckdosen zu verbauen, die 16A dauerhaft aushalten.

Wie oft konntest Du das Bild nicht mehr machen weil das ganze Haus abgebrannt ist ?
Wenn immer nur die Steckdose stirbt und es nie weiterreichende Folgen hat, brauche ich es ja nicht überbewerten.


Eine "haushaltsnahe" Situation, in der eine Steckdose mehr als 6 Stunden mit mehr als 10 Ampere genutzt werden könnte:
Zwei Heizlüfter oder ähnliches in einer Mehrfachsteckdose, die bei minus 10 Grad Außentemperatur die zum Überwintern in einer schlecht isolierten Garage untergebrachten Pflanzen retten sollen.
 
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Re: Laden mit 220 Volt

von grizzzly » 28. Nov 2016, 20:52

Ich kann euch allen nur den gleichen Rat geben. Normale Haushaltssteckdosen sind definitiv NICHT dafür geeignet ein EV dauerhaft zu laden. Die Kontakte werden mit jedem Einsteckvorgang schlechter. Das mag mit einer neuen Steckdose noch eine zeitlang gut gehen. Aber eines ist sicher mit der Dauerlast eines EV wird wirklich JEDE Schuko Steckdose irgendwann abfackeln. Wer sich in seinem Haus dieser Gefahr aussetzen will....ich definitiv nicht.
Wer nur 1 Phase zur Verfügung hat baut euch bitte eine blaue CEE anstatt der Schukosteckdose an die Wand und nehmt diese. Da sind die Kontaktmaterialien auch so gross ausgelegt das sie die Abwärme die an den Kontakten entsteht dauerhaft abführen können.

Und falls die Verkabelung es hergibt kann man auch eine blaue CEE32 Dose verwenden und dann die Leitung mit 32 A absichern und dann mit 7,3 kW mit jedem Tesla laden. Denn bei 1 phasig erlaubt auch der Einzellader 1x32A.
Dazu braucht es nur den grossen blauen CEE32 Adapter für den UMC.
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Re: Laden mit 220 Volt

von Ralf_W » 28. Nov 2016, 21:00

Die Richtlinie (kein Gesetz) VDI 2166-2 zur Ladeinfrastruktur empfiehlt Schutzkontaktsteckdosen nicht zur dauerhaften Ladung zu verwenden. Es wäre noch klarer in der Richtlinie gestanden hätte nicht ein Automobilhersteller interveniert. Wunsch war den Kunden die leichte Ladung an der Garagensteckdose nicht zu vermiesen.

Zur Ehrenrettung der Schukosteckdose ist zu sagen, dass es bessere und schlechtere gibt, die alle die 6 Stunden mindestens halten. Für die Renault Zoe gibt es eine Steckdose mit stärkeren Kontakten bei der dann 14A Dauerstrom zugelassen werden. Auch die Norweger leben in der öffentlichen Ladeinfrastruktur viel mit Schuko, die ganzen Ladekabel der Fahrzeuge ziehen aber nur 13A.

Bild
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Re: Laden mit 220 Volt

von krouebi » 28. Nov 2016, 21:28

'nabend,

unser "Frecciarossa" bezieht einen großen Teil seines Energiebedarfs so:

Bild

- und im Gegenteil zu früher (Mitsubishi Outlander PHEV) werden die Dinger NICHT warm.

Trotzdem (ihr habt Recht) wird bald eine rote CEE-Kombidose und ein "richtiger" Zähler dieses "Horror-Kabinett" ersetzen.

Wird spannend wie lange das Model X 90D gegenüber "Frecciarossa" brauchen wird, um voll zu laden :ugeek: .
MfG,
Krouebi

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Re: Laden mit 220 Volt

von egn » 28. Nov 2016, 21:45

Ich kann nur empfehlen den Connection Guide zu studieren.

Notfalls statt der Schukodose eine roten 16A CEE Dose, wo nur eine Phase angeschlossen ist, installieren (lassen) und natürlich sicherheitshalber einen eigenen FI/RCD/ICCB installieren und testen lassen.
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Re: Laden mit 220 Volt

von fabbec » 28. Nov 2016, 22:02

Ihr fahrt alle zu wenig ;-) das ihr mit Schuko klar kommt!


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Re: Laden mit 220 Volt

von egn » 28. Nov 2016, 22:38

Ich fahre unter der Woche normal auch nicht mehr als 110 km pro Tag. In 12 h über die Nacht. wären die an Schuko wieder aufgeladen. Und wenn man auch noch an der Arbeitsstelle einstecken kann dann kann man auch 200 km/Tag fahren. Und für Fernstrecken habe ich SuCs in Entfernungen von 20-60 km.

Natürlich bin ich mit meinem 22 kW Anschluss bezüglich Lademanagement flexibler, aber wirklich brauchen würde ich die hohe Leistung nur selten.
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Re: Laden mit 220 Volt

von Helmut » 29. Nov 2016, 01:17

zu 14A von der Schuko Dose:

Wenn die Installationsfirma nun weiss, dass ein EV geladen wird und eine Hutschienendose mit der Angabe 16A einbaut, gehe ich davon aus, dass ich 16A ziehen kann. (da sie mündlich so frei gegeben wurde)
Ich habe dann einen Adapter Schuko auf L1 des CEE verwendet und vorsichtshalber dennoch nur 14A gezogen, da ich nun das UMC mit CEE-Adapter verwendet habe.
Ich weiss nun, dass ich keine Installation mehr voll ausnutze, wenn ich nicht genau weiss, was verbaut wurde.

Nun aber eine Frage noch an die Spezialisten:
Wenn ihr euch an irgend eine CEE-Dose steckt (welche meines Erachtens ja 16A über 6h aushalten sollte), was ist eurer Rat für den maximalen Ladestrom? 10A oder gehen da doch 13A
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Re: Laden mit 220 Volt

von Ralf_W » 29. Nov 2016, 01:29

CEE rot oder blau ist dauerfest, d.h. vom Anschluss her sollte Dauerstrom 16A kein Problem ist.

Was man nicht weiß, wie die Installation vor der Steckdose aussieht. Hängt noch etwas anderes an dem Stromkreis? Wenn ich eine Installation nicht kenne nehme ich den Strom etwas runter wenn ich die Zeit zum langsamer laden habe. Was man auch tun kann ist, die Ladeleistung zwischen 6 und 16A mal hin und her einstellen und dabei die Spannung beobachten. Geht die Spannung mehr als 10 Volt in die Knie ist Vorsicht angebracht.
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