CEE vs. Wallbox

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

CEE vs. Wallbox

von Volker.Berlin » 6. Mai 2016, 21:56

Moderator Note: Dieser Beitrag antwortet auf einen :arrow: Beitrag aus einem anderen Thread.

iSwiss hat geschrieben:Und sind die mobilen vom überhitzen der Kabel her überhaupt geeignet in der Garage für Dauerbetrieb eingesetzt zu werden? Ein Tech. Von Alpiq hatte mir davon abgeraten. Meint die Kabel würden zu heiss und wären dafür nicht geeignet.

Entweder war das ein Missverständnis Deinerseits, oder der Mensch hat sich disqualifiziert. Die mobilen Ladestationen sind für den Dauerbetrieb gemacht, das ihr ureigenster Daseinszweck. Die Auslegung der Kabel ist wirklich das geringste Problem mobiler Ladeboxen.

Anders ist das unter Umständen bei der Infrastruktur, an die Du die Ladebox anschließt. Wenn die nicht explizit für Dauerlast ausgelegt ist, können dort durchaus Kabel zu heiß werden. Schließlich gab es vor dem Elektroauto in Privathaushalten keinen auch nur annähernd vergleichbaren Verbraucher. Jegliche Werkzeuge oder Gerätschaften, die sonst (im Privathaushalt) mit Drehstrom betrieben werden, ziehen normalerweise nur für wenige Sekunden oder höchstens Minuten Strom und haben dazwischen längere Phasen ohne oder mit geringer Last. Dementsprechend sind Installationen in Privathaushalten üblicherweise darauf ausgelegt... Wenn man da eine Dose regelmäßig zum Laden verwenden möchte, sollte man vielleicht schon nochmal einen Elektriker drauf gucken lassen -- und dann evtl. auch gleich eine feste Wallbox installieren lassen.
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Re: Juice Booster 2

von oscar70 » 7. Mai 2016, 10:10

Volker.Berlin hat geschrieben:
iSwiss hat geschrieben:Und sind die mobilen vom überhitzen der Kabel her überhaupt geeignet in der Garage für Dauerbetrieb eingesetzt zu werden? Ein Tech. Von Alpiq hatte mir davon abgeraten. Meint die Kabel würden zu heiss und wären dafür nicht geeignet.

Entweder war das ein Missverständnis Deinerseits, oder der Mensch hat sich disqualifiziert. Die mobilen Ladestationen sind für den Dauerbetrieb gemacht, das ihr ureigenster Daseinszweck. Die Auslegung der Kabel ist wirklich das geringste Problem mobiler Ladeboxen.

Anders ist das unter Umständen bei der Infrastruktur, an die Du die Ladebox anschließt. Wenn die nicht explizit für Dauerlast ausgelegt ist, können dort durchaus Kabel zu heiß werden. Schließlich gab es vor dem Elektroauto in Privathaushalten keinen auch nur annähernd vergleichbaren Verbraucher. Jegliche Werkzeuge oder Gerätschaften, die sonst (im Privathaushalt) mit Drehstrom betrieben werden, ziehen normalerweise nur für wenige Sekunden oder höchstens Minuten Strom und haben dazwischen längere Phasen ohne oder mit geringer Last. Dementsprechend sind Installationen in Privathaushalten üblicherweise darauf ausgelegt... Wenn man da eine Dose regelmäßig zum Laden verwenden möchte, sollte man vielleicht schon nochmal einen Elektriker drauf gucken lassen -- und dann evtl. auch gleich eine feste Wallbox installieren lassen.


sorry volker, aber hier muss ich kurz widersprechen. die anforderungen an cee rot und blau sind eben die dauerbelastbarkeit (!) mit 16, 32, 64 oder 128 a. im gegensatz zu einer haushaltssteckdose, die lediglich auf eine spitze von 16a ausgelegt ist. sofern also eine blaue oder rote steckdose installiert wurde, darf man davon ausgehen, dass diese auch einen dauerstrom in der angegebenen höhe aushält.
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Re: Juice Booster 2

von Volker.Berlin » 7. Mai 2016, 10:24

oscar70 hat geschrieben:sorry volker, aber hier muss ich kurz widersprechen. die anforderungen an cee rot und blau sind eben die dauerbelastbarkeit (!) mit 16, 32, 64 oder 128 a. im gegensatz zu einer haushaltssteckdose, die lediglich auf eine spitze von 16a ausgelegt ist. sofern also eine blaue oder rote steckdose installiert wurde, darf man davon ausgehen, dass diese auch einen dauerstrom in der angegebenen höhe aushält.

Einspruch stattgegeben. Du darfst davon ausgehen. Wenn Du allerdings Stichproben machst, wirst Du beides finden. Modernere Installationen sind tendenziell besser als ältere. In der Realität findest Du aber immer wieder Dosen, die nicht richtig geerdet sind (besonders beliebt: Erde direkt auf Null geklemmt) und auch Dosen, die mehr versprechen, als der Leitungsquerschnitt auf Dauer halten kann. So sind die Menschen nun mal: Wenn die unmittelbare Notwendigkeit nicht da ist, spart man sich gern ein bisschen Zeit, Geld, Aufwand. Und zu der Zeit, als die meisten bestehenden Installationen gebaut wurden, war ein Verbraucher wie ein Elektroauto für den durchschnittlichen Elektromeister nicht vorstellbar (und ist es teilweise heute noch nicht).
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Juice Booster 2

von Yellow » 7. Mai 2016, 10:48

oscar70 hat geschrieben:
Volker.Berlin hat geschrieben:
iSwiss hat geschrieben:Und sind die mobilen vom überhitzen der Kabel her überhaupt geeignet in der Garage für Dauerbetrieb eingesetzt zu werden? Ein Tech. Von Alpiq hatte mir davon abgeraten. Meint die Kabel würden zu heiss und wären dafür nicht geeignet.

Entweder war das ein Missverständnis Deinerseits, oder der Mensch hat sich disqualifiziert. Die mobilen Ladestationen sind für den Dauerbetrieb gemacht, das ihr ureigenster Daseinszweck. Die Auslegung der Kabel ist wirklich das geringste Problem mobiler Ladeboxen.

Anders ist das unter Umständen bei der Infrastruktur, an die Du die Ladebox anschließt. Wenn die nicht explizit für Dauerlast ausgelegt ist, können dort durchaus Kabel zu heiß werden. Schließlich gab es vor dem Elektroauto in Privathaushalten keinen auch nur annähernd vergleichbaren Verbraucher. Jegliche Werkzeuge oder Gerätschaften, die sonst (im Privathaushalt) mit Drehstrom betrieben werden, ziehen normalerweise nur für wenige Sekunden oder höchstens Minuten Strom und haben dazwischen längere Phasen ohne oder mit geringer Last. Dementsprechend sind Installationen in Privathaushalten üblicherweise darauf ausgelegt... Wenn man da eine Dose regelmäßig zum Laden verwenden möchte, sollte man vielleicht schon nochmal einen Elektriker drauf gucken lassen -- und dann evtl. auch gleich eine feste Wallbox installieren lassen.


sorry volker, aber hier muss ich kurz widersprechen. die anforderungen an cee rot und blau sind eben die dauerbelastbarkeit (!) mit 16, 32, 64 oder 128 a. im gegensatz zu einer haushaltssteckdose, die lediglich auf eine spitze von 16a ausgelegt ist. sofern also eine blaue oder rote steckdose installiert wurde, darf man davon ausgehen, dass diese auch einen dauerstrom in der angegebenen höhe aushält.

Widerspruch zum Widerspruch!

Der Formfaktor einer Steckdose sagt nichts über die Dauerbelastbarkeit der Steckdose aus!

Wenn du 5 Schukodose an einer Phase, die mit 16A abgesichert ist, installierst, dann kannst du dort nicht 5x 10A dauerhaft ziehen.

Genauso kann es auch bei einer CEE 32A sein!
Habe ich gerade hier aktuell an einem Ferienpark, bei dem ich lade: 3 Müllpressen, die alle mit CEE 32A Steckern angeschlossen sind. An einer von denen darf ich den Stecker ziehen und laden. Das bedeutet aber nicht, dass ich mit 32A laden kann! Wir haben uns auf 20A geeinigt ;-)
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Re: Juice Booster 2

von oscar70 » 7. Mai 2016, 11:59

@ yellow: sorry - kann den widerspruch nicht gelten lassen. die normen hierzu sind eindeutig. schuko ist was anderes als cee16 rot oder blau. (dafür gibt es ja eben blau oder rot.) an cee 32 kann man dauerhaft 32a ziehen. mehrere cee32 dosen an einem kabel und einer 32a absicherung wird kein normal denkender mensch oder gar elektriker legen. liegt eine andere kann konfiguration vor, die das nicht zulässt, ist diese in deutschland gar nicht zulässig. heisst: hier muss (!) zurückgebaut werden. weiss man davon und ignoriert das, so handelt man grob fahrlässig bis vorsätzlich. der verlust des versicherungsschutzes ist dann da noch das kleinste problem.
generell muss die hausverteilung von einem elektriker-meister abgenommen werden. daher kann man beruhigt davon ausgehen, dass eine cee32 auch dauerhaft 32a last verträgt. (und das war auch schon vor 30 jahren so...)
bitte also nicht alles durcheinander würfeln. die normen für die roten und blauen dosen sind schon sehr genau und auch eindeutig.
Zuletzt geändert von oscar70 am 7. Mai 2016, 12:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Juice Booster 2

von Spüli » 7. Mai 2016, 12:07

Widerspruch!
Für jede Installation gilt ein gewisser Gleichzeitigkeits-Faktor. Daher kann man niemals an allen Steckdosen gleichzeitig die Nennlast abrufen.
Gruß Ingo
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Re: Juice Booster 2

von oscar70 » 7. Mai 2016, 12:10

@ spüli: stimmt hier so nicht. die norm bei cee ist da eindeutig. wir reden nicht über den hausanschluss an sich (da stimmt es), sondern über die belastbarkeit der dosen und der dahinter liegenden leitungen.
für interessierte:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/CEE-System
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Re: Juice Booster 2

von reniswiss » 7. Mai 2016, 12:55

oscar70 hat geschrieben:an cee 32 kann man dauerhaft 32a ziehen. mehrere cee32 dosen an einem kabel und einer 32a absicherung wird kein normal denkender mensch oder gar elektriker legen. liegt eine andere kann konfiguration vor, die das nicht zulässt, ist diese in deutschland gar nicht zulässig. heisst: hier muss (!) zurückgebaut werden. weiss man davon und ignoriert das, so handelt man grob fahrlässig bis vorsätzlich. der verlust des versicherungsschutzes ist dann da noch das kleinste problem.


Obwohl diese Beiträge mangels Grossbuchstaben an Unlesbarkeit kaum zu übertreffen sind, möchte ich meinen Senf dazu geben.

1. Solange die Absicherung zum verlegten Querschnitt inkl. Verlegeart passt kann von Fahrlässigkeit keine Rede sein. Was soll denn passieren? Im schlimmsten Fall löst die Sicherung aus und nichts passiert. Fahrlässig ist eine unzulässige Absicherung, die einen gegebenen Querschnitt überfordern kann. Mit Vorsatz hat das alles sowieso nichts zu tun.

2. Es gibt mit Sicherheit Installationen, die zwar korrekt ausgeführt wurden, heute aber nicht mehr sicher dauerhaft mit dem Nennstrom belastet werden können. Ich denke da an Setzerscheinungen des Kupfers unter einer Klemmschraube und Ähnliches.

3. Beispielsweise an einem Bauverteiler können definitiv nicht alle CEE-Abgänge gleichzeitig voll Belastet werden. Die Vermutung liegt nahe, dass Firmen wie Gifas ihre Verteiler den Normen entsprechend aufbauen.

4. CEE-Mehrfachstecker sind zulässig, obwohl der Stecker genau die gleiche Grösse hat wie die Buchsen.

Von daher: Wenn man keine Ahnung hat...
Zuletzt geändert von reniswiss am 7. Mai 2016, 13:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Juice Booster 2

von Mathie » 7. Mai 2016, 13:00

oscar70 hat geschrieben:@ spüli: stimmt hier so nicht. die norm bei cee ist da eindeutig. wir reden nicht über den hausanschluss an sich (da stimmt es), sondern über die belastbarkeit der dosen und der dahinter liegenden leitungen.


Oscar70, Du verrennst Dich! Es ist meines Wissens zwar richtig, dass man nicht mehrere CEE auf einen LS klemmen darf, aber das heißt nicht, dass man deshalb an jeder CEE immer mit Nennlast laden kann. Neben der Gleichzeitigkeit beim Hausanschluss spricht dagegen auch das Risiko einer nicht normgerechten Installation.

Ich komme vom Bau und habe schon die lustigsten Installationen im Bestand gesehen.

Gruß Mathie
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Re: Juice Booster 2

von oscar70 » 7. Mai 2016, 14:01

reniswiss hat geschrieben:
oscar70 hat geschrieben:an cee 32 kann man dauerhaft 32a ziehen. mehrere cee32 dosen an einem kabel und einer 32a absicherung wird kein normal denkender mensch oder gar elektriker legen. liegt eine andere kann konfiguration vor, die das nicht zulässt, ist diese in deutschland gar nicht zulässig. heisst: hier muss (!) zurückgebaut werden. weiss man davon und ignoriert das, so handelt man grob fahrlässig bis vorsätzlich. der verlust des versicherungsschutzes ist dann da noch das kleinste problem.


Obwohl diese Beiträge mangels Grossbuchstaben an Unlesbarkeit kaum zu übertreffen sind, möchte ich meinen Senf dazu geben.

1. Solange die Absicherung zum verlegten Querschnitt inkl. Verlegeart passt kann von Fahrlässigkeit keine Rede sein. Was soll denn passieren? Im schlimmsten Fall löst die Sicherung aus und nichts passiert. Fahrlässig ist eine unzulässige Absicherung, die einen gegebenen Querschnitt überfordern kann. Mit Vorsatz hat das alles sowieso nichts zu tun.

2. Es gibt mit Sicherheit Installationen, die zwar korrekt ausgeführt wurden, heute aber nicht mehr sicher dauerhaft mit dem Nennstrom belastet werden können. Ich denke da an Setzerscheinungen des Kupfers unter einer Klemmschraube und Ähnliches.

3. Beispielsweise an einem Bauverteiler können definitiv nicht alle CEE-Abgänge gleichzeitig voll Belastet werden. Die Vermutung liegt nahe, dass Firmen wie Gifas ihre Verteiler den Normen entsprechend aufbauen.

4. CEE-Mehrfachstecker sind zulässig, obwohl der Stecker genau die gleiche Grösse hat wie die Buchsen.

Von daher: Wenn man keine Ahnung hat...



ahhrrrr!!! ich werd hier noch total wahnsinnig!!! ja, wenn man keine ahnung hat....

ein bauverteiler ist doch ganz was anderes! da gibt es vorher schon sicherungen, die die leitung zum verteiler absichern! und das hat doch hiermit und mit cee überhaupt nichts zu tun! aber das ändert doch alles nichts an der tatsache, dass bei einer hausinstallation eine cee32 steckdose eine dauerbelastung von 32a aushalten muss. (und an diese dose kannst du dann deinen bauverteiler anklemmen, und bis 32a dauerlast belasten....)

daher: ja, wenn man keinerlei ahnung hat... aber hauptsache erst mal vorgeben, dass man die norm kennt...

(und wem meine schreibweise nicht passt: ich zwinge hier keinen, meine beiträge zu lesen, oder seinen senf (der dann leider auch noch am thema vorbei ist) dazu abzugeben.)
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