Tesla & Recht: News aus dem §§-Dschungel

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Re: Tesla & Recht: News aus dem §§-Dschungel

von bet4test3r » 21. Dez 2019, 22:46

Nur lag es nicht am Provider. Soweit mir bekannt, hat Tesla schon was dran gefuscht,
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Re: Tesla & Recht: News aus dem §§-Dschungel

von Vagtler » 21. Dez 2019, 23:40

Dann teile doch, was Dir bekannt ist. Bislang fehlt dazu jeglicher Beweis.
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Re: Tesla & Recht: News aus dem §§-Dschungel

von bet4test3r » 21. Dez 2019, 23:45

Der Beweis ist, dass es mit einem Smartphone oder anderem Gerät kein Problem gibt.
Wenn SMartphone = LTE
und
Model 3 = E/3G
dann liegt es nach dem Ausschlussverfahren nicht am Provider ;)
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Re: Tesla & Recht: News aus dem §§-Dschungel

von Vagtler » 22. Dez 2019, 00:51

Dann solltest Du Dich einmal mit den individuellen Konfigurationsmöglichkeiten von Corporate Verträgen der Netzbetreiber beschäftigen. Dann siehst Du, wie schwach Deine Indizienkette ist.
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Re: Tesla & Recht: News aus dem §§-Dschungel

von teslaundrecht » 22. Dez 2019, 01:22

@Vagtler: Um einen zivilrechtlichen Anspruch durchzusetzen, muss die Beweisführung keinem Anspruch an völlige Sicherheit genügen. Es genügt vielmehr ein für das praktische Leben brauchbarer Grad an Gewissheit, der etwaigen Zweifeln Schweigen gebietet, ohne sie völlig auszuschließen (so die BGH-Rechtsprechung). In der Praxis bedeutet das bei technischen Fragen: Kommt ein gerichtlich bestellter Sachverständiger zu einer bestimmten Auffassung, folgt das Gericht dieser Auffassung in aller Regel. Als Kläger müsste man hier "nur" dem Sachverständigen alle notwendigen Anknüpfungstatsachen liefern, dass dieser seine Arbeit machen kann.

Ansonsten würde ich höflich bitten wieder mehr on topic "Rechtsfragen" zu posten, damit es hier nicht in einen Wettsreit um die schönste Beweiskette abdriftet. Danke :D
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Re: Tesla & Recht: News aus dem §§-Dschungel

von Roy #1 » 22. Dez 2019, 12:43

Hier viewtopic.php?f=25&t=18557&p=865215&hilit=model+X+Reifenfresser#p864991 ist mein Problem dargestellt.
Morgen habe ich einen Termin zum Vermessen/Einstellen beim SeC in Hannover.

Da wurde mir schon im Vorfeld und nach der Terminbuchung in der App, per SMS gesagt:

"Wenn allses ok ist, müsste ich das bezahlen."

Ich habe noch Garantie auf das gesamte Fahrzeug und ok kann es ja bei diesem Reifenverschleiss nicht sein!
Morgen ist der Termin im SeC und ich bin schon mal sehr gespannt.
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Re: Tesla & Recht: News aus dem §§-Dschungel

von keepout » 22. Dez 2019, 12:50

bet4test3r hat geschrieben:Nur lag es nicht am Provider. Soweit mir bekannt, hat Tesla schon was dran gefuscht,


Wenn dem so wäre, müsste es doch in anderen Ländern ebenfalls massive Probleme gegeben haben. Soweit ich beurteilen kann, war kein einziger Österreicher oder Schweizer mit Problemmeldung dabei. Das würde gegen deine Anschuldigung sprechen.
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Re: Tesla & Recht: News aus dem §§-Dschungel

von teslaundrecht » 24. Dez 2019, 01:06

Inspiriert durch die Frage von @ Roy #1 gibts heute den weihnachtlichen

Rechtstipp #3: Handle ich mir mit einer unberechtigten Reklamation Kosten ein?

Die Fehlersuche nach Kundenreklamationen ist für den Verkäufer (der hier bei Tesla zugleich der Hersteller/Garantiegeber ist) in der Regel mit Aufwand verbunden, der in Geld ausgedrückt schnell ein erhebliches Sümmchen erreichen kann. Stellt sich die Mängelrüge des Kunden aus Sicht des Herstellers als nicht berechtigt heraus, so ist fraglich, ob der Verkäufer diesen Betrag vom Kunden verlangen kann.

Der BGH hat diese Frage 2008 (Urteil vom 23.01.2008, Az.: III ZR 246/06) geklärt, diese Rechtsprechung gibt heute in der Praxis die Leitlinien vor: Ein unberechtigtes Mangelbeseitigungsverlangen nach § 439 Abs. 1 BGB ist eine zum Schadensersatz verpflichtende schuldhafte Vertragsverletzung, wenn der Käufer erkannt oder fahrlässig nicht erkannt hat, dass ein Mangel nicht vorliegt, sondern die Ursache für die von ihm beanstandete Erscheinung in seinem eigenen Verantwortungsbereich liegt.

Das bedeutet im Ergebnis, dass der Verkäufer nur selten Kosten für die Mägenüberprüfung vom Kunden verlangen kann.
Denn dazu müsste der Käufer erkannt oder fahrlässig nicht erkannt haben, dass ein Mangel nicht vorliegt, sondern er selber dran Schuld ist. Der Käufer muss - so weit es ihm möglich ist – also nur sorgfältig überprüfen, ob er den Mangel selbst herbeigeführt hat, z.B. durch unsachgemäße Benutzung etc. Bei einem komplexen Produkt wie einem Tesla wichtig: Der BGH erwartet keine besonderen Fachkenntnisse vom Käufer. Kann man als durchschnittlicher Verbraucher den Fehler nicht selbst aufklären, darf man seine Gewährleistungsrechte (analog Garantierechte) geltend machen - ohne Schadensersatz befürchten zu müssen, wenn der Verkäufer nach Prüfung die Reklamation ablehnt.

Wie sieht es bei Euch aus, hat Tesla von Euch Geld für die Mängelprüfung verlangt? Wie seid Ihr damit umgegangen? Sollte jemand aktuell und konkret dieses Problem haben, würde ich gerne mehr dazu erfahren.
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Re: Tesla & Recht: News aus dem §§-Dschungel

von Darkdiver » 24. Dez 2019, 10:40

keepout hat geschrieben:
bet4test3r hat geschrieben:Nur lag es nicht am Provider. Soweit mir bekannt, hat Tesla schon was dran gefuscht,


Wenn dem so wäre, müsste es doch in anderen Ländern ebenfalls massive Probleme gegeben haben. Soweit ich beurteilen kann, war kein einziger Österreicher oder Schweizer mit Problemmeldung dabei. Das würde gegen deine Anschuldigung sprechen.


In der Schweiz hatten wir lange Probleme und es wurde immer auf den Provider gezeigt. Der Grund war Tesla hatte die SIM Karten von Swisscom auf Sunrise gewechselt und dann gab es bei vielen so manche Probleme. Zum Glück arbeite ich bei Sunrise. Also Zack meinen Tesla und dessen Mobilfunk in der Firma mit den Experten analysiert und herausgefunden es gibt ein BUG in der Software des Modems auf Seiten Tesla. Mit Tesla in Holland die Traces ausgetauscht und Wochen später gab es eine neue Firmware mit dem FIX für das Modem und jetzt ist alles wieder gut.

In den Release Notes stand natürlich nichts drin. Ist auch klar, die Software von einem Tesla ist so unfassbar kompliziert und Verschachtelt da wären dann die Release Notes nicht nur ein oder zwei Screens lang sondern 10 bis 20 Seiten und 90% der Kunden hätten so oder so keine Ahnung von was Tesla da spricht :)

Also alles gut so wie sie es machen finde ich

Viele Grüsse und frohe Festtage
Eric
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Re: Tesla & Recht: News aus dem §§-Dschungel

von Roy #1 » 24. Dez 2019, 14:07

teslaundrecht hat geschrieben:Inspiriert durch die Frage von @ Roy #1 gibts heute den weihnachtlichen

Rechtstipp #3: Handle ich mir mit einer unberechtigten Reklamation Kosten ein?

Die Fehlersuche nach Kundenreklamationen ist für den Verkäufer (der hier bei Tesla zugleich der Hersteller/Garantiegeber ist) in der Regel mit Aufwand verbunden, der in Geld ausgedrückt schnell ein erhebliches Sümmchen erreichen kann. Stellt sich die Mängelrüge des Kunden aus Sicht des Herstellers als nicht berechtigt heraus, so ist fraglich, ob der Verkäufer diesen Betrag vom Kunden verlangen kann.

Der BGH hat diese Frage 2008 (Urteil vom 23.01.2008, Az.: III ZR 246/06) geklärt, diese Rechtsprechung gibt heute in der Praxis die Leitlinien vor: Ein unberechtigtes Mangelbeseitigungsverlangen nach § 439 Abs. 1 BGB ist eine zum Schadensersatz verpflichtende schuldhafte Vertragsverletzung, wenn der Käufer erkannt oder fahrlässig nicht erkannt hat, dass ein Mangel nicht vorliegt, sondern die Ursache für die von ihm beanstandete Erscheinung in seinem eigenen Verantwortungsbereich liegt.

Das bedeutet im Ergebnis, dass der Verkäufer nur selten Kosten für die Mägenüberprüfung vom Kunden verlangen kann.
Denn dazu müsste der Käufer erkannt oder fahrlässig nicht erkannt haben, dass ein Mangel nicht vorliegt, sondern er selber dran Schuld ist. Der Käufer muss - so weit es ihm möglich ist – also nur sorgfältig überprüfen, ob er den Mangel selbst herbeigeführt hat, z.B. durch unsachgemäße Benutzung etc. Bei einem komplexen Produkt wie einem Tesla wichtig: Der BGH erwartet keine besonderen Fachkenntnisse vom Käufer. Kann man als durchschnittlicher Verbraucher den Fehler nicht selbst aufklären, darf man seine Gewährleistungsrechte (analog Garantierechte) geltend machen - ohne Schadensersatz befürchten zu müssen, wenn der Verkäufer nach Prüfung die Reklamation ablehnt.

Wie sieht es bei Euch aus, hat Tesla von Euch Geld für die Mängelprüfung verlangt? Wie seid Ihr damit umgegangen? Sollte jemand aktuell und konkret dieses Problem haben, würde ich gerne mehr dazu erfahren.


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Aber wenn sich die neuen Reifen wieder so einseitig abfahren, können Sie auch nichts weiter machen. :roll:
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