Wintertauglichkeit

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Wintertauglichkeit

von Thorsten » 2. Jan 2013, 19:20

Im TMC Forum gibt es eine umfangreiche Diskussion zum Thema Winter Driving Experiences.

Die Kombination aus Heckantrieb, unzureichenden Winterreifen und sensibler Traktionskontrolle scheint auf schneebedeckten Straßen Probleme zu machen. Einige Model S Fahrer haben daher bereits auf leistungsfähigere Winterreifen umgestellt.

Zudem scheint der Akku aufgrund der großen Außenfläche schneller auszukühlen als beim Roadster. Was im Sommer sicher von Vorteil ist, führt im Winter zu erhöhtem Energiebedarf zur Heizung des Akkus.

Ist das aus Eurer Sicht ein Problem? Habt Ihr vor mit dem Model S bspw. in den Winterurlaub zu fahren? Oder wohnt Ihr in einer Gegend mit viel Schneefall?

Ich nutze aktuell im Winter alternativ zum Tesla Roadster einen Audi A6 Quattro. Der ist auf Schnee sehr gut zu fahren. Daher habe ich eher das Model X als das Model S als Schlechtwetter- und Familienauto ins Auge gefasst. Aber das dauert ja noch so lange :(

Grüße
Thorsten
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Re: Wintertauglichkeit

von woodquartler » 4. Jan 2013, 10:16

Ja Thorsten, genau diese Problematik hatte ich von Anfang an befürchtet, wobei mich Tesla auf meine Anfrage bez. des im Vergleich zum Roadster sehr ungünstigen A/V-Verhältnis (Oberfläche-Volumen-Verh.) stets beruhigt hat und meinte, dass das Fahrzeug auch für kalte Regionen konzipiert wurde und hier auch bei hohen Minusgraden kaum Einschränkungen zu erwarten sind.
Die Praxis lehrt aber nun anderes. Für mich keine erfreulichen Erkenntnisse, weil wir hier auf 560m Seehöhe neben ausreichendem Schneefall auch mal ein paar Wochen dabeihaben, wo's auf -20° runtergeht und ich mir kein Zweitauto für den Winter leisten möchte.
Wenn die entsprechende APP zum Batteriemanagement verfügbar ist, sollte sich die Problematik ja etwas entspannen (gibt's die Apps nur für's iphone oder auch auf Android? Kann mich hier jemand vielleicht aufklären?).
Meine Garage hält in den Wintermonaten je nach Außentemperaturen bei -5° bis +2°. Hier würde mich der Energiebedarf für's Temperaturmanagement des Akkus interessieren. Gibt's irgendwo ein Diagramm, welches den Leistungsbedarf für die Akkustabilisierung in Abhängigkeit der Außentemperatur zeigt? Spätestens beim nächsten Winterurlaub wird das nämlich interessant, wenn man wie in meinem Fall am Parkplatz keinerlei Lademöglichkeit hat. Wieviele Tage hält das Fahrzeug zB bei einer Durchschnittstemp. von -10° durch? Bleibt hier nach einer Woche überhaupt noch was übrig?
Was ist übrigens die in Hinblick auf höchste Lebensdauer optimale Umgebungstemperatur? Gibt's hiezu Diagramme, die die Alterung im Verhältnis der Temperatur zeigen?

Was die Fahreigenschaften auf schneebedeckter Fahrbahn betrifft ist spätestens jetzt klar, dass mit Allseasons nichts zu gewinnen ist....
Kennt jemand übrigens schon die exakte Felgendimensionierung, ob's hier von namhaften Zweitanbietern vielleicht Alternativen gibt?

Vielleicht kann mir bei den angesprochenen Punkten jemand weiterhelfen.....danke vorab schon mal für eure Unterstützung
LG
Mario
 
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Re: Wintertauglichkeit

von Volker.Berlin » 4. Jan 2013, 11:57

woodquartler, die Smartphone App müsste in diesen Tagen vorgestellt werden. Sie ist für iOS und Android angekündigt:
http://www.teslamotors.com/forum/forums ... it-support
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Re: Wintertauglichkeit

von Talkredius » 4. Jan 2013, 16:04

woodquartler hat geschrieben:Meine Garage hält in den Wintermonaten je nach Außentemperaturen bei -5° bis +2°. Hier würde mich der Energiebedarf für's Temperaturmanagement des Akkus interessieren.

Ich gehe bei meinen Antworten davon aus, dass sich beim Model S alles analog zum Roadster verhält.:

0 W gegebenenfalls ein klein wenig mehr, weil die Pumpe für die Kühlflüssigkeit öfters läuft, bis sich der Akku auf die Außentemperatur abgekühlt hat. Die Pumpe hat hier die Aufgabe Wärmespots und daraus resultierende mechanische Spannungen zu verhindern.

bei Takku< 0C° wird das Regen(eration = Rekuperation) solange abgeschaltet bis die Akkutemperatur durch den Fahrbetrieb wieder auf größer Nullgrad angestiegen ist. Solange kann man dann nur mit der mechanischen Bremse bremsen. Bei geplanten Fahrten kann das umgangen werden, entweder Ladestrom so einstellen, dass erst zum Abfahrtzeitpunkt (+- 1h) die gewünschte Reichweite erreicht ist Durch das Laden bleibt der Akku auf seiner Wohlfühltemperatur von +5 ... +20 C° oder bei bereits vollem Akku ein Top off programmieren, dass der Ladevorgang ca. 1-2 Stunde vor geplanter Abfahrtzeit gestartet wird. Vor dem Laden wird der Akku auf > 0C° aufgewärmt => bei Abfahrt dürfte Regen wieder aktiv sein
Bei Takku < 0C° ist auch die zur Verfügung stehende Spitzenleistung geringer, wg. der dann herrschenden Straßenverhältnisse aber auch nicht wirklich wichtig ;)

woodquartler hat geschrieben:Spätestens beim nächsten Winterurlaub wird das nämlich interessant, wenn man wie in meinem Fall am Parkplatz keinerlei Lademöglichkeit hat. Wieviele Tage hält das Fahrzeug zB bei einer Durchschnittstemp. von -10° durch? Bleibt hier nach einer Woche überhaupt noch was übrig?


bei -10C° passiert beim Roadster gar nichts, der Roadster heizt auch nicht den Akku auf.

Nehmen wir aber jetzt mal -20C° an, nehmen wir weiter an, dass das Model S versuchen wird, die Akkutemperatur auf -10 C° zu halten
Weitere Annahmen :
Dicke der unteren Akkukunststoffschicht : 1 cm
Wärmeleitfähigkeit ähnlich wie PET : 0,25 W / (m*K)
Akkufläche : 5 m²

Dann ergibt sich ein Leistungsbedarf von Pwärme = 5 m²* 0,25 W/(K*m) * 10 K / 0,01 m = 1,25 kW. Bei halbvollen Akku wäre das Auto nach 32 h entladen.
Für das Warmhalten des Akkus wäre aber eine Schukosteckdose ausreichen, sogar mit einer Kabeltrommel als Verlängerung.

Machen wir uns eine 5 mm PUR Platte als Winterschutz drunter, sinkt der Leistungsbedarf auf 250 W, der halbvolle Akku wäre nach 160 h leer


woodquartler hat geschrieben:Gibt's hiezu Diagramme, die die Alterung im Verhältnis der Temperatur zeigen?

Ein Li Ionen Akku altert vor allen Dingen wenn hoher Ladezustand und hohe Akkutemperatur ( > 30 C°) zusammenkommen
Mehr Infos : http://de.wikipedia.org/wiki/Lithium-Ionen-Akkumulator


woodquartler hat geschrieben:
Was die Fahreigenschaften auf schneebedeckter Fahrbahn betrifft ist spätestens jetzt klar, dass mit Allseasons nichts zu gewinnen ist....
Kennt jemand übrigens schon die exakte Felgendimensionierung, ob's hier von namhaften Zweitanbietern vielleicht Alternativen gibt?


Allseasons taugen allenfalls für einen ungebremsten Hänger.
Das schöne bei Model S ist, dass Vorder- und Hinterreifen gleich sind, man kann also die Reifen von hinten nach vorne tauschen.

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Re: Wintertauglichkeit

von mark32 » 4. Jan 2013, 17:08

Ich denke für den seltenen Sonderfall Skiurlaub über 2 Wochen bei -20 Grad müsste man beim Tesla S (wie bei jedem PEV) etwas Aufwand betreiben:
Es ist fast immer möglich in Vorfeld via Internet oder telefonisch eine Lademöglichkeit bei der Unterkunft zu organisieren. Die Hoteliers sind meiner Erfahrung nach recht flexibel und würden dem Gast einen Parkplatz zum Laden organisieren. Eine simple Schuko mit Kabeltrommel reicht bereits aus. Letztlich ist alles eine Frage der Gewöhnung...
Im Extremfall kann natürlich ein Akku durch Kälte Schaden nehmen, der Elektrolyt kann gefrieren. In unseren Breitengraden mit der Infrastruktur sollte dies leicht vermeidbar sein. Gab es nicht ein paar Amis, die es geschafft haben den Roadster-Akku zu "Bricken" durch ignorieren aller Warnungen der Bedienungsanleitung? :evil:
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Re: Wintertauglichkeit

von ChrisG » 4. Jan 2013, 17:52

Das man in einem Skigebiet laden kann ist sicher nicht wirklich oft der Fall vorallem nicht als Tagestourist. Im ganzen Graubünden (Hauptskiegebiete in der Schweiz) gibt es keine einzige Station in den Bergen. Und das man nach 10 Stunden im Skiegebiet über einen viertel des Akkus verloren hat und beim Runterfahren nicht vom Regen profitieren kann ist gelinde gesagt doof.

Dazu kommen die Berichte das die Touchscreen electronic nicht wirklich bei kalten Temperaturen funktioniert (alles schwarz führ mehrere minuten trotz reboot), und das die Scheiben anlaufen und durch die Belüftung nur bedingt wieder freizukriegen ist. Und das fenster friert auch noch gerne am Gummiefest was das öffnen der Türe verunmöglicht..

Das man bei Schnee schneeketten montieren muss, ist noch am ehesten acktzeptierbar.

Für mich ist das schon ein herber rückschlag. Da es für mich mein einziges Auto währe und ich doch gerne Snowboarden gehe, müssen da schon noch einige Positive erklärungen/Lösungen her. Falls die Berechnungen Stimmen und in 64h bei -20C° der Akku leer ist, währe das extrem harter Tobak. Und ja das könnte ein Grund sein das Auto nicht zu kaufen.
 
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Re: Wintertauglichkeit

von Talkredius » 4. Jan 2013, 19:26

@ChrisG :

Deinen Fall gerechnet sieht so aus :

ohne PUR Platte ist der Akku nach Ankunft ungefähr nach 1 h bei -10 C°, mit PUR Platte nach ca. 5 h, erst dann würde Energie aus dem Akku benötigt.

Jeder Lift/Seilbahnstation hat Strom, vermutlich dürfte es auch CEE rot mit 3 x 16 A geben, dann könnte Dein Model S gut gewärmt innen wie außen und mit absolut eisfreien Scheiben bei Abfahrt auf Dich warten ;) Regen geht natürlich auch sofort.

Nur wg. der Schneeketten müßtest Du auf Model X warten, Allradfahrzeuge brauchen glaub ich keine Schneeketten.
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Re: Wintertauglichkeit

von ManuaX » 4. Jan 2013, 21:55

wo steht das das der akku bei -25 °C schaden nimmt? die atome bleiben erst bei -273,15 °C stehen (absoluter nullpunkt)

geschweigeden von einer akkuheizung ohne zu laden ich kann das nicht glauben.
was macht der ladestand des TR bei den temperaturen? als es im februar -20 grad hatte, habe ich keine veränderungen oder höhere verbräuche bemerkt.

Wenn dem wirklich so währe, würde doch TM reagiren. Wenn wir Roadsterfahrer irgend ein problem haben kommt sobald als möglich der Ranger und behebt es...

p.s. es gibt noch bessere dämstoffe als PUR, da sind dann auch unter 100 W möglich ;) ich muss es wissen bin Laborant :mrgreen:

ich bin überzeugt tesla kann was!

Mfg ManuaX
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Re: Wintertauglichkeit

von Talkredius » 4. Jan 2013, 22:20

ManuaX hat geschrieben:wo steht das das der akku bei -25 °C schaden nimmt? die atome bleiben erst bei -273,15 °C stehen (absoluter nullpunkt)


Der Volt fährt ab -25C° nicht mehr elektrisch, dass lässt entsprechende Vermutungen zu.
ManuaX hat geschrieben:geschweigeden von einer akkuheizung ohne zu laden ich kann das nicht glauben.

Na dann lass den Akku mal unter 0 C° abkühlen, lade dann und schau Dir mal die Infos am VDS an ;)
[/quote]
ManuaX hat geschrieben:was macht der ladestand des TR bei den temperaturen? als es im februar -20 grad hatte, habe ich keine veränderungen oder höhere verbräuche bemerkt.

Der Akku vom Roadster ist auch viel besser eingepackt, das dauert deutlich länger bis der auskühlt.
ManuaX hat geschrieben:Wenn dem wirklich so währe, würde doch TM reagiren. Wenn wir Roadsterfahrer irgend ein problem haben kommt sobald als möglich der Ranger und behebt es...

wo wird das Model S noch mal gebaut, in Kalifornien (USA) ? Und wie oft schneit es da ? :mrgreen:
ManuaX hat geschrieben:p.s. es gibt noch bessere dämstoffe als PUR, da sind dann auch unter 100 W möglich ;) ich muss es wissen bin Laborant :mrgreen:


gut zu wissen.
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Re: Wintertauglichkeit

von Eberhard » 4. Jan 2013, 22:30

Ich bin meinem Roadster schon bei Schneesturm und -20° gefahren. Dank meiner "Fußmättliheizung" auch keine Eisfüße mehr siehe "Hypertemperatur".

gerade bei -20° wird der normale Diesel kaum mehr anspringen und der Benzinmotor muss erst vorsichtig warmgefahren werden.

Gerade hier kommt der große Vorteil zu Tage. Volle Motor-Leistung und sofort Wärme aus der Heizung.

lg

Eberhard

p.s. jeder Verbrenner hat im Winter auch 10-20% Reichweitenverlust durch erhöhten Verbrauch. Einfach a bisserl langsamer fahren gleicht diese aus. Macht beim Verbrenner nicht immer Sinn, da unter 70-80km/h der Verbrauch wieder zunimmt.
Roadster 2.5 11/2010-6/2016 nach fast 170.000km abgegeben, Range 254/320km, P85+ 349.529 km Range 365/456km MX #460 am 8.8. storniert, da bei drivetesla 2.0 dabei
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