Die Sorgen meiner Nachbarn...

Infos zur Limousine mit Platz für 5+2...

Ich hatte Glück mit der Verkabelung

von founder » 4. Dez 2013, 20:42

Volker.Berlin hat geschrieben:...könnten mir glatt noch einen Strich durch die Rechnung machen und mir die Vorfreude gründlich vergällen. Mein Stellplatz ist in einer Gemeinschaftsgarage, die Stellplätze sind, wie die dazugehörigen Wohnungen, in individuellem Pivatbesitz. Für die bauliche Maßnahme, die Meine Drehstromdose darstellt, brauche ich die Zustimmung der Eigentümer-Gemeinschaft. Die sagt natürlich erstmal nein, denn das ist immer einfacher und sicherer. :-(

Unter anderem haben sie Bedenken wegen der Sicherheit der Batterie, auch und gerade beim Laden. Ich brauche was Schriftliches, am besten vom TÜV oder einer deutschen Behörde, um diese Bedenken auszuräumen. Hat vielleicht einer von Euch Roadster-Fahrern ein "Zertifikat über die Unbedenklichkeit des Ladevorgangs in gemeinschaftlich genutzten Tiefgaragen" ;-) oder dergleichen?

Danke und Grüße!
Volker


Ich hatte Glück. Eine Kabeltasse von meinem Kellerabteil direkt zu meinen Tiefgaragenplatz. Ist zwar nur 16 A 230 V AC. Dürfte so 130 km Reichweite in 10 Stunden bringen. Aber er käme bei mir eigentlich selten vor, dass dies nicht ausreicht.

Ich habe darüber 2006 bis 2012 meinen Elektroroller versorgt. Aber auch für den Tesla-S würde es reichen. 25000 km im Jahr sind im Schintt 70 pro Tag, aber die sind ja sehr unregelmäßig verteilt. Ich studiere ja seit etwa 2008, wie würde sich dies mit einem Elektroatuo ausgehen. Es gab eine einzige Situation, wo bei mir 230 V in der Tiefgarage nicht gerreicht hätten: 3 Tage hintereinander 130 km Fahrt nach Bad Schallerbach. Nur für diesen Sonderfall wäre die Ladeleistung zu gering gewesen.

Die Frage zeigt aber auch wie rückständig Deutschland ist. Da wird ständig was von 1 Million Elektroautos gefaselt, aber von einem Recht auf Stromanschluß in der Tiefgarage, am Arbeitsplatz, da gibt es noch nichts.
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Re: Ich hatte Glück mit der Verkabelung

von Leto » 4. Dez 2013, 22:16

founder hat geschrieben:Die Frage zeigt aber auch wie rückständig Deutschland ist. Da wird ständig was von 1 Million Elektroautos gefaselt, aber von einem Recht auf Stromanschluß in der Tiefgarage, am Arbeitsplatz, da gibt es noch nichts.


Naja. In einer Eigentümergemeinschaft kann ich schon verstehen warum es kein "Recht" dazu gibt. Recht ist auch immer das der anderen. Wenn ein 22kW Anschluss die gesamte Stromversorgung in Frage stellt oder Eigentumsrechte anderer verletzt werden darf es nach meiner Rechtsauffassung sowas nicht geben. Das hat aus meiner Sicht nichts mit Rückständigkeit zu tun. Ich habe eine kostenlose Naturstrom-Tankstelle um die Ecke mit 22kW Typ2. Ich finde das sogar fast zu fortschrittlich da die "Kunden" fehlen, die steht immer leer auf einem Supermarkt-Parkplatz. Der Markt, also Hersteller und Verbraucher, müssen das regeln, die Politik kann Impulse geben. Da ist sicher Verbesserungsbedarf, vor allem aus Mangel an Sachkenntnis und systemischem Denken, aber dafür bezahlen wir die Damen und Herren halt auch schlecht. Eine nicht zu Ende gedachte Einzelaktion ist da so wenig nützlich wie die andere, und das systemisch zu lösen halt eine ordentliche Aufgabe.
2. Model S 90D, seit 9/16, Midnight Silver/Grau/Carbon, Lenkassistent aka AP1, alles außer Tiernahrung und Pano, E.ON Basisbox Kombi und wallb-e eco, je 22kW und BEW "ein Preis" Roaming Vertrag für RWE Säulen sowie TNM Ladekarte und Plugsurfing
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Eberhard » 5. Dez 2013, 11:09

das ewg sagt anderes aus. du darfst alles wenn dadurch die rechte der anderen eigentümer nicht verletzt werden oder das gemeinschaftseigentum beschädigt wird. den nachweis müssen die anderen eigentümer führen.
die einrichtung einer steckdose durch eine zugelassene fachfirma ist dem bestimmungsgemäßen Gebrauch des Stellplatzes untergeordnet.
Es besteht gegen dem Verwalter eine Anzeigepflicht, dieser kann aber nichts verbieten sondern nur Auflagen z.B. beim Durchbohren einer Brandschutzwand (Wiederherstellen des Brandschutzes, Nachweis darüber etc.) aussprechen. Diese erfolgt aber nur im rahmen der sachgemäßen verwaltung des objektes.
gerne verweigern verwalter etwas aus unwissenheit und bequemlichkeit.

lg

eberhard
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Leto » 5. Dez 2013, 11:24

Eberhard hat geschrieben:das ewg sagt anderes aus. du darfst alles wenn dadurch die rechte der anderen eigentümer nicht verletzt werden oder das gemeinschaftseigentum beschädigt wird. den nachweis müssen die anderen eigentümer führen.
die einrichtung einer steckdose durch eine zugelassene fachfirma ist dem bestimmungsgemäßen Gebrauch des Stellplatzes untergeordnet.
Es besteht gegen dem Verwalter eine Anzeigepflicht, dieser kann aber nichts verbieten sondern nur Auflagen z.B. beim Durchbohren einer Brandschutzwand (Wiederherstellen des Brandschutzes, Nachweis darüber etc.) aussprechen. Diese erfolgt aber nur im rahmen der sachgemäßen verwaltung des objektes.
gerne verweigern verwalter etwas aus unwissenheit und bequemlichkeit.

lg

eberhard


Bei einer Steckdose richtig, aber nicht wenn die 35A Absicherung der Wohneinheit verändert werden muss. Das ist nach Aussage meiner Verwaltung genehmigungspflichtig, war aber kein Problem bei uns. Und eine Wohnung und ein 22kW Typ2 Anschluss an einer 35A Sicherung sind wohl etwas sinnfrei :(
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von conni » 5. Dez 2013, 12:31

Hallo,

ja wir haben das gleiche Problem Eigentümergemeinschaft mit Parkplätzen
Wir haben 2 damals gekauft, aber der Kabelweg (wenn es nach dem Elektriker geht) würde durch einen fremden Keller und
dann unter den Plastersteinen bis zu unseren Parkplätzen gehen. Das wurde abgelehnt, da die betreffenden Keller nicht
benutzt werden sollen.
Nächster Antrag geht nun über unseren Keller um das Haus und Parkplatz herum bis mittig unserer Parkplätze...
Aber ich habe vorher anwaltlichen Rat eingeholt:

- Die anderen Eigentümer dürfen dann nichts dagegen haben, wenn es beim Bau nur geringe bis keine Beeinträchtigungen haben!
und
- Die Eigentümer dürfen das E-Auto nicht verbieten und wir hätten sie auch nicht vor der Bestellung/Kauf fragen müssen!!!

Bei uns war noch die Frage des Carports gegeben, aber da 2 Leute schon vor Jahren Spitzdach-alte Carports gebaut hatten,
würde ein moderner Solarcarport nicht passen , die Bäume der Nachbarn hängen über und werfen bei Wind Äste ab, die
Tauben lassen auch alles auf die Autos herunter. So haben wir dieses Geld und Mühe gespart, obwohl unser Energieversorger
das toll fand und den Tesla als Speicher frohlockt hat... Aber nicht auf Kosten unserer Batterie...

Fazit: bei uns läuft die Sache noch und wenn die Leute ablehnen, können wir Klagen.... :o :evil: :oops:
Alle wollen zurück zur Natur. Aber keiner zu Fuß.
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Leto » 12. Mär 2014, 15:49

conni hat geschrieben:Hallo,

ja wir haben das gleiche Problem Eigentümergemeinschaft mit Parkplätzen
Wir haben 2 damals gekauft, aber der Kabelweg (wenn es nach dem Elektriker geht) würde durch einen fremden Keller und
dann unter den Plastersteinen bis zu unseren Parkplätzen gehen. Das wurde abgelehnt, da die betreffenden Keller nicht
benutzt werden sollen.
Nächster Antrag geht nun über unseren Keller um das Haus und Parkplatz herum bis mittig unserer Parkplätze...
Aber ich habe vorher anwaltlichen Rat eingeholt:

- Die anderen Eigentümer dürfen dann nichts dagegen haben, wenn es beim Bau nur geringe bis keine Beeinträchtigungen haben!
und
- Die Eigentümer dürfen das E-Auto nicht verbieten und wir hätten sie auch nicht vor der Bestellung/Kauf fragen müssen!!!

Bei uns war noch die Frage des Carports gegeben, aber da 2 Leute schon vor Jahren Spitzdach-alte Carports gebaut hatten,
würde ein moderner Solarcarport nicht passen , die Bäume der Nachbarn hängen über und werfen bei Wind Äste ab, die
Tauben lassen auch alles auf die Autos herunter. So haben wir dieses Geld und Mühe gespart, obwohl unser Energieversorger
das toll fand und den Tesla als Speicher frohlockt hat... Aber nicht auf Kosten unserer Batterie...

Fazit: bei uns läuft die Sache noch und wenn die Leute ablehnen, können wir Klagen.... :o :evil: :oops:


Naheliegender scheint die Lösung das einbauen zu lassen und dann dürfen die anderen klagen. Dafür fehlt, anders als zum "nein" sagen, meist doch der Mut und die Energie. Es gewinnt niemand einen Prozess ein zugelassenes Fahrzeug nicht auf seinem TG Stellplatz laden zu dürfen, das ist Quatsch. Die Bedenken muss auch keiner durch Beweise, etc. ausräumen, das Fahrzeug hat eine Betriebserlaubnis. End of Story. Ob Kabel in einer TG überhaupt eine mitbestimmungspflichtige bauliche Veränderung sind ist nicht mal klar, und wenn doch auch kaum abzulehnen ohne wichtigen Grund der nicht vorliegen sollte. Lieber um Vergebung als Erlaubnis fragen würde ich in diesem Fall anregen... Notfalls nur mit 22kW laden wenn in der Wohnung der Herd nicht läuft, nachts sollten die restlichen 2 kW reichen für die Wohnung... oder bei den aktuell sowieso nur möglichen 26A bleiben... :twisted:

Mein MS hat an 50A Haussicherung (mit Zustimmung der ETG erhöht) und 50m 7x10mm² Kabel, E.EON Basisbox Kombi und Sicherheitspaket bereits seine erste Megawattstunde genibbelt :lol:

Ach ja, gebrannt hat es nicht... :ugeek:
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von founder » 12. Mär 2014, 20:19

Leto hat geschrieben:
conni hat geschrieben:Hallo,

Naheliegender scheint die Lösung das einbauen zu lassen und dann dürfen die anderen klagen. Dafür fehlt, anders als zum "nein" sagen, meist doch der Mut und die Energie. Es gewinnt niemand einen Prozess ein zugelassenes Fahrzeug nicht auf seinem TG Stellplatz laden zu dürfen, das ist Quatsch. Die Bedenken muss auch keiner durch Beweise, etc. ausräumen, das Fahrzeug hat eine Betriebserlaubnis. End of Story. Ob Kabel in einer TG überhaupt eine mitbestimmungspflichtige bauliche Veränderung sind ist nicht mal klar, und wenn doch auch kaum abzulehnen ohne wichtigen Grund der nicht vorliegen sollte. Lieber um Vergebung als Erlaubnis fragen würde ich in diesem Fall anregen... Notfalls nur mit 22kW laden wenn in der Wohnung der Herd nicht läuft, nachts sollten die restlichen 2 kW reichen für die Wohnung... oder bei den aktuell sowieso nur möglichen 26A bleiben... :twisted:

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Geschichte vom Bau eines Firmengebäudes vor 32 Jahren. Die Wasserleitung müßte über ein Nachbargrundstück gehen. Der Besitzer legt sich quer und möchte unrealistisch hohe Forderungen dafür haben.

Der Firmenbesitzer kommt am Samstag Vormittag mit Baumaschinen, reist den Grund vom Nachbarn auf, verlegt die Leitung und alles wieder zugeschüttet. Vor Gericht gab es dann dafür eine kleine Geldstrafe, ein echtes Sonderangebot im Vergleich zu den früheren Forderungen für die Wasserleitung.
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Tesla-Fan » 23. Aug 2014, 19:21

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Zuletzt geändert von Tesla-Fan am 17. Okt 2014, 23:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von smartgrid » 23. Aug 2014, 21:56

Kannst Du das Kabel vom Keller direkt in die TG legen lassen - ohne Umweg z.B. über ein Treppenhaus?
Dann sollte das für den Elektriker auch einfach zu machen sein, weil im Keller und der TG andere Brandschutzvorschriften gelten, als im Treppenhaus.

Am Ende geht es dann nur um ein paar Löcher in der (Keller/Garagen-)Wand, die notfalls beim Auszug von Dir wieder verschlossen werden müssten.
Als Eigentümer der Wohnung wäre ich froh, wenn Du diese Installation vornimmst und würde gar nicht auf Rückbau pochen, da eine 240V-Steckdose den Wert des Stellplatzes erhöht - auch wenn man kein EV hat. Z.B. zum Staubsaugen des Verbrenners :)

Vermutlich würde ein Gericht das ähnlich sehen - sollte es zum Äußersten kommen :o

Ich bin allerdings kein Jurist - aber soviel weiß ich: Recht haben und Recht bekommen sind zwei Paar Stiefel...
In diesem Sinne...Bohrer anwerfen... ;)
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Tesla-Fan » 24. Aug 2014, 00:13

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Zuletzt geändert von Tesla-Fan am 17. Okt 2014, 23:19, insgesamt 1-mal geändert.
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