Die Sorgen meiner Nachbarn...

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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Eberhard » 15. Jan 2013, 09:21

Die einzigen Sicherheitsbedenken welchen nachvollziehbar sind, ist die Tasche, das eine Steckdose immer unter Spannung ist. Das ist aber normal. Dann wäre aber eine abschließbare Dose ausreichend.
Bei solchen Sicherheitsbedenken dürften auch keine benzingetriebene Fahrzeuge in der Garage abgestellt werden, wegen der Brandgefahr und möglichen auslaufendes Öl und Benzin. Schon mal nach Ölflecken in der Garage gesehen. Da werden gefährliche und krebserregende Stoffe an die Umgebungsluft abgegeben (PAK = polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe). Das stört wohl keinen.

lg

Eberhard
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von maxbafh » 15. Jan 2013, 09:37

Einmal ganz ein anderer Einwurf zu diesem Thema. Wenn du dir angenommen einen Porsche kaufen würdest, steht dort auch in der Betriebsanleitung, wenn du ihn für 6 Wochen nicht benützt muss die Batterie an ein Ladegerät. Das bedeutet, es muss wieder eine Steckdose vorhanden sein um dies zu gewährleisten. Damit wäre es kein "modernes" Auto vor dem man aus Unwissenheit angst haben muss, aber eine Steckdose wäre trotz allem notwendig. Vielleicht hilft es ja in diese Richtung zu argumentieren.

Kann zwar nicht mit der Deutschen Bedienungsanleitung dienen aber die Englische hab ich gefunden: http://www.porsche.com/all/media/pdf/Ow ... a_PCNA.pdf
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von JeanSho » 16. Jan 2013, 00:05

Hallo Volker, dürftest du ein gasbetriebenes Auto in der Garage parken?
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Talkredius » 16. Jan 2013, 00:29

maxbafh hat geschrieben:Einmal ganz ein anderer Einwurf zu diesem Thema. Wenn du dir angenommen einen Porsche kaufen würdest, steht dort auch in der Betriebsanleitung, wenn du ihn für 6 Wochen nicht benützt muss die Batterie an ein Ladegerät. Das bedeutet, es muss wieder eine Steckdose vorhanden sein um dies zu gewährleisten. Damit wäre es kein "modernes" Auto vor dem man aus Unwissenheit angst haben muss, aber eine Steckdose wäre trotz allem notwendig. Vielleicht hilft es ja in diese Richtung zu argumentieren.

Kann zwar nicht mit der Deutschen Bedienungsanleitung dienen aber die Englische hab ich gefunden: http://www.porsche.com/all/media/pdf/Ow ... a_PCNA.pdf


cool, und wenn Du das jetzt noch mit diesem Hinweis verbindest ist alles perfekt :

http://www.handelsblatt.com/auto/test-t ... 10510.html

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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von urs daniel » 16. Jan 2013, 20:52

Hallo Volker,
Frage: Gibt's für eure Tiefgarage keine Verwaltungs- und Nutzungsordnung? Ich besitze ein Haus in einer Überbauung von 26 Einfamilienhäusern, gemeinsam besitzen wir eine Tiefgarage mit 40 Abstellplätzen integriert mit zentraler Gasheizung, Elektro- und Lüftungsraum. Einzelne Eigentümer haben bereits Elektroanschlüsse, selber muss ich noch an meinen zwei Plätzen Anschlüsse installieren. Gemäss Nutzungsordnung ist es untersagt feuergefährliche, explosive und andere, Gefahren in sich bergende Gegenstände zu deponieren. Diese sind Feuerpolizeilich genau definiert z.B. Benzinrasenmäher! oder Butan/Propanflaschen für Gartengrills. Rasenmäher oder Vertikutierer müssen einen entfernbaren Tank besitzen! Reparaturen an Autos und Geräten sind untersagt.
Betreffend Rechte des Einzelnen ist ganz klar nach Gesetz geregelt: Werden Arbeiten/Installationen mit Zustimmung der Mehrheit der Stimmrechte angeordnet bzw erlaubt, so können sie auch gegen den Willen nicht zustimmenden Miteigentümern ausgeführt werden!
Wo kämen wir hin wenn sich gewisse Querulanten aus Prinzip immer gegen etwas Neues wehren.
Persönlich habe ich mit dem Feuerwehrinspektorat und unserem örtlichen Feuerwehrkommandanten Kontakt aufgenommen und das Thema Elektroauto (Lithium/Ionen Batterie), Hybrid und Gasbetriebene Autos erörtert. Es dürfen keine Arbeiten/Reparaturen in einer privaten Tiefgarage ausgeführt werden. Das Laden von Elektroautos oder Plug In ist erlaubt und birgt kein Risiko. Die Feuerwehr sollte aber in jedem Fall informiert werden wenn ein solches Auto in der Tiefgarage parkiert wird. Es bestehen spezielle Vorschriften wie Hybrid- und Gasbetriebene Autos im Brandfall gelöscht werden müssen!
Zur Beruhigung meiner Nachbarn werde ich einen Brand/Rauchmelder über meinen Platz installieren und mit der Feuerwehr ist eine Löschübung in unserer Überbauung geplant. Kostet mich ein paar Bierchen, Würste und Brot - beruhigt aber ängstliche Gemüter.
 
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Volker.Berlin » 16. Jan 2013, 21:38

Hallo Urs,
vielen Dank für Deinen ausführlichen Beitrag! Es ist ermutigend, zu sehen, dass andere offenbar mit ganz ähnlichen Problemen zu kämpfen haben -- und sie überwunden haben.

urs daniel hat geschrieben:Betreffend Rechte des Einzelnen ist ganz klar nach Gesetz geregelt: Werden Arbeiten/Installationen mit Zustimmung der Mehrheit der Stimmrechte angeordnet bzw erlaubt, so können sie auch gegen den Willen nicht zustimmenden Miteigentümern ausgeführt werden!
Wo kämen wir hin wenn sich gewisse Querulanten aus Prinzip immer gegen etwas Neues wehren.

Genau so ist es bei uns auch, allerdings gilt das nur für die Eigentümerversammlungen. Auf der letzten Eigentümerversammlung ist mein Antrag gescheitert, weil es einzelnen Beteiligten gelungen ist, alle anderen zu verunsichern, so dass keine Mehrheit mehr zustande kam. Bis zur nächsten Eigentümerversammlung gibt es nur den Weg des "Umlaufbeschlusses" (schriftliche Abstimmung), der aber eine geschlossene 100%ige Zustimmung erfordert. Das hat die Hausverwaltung versucht, nachdem ich einige Informationen zusammengestellt hatte, die bei der ersten Versammlung nicht vorgelegen haben, der Umlaufbeschluss ist aber (erwartungsgemäß) nicht durchgekommen. Jetzt bleibt nur die nächste Eigentümerversammlung, wo dann wieder eine einfache Mehrheit genügt. Um die zu erreichen, sammele ich zurzeit Material und Kontakte aller Art.

urs daniel hat geschrieben:Persönlich habe ich mit dem Feuerwehrinspektorat und unserem örtlichen Feuerwehrkommandanten Kontakt aufgenommen und das Thema Elektroauto (Lithium/Ionen Batterie), Hybrid und Gasbetriebene Autos erörtert. Es dürfen keine Arbeiten/Reparaturen in einer privaten Tiefgarage ausgeführt werden. Das Laden von Elektroautos oder Plug In ist erlaubt und birgt kein Risiko. Die Feuerwehr sollte aber in jedem Fall informiert werden wenn ein solches Auto in der Tiefgarage parkiert wird. Es bestehen spezielle Vorschriften wie Hybrid- und Gasbetriebene Autos im Brandfall gelöscht werden müssen!

Das ist eine super gute Idee! Vollkommen naheliegend, wenn man es sich überlegt, aber von selbst bin ich nicht drauf gekommen und hier im Thread hat das vor Dir auch noch keiner erwähnt. Vielen Dank, ich werde mich umgehend darum kümmern!
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Volker.Berlin » 6. Feb 2013, 11:09

Eine kleine Material-Sammlung:
A. Richter, DEKRA hat geschrieben:Aus der Sicherheitsperspektive spricht nichts gegen Elektrofahrzeuge in einer Tiefgarage, in Stuttgart und anderen Städten gibt es mehrere Ladestationen in Tiefgaragenstellplätzen. http://www.elektroauto-news.net/2011/en ... ttgart-aus

Dr. Jochen Mähliß, batteryuniversity.eu hat geschrieben:Lithium-Ionen-Batterien sind ein sicheres und zertifiziertes Produkt, das im alltäglichen Betrieb keine Gefährdung darstellt!

Matthias Baumann, TÜV Rheinland hat geschrieben:Das Laden Ihres Elektrofahrzeugs in der Tiefgarage stellt keine besondere Gefahr dar. Im Gegensatz zu Blei-Batterien entstehen beim Ladevorgang von Lithium-Ionen Batterien keinerlei giftige oder leicht entzündliche Gase.

Vincenzo Lucà, TÜV SÜD hat geschrieben:Auf dieses Problem werden wir immer wieder hingewiesen. Leider gibt es kein Dokument das die Thematik grundsätzlich klärt. Letztlich wird hier eine Gesetzesänderung erforderlich sein.

Außerdem kam auf eine Anfrage beim VDE eine hervorragende Argumentationshilfe: Vielleicht kann ich einer technischen Diskussion unter Laien einfach dadurch aus dem Weg gehen, dass ich das Risiko im Sinne einer Versicherung mit einer Prämie beziffere? Versicherungen sind dafür bekannt, genau zu rechnen und das Risiko zu meiden. Wenn man nun eine Versicherung finden könnte, die die Schäden abdeckt, vor denen sich meine Nachbarn fürchten, und wenn die Prämie für diese Versicherung sehr niedrig wäre, dann müsste jedem einleuchten, dass realistischerweise nichts passieren kann.

Glücklicherweise gibt es diese Versicherung, und ich werde sogar mein Model S genau so versichern. Ich habe gerade nochmal telefonisch nachgefragt und bekomme in den nächsten Tagen eine schriftliche Bestätigung (auf Briefpapier, macht hoffentlich mehr Eindruck). In dem speziellen Tarif der DGVO für's Model S sind Haftpflichtschäden, die ursächlich auf die Traktionsbatterie zurückgehen, ausdrücklich abgedeckt -- und zusammen mit einer Vollkasko (ohne Fahrerbeschränkung, ohne Kilometerbeschränkung, ohne Schadenfreiheitsrabatt) kostet diese Versicherung gerade mal 1.218,00 € p.a. brutto. Finde ich ein relativ überzeugendes Argument, hoffentlich können meine Nachbarn dem folgen! ;-)

Weitere Details zum Angebot der DGVO in diesem Thread: viewtopic.php?f=4&t=622
Zuletzt geändert von Volker.Berlin am 7. Feb 2013, 10:41, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Volker.Berlin » 6. Feb 2013, 11:15

Und so äußert sich die Berliner Feuerwehr:
Jürgen Mitschker, Berliner Feuerwehr hat geschrieben:Nach gegenwärtigem Stand gibt es meiner Kenntnis nach keine Rechtsgrundlage, die den Kauf eines E-Fahrzeugs bei einer anderen Behörde als der Kfz-Zulassungsbehörde anzeigepflichtig macht, also auch nicht der Feuerwehr. Es wird jedoch meines Wissens u.a. für die Feuerwehren die Möglichkeit erarbeitet, über das Kfz-Kennzeichen aus einer amtlichen Datenbank eine Auskunft auf die Antriebsart zu erhalten.
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Volker.Berlin » 23. Feb 2013, 17:03

Gerade kam das Schreiben von der DGVO:
Sehr geehrter Herr...
sofern Ihr Tesla über den Rahmenvertrag der Basler Versicherung versichert ist, bestätigen wir Ihnen gerne wie gewünscht, dass bei einem Brand der ursächlich von Ihrem Fahrzeug ausgeht die Schäden an anderen Fahrzeugen oder am Gebäude über Ihre Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung gedeckt sind.
Mit freundlichen Grüßen...

Na gut, ganz normale KFZ-Haftpflicht eben. Leider haben sie vergessen, die Stichworte "Batterie", "Aufladen" und "Tiefgarage" unterzubringen, obwohl ich ausdrücklich darum gebeten habe. Aber auch so ist die Situation ja eigentlich klar genug, und immerhin geht eindeutig aus dem Schreiben hervor, dass es sich um ein reines Elektro-Auto ("Tesla") handelt. :-)
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Volker.Berlin » 15. Mär 2013, 13:32

Zwei kleine Updates, die ich gerne unserer Materialsammlung hinzufügen möchte. Vielleicht kann sie ja auch jemand anders nochmal brauchen. Für uns ist natürlich keine neue Erkenntnis dabei, aber wenn es darum geht, Außenstehende zu überzeugen, hat eine Aussage vom Hersteller mehr Gewicht als meine unbedeutende persönliche Überzeugung.

Nur zum Spaß, und um eine zitierfähige Aussage zu generieren, habe ich Interesse an einem BMW i3 vorgetäuscht und BMW mein Problem geschildert. Das war am Freitag Abend. Am Samstag bekam ich Nachricht, dass meine Mail an eine zuständige Fachabteilung weitergeleitet worden sei. Am Sonntag(!) bekam ich dann von BMW folgende kurze, aber erfreulich klare Aussage:
kundenbetreuung@bmw.de am 3. März 2013 hat geschrieben:Gerne teilen wir Ihnen mit, dass die BMW i Fahrzeuge ohne Einschränkungen überall geparkt werden können. Zum Aufladen ist jeder Abstellplatz mit Stromanschluss geeignet.


Von diesem Ergebnis beflügelt, habe ich erneut bei Tesla nachgehakt. Und siehe da, auch Tesla konnte sich -- endlich -- zu einem vergleichbaren Statement durchringen:
Tesla Motors Europe am 15. März 2013 hat geschrieben:Gerne teilen wir Ihnen mit, dass Tesla Fahrzeuge überall sicher abgestellt werden können. Auch ein Parken in (Tief-)Garagen ist grundsätzlich ohne Einschränkungen möglich. Zudem können die Fahrzeuge an jeder herkömmlichen Steckdose geladen werden.

Geht doch! :-)
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