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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

BeitragVerfasst: 24. Jun 2016, 14:56
von Elektroniker
Der "Sachverständige" meint vielleicht mit "Anschließen an ein Ladegerät" den Vorgang, einen Verbrenner mit Starterbatterie an ein Ladegeräte zu hängen, um ihn damit wieder flott zu kriegen - sprich "zu reparieren" - was dann im weitesten Sinne ein "Arbeiten" an einem defekten Kraftfahrzeug wäre.
Das ist natürlich auch Quatsch.

Aber ein E-Auto an die Steckdose zu hängen hat definitiv nichts mit "Arbeiten" zu tun.
Ich denke, der "Sachverständige" hat nicht den richtigen Sachverstand. Der sieht vielleicht das Recht vor lauter Paragraphen nicht. ;)

Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

BeitragVerfasst: 24. Jun 2016, 15:04
von Montblanc Carrera
Dem "Sachverständigen" fehlt es vermutlich schlicht an "Sachverstand", eventuell auch nur am "Verstand".

Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

BeitragVerfasst: 24. Jun 2016, 15:49
von Franko30
@FrankfurterBub:
Wichtig ist vor der HV zu klären, was denn mit dem Verbot von Arbeit gemeint sein soll: Arbeiten am Gebäude (der Tiefgarage) und warum das verboten sein soll (Gesetz?) ODER ob der glaubt, die Eigentümergemeinschaft würde dadurch zum Stromanbieter (Gewerbe=Arbeit).

Und natürlich solltest du das Gutachten als Kopie bekommen oder bei der Verwaltung lesen.

Höchst seltsam...

Cheers Frank

Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

BeitragVerfasst: 24. Jun 2016, 16:16
von Montblanc Carrera
Franko30 hat geschrieben:@FrankfurterBub:
Wichtig ist vor der HV zu klären, was denn mit dem Verbot von Arbeit gemeint sein soll: Arbeiten am Gebäude (der Tiefgarage) und warum das verboten sein soll (Gesetz?) ODER ob der glaubt, die Eigentümergemeinschaft würde dadurch zum Stromanbieter (Gewerbe=Arbeit).

Und natürlich solltest du das Gutachten als Kopie bekommen oder bei der Verwaltung lesen.

Höchst seltsam...

Cheers Frank

Ich vermute das "Problem" sind die Doppelparker,
das sind Bühnen die zum Abstellen von Fahrzeugen gedacht sind und nicht wie Werkstattbühnen zum arbeiten,
daher gibt es für beide Bühnen unterschiedliche Vorschriften (Normen) und in der für die Doppelparker wird vermutlich darauf hingewiesen, das sie halt nicht zum Arbeiten am Fahrzeug zugelassen sind,
aber daraus darauf zu schließen, das Laden "arbeiten am Fahrzeug" ist und daher nicht zulässig bedarf schon ganz besonderer Gedankengänge.

Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

BeitragVerfasst: 24. Jun 2016, 16:31
von FrankfurterBub
Kurz zur Aufklärung:

Der SV sagt
* Maschinen und Anlagen (hier: Doppelparker) dürfen nur bestimmungsgemäß benutzt werden
* DIN EN 14010 sehe vor, dass Autoparksysteme nur zum Parken von PKW zugelassen sind und kein Arbeiten auf den Anlagen zulässig sei
* Ladegerät auf den Stellplatz bedeute, dass der Stellplatz eine Ladestation werde (nicht erlaubt)
* Letztlich Anschließen von geparkten PKW an das Ladegerät auf dem Stellplatz sei Arbeiten im Sinne der o.g. DIN (nicht erlaubt)

Konfus? Danke, ich auch :D

Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

BeitragVerfasst: 24. Jun 2016, 16:32
von reniswiss
Wozu braucht man hier einen Sachverständigen?
Elektriker anrufen, warten bis er fertig ist, laden.

Ich meine, mal ehrlich:
Wer hier würde sich an solch ein Verbot halten?
Ich ganz bestimmt nicht.

Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

BeitragVerfasst: 24. Jun 2016, 16:34
von FrankfurterBub
reniswiss hat geschrieben:Wozu braucht man hier einen Sachverständigen?
Elektriker anrufen, warten bis er fertig ist, laden.

Ich meine, mal ehrlich:
Wer hier würde sich an solch ein Verbot halten?
Ich ganz bestimmt nicht.


Naja, wenn ein WEG-Beschluss in einer hochwertigen Immobilie notwendig ist, dann wollen die anderen Eigentümer schon wissen, dass das auch in Ordnung geht.. Abgesehen davon: Unsere Hausverwaltung nimmt ihren Job ernst und will halt auch, dass keine möglichen Haftungsrisiken für uns bestehen.

Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

BeitragVerfasst: 24. Jun 2016, 16:47
von Montblanc Carrera
FrankfurterBub hat geschrieben:Kurz zur Aufklärung:

Der SV sagt
* Maschinen und Anlagen (hier: Doppelparker) dürfen nur bestimmungsgemäß benutzt werden
* DIN EN 14010 sehe vor, dass Autoparksysteme nur zum Parken von PKW zugelassen sind und kein Arbeiten auf den Anlagen zulässig sei
* Ladegerät auf den Stellplatz bedeute, dass der Stellplatz eine Ladestation werde (nicht erlaubt)
* Letztlich Anschließen von geparkten PKW an das Ladegerät auf dem Stellplatz sei Arbeiten im Sinne der o.g. DIN (nicht erlaubt)

Konfus? Danke, ich auch :D

>>* Ladegerät auf den Stellplatz bedeute, dass der Stellplatz eine Ladestation werde (nicht erlaubt) <<
Das ist grober Unfug und läßt an dem V des SV zweifeln,
das Ladegerät ist schließlich in dem Fahrzeug fest verbaut, Du würdest also auch ohne einen Ladeanschluß jeden Stellplatz in eine Ladestation verwandeln (ich brauch endlich das vogelzeigende Smily)...
und eine Garage verwandelt sich ja auch nicht allein durch einen Ladeanschluß in eine Fahrzeugwerkstatt.

Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

BeitragVerfasst: 24. Jun 2016, 17:10
von reniswiss
FrankfurterBub hat geschrieben:Naja, wenn ein WEG-Beschluss in einer hochwertigen Immobilie notwendig ist, dann wollen die anderen Eigentümer schon wissen, dass das auch in Ordnung geht.. Abgesehen davon: Unsere Hausverwaltung nimmt ihren Job ernst und will halt auch, dass keine möglichen Haftungsrisiken für uns bestehen.


Achso. Dann haben diese Leute einfach derart wenig eigenen Verstand, dass vermutlich auch ein Sachverständigengutachten her muss, bevor der Hauswart das erste mal die Fenster im Treppenhaus putzen darf. Sorry für die Kritik an deiner Verwaltung, aber es ist offenbar so.
Es ist doch völlig logisch, dass ein in Grossserie hergestelltes Fahrzeug mit Strassenzulassung, angeschlossen an einer normgerechten Elektroinstallation vom Fachmann, kein Sicherheitsrisiko und somit keine Haftungslücke erzeugt. :roll:
Man sollte per Gesetz anordnen, dass in jeder Firma mindestens eine normalintelligente Person arbeiten muss.

EDIT: Ich bin gebranntes Kind, sorry.

Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

BeitragVerfasst: 24. Jun 2016, 17:19
von FrankfurterBub
reniswiss hat geschrieben:
FrankfurterBub hat geschrieben:Naja, wenn ein WEG-Beschluss in einer hochwertigen Immobilie notwendig ist, dann wollen die anderen Eigentümer schon wissen, dass das auch in Ordnung geht.. Abgesehen davon: Unsere Hausverwaltung nimmt ihren Job ernst und will halt auch, dass keine möglichen Haftungsrisiken für uns bestehen.


Achso. Dann haben diese Leute einfach derart wenig eigenen Verstand, dass vermutlich auch ein Sachverständigengutachten her muss, bevor der Hauswart das erste mal die Fenster im Treppenhaus putzen darf. Sorry für die Kritik an deiner Verwaltung, aber es ist offenbar so.


Auch wenn du ein gebranntes Kind sein solltes, hier muss ich dir wiedersprechen. Alles was mit "Strom" und Anlagen zu tun hat (die Doppelparker sind bei uns ohnehin ein heiß diskutiertes Thema, weil die Dinger einfach dauernd den Geist aufgeben), ist auch nach meinem Dafürhalten schon möglichst sicher zu gestalten. Und was sicher ist (oder was der Gesetzgeber dafür hält), können Laien halt schwer beurteilen (dein Vergleich hinkt also etwas arg). Außerdem handelt es sich hierbei um eine bauliche Veränderung des Gemeinschaftseigentums, so dass der Beschluss hierfür eben gut vorbereitet werden muss (auch falls kritische Nachfragen kommen). Daher ist das Vorgehen der HV in meinen Augen genau richtig, wenn auch wohl leider beim falschen SV gelandet.

Sorry, aber wer einmal WEG-Streits mitgemacht hat, der hat keine Lust auf irgendwelche Unklarheiten. Daher bin ich der HV auch dankbar, dass das so in der Tiefe vorbereitet wird.
Aber das hat jetzt wenig mit meiner Frage zu tun, genießen wir lieber die Sonne - und ich hake auch nochmal bei den Firmen nach, damit da etwas Klarheit reinkommt. Gerne teile ich dann auch meine Erfahrungen hier, wenn gewünscht.

Viele Grüße und schönes Wochenende
Frankfurter Bub