Die Sorgen meiner Nachbarn...

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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Elektroniker » 9. Jul 2015, 09:28

Nein, ich selbst stelle ja gar keinen Antrag (noch nicht).

Ich denke auch, dass es in den Fällen, in denen der erste einzelne Eigentümer einen Antrag auf eine Ladeinstallation stellt, im Sinne einer Förderung der Elektromobilität das Beste ist, diesen Antrag bedingungslos zu unterstüzen und jegliche Anwandlungen in Richtung Gesamtkonzept erst einmal zu unterdrücken, mit der Begründung, dass ja keine schnelle Verbreitung der Elektromobilität in Sicht ist :P .

Hat dann erst mal ein Eigentümer einen Anschluss durchgesetzt, dann kann keinem mehr der nächste Anschluss verweigert werden.
Dass man dann bald Gesamtlösungen braucht, ist dann zwar eine Diskussionspunkt, aber dieser kann nicht mehr zur Ablehnung oder extremen Verzögerung der Sache führen, da schon mal die grundsätzliche Berechtigung und Notwendigkeit vorweggenommen ist.

Ich würde auch nicht unmittelbar nach dem Beschluss der ersten Zulassung mit dem Hinweis auf eine Gesamtlösung kommen, sondern frühestens nach der Installation der ersten Ladestation. Denn erst dann gibts kein Zurück mehr. :!:
 
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Volker.Berlin » 9. Jul 2015, 09:34

Das mag die Sache beschleunigen, Du musst Dir aber auch im Klaren sein, dass es für die Pioniere dadurch unterm Strich deutlich teurer werden kann. Jedes Ding hat eben zwei Seiten...
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Yellow » 9. Jul 2015, 10:25

Das Schlimmste, was dem "Pionier" später kostenmässig passieren kann ist doch nur der eventuelle Austausch der Wallbox gegen eine, die lastmanagementfähig ist, oder?
Ich würde es auch so machen, wie "Elektroniker": bloß keine schlafenden Hunde wecken!
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von GeeFive » 9. Jul 2015, 12:29

viella hat geschrieben:Keine Möglichkeit einen Antrag zwischen den EG-Versammulungen mit Zirkularbeschluss zu erwirken? Was sagt euer Reglement dazu? In der Schweiz musst du 100% der Stimmen haben, wenn es im Regl. nicht anders aufgeführt ist.

Ist hier auch so, kann man machen und braucht 100% Zustimmung. Die Hausverwaltung hat mir aber schon für den ersten Antrag davon abgeraten, weil die 100% fast nie zustande kommen. Auf der Eigentümerversammlung braucht es dann nur eine einfache Mehrheit. Da ich eigentlich keine Lust habe, die Verbesserung des Brandschutzes alleine zu bezahlen ... mal sehen wie es weiter geht.

Ich bin auf das Laden in der eigenen TG nicht angewiesen; es sollte nur für Notfälle sein. Ich habe eine Ladesäule 50m vom Büro und da kostet der Strom die Hälfte (im Vergleich zur eigenen TG). Und in Stuttgart und Umgebung gibt es ca. 400 weitere Ladepunkte, also wirklich kein Problem, wenn man nicht gerade die im Zentrum nutzen möchte, die natürlich immer von Verbrennern zugeparkt sind. (Und im Notfall lege ich die Schuko-Verlängerung aus meinem Keller oder von meiner Waschmaschine in die TG.)

Noch am Rande bemerkt, weil hier gerade Hausanschlussleistungen diskutiert werden: Bei mir sind es 9 Wohnungen und 3x 80A, also 55 kW. Ein Witz finde ich. Wenn da mal jeder ordentlich den Herd anmacht, ist die Panzersicherung fällig.
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Yellow » 9. Jul 2015, 12:37

GeeFive hat geschrieben:Noch am Rande bemerkt, weil hier gerade Hausanschlussleistungen diskutiert werden: Bei mir sind es 9 Wohnungen und 3x 80A, also 55 kW. Ein Witz finde ich. Wenn da mal jeder ordentlich den Herd anmacht, ist die Panzersicherung fällig.

Allerdings! Exakt die gleiche Absicherung hat mein Einfamilien-Haus!
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Eberhard » 9. Jul 2015, 13:08

das ist immer eine Frage der Gleichzeitigkeit. Eine Panzersicherung läßt für eine begrenzte Zeit überlasten, so kann es bei 130-150% des Nennstroms schon mal eine Stunde brauchen bis der auslöst/schmilzt.
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Elektroniker » 9. Jul 2015, 15:52

Die DIN 18015-1 sieht für Wohnanlagen mit 6 bis10 Wohnungen ohne el. Warmwasserbereitung eine Absicherung von 3 x 80 A vor.
Das ist also schon korrekt.
Für 38-100 Wohnungen sind es auch nur 3 x 160 A.
Da staunt der Laie ...
 
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von TeeKay » 12. Jul 2015, 08:53

Yellow hat geschrieben:Das Schlimmste, was dem "Pionier" später kostenmässig passieren kann ist doch nur der eventuelle Austausch der Wallbox gegen eine, die lastmanagementfähig ist, oder?

Ganz so leicht ist es nicht. Bei den mir bekannten Lastmanagement-Systemen gibt man ein, wieviel der Hausanschluss maximal verträgt. Die können nicht mehrere Hausanschlüsse zusammen managen. Soll also in der Tiefgarage irgendwann mal eine große Installation gebaut werden, muss mehr gemacht werden, als 20 Wallboxen an 20 verschiedenen Hausanschlüssen auszutauschen.

Das Management funktioniert auch besser, je größer die zu verteilende Kapazität ist. An einen 100A Anschluss kann ich 18-20 Autos hängen. Schließen sich aber zufällig 6 Schnarchlader an Phase 1 an, hab ich eine 100A-Schieflast und die anderen 12 Drehstromlader fangen gar nicht erst mit dem Laden an, obwohl noch 6x2x16A verfügbar wären. Bei einem 600A-Anschluss mit 120 angeschlossenen Wallboxen sinkt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der komplette Anschluss von ein paar ungünstig verteilt angeschlossenen Schnarchladern blockiert wird.
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Elektroniker » 12. Jul 2015, 20:28

TeeKay hat geschrieben:Soll also in der Tiefgarage irgendwann mal eine große Installation gebaut werden, muss mehr gemacht werden, als 20 Wallboxen an 20 verschiedenen Hausanschlüssen auszutauschen.

Wieso soll es in einer Tiefgarage mehr als einen "Hausanschluss" geben?
Ich glaub, Du bringst da was durcheinander ...
Wenn die Tiefgarage eine Gemeinschaftsgarage einer Einfamilienhaussiedlung ist, dann hat sie einen eigenen "Hausanschluss", und dann muss dieser eben aufgebohrt werden. Dann ist auch nur dieser eine Hausanschluss der Tiefgarage zu managen.
Es sind sicher keine 20 verschiedenen Hausanschlüsse zu managen.
 
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Re: Eigentümer darf Ladestation setzen

von Trabbisachse » 13. Jul 2015, 11:28

Ein Hinweis aus der Zeitschrift "Das Grundeigentum 11/2015".
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