Die Sorgen meiner Nachbarn...

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Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Volker.Berlin » 5. Nov 2012, 20:18

...könnten mir glatt noch einen Strich durch die Rechnung machen und mir die Vorfreude gründlich vergällen. Mein Stellplatz ist in einer Gemeinschaftsgarage, die Stellplätze sind, wie die dazugehörigen Wohnungen, in individuellem Pivatbesitz. Für die bauliche Maßnahme, die Meine Drehstromdose darstellt, brauche ich die Zustimmung der Eigentümer-Gemeinschaft. Die sagt natürlich erstmal nein, denn das ist immer einfacher und sicherer. :-(

Unter anderem haben sie Bedenken wegen der Sicherheit der Batterie, auch und gerade beim Laden. Ich brauche was Schriftliches, am besten vom TÜV oder einer deutschen Behörde, um diese Bedenken auszuräumen. Hat vielleicht einer von Euch Roadster-Fahrern ein "Zertifikat über die Unbedenklichkeit des Ladevorgangs in gemeinschaftlich genutzten Tiefgaragen" ;-) oder dergleichen?

Danke und Grüße!
Volker

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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Keule » 5. Nov 2012, 21:13

Hallo Volker,

ich kann dir nicht wirklich helfen. Nur mein Beileid zu deinen Nachbarn ausdrücken.
Vielleicht fragst du sie mal, was ihnen lieber ist. Zehn Heizlüfter bei Regen über eine Mehrfachsteckdose an der Garage angeschlossen oder ein von deutschen Behörden zugelassener und regelmäßig vom TÜV/Mechaniker auf Sicherheit geprüfter Neuwagen.
Vielleicht hilft es ja, wenn du versprichst jährlich einen E-Check vom Elektriker machen zu lassen. Schade, dass es manchmal an so etwas zu scheitern droht.
 
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Talkredius » 5. Nov 2012, 21:50

Ein Zertifikat wird es wohl nicht geben,
Du könntest aber im Gegenzug verlangen, dass jeder ICE Fahrer seine Batterie abklemmt bevor er sein Fahrzeug verlässt, da sich sehr viele ICE schon selbst entzündet haben, einem Arbeitskollegen ist das schön vor einigen Jahren passiert, das Auto vom Nachbarn hat er gleich mit abgefackelt, wobei die Autos so gar draußen standen, bei Bedarf kann ich Dir Fotos schicken, ansonsten wirst Du möglicherweise um einen Prozess nicht herum kommen. Aber in Berlin könntest Du natürlich auch Angie um Hilfe fragen fragen .. ;)
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Volker.Berlin » 5. Nov 2012, 22:03

Keule hat geschrieben:Vielleicht fragst du sie mal, was ihnen lieber ist. Zehn Heizlüfter bei Regen über eine Mehrfachsteckdose an der Garage angeschlossen oder ein von deutschen Behörden zugelassener und regelmäßig vom TÜV/Mechaniker auf Sicherheit geprüfter Neuwagen.


Talkredius hat geschrieben:Du könntest aber im Gegenzug verlangen, dass jeder ICE Fahrer seine Batterie abklemmt bevor er sein Fahrzeug verlässt, da sich sehr viele ICE schon selbst entzündet haben, [...]


Das sind natürlich sehr wohlgemeinte Ratschläge. Leider werde ich auf die Weise nicht weiter kommen. Die anderen sitzen am längeren Hebel, ich muss sie schon überzeugen und darf sie nicht ärgern. Wie gesagt, es ist immer einfacher, nichts zu verändern...

Vielleicht hilft es, wenn ich darlegen kann, dass es erstens bereits einige schwere Unfälle mit dem Roadster gab, und dass zweitens dabei nie die Batterie eine Gefahr darstellte. Hat jemand dazu Statistiken? Wohl eher nicht, aber es wäre ein möglicher Argumentationsstrang.

Danke für's Beileid, Keule, das hilft mir schonmal moralisch! :-)
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von aoe » 5. Nov 2012, 22:32

Hallo Volker,

eventuell hilft es, den kritischen Nachbarn zunächst eine (schriftliche) Formulierung der Bedenken abzuringen.
Damit lässt sich dann arbeiten und eine Gegenargumentation aufbauen.
Ich kann dann ggf. einen Kontakt zu Elektrofachleuten herstellen.
Als ersten Ansatz schlage ich folgende Dokumente vor:

https://www.dke.de/de/std/Documents/E-M ... papier.pdf
https://www.dke.de/de/std/Documents/E-M ... map_V2.pdf
http://www.vde.com/de/Technik/e-energy/ ... rzeuge.pdf
Quelle: http://www.vde.com

Gruß,
Andreas.
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Volker.Berlin » 5. Nov 2012, 22:36

Super, danke!! Das ist mal ein Start. :-)
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von JeanSho » 5. Nov 2012, 22:42

Ich habe schon mal während des Ladens in meinem Tesla geschlafen. Ich wusste gar nicht wie gefährlich das ist. Deswegen habe ich es wahrscheinlich überlebt. Natürlich hilft dir das nicht Volker ist mir klar. Es wird wohl nichts helfen, du musst mit geeigneten Stichworten im Netz nach Artikeln suchen. Vielleicht würde es aber auch helfen, die Unsicherheit der Verbrenner im Gegenzug darzustellen. Dann erscheint deinen Eigentümer das vielleicht doch als guter Tausch.

Vg
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Volker.Berlin » 5. Nov 2012, 23:14

JeanSho, ja, ich setze mich jeden Tag ähnlichen Gefahren aus: Ich lade meinen Laptop gleich neben meinem Bett. Ganz schön waghalsig, oder? ;-)

Vielleicht hilft der Hinweis darauf, dass das Model S keine Rußflecken an die Wand macht, sogar mehr als eine lange Diskussion über Akku-Sicherheit... Ich halte Euch auf dem Laufenden. Wenn jemand noch gute Veröffentlichungen von namhaften Quellen greifbar hat, immer her damit!
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Talkredius » 5. Nov 2012, 23:32

okay, dann jetzt die volle Dröhnung aus meiner vertrieblichen Praxis, sieh es als Bauchladen an, nimm Dir nur das raus was zu Dir passt und was Du für sinnvoll hälst : :D

vorab aber noch zwei wichtige Dinge :

a) falls möglich gehe nicht alleine in die (entscheidenden) Verhandlungen, nimm jemanden als Berater mit, der emotional in der Sache nicht oder kaum beteiligt ist, aus dem gleichen Grund nimmt sich ein Rechtsanwalt auch einen Kollegen zur Hilfe wenn er in eigener Sache prozessiert oder sich verteidigen muss. Die detaillierten Hintergründe dafür wäre jetzt an dieser Stelle zu aufwändig zu erklären.

b) arbeite nicht mit "negativen" Beispielen : ich würde z.B-. nicht die Argumentation verwenden, "es hat schon Unfälle gegeben und der Batterie ist nichts passiert"
Durch diese Argumentation bringe ich u:U. jemanden überhaupt auf den Gedanken bzw. hebe es ungewollt hervor, dass es zu Unfällen gekommen ist und es Unfälle geben kann

Positiv darstellen : "Das Model S ist so sicher, dass es 5 Sterne bei Nas-Dingsbums bekommen hat, die höchste Auszeichnung überhaupt, das ist genauso sicher wie Auto <xxx> und sogar noch sicherer als Auto <yyy> das nur 4 Sterne bekommen hat...Und Sie würden doch Ihr Auto <yyy> nicht als unsicher bezeichnen ?" alternativ " und sie halten doch ihr Auto auch für sicher, deswegen haben sie sich dieses ja auch gekauft"
besorge Dir mal die Sterne der Autos von Deinen Nachbarn ;), aber aufpassen, dass Du deren Autos nicht negativ darstellst sondern Deines als genauso sicher im Vergleich darstellst etc.


Jetzt die volle Dröhnung :

1:) Eigene Position klären :

Was passiert, wenn es keine Einigung gibt ?

Muss Du Dein Model S sausen lasst ?
Kannst/willst Du umziehen ?
Kannst/willst Du einen Prozess führen ?
Kannst Du woanders laden ?
etc.

Mit dieser Klärung kannst Du den Wert ( eventuell als Preis in Euro) für eine Einigung festlegen und daran die anderen Optionen bewerten.
Daraus ergibt sich auch die "walk away position" bei einer Verhandlung.

2.) Wer sind die Meinungsführer in der Eigentümerversammlung ?

Mit denen Einzelgespräche führen um ihre Motive/Sorgen/Bedenken/Wünsche kennenzulernen. In den Einzelgesprächen kannst Du auch die Wirksamkeit Deiner Argumente antesten.

Stelle auch einfach die Frage, was musst Du tun, damit die ja sagen ? Z.B. den Stromzähler/Installation auf Deine Kosten zu machen aber andere dürfen mit nutzen, irgend einen anderen geldwerten Vorteil bieten oder z:B. auch Parkplatztausch anbieten, wenn Du einen privilegierteren Parkplatz hast , z.B. näher zum Eingang etc. besondere Sicherheitszertifikate von Tesla, regelmäßige Abnahme der Installation durch Hauselektriker alle 3, 6 oder 12 Monate ? Die Spielwiese ist hier unendlich, hängt aber auch von 1.) ab.

3.) Position der Hausverwaltung klären, gibt es dort vielleicht positive Referenzen ?

4.) bei einer Einigung darauf achten dass Deine Zugeständnisse fest verknüpft sind mit der Zusage der ETV, wird die Zusage zurückgenommen, nimmst Du Deine Zugeständnisse zurück.
Die Versammlung auch mit den Meinungsführern vorbereiten, "ich bitte um Ihre Unterstützung, würde mich darüber freuen..."
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Re: Die Sorgen meiner Nachbarn...

von Saftwerk » 6. Nov 2012, 00:24

Frag doch mal deine Nachbarn, ob sie einverstanden wären wenn die DEKRA ein eine Versuchsreihe macht und dann ein OK gibt, dass die Batterien weniger gefährlich als Benzinautos sind.

Und zwei Tage später zeigst Du ihnen diesen Bericht:
DEKRA: Li-AKKUs stellen in Brandversuchen Sicherheit unter Beweis

Und dann musst du Ihnen anbieten, wenn im Winter mal ihre Batterie schwach ist, dann können Sie dort anstöpseln.

Hier ist ein weiterer DEKRA Bericht:
Hybridtechnik ist bei Unfall sicher
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat 2008 in einem Grundsatzurteil entschieden: Es gibt ein einklagbares Recht auf saubere Luft.
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