Model S vs. Chevy Bolt

Infos zur Limousine mit Platz für 5+2...

Re: Model S vs. Chevy Bolt

von Hein Mück » 3. Feb 2017, 10:19

Elektroniker hat geschrieben:Setzen, Opel, sechs!

Wenn es dann ein Opel wäre. Aus meiner Sicht ist es noch nicht mal ein Chevi - eher ein LG :-)

Mir persönlich würde dieses Fahrzeug auch als Erstfahrzeug reichen, wenn die Ladeelektronik nicht so lächerlich wäre. Warum muss diese für ein EV essentielle Funktion eigentlich immer auf den weltweit niedrigsten Stromversorgungsstandard (also irgendwo in der Sahelzone :-)) ausgelegt sein?

Bye Thomas
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Re: Model S vs. Chevy Bolt

von Elektroniker » 3. Feb 2017, 10:23

Yellow hat geschrieben:Weiterhin ist ein Auto, wie der Bolt, nicht als Langstreckenreiselimousine konzipiert und zielt auf die Zweitwagen-Klientel.

Da irrst Du.
Der Bolt soll als Erstwagen bzw. Alleinwagen taugen.
Alle vorherigen E-Autos der alten Hersteller waren als Zweitwagen mit geringer Reichweite konzipiert.

Alles in allem würde ich persönlich lieber ein E-Auto mit 60 kWh Akku und 50 kW Ladung haben wollen, als eines mit 28 kWh Akku und 150 kW Ladung, weil ich im ersten Fall 98% meiner Fahrten ohne Zwischenladung schaffe und im zweiten Fall nur 60%.

Da stimmte ich Dir zu.
Aber was ist mit einem Auto, das mit 60-kWh-Akku und 150-kW-Ladung zum gleichen Preis zu haben ist?
Es kostet doch praktisch nichts, bei einem 60kwh-Akku die Ladeleistung von 50 kW auf zumindest 100 kW anzuheben.
Dass das geht und eben nicht viel kostet, zeigt ja Hyundai heute schon mit dem Ioniq.
Da hat man bei GM/Opel einfach am falschen Fleck versucht, ein paar wenige Euro Herstellungskosten zu sparen. Dumm, dümmer, saublöd! :roll:
 
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Re: Model S vs. Chevy Bolt

von AlexK » 3. Feb 2017, 12:44

Langstrecke ist nicht gleich Langstrecke,

ich bin früher oft von München zum Skifahren in die Berge gefahren.
Hin und zurück waren das oft knapp 300 km, manchmal auch weniger. Sowas würde ich ohne Superchargen/Schnelladen machen wollen. Der Ampera-E könnte das.

Derzeit habe ich leider berufsbedingt eine Fernbeziehung und fahre am Wochenende immer 265 km oneway zu meiner Herzallerliebsten. Auf einer Autobahn, wo größtenteils Beschränkung auf 120 ist. Auch das würde mit dem Ampera-E gehen, da er am Ziel über Nacht aufladen kann.

Für alles was länger ist nutze ich auch jetzt schon den Billigflieger oder die Bahn (je nach Preis und Reisezeit).

Ich würde mir aufgrund des Preis Leistungsverhältnisses und der Abmessungen daher auf jeden Fall den Ampera holen ,sofern es nicht doch noch ein Model 3 wird. Hängt von dessen Preis und Spezifikationen ab. Aber ein 60 kwh Basis Model S kostet praktisch doppelt so viel wie ein 60 kwh Ampera. Das macht schon nachdenklich.(Schliesslich war es Elon, der gesagt hat, das es sein Ziel sei, E-Mobility "affordable" zu machen. Und derzeit kennen die Model S Preise nur eine Richtung, nämlich nach oben :-( )
 
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Re: Model S vs. Chevy Bolt

von Markus I. » 3. Feb 2017, 12:51

AlexK hat geschrieben:Langstrecke ist nicht gleich Langstrecke,

ich bin früher oft von München zum Skifahren in die Berge gefahren.
Hin und zurück waren das oft knapp 300 km, manchmal auch weniger. Sowas würde ich ohne Superchargen/Schnelladen machen wollen. Der Ampera-E könnte das.

Derzeit habe ich leider berufsbedingt eine Fernbeziehung und fahre am Wochenende immer 265 km oneway zu meiner Herzallerliebsten. Auf einer Autobahn, wo größtenteils Beschränkung auf 120 ist. Auch das würde mit dem Ampera-E gehen, da er am Ziel über Nacht aufladen kann.

Für alles was länger ist nutze ich auch jetzt schon den Billigflieger oder die Bahn (je nach Preis und Reisezeit).

Ich würde mir aufgrund des Preis Leistungsverhältnisses und der Abmessungen daher auf jeden Fall den Ampera holen ,sofern es nicht doch noch ein Model 3 wird. Hängt von dessen Preis und Spezifikationen ab. Aber ein 60 kwh Basis Model S kostet praktisch doppelt so viel wie ein 60 kwh Ampera. Das macht schon nachdenklich.


Volle Zustimmung! Der Ampera ist im Detail auf jeden Fall noch zu verbessern. Die hier teilweise zu lesenden Vernichtungstiraden über den einzigen Wagen, der Tesla-Reichweite zu weniger als dem halben Preis bieten wird, kann ich aber nicht nachvollziehen.
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Re: Model S vs. Chevy Bolt

von Yellow » 3. Feb 2017, 13:05

Elektroniker hat geschrieben:Es kostet doch praktisch nichts, bei einem 60kwh-Akku die Ladeleistung von 50 kW auf zumindest 100 kW anzuheben.
Dass das geht und eben nicht viel kostet, zeigt ja Hyundai heute schon mit dem Ioniq.
Da hat man bei GM/Opel einfach am falschen Fleck versucht, ein paar wenige Euro Herstellungskosten zu sparen. Dumm, dümmer, saublöd! :roll:

Woher weisst Du so genau, "dass das geht und eben nicht viel kostet"?
Vielleicht musste LG ja eine Akku-Chemie "zusammenmixen", die nicht mehr als 1C Ladung verträgt, um diesen günstigen Preis für einen 60 kWh-Akku zu realisieren?
Oder kennst Du ein anderes Elektroauto mit 60 kWh-Akku zu diesem Preis, dass mit 100 kW geladen werden kann?
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Re: Model S vs. Chevy Bolt

von tvdonop » 3. Feb 2017, 13:07

Das 'Problem' des Bolt ist eben nicht die Limitierung auf 50 kW bei dem DC Ladung sondern die Limitierung der AC Ladung auf 1 Phase. Damit verliert das ansonsten wirklich überzeugende Fahrzeug viel an Alltagstauglichkeit. Leider!
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Re: Model S vs. Chevy Bolt

von Yellow » 3. Feb 2017, 13:21

Sehe ich genauso! Die AC-Ladung geht gar nicht!
Und die halte ich bei dem Auto für wichtiger als DC.

Ein 11kW-Lader wäre wirklich schön gewesen :-(

Dann könnte man beim Einkaufen, auf der Arbeit etc. viel mehr "nachtanken".

Ich finde den Wagen für meine Mitarbeiter auch interessant aber man könnte ihn während eines Arbeitstages nicht mal voll bekommen!
Oder ich muss die Arbeitszeit auf 20 Stunden verlängern ... ;-)
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Re: Model S vs. Chevy Bolt

von segwayi2 » 3. Feb 2017, 13:23

Das ist genau der Punkt. AC 50kw ist schon ok aber 1 Phase AC ist nicht akzeptabel, könnte man ja auch Roadster fahren 8-)
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Re: Model S vs. Chevy Bolt

von JeanSho » 3. Feb 2017, 13:32

segwayi2 hat geschrieben:Das ist genau der Punkt. AC 50kw ist schon ok aber 1 Phase AC ist nicht akzeptabel, könnte man ja auch Roadster fahren 8-)


Und genau das tun wir auch mit weiterhin anhaltender Freude. [emoji846]
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Re: Model S vs. Chevy Bolt

von Elektroniker » 3. Feb 2017, 14:00

Markus I. hat geschrieben:Volle Zustimmung! Der Ampera ist im Detail auf jeden Fall noch zu verbessern.

Exakt!

Markus I. hat geschrieben:Die hier teilweise zu lesenden Vernichtungstiraden über den einzigen Wagen, der Tesla-Reichweite zu weniger als dem halben Preis bieten wird, kann ich aber nicht nachvollziehen.

Vernichtungstiraden sehe ich hier nicht. Lediglich die Ladetechnik wird zurecht angeprangert.
Der entscheidenden Punkt ist halt, warum um Himmels Willen schließt man ein riesiges Käuferpotential aus, nur weil man die Ladetechnik so erbärmlich auslegt?
Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür. Das ist schlicht dumm.

Yellow hat geschrieben:Woher weisst Du so genau, "dass das geht und eben nicht viel kostet"?
Vielleicht musste LG ja eine Akku-Chemie "zusammenmixen", die nicht mehr als 1C Ladung verträgt, um diesen günstigen Preis für einen 60 kWh-Akku zu realisieren?

Weil es Hyundai mit dem Ioniq vorgemacht hat.
Nur 0,83C Laden wg. Akkuchemie und deren Preis? Glaub ich nicht.

tvdonop hat geschrieben:Das 'Problem' des Bolt ist nicht die Limitierung auf 50 kW bei dem DC Ladung sondern die Limitierung der AC Ladung auf 1 Phase. Damit verliert das ansonsten wirklich überzeugende Fahrzeug viel an Alltagstauglichkeit. Leider!

Beides kostet dem Fahrzeug viel Alltagstauglichkeit.
Die Karre über Nacht in 8 h zuhause nicht vollzukriegen, ist traurig.
Genauso traurig ist es, heute noch ein Auto rauszubringen, das für 75% Ladehub 1 h braucht. :roll:
Das ist technisch und auch wirtschaftlich nicht begründbar.

Yellow hat geschrieben:Sehe ich genauso! Die AC-Ladung geht gar nicht!
Und die halte ich bei dem Auto für wichtiger als DC.

Das ist eine sehr persönliche Sicht.
Es ist aber bekannt, dass die Reisetauglichkeit für die Akzeptanz der E-Mobilität und deren "Durchbruch" als entscheidend angesehen wird.
Der Ampera soll eben mehr als nur ein Zweitwagen sein!
Und genau das erfüllt er mit der mickrigen DC-Ladetechnik nicht.

Yellow hat geschrieben:Ein 11kW-Lader wäre wirklich schön gewesen :-(
Dann könnte man beim Einkaufen, auf der Arbeit etc. viel mehr "nachtanken".

Das ist genau die Sichtweise des Ampera als Zweitwagen.
Als Zweitwagen zum Einkaufen und Pendeln braucht er aber auch gar keine 60 kWh. Das kann man kleiner und billiger haben. Da wäre der Zoe mit der kleinen Batterie oder der aktuelle Ioniq mit 28 kWh o.ä. die bessere Wahl.

Ein Auto wie der Ampera / Bolt, das großspurig angekündigt wird, wirklich ein Erstwagen oder Alleinwagen zu sein, muss eine ordentliche DC-Schnellladetechnik haben, sonst wird er scheitern.
Ich wette mit jedem, dass der Ampera nicht zum Massenauto werden wird, solange GM/Opel bei der Ladetechnik nicht nachbessert.
Ein Ioniq 2018 mit dann vielleicht 45-kWh-Akku, der in 25 min von 0 auf 80% lädt wird ihm ganz flugs den Rang ablaufen.
Natürlich würde es mich freuen, wenn ich die Wette verliere ... ;)
Zuletzt geändert von Elektroniker am 3. Feb 2017, 14:09, insgesamt 1-mal geändert.
 
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