Basler Versicherung: Kündigungen/Prämienerhöhung

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Re: Basler Versicherung: Kündigungen/Prämienerhöhung

von Volker.Berlin » 9. Jan 2017, 18:10

Thorsten hat geschrieben:Ich habe inzwischen die korrigierte Rechnung über 1.199 € und werde diese voraussichtlich akzeptieren.

Warum? Ich habe mich nach reiflicher Überlegung dafür entschieden, bei der Basler zu bleiben, aber die Prämienerhöhung nicht zu akzeptieren.

Ab hier wird es spekulativ, aber ich bin inzwischen davon überzeugt, dass nicht der Basler, sondern der DGVO das Wasser bis zur Unterlippe steht. Warum nimmt sich einer der beiden Geschäftsführer persönlich die Zeit und macht sich die Mühe, sich hier mehrfach ausführlich zu Wort zu melden? Wenn er an einer guten Beziehung zu den Tesla-Fahrern interessiert wäre, hätte er das längst mal machen können. So oder so wäre das viel weniger eine Aufgabe für einen Geschäftsführer, als eine Aufgabe für Herrn J., der die Tesla-Kunden betreut. Und warum nimmt sich eine Frau P. die Zeit und scheut nicht den erheblichen Aufwand, uns alle persönlich anzurufen? Wenn ich bei der DGVO anrufe, habe ich gern mal einen Azubi oder einen Praktikanten am Apparat. Aber nein, hier ist Kompetenz, Fingerspitzengefühl und Ausstrahlung gefragt, da muss jemand aus den höheren Rängen ran. Das kann nur heißen, das Thema ist absolute Chefsache. Und das wiederum bedeutet, es geht um sehr viel (Geld), und zwar für die DGVO.

Dazu passt auch das leicht schizophrene Bild, das sich hier in Bezug auf die Kündigungen abgezeichnet hat: Einerseits macht es nicht den Eindruck, als wolle die Basler systematisch Kunden loswerden. Andererseits scheint uns die DGVO eine Kündigung geradezu aufzudrängen, aber bloß nicht schriftlich, sondern nur am Telefon. Wie gesagt, Spekulation, aber mir fällt folgende plausible Erklärung ein: Die DGVO hat die fristgerechte Information über die Beitragserhöhung zu verantworten, ob aus Taktik oder aus Schlamperei ist nicht eindeutig zu beantworten. Nun müssen sie der Basler gegenüber für die Differenz einstehen, was erklärt, um wie viel Geld es tatsächlich geht. In dieser Situation ist ein Kunde, der kündigt, für die DGVO genau so gut wie ein Kunde, der die Beitragserhöhung schluckt! In beiden Fällen entsteht der Basler kein Verlust, für den sie von der DGVO eine Kompensation verlangen könnte.

Das wiederum passt gut mit dem, äh, leicht missverständlichen "Hinweis" der DGVO auf eine Kündigung durch die Versicherungsgesellschaft beim nächstmöglichen Schadenereignis zusammen: Es ist der einzige kleine Hebel, den die DGVO hat, um uns zu "überzeugen". Nach den oben gemachten Überlegungen halte ich das jedoch für eine Farce. Die haben einfach einmal laut "Buh!" gerufen. Das kostet nichts und vielleicht erschrickt sich ja jemand.

Es ist nicht vollkommen ausgeschlossen, dass die DGVO für die Basler auch Schäden abwickeln und Kündigungen aussprechen kann. Kann jemand dazu vielleicht etwas Erhellendes beitragen? Bis zum Beweis des Gegenteils handele ich auf Basis folgender Annahme: Die Basler selbst hat kein ernstes Problem. Selbst wenn die Beitragserhöhung ausbliebe, würde das dieses Versicherungsunternehmen nicht in eine finanzielle Zwangslage bringen. Das ganze Getöse der DGVO hat mit der Basler nur am Rande zu tun. In Wirklichkeit geht es um die DGVO, die für ausbleibende Beitragserhöhungen gerade stehen muss. Das ergibt Sinn, denn was für die Basler Peanuts sind, könnte für die DGVO existenzbedrohend oder jedenfalls sehr schmerzlich sein.

Leider kann ich -- wie gesagt -- nur spekulieren, denn die DGVO geht nicht offen mit dem Thema um. Das zeigen auch die blumigen Nichtantworten von Herrn Feicks auf die Fragen von w_m0zart. Ich vermisse außerdem bis heute eine wie auch immer geartete Entschuldigung der DGVO. Anstatt uns wirklich zu informieren, wühlt sie Staub auf, schnurrt, faucht oder buckelt, wie es gerade opportun scheint. Die vielfach zitierte und geschmähte Email war nicht geeignet, mich davon zu überzeugen, die Prämienerhöhung aus Freundschaft und im Sinne der guten Sache zu akzeptieren. Wie woanders schon geschrieben, spende ich gern und viel, aber Versicherungsmakler, die sich verzockt haben, gehören nicht zu meiner Spenden-Zielgruppe. Es gibt keinen Zweifel, dass eine Aktion, wie sie die DGVO jetzt durchgeführt hat, nur einseitig überhaupt denkbar ist. Als Versicherungsnehmer habe ich nicht die Option, mich über die Versicherungsbedingungen hinweg zu setzen -- warum sollte ich der Versicherungsgesellschaft diese Option einräumen?

Ich gehe davon aus, dass sich am Versicherungsschutz und der Schadensabwicklung der Basler nichts ändert, egal wie ich mich entscheide. Ich stelle ferner fest, dass ich bei einem Wechsel zu einer anderen Versicherung im Schadensfall auch Glück oder Pech haben kann und es keine Anhaltspunkte dafür gibt, dass ich durch einen Wechsel irgendwie besser gestellt wäre, als bei einem Verbleib bei der Basler. Ich hätte eine Kündigung oder eine Beitragserhöhung in Betracht gezogen, wenn die DGVO meiner Bitte nachgekommen wäre, mich schriftlich über meine Rechte und Pflichten zu informieren. Das ist ausgeblieben, stattdessen wurde meinem Widerspruch gegen "falsche Rechnung" statt gegeben (auf eine neue Rechnung und auf die Abbuchung warte ich allerdings noch). Nun denn, so sei es.

EDIT: Weiter unten habe ich mir ein paar Gedanken dazu gemacht, was man hätte besser machen können.
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Re: Basler Versicherung: Kündigungen/Prämienerhöhung

von thorstenmueller » 9. Jan 2017, 18:27

Volker.Berlin hat geschrieben:auf eine neue Rechnung und auf die Abbuchung warte ich allerdings noch

Beides auch bei mir. Ich habe ebenfalls noch keine Abbuchung. Vielleicht gibt's ja für die, die nicht gekündigt haben, ein Versicherungsjahr gratis. Jetzt, wo eh das Kind in den Brunnen gefallen ist... ;)
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Re: Basler Versicherung: Kündigungen/Prämienerhöhung

von Eifel.stromer » 9. Jan 2017, 18:50

Ich hatte ja eine eVB von der DGVO\Basler. Erst kurz vor der Anmeldung erreichte mich die Info von der Beitragserhöhung. Leider zu kurzfristig, um eine neue eVB eines Mitbewerbers zu besorgen und bei Tesla auszutauschen. Mit einer Beitragserhöhung hab ich irgendwie gerechnet - aber doch nicht mit einer um satte 25%. Da ich mir meiner Rechte nicht zu 100% sicher war, habe ich mir noch am Tag der Anmeldung eine neue Versicherung gesucht und mein MX rückwirkend dort versichert.
Die DGVO ist seit dem 30.12.16 auch nach mehrfacher Aufforderung, mir den (fristgerechten) Eingang des Widerrufschreibens zu bestätigen, nicht erreichbar.

Da kann ich nur sagen absolut unprofessionell und unzuverlässig. Bin echt froh, dass meine Geschäftsbeziehung dorthin zu Ende ist.
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Re: Basler Versicherung: Kündigungen/Prämienerhöhung

von Niev » 9. Jan 2017, 19:46

@ volker.berlin: Die Vermutung halte ich für richtig und teile sie. Anders ist die Mail nicht zu erklären. Hatte nach/bei dem Telefonat auch noch ein Kopfschüttel Erlebnis ... aber nix für den öffentlichen Bereich. Bei mir wird's auch beim alten Beitrag bleiben.
 
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Re: Basler Versicherung: Kündigungen/Prämienerhöhung

von wolfistesla » 10. Jan 2017, 14:32

Habe heute endlich von der Basler die Bestätigung meiner Kündigung erhalten. Mir wurden nach meiner Kündigung Ende Dezember dann Anfang Januar 986,88 € per Lastschrift abgebucht welche ich sofort wieder zurückholte. Heute dann die erlösende Bestätigung daß meine Kündigung angenommen wurde und ich jetzt wieder ruhig schlafen und fahren kann. Die Erfahrungen mit Basler/DGVO werden mir sicher noch lange in Erinnerung bleiben und mich künftig sicher von solchen Experimenten abhalten.

Liebe Grüße, Wolfi
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Re: Basler Versicherung: Kündigungen/Prämienerhöhung

von RSLM » 10. Jan 2017, 20:02

Volker.Berlin hat geschrieben: Die DGVO hat die fristgerechte Information über die Beitragserhöhung zu verantworten, ob aus Taktik oder aus Schlamperei ist nicht eindeutig zu beantworten. .


Ich muss es nochmal sagen.
Unser Vetragspartner ist nicht die DGVO, sondern die Basler. Die DVGO kann keine Pramienerhöhung aussprechen. Sie war und ist hier nur der Vermittler.
Allein die Basler ist Schuld an dem Beitrags-Chaos. Diese hätte die Erhöhung publizieren müssen.

Nach meiner Ansicht versucht die DVGO hier nur ein wenig die Gemüter glatt zu bügeln, was nicht wirklich klappt. Denn gleichzeitig wollen Sie uns zur Kündigung verhelfen, die nur der Basler(guter Geschäftspartner der natürlich wichtiger ist als der Kunde) gut tut.

Die können mich gerne nach einem Schaden oder zum Ende des Jahres 2017 kündigen, dann muss ich das akzeptieren. Aber freiwillig gehe ich nicht.
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Re: Basler Versicherung: Kündigungen/Prämienerhöhung

von Dr. Schiwago » 10. Jan 2017, 20:25

Ihr macht Euch das viel zu schwer, 1 Monat vor Ablauf muss die Beitragsanpassung angekündigt werden, das ist nicht erfolgt.
Und da muss man auch nicht klagen, bangen, hoffen oder ähnliches - und das weiß die Basler natürlich auch. Einspruch einreichen und gut.
Wer der Basler gerne eine 250 Euro Spende übersenden möchte kann das ja gerne tun.
Da den Versicherten mit Schaden sowieso gekündigt wird, das wurde ja offenherzig kommuniziert, erwarte ich auch mit "Spende" keine Bevorzugung bei Eintritt eines Schadens.

Ich für mein Teil spende das Geld lieber Tesla für das Modell III :D :D :D :D :D
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Re: Basler Versicherung: Kündigungen/Prämienerhöhung

von Volker.Berlin » 10. Jan 2017, 20:59

RSLM hat geschrieben:Allein die Basler ist Schuld an dem Beitrags-Chaos. Diese hätte die Erhöhung publizieren müssen. Nach meiner Ansicht versucht die DVGO hier nur ein wenig die Gemüter glatt zu bügeln, was nicht wirklich klappt.

Ich kenne die Wahrheit nicht, aber was Du schreibst, scheint mir wenig plausibel. Wenn es so wäre, hätte die DGVO sich zurück gelehnt und Business as usual gemacht. Die drehen aber total am Rad, das heißt, sie hängen irgendwie mit drin. (Der Satz, mit dem Du mich zitiert hast, klingt ohne Kontext wie eine Feststellung. Im Kontext ist er aber klar als Spekulation gekennzeichnet.)
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Re: Basler Versicherung: Kündigungen/Prämienerhöhung

von RSLM » 10. Jan 2017, 23:06

Volker.Berlin hat geschrieben:
RSLM hat geschrieben:Allein die Basler ist Schuld an dem Beitrags-Chaos. Diese hätte die Erhöhung publizieren müssen. Nach meiner Ansicht versucht die DVGO hier nur ein wenig die Gemüter glatt zu bügeln, was nicht wirklich klappt.

Ich kenne die Wahrheit nicht, aber was Du schreibst, scheint mir wenig plausibel. Wenn es so wäre, hätte die DGVO sich zurück gelehnt und Business as usual gemacht. Die drehen aber total am Rad, das heißt, sie hängen irgendwie mit drin. (Der Satz, mit dem Du mich zitiert hast, klingt ohne Kontext wie eine Feststellung. Im Kontext ist er aber klar als Spekulation gekennzeichnet.)


wenig Plausibel :roll:
Wer bucht den Betrag von deinem Konto ab? Die Basler
Wer reguliert dein Schaden ? Die Basler
Von wem bekommst du deine Rechnung? Die Basler

Das einzige was du jemals von der DVGO bekommen hast ist ein Vermitlungsangebot für dein Fahrzeug zu einer Versicherung bei... der Basler
Vieleicht bekommst du noch ein wenig Werbung von der DVGO, das war´s.

Die sind Versicherungsmakler und sind natürlich an einer guten Beziehung zur Versicherung interessiert. Die erhalten doch nicht von dir die Provision.
Beide haben eine Versicherung verkauft, wo sie sich mit verrechnet haben und versuchen natürlich beide das beste draus zu machen. Nähmlich so gut wie möglich da rauszukommen. Ob mit freiwiligen Kündigungen oder der einfachen Akzeptanz der Erhöhung.

Ich habe deinen Satz aus dem Kontex gerissen um nur nochmal festzustellen und zwar nicht als Spekulation, das die DVGO keine Erhöhung aussprechen kann und dich weder über eine Erhöhung noch sonst irgendwas informieren muss.
Die sind nicht dein Vertragspartner !

Jeder soll für sich selbst entscheiden was er macht. Ich werde weder kündigen noch die Erhöhung bezahlen müssen. Das ist Fakt. Mein Versicherungsvertrag mit der Basler läuft mindestens bis zum 31.12.2017 zum Preis von 946,05€ im Jahr.
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Basler Versicherung: Kündigungen/Prämienerhöhung

von JeanSho » 10. Jan 2017, 23:32

Es sind auch andere Konstellationen denkbar. Folgendes hat es schon gegeben: der Versicherer versendet in einem großen Karton gesammelt an den Makler alle Schreiben an die vom Makler vermittelten Kunden. Dieser soll die dann vielleicht mit einem oder verschiedenen Anschreiben versehen und selbständig rechtzeitig versenden. Darüber mag es dann Streit gegeben haben. Aber das ist hier auch nur Spekulation und würde wohl bedeuten, dass das Verhältnis zwischen Makler und Basler Versicherung schon angespannt war
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