Taking Tesla Private

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Re: Taking Tesla Private

von stelen » 16. Aug 2018, 08:05

Da hatten sich die Beiträge überschnitten, wollte gerade so was Ähnliches schreiben. Man muß diese Möglichkeit halt im Hinterkopf behalten, wenn es schief geht werden die Gläubiger bedient und es kann!!!!!! auf 0 herauslaufen.

Ich sehe auch keine Pleite und wenn würde ein Großteil wohl von einem der klassichen Autohersteller übernommen, man wird wohl keinen Totalverlust erleiden.
 
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Re: Taking Tesla Private

von T-Model » 16. Aug 2018, 08:53

@Helmut, auf deine Frage zum Termin. Ich persönlich halte einen Abschluss, wenn er denn kommt, nicht in 2018 für möglich. Einmal wegen des Vergleichs mit Dell und weil ich ähnliches schon beruflich mit gemacht habe. Die Prozesse brauchen ihre Zeit.
 
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Re: Taking Tesla Private

von McFly3 » 16. Aug 2018, 09:59

Wenn der Wert bei 0 ist und das Papier vom Markt ist, werden Sie aus meinem Depot ausgebucht, also Verkauft/abgebeben, warum sollte ich das nicht als Verlust angeben können?
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Re: Taking Tesla Private

von stelen » 16. Aug 2018, 10:05

Gemäß meinem Steuerberater -und weil ich das nicht glauben wollte Anruf beim FA- setzt eine Verlustrealisierung ein aktives Handeln meinerseits voraus. Ich muß sie also aktiv zu einem Wert größer 0 verkaufen. Auch wenn die Bank sie einfach aus dem Depot ausgebucht hat sind die -theoretisch zumindest- immer noch in meinem Besitz und damit habe ich keinen Verlust erlitten.

Ist übrigens das Gleiche mit KO-Zertifikaten die Ausgenockt wurden, da stellen sich die FA auch immer gern quer.
 
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Re: Taking Tesla Private

von McFly3 » 16. Aug 2018, 10:46

stelen hat geschrieben:Gemäß meinem Steuerberater -und weil ich das nicht glauben wollte Anruf beim FA- setzt eine Verlustrealisierung ein aktives Handeln meinerseits voraus. Ich muß sie also aktiv zu einem Wert größer 0 verkaufen. Auch wenn die Bank sie einfach aus dem Depot ausgebucht hat sind die -theoretisch zumindest- immer noch in meinem Besitz und damit habe ich keinen Verlust erlitten.

Ist übrigens das Gleiche mit KO-Zertifikaten die Ausgenockt wurden, da stellen sich die FA auch immer gern quer.


https://www.anwalt.de/rechtstipps/steue ... 11675.html
Würde ich jetzt erstmal nicht so sehen und es in der Steuer angeben :)

Für den Privat Bankwupt Fall müsste man das dann mal genauer prüfen, aber da ist man dann ja auch nicht alleine unterwegs und außerdem wird das ja auch nicht passieren :D ;)


Aber danke für den Hinweis, wieder ein § und Aktenzeichen mehr, das man sich für das FA merken kann :D
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Re: Taking Tesla Private

von stelen » 16. Aug 2018, 10:51

Ist alles ein paar Jährchen her und damit eh nicht mehr relevant. Mit KO's spiele ich nur noch Just for Fun rum, aber nur mit Spielgeld und klaren Stop-Loss. Aktien nur noch in liquide Werte ab 100 Mio aufwärts und auch da mit klaren Ein- und Ausstiegsmarken.

Wie alle Anfänger an der Börse habe ich seinerzeit viel Geld gemacht (neuer Markt) und später auch wieder verloren bevor ich den für mich passenden Handelsstil gefunden habe. Daher werde ich -so mir überhaupt welche angendient werden- bei Tesla nur mit einer Miniposition von vielleicht 50 Stück mit in die Privatisierung gehen, um mal wieder BTT zu kommen. ;)
 
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Re: Taking Tesla Private

von Elektroniker » 16. Aug 2018, 11:17

McFly3 hat geschrieben:https://www.anwalt.de/rechtstipps/steue ... 11675.html
Würde ich jetzt erstmal nicht so sehen und es in der Steuer angeben

Genau das ist der Punkt, der darin genannt wid:
Wenn der KO-Schein mit Wert Null ausgeknockt wird, werden die Verluste nicht anerkannt, weil es an der Veräußerung fehlt.
Nur bei KO-Scheinen, die eine KO-Schwelle über/unter dem Basispreis haben, wird beim KO-Ereignis der Schein mit einem Restwert veräußert, und die Verluste werden vom FA anerkannt.
Bei Aktien dürfte das gleich behandelt werden. Daher sollte man verkaufen und die Verluste realisieren, bevor eine "wertlose" Aktie vom Markt genommen wird.
 
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Re: Taking Tesla Private

von Helmut1 » 16. Aug 2018, 14:18

Hallo stelen
Danke für den sehr wertvollen Hinweis!
Die Gefahr, dass man nicht mehr verkaufen kann nach dem going private war ich mir voll bewusst. Gehe sogar fest davon aus, dass wenn Tesla anfangen sollte zu kriseln man keine Chance mehr hat einen Totalverlust abzuwenden wenn man nicht mehr an der Börse seine Anteile verkaufen kann.
Das mit dem Verlustvortrag hatte ich aber bisher nur als Problem bei einem eventuellen Auslandskonto angesehen. Das einem der auch grundsätzlich verweigert werden könnte, hatte ich gar nicht auf dem Zettel. :shock:
Na zumindest ahne ich aber das irgendwo gefährliche Fallen lauern können. Deshalb bin ich ja auch so hippelig dabei so viel Info wie möglich zu sammeln.
Gruß Helmut
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Re: Taking Tesla Private

von Helmut1 » 16. Aug 2018, 14:31

Elektroniker hat geschrieben:Wenn der KO-Schein mit Wert Null ausgeknockt wird, werden die Verluste nicht anerkannt, weil es an der Veräußerung fehlt.
Nur bei KO-Scheinen, die eine KO-Schwelle über/unter dem Basispreis haben, wird beim KO-Ereignis der Schein mit einem Restwert veräußert, und die Verluste werden vom FA anerkannt.

Als quasi "Börsen-Opa" ( so alt bin ich doch noch gar nicht :cry: ) habe ich diesen ganzen neumodischen Zertifikatemist eh als Nepp angesehen und mich nie tiefer damit befasst.
Aber ich bin da doch sehr erstaunt, dass das nicht vernünftig geregelt ist bzw. überhaupt so etwas angeboten wird. Denn der Verlustvortrag ist doch absolut elementar für das eigene Depot. :?: :?: :?:
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Re: Taking Tesla Private

von stelen » 16. Aug 2018, 14:32

Das mit dem zu 0 ausbuchen halte ich -wie gesagt- für ein sehr unwahrscheinliches Szenario.

Was ich aber auf jeden Fall die hier im Forum auch eher emotional ans Unternhemen und / oder Hr. Musk gebundenen überlegen müssen:

a) Die Saudis übernehmen 50%+ und beschliessen -aus welchen Gründen auch immer- das sie Hr. Musk aus dem Laden raushaben wollen. Das werden die vmtl. schaffen, aber wollt ihr Tesla ohne Musk immer noch behalten? Kommt ihr in der neuen Struktur immer noch raus?

b) Die Saudis haben irgendwann keinen Bock mehr auf Tesla und verkaufen ihre Anteile nach dem Rauswurf von Musk an ein Konsortium bestehend aus den "Erzfeinden" BMW/Daimler/VW. Wie wollt ihr Euch dann positionieren, womöglich machen die den Laden sofort dicht, oder ekeln alle übrigen Anteilseigner raus?

c) Die Saudis schmeissen Musk raus, und nutzen die Fertigungsanlagen um in das Model S2 fette V8 einbauen zu lassen. Worst case Szenario 2 für alle die der Sache wegen dabeiblieben.


Klar alles nur wilde Phantasien, die jemanden wie mich, der das Ganze als reines Anlagevehikel betrachtet völlig wurscht ist. Jemand der die Anteile aber "um der Sache willen" halten möchte sollte auch über solche Szenarien nachdenken.
 
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