Musk und Trump (Tesla und US-Regierung)

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Re: Musk und Trump (Tesla und US-Regierung)

von volker » 1. Feb 2017, 11:03

Man kann nicht auf der einen Seite Donald Trump kritisieren, weil er ein ignoranter Idiot ist und keine Argumente oder Fakten honoriert, die ihm nicht in den Kram passen - dann auf der anderen Seite Elon Musk kritisieren, ohne die Argumente zu würdigen, mit denen er sein Engagement im Berater-Team beschreibt.

Wenn man Musks Argumente ignoriert, ist man folglich auch nicht besser als Trump.

Trump geht nicht davon weg, dass man ihn doof findet. Er geht weg, wenn er an der Realität scheitert. Je früher man ihn in Kontakt mit der Realität bringt, desto eher wird er hin schmeißen.
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Re: Musk und Trump (Tesla und US-Regierung)

von Leto » 1. Feb 2017, 11:23

Naja, beide nutzen ohnehin ähnliche Effekte. Trump wird erst einmal kurzfristig Erfolge vorweisen. Natürlich hat auch die USA von der Globalisierung profitiert aber nicht seine Gefolgschaft. Bis die Preise steigen dauert es länger als die kurzfristige Verlagerung von Arbeitsplätzen und Erhebung von Zöllen, etc.

Musk verspricht das Blaue vom Himmel z.B. bei AP2 und zeigt NVIDIA DriveWorks Demos im Tesla MS. Bis er nachweislich nicht L5 mit AP2 liefern kann hält er die Gefolgschaft bei der Stange.

Beide bekommen irgendwann die Quittung. Bei Elon hoffe ich das er trotzdem so attraktive Produkte hat das darüber hinwegsehen wird. Bei Trump halte ich das für ausgeschlossen. Sobald die USA isoliert unter steigenden Preisen stöhnt und feststellen muss was eigentlich alles nicht mehr in den USA hergestellt werden kann mangels know-how ergibt sich eine neue Konstellation. Das kann Musk auch ereilen wenn die Konkurrenz attraktive EV Produkte real liefert, nicht nur ankündigt.
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Re: Musk und Trump (Tesla und US-Regierung)

von Adastramos » 1. Feb 2017, 11:50

Ich möchte gerne alle fragen, welche sich mittlerweile empfindlich berührt fühlen, durch die Mitarbeit Musks in Trumps Wirtschaftsforum, was wir uns wünschen oder was wir wollen?

Vordergründig wissen wir seit dem Bestehen SpaceX, dass Aufträge der US Air Force abgearbeitet werden, das also allein kann kein Grund sein, für die Aufregung und einen vermeintlichen Bruch mit Musks Mission.
Was wissen wir zu Musk? Er selbst ist in seiner Jugend mehr als einmal gedemütigt worden, ich denke, dass er kein Interesse heute hat, gleiches mit anderen zu machen, darum bezog er auch Stellung gegenüber des Einreiseverbots von sieben Nationalitäten des Nahen Ostens.

Wir sehen die Produkte, die Tesla auf den Markt bringt, wir sehen, welche Auswirkungen und Chancen diese bringen und bieten. Wir wollen eine nachhaltige Energiewirtschaft und Mobilität und dass möglichst so, ohne damit alte, verkrustete Strukturen länger mitzutragen.
Wir wollen keine Unternehmen, welche bewusst, vorsätzlich und in Kollaboration mit der Politik zulasten der Gesundheit und Umwelt ihre Geschäfte weiter betreiben, auch keinerlei Reue zeigen oder den Anstand machen, auf die zukünftigen Herausforderungen der Menschheit ernsthaft zu reagieren. Wir wollen auch nicht, dass Regierungen und Regime unterstützt werden, welche menschenverachtende Politik betreiben.

Das alles, was wir wollen und uns wünschen, mit gleichzeitiger Betrachtung der äußeren Umstände, führt zwangsläufig in ein Dilemma!

Wir dürften keine Produkte seitens Autoherstellern mehr kaufen, welche auch Verbrennungsmotoren (insb. Diesel) herstellen, gleich ob, Nissan, Renault, Hyundai, Mercedes, BMW, VW, Toyota oder Opel, alle haben betrogen, viele der heutigen Benziner stoßen Unmengen an Feinstaub aus, der Klimawandel wird weitgehend stiefmütterlich behandelt, die Politik wird in beeindruckender Weise beeinflusst.

Unter Obama wurde munter spioniert, ich möchte nicht wissen, wie hoch die Kollateralschäden durch diverse Dronenangriffe waren, welche auch aus Deutschland gesteuert werden. Nich zu vergessen, die aggressive Politik gegenüber Russland.
Wie sieht den mit den Panzerdeals gegenüber Saudi-Arabien, Katar usw. aus oder atomwaffenfähige U-Boote an Israel? Kaufen wir deswegen weniger eGolfs, i3s oder B-Klassen ED?

Wie resistent sind wir denn wirklich gegenüber dem, was wir sehen wollen? Wie ehrlich ist unser Weltbild? Wie groß ist die Bereitschaft in uns, den eigenen Standpunkt zu hinterfragen und den Blick "von den Anderen" ab, auf die eigene Politik zu werfen?

Was würdet ihr machen, hättet ihr Musks Position inne, wie würdet ihr euch entscheiden und was würdet ihr tun? Was wiegt schwerer in euren Händen, ein -bislang sehr ärgerlicher- politischer Standpunkt oder Technologien zum Fortschritt der Erneuerbaren?

Es ist nicht einfach, einfach nur auf stur zu stellen und zu sagen "Nö, will ich aber nicht!", wir sehen es an Trump, was bei einer solchen Haltung, einer undifferenzierten, einer kindischen, bei rauskommt.

Alles Gute!
Auf die bestmögliche Zukunft!

The only thing worse than being blind is having sight but no vision. *Helen Keller
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Re: Musk und Trump (Tesla und US-Regierung)

von roban83 » 1. Feb 2017, 18:00

Ich gebe Adastramos recht ! Musk hat ein großes Problem, zum einen schert sich Trump null und gar nicht um die Umwelt, zum anderen möchte sich Musk seine hart erkämpfte Arbeit, die noch am Anfang steht nicht zertrumpeln lassen.
Einige der Deutschen Konzerne haben im 3.Reich auch ihre Geschäfte gemacht und werden heute wieder von Politik und Kunden hofiert. Ich denke es werden einige Unternehmen in den Staaten (und in aller Welt) mit Trump gut Freund machen um ihre Ziele zu erreichen.
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Re: Musk und Trump (Tesla und US-Regierung)

von El Duderino » 1. Feb 2017, 18:39

"Keep your friends close and your enemies closer."

In diesem Sinne kann ich Elon sehr gut verstehen, denn reine Ablehnung und Opposition führt bei einem Narzissten wie DT zu nix. Da ist es besser, wenn Elon "mitarbeitet" und versucht, die Sache mit seinen Argumenten in eine zumindest halbwegs erträgliche Bahn zu lenken.

Nach aktuellem Wissensstand gilt für mich deshalb der folgende Spruch nach wie vor:
In Elon, we trust. ;)
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Re: Musk und Trump (Tesla und US-Regierung)

von fränki1 » 1. Feb 2017, 22:56

El Duderino hat geschrieben:"Keep your friends close and your enemies closer."

In diesem Sinne kann ich Elon sehr gut verstehen, denn reine Ablehnung und Opposition führt bei einem Narzissten wie DT zu nix. Da ist es besser, wenn Elon "mitarbeitet" und versucht, die Sache mit seinen Argumenten in eine zumindest halbwegs erträgliche Bahn zu lenken.

Nach aktuellem Wissensstand gilt für mich deshalb der folgende Spruch nach wie vor:
In Elon, we trust. ;)

In der Geschichte haben ja alle nur mitgemacht, weil sie schlimmeres verhindern wollten :mrgreen: Wo sind da die Grenzen? Für mich indiskutabel und nur auf den eigenen Vorteil ausgerichtet :!:
Außerdem gibt es ja keinerlei Kontrolle, was er dort wirklich veranstaltet. Letztlich hat Trump die sogenannte Elite "eingekauft", wie kleine Jungs :!:
 
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Re: Musk und Trump (Tesla und US-Regierung)

von r.wagner » 1. Feb 2017, 23:13

Es gibt aber auch gerade in dem von Dir (mit Zaunpfahl herbeigewunkenem) Umfeld andere Beispiele. ZB Oskar Schindler. Umstritten, da "mitgemacht", dennoch für viele ein Held.

Die Welt ist nicht schwarz ... und eh schon wissen.
bG, Richard
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Re: Musk und Trump (Tesla und US-Regierung)

von BananenBrot » 2. Feb 2017, 02:12

Die abwartende passive Haltung glaube ich nimmt ihm niemand krumm, die aktive Handlung von sich aus bei Tillerson ist halt für manche der Hardcore Ökos ein Schritt der denen zu weit geht, denn Tillerson ist nunmal einer der grossen Klimwandelgegner in den USA insbesodere durch seine Vergangenheit mit etwas "kreativen" Kampagnen als er Exxon CEO war und seine Aussagen vor dem Ausschuss vor ein paar Wchen den alle hochrangigen Amtsanwärter durchlaufen müssen zeigen dass er immer noch so denkt.

Aber wenn man mal ehrlich ist das betrifft doch eh nur eher so Hardcore-Goupies der US Ökos Szene, die meinten Musk sei ein unfehlbarer Ökogott - das ist auch in den USA natürlich nur eine kleine Minderheit - ab der Mittelschicht wird kaum jemand so ein kindliches schwarz/weiss Idealbild haben - da reicht es dann wenn Musk deutlich mehr Gutes macht als Schlechtes und das ist doch nicht gefährdet.

Attila der Hunne hat vielleicht auch seinen Goldfisch regelmässig gefüttert und der Papst hat vielleicht auch mal ein paar Fliegen erschlagen :D
 
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Re: Musk und Trump (Tesla und US-Regierung)

von FrankfurterBub » 2. Feb 2017, 07:23

BananenBrot hat geschrieben:Die abwartende passive Haltung glaube ich nimmt ihm niemand krumm, die aktive Handlung von sich aus bei Tillerson ist halt für manche der Hardcore Ökos ein Schritt der denen zu weit geht, denn Tillerson ist nunmal einer der grossen Klimwandelgegner in den USA insbesodere durch seine Vergangenheit mit etwas "kreativen" Kampagnen als er Exxon CEO war und seine Aussagen vor dem Ausschuss vor ein paar Wchen den alle hochrangigen Amtsanwärter durchlaufen müssen zeigen dass er immer noch so denkt.

Aber wenn man mal ehrlich ist das betrifft doch eh nur eher so Hardcore-Goupies der US Ökos Szene, die meinten Musk sei ein unfehlbarer Ökogott - das ist auch in den USA natürlich nur eine kleine Minderheit - ab der Mittelschicht wird kaum jemand so ein kindliches schwarz/weiss Idealbild haben - da reicht es dann wenn Musk deutlich mehr Gutes macht als Schlechtes und das ist doch nicht gefährdet.

Attila der Hunne hat vielleicht auch seinen Goldfisch regelmässig gefüttert und der Papst hat vielleicht auch mal ein paar Fliegen erschlagen :D


Sorry, aber du scheinst entweder hier im Thread nur die letzten Absätze gelesen zu haben und dich auch sonst kaum mit der Materie beschäftigt zu haben. Sonst würdest du nicht so ein Humbug von dir geben.

Ich bin kein Ökoaktivist, ganz und gar nicht. Und dennoch schaue ich mir derzeit genau an, was ein Elon Musk so von sich gibt. Was ich (und viele andere) ihm konkret vorwerfen, ist das er allein mit seiner Mitarbeit in Council bereits diesem Narzissten mit Persönlichkeitsstörung eine gewisse Legitimation verschafft, die dieser für sich nutzen wird. EMs Aussagen zum Muslim-Ban ("The blanket entry ban on citizens from certain primarily Muslim countries is not the best way to address the country’s challenges") klingen mir zu halbherzig, auch wenn er im weiteren Verlauf klarmacht, dass er das Dekret im Grunde falsch und unfair findet. Für EM wählt er dabei aber augenscheinlich die allerniedrigste Stufe der Empörung, was mir nicht ausreicht.

Er kann nicht gleichzeitig DJTrumpel mit seiner Mitarbeit legitimieren ohne laut gehen Ungeheuerlichkeiten aufzutreten. Wenn er sich damit rechtfertigt, dass nur so sein Einfluss gehört wird, dann ist das ein Zirkelschluss: Er muss dann auch seine vorgebliche Position offensiv vertreten, sonst hat sein vermeintlicher Einfluss ja gerade kein Potential. Nur "drin" zu sein und zu sagen: "Oh, das ist aber nicht so toll, Mr. President" wird gerade bei DJTrumpel nullkommanull bewirken. Der schmückt sich doch mit dem Council und zieht auch daraus seine Legitimität.

Und ja, ich sehe einen großen Unterschied zu BMW, Mercedes, etc. Das sind gesichtslose Unternehmen, keine One-man Show mit vermeintlicher Weltrettungsmission wie Tesla. Wenn allerdings zb die Quandts nun dem Front National in Frankreich (Mods: extra ein ausländisches Beispiel gewählt, bin ich nicht vorbildlich?) in den Hintern kriechen würden, wäre meine Empörung genauso groß!
Shut up and drive!
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Re: Musk und Trump (Tesla und US-Regierung)

von Jan » 2. Feb 2017, 08:47

Ich verstehe gar nicht, dass Ihr immer wieder in dieser alten Nazi Kiste herum wühlen müsst. Gerade Ihr doch so fortschrittlich denkenden Tesla Fahrer. Man kann immer Vergleiche finden nur ist es völlig sinnlos und reine Zeitverschwendung. Wir leben jetzt und heute und da gibt es reichlich Probleme, die durch völlig falsche Politik hervorgerufen wurde und dringend beseitigt gehört. Ich wünsche mir deutlich mehr Kritik an den Problemschaffern, als an den Problemlösern. Und was Herrn Trump betrifft, so ist er mit seiner Art offensichtlich gut durchs Leben gekommen. Deshalb denkt er erst einmal nicht im Traum daran, seine Strategie zu ändern und sich verbiegen zu lassen. Es ist der typische Altersstarrsinn eines Menschen. Deshalb darf man ihm seine Fehler natürlich nicht durchgehen lassen, aber genau da ist dann Pberzeugung durch Tatsachen gefragt, denn am Ende versteht auch ein Donald Trump, was richt oder falsch, was besser oder schlechter ist. Und so können wir alle sehr froh sein, dass Elon Musk an seiner Seite steht und als Souffleur seine Arbeit macht, zumal Elon Auch gute politische Ideen im Kopf hat. Eine Idee von vielen, Gesetzen eine zeitliche Laufzeit zu geben, nach der sie von allein verschwinden, wenn sie nicht verlängert werden. Dieser kleine Trick würde unglaublich viel Müll aus den Gesetzbüchern filtern, der sich dort jetzt unnötiger Weise festgesetzt hat. Und wenn die CO2 Steuer kommt, wird das auch ein Verdienst von Elon Musk sein. Es ist gerade ein neuer Anfang in Ammiland in dem neue Regeln aufgestellt werden und wie wir alle wissen, am Ende siegt immer die Wahrheit und das Gute. Schön, wenn dieser Prozess nicht zu lange dauert und Sackgassen umfahren werden, aber da vertraue ich ganz auf Elon Musk und andere Personen im Umfeld von Donald Trump. Es wird sich alles hin ruckeln, da bin ich mir sehr sicher.
Kommt bei Dir auch schon Strom vom Dach? :) https://www.youtube.com/watch?v=bBPRBxziQOI
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