Elon Musk auf Twitter

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Re: Elon Musk auf Twitter

von Alexandra » 26. Mai 2018, 21:05

Oder das:


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Re: Elon Musk auf Twitter

von cer » 26. Mai 2018, 23:55

Ich muss sagen: Bei der ganzen Pressegeschichte ist mir der Witz auch entgangen. Dabei hätte man, z.B. anhand der URL »pravda.com«, eigentlich sofort erkennen müssen, dass Elon mal wieder spielt.
Er musste heute auch anderen erklären, dass das Satire war und ist. Im Grunde war das ein Post wie »ich würd' am liebsten alles kurz und klein schlagen« – da weiß auch jeder, dass das keine ernsthafte Androhung von Gewalt gegen Sachen ist, sondern Ausdruck einer Stimmung – inklusive eines leicht distanzierten säuerlichen Lächelns über die eigene, durchaus unentspannte Verfassung.

Professionell ist das alles nicht. Die Frage ist nur, ob Professionalität der höchste Wert in der Kommunikation ist, oder ob es vielleicht so etwas wie »Menschlichkeit« gibt, das höher zu bewerten wäre als kühle Nüchternheit, wenn man für die Zukunft arbeiten will. Wir erleben ja gerade einen großen Kulturwandel, und ehrliche, emotionale Reaktionen sind vielleicht auch Ausdruck davon.

Als Jugendlicher konnte ich über Lügen, Ungerechtigkeiten oder zynisches Hinweggehen über persönliche Bedürfnisse in rasende Wut geraten. Und auch später ist es mir noch passiert, dass ich z.B. im Job auf emotionaler Ebene diskutiert habe (während ich innerlich relativ kühl die »Sache« im Fokus hatte), während andere, während sie äußerlich die Form gewahrt haben, ganz offensichtlich völlig irrationale, nur von Emotionen geleitete Entscheidungen getroffen haben. Wir haben das bei uns im Unternehmen auch thematisiert, und das hat zu einer Bewegung auf beiden Seiten geführt, vor Allem aber dazu, das beide Seiten viel reflektierter sind als früher.

Jedenfalls ist die Behauptung »Wer sich aufregt hat immer unrecht« inhaltlich unsinnig, psychologisch grundfalsch und menschlich unanständig.
Richtig ist: »Wer sich aufregt, empfindet sich unter starkem Druck in einer Situation ohne Ausweg.«
Und dafür kann es zwei Gründe geben:
Entweder fühlt man sich unter Druck, weil man weiß, dass man Unsinn redet und die Position nicht halten kann.
Oder aber man fühlt sich unter Druck, weil man das Opfer von ungerechter, oberflächlicher oder bösartiger Behandlung ist (und ich schreibe bewusst nicht: »weil man sich als Opfer (…) fühlt« .

Der miese Trump-Vergleich passt hier dann doch recht gut:

Trump ist ein Mensch, der die Wahrheit nicht sagen kann, weil »Wahrheit« immer Zwischentöne, Mängel, Verluste und Kompromisse bedeutet, Dinge die Trump für minderwertig hält oder als Ausdruck von Schwäche wertet. Trump ist der permanente erwischte Lügner, seine Wut und sein Ärger stammen, soweit sie überhaupt authentisch sind, aus der Enge der entlarvten Unwahrheit.

Wenn ich nun schreibe, dass Elon zur zweiten Sorte gehört, dann habe ich dafür einen andern Grund als nur persönliche Sympathie oder den Wunsch, er möge Erfolg haben: Es gibt im Web mehrere Analysen von E.M.s Körpersprache (die teilweise auch sein Stammeln bei öffentlichen Auftritten behandeln). Und ausnahmslos alle zeigen ihn als einen hoch authentischen Menschen, der in jedem Augenblick des Sprechens sorgfältig prüft, ob das, was er sagt aufrichtig ist und seinem aktuellen Erkenntnisstand (und nichts sonst) entspricht. Er blickt gründlich »nach innen« während er antwortet und ist bei Fragen zur Vergangenheit sichtbar bemüht, selbstkritisch, objektiv und »von außen« zu antworten. Zwischentöne, Mängel, Verluste und Kompromisse sind für ihn selbstverständliche und dauernde Begleiter jedes menschlichen Tuns.

An der jüngsten Geschichte mit der »Pravda«-Seite kann man aber auch einen anderen Faktor erkennen, der im Umfeld der Boring Company, beim Starman im Roadster und bei den allfälligen Eastereggs in den Teslas deutlich wird: E.M. ist extrem verspielt. Das wird gern von Analysten als gefährliches Problem stilisiert. Ich halte es für elementar für die wichtige Rolle die E.M. und seine Unternehmen in unserer Welt spielen.

Wenn nun eine Journalisten-Clique, die sich selbst für sakrosankt hält und darin von ihren Unterstützern und deren Unterstützern immer gern bestätigt wird – bierernst und mit der ganzen, einer besseren Vergangenheit entliehenen, Würde ihres Berufes – von Musk angegriffen wird, dann erleben sie das so ähnlich, als würde der Klassenclown die coolen Jungs aus der hintersten Reihe vor dem Lehrer bloßstellen.
Jeder außer ihnen selbst weiß, dass er damit nicht unrecht hat.
Aber das Schlimmste ist, dass er die Regeln nicht einhält. Er petzt, er macht unpassende Witze, er zeigt keinerlei Angst vor den bestehenden Machtstrukturen. Die, die innerhalb des Systems ihren Platz gefunden und sich dort komfortabel eingerichtet haben, wissen nicht, wie sie mit dem kleinen Stinker umgehen sollen, der dann zu allem Überfluss auch noch gute Noten bekommt.
Ja, tatsächlich: Ich denke, E.M.s Vergangenheit als Mobbing-Opfer – im Kombination mit einem extrem unterstützenden Elternhaus – hat ihn zu jemandem gemacht, der die Regeln nicht mehr beachtet, weil er gelernt hat, dass Regeln oft nur denen helfen, die ohnehin Macht haben.

Und dazu gehört auch, als Chef mehrerer Riesenunternehmen verspielt, emotional, authentisch und impulsiv zu sein.
Ich halte das für den Weg der Zukunft.
Zuletzt geändert von cer am 27. Mai 2018, 01:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Elon Musk auf Twitter

von trayloader » 27. Mai 2018, 00:09

FrankfurterBub hat geschrieben:
Alexandra hat geschrieben:Du hattest nie Respekt vor Elon Musk, den musstes Du nicht erst so theatralisch verlieren. Es macht Dir eine Riesen-Freude andauernd Unstimmigkeiten auszulösen. Ein Super Thema für Dich um wieder deine negative Meinung gegenüber EM und Tesla kund zu tun.


Das ist grob falsch, “fakenews”, wenn man so will. Mein Traum eines MS platzte, nachdem mein Doppelparker das Gewicht nicht hielt. Sonst wäre ich hier jetzt “rot” und dein Argument wäre noch windschiefer. Wäre ich ein Tesla-Hasser, wäre ich sicherlich nicht durch die halbe Stadt bei Wind und Wetter am späten Abend gekurvt um einem User hier das Stoffdach mit Müllsäcken zuzukleben.

Und mit dem Rest deines inkohärenten Geredes beschäftige ich mich nicht tiefer. Es ist deine Meinung, und dass sich dieser hier mehrheitlich die Leute anschließen, mag dich befriedigen, mich erinnert dies eher an die 8. Klasse, als endlich jemand dem “Unbeliebten” mal die Meinung gesagt wurde und sich die anderen Duckmäuser anschlossen (der “Unbeliebte” war i. Ü. nicht ich). Slow clap, very slow clap vor soviel Mut.

Letztlich - und jetzt gehe ich doch auf deinen Nonsens ein - bestätigst du doch genau meinen Inhalt, nur in anderen Worten. Du gibst selbst zu, dass das wenig professionell war, eine erratische Dünnhäutigkeit zeigt, usw. Das Musk Großes geleistet hat, sehe ich doch auch und gebe dies unumwunden zu (s. meinen Hinweis, dass er mehr in den letzten Stunden leistete als ich in fünf Leben könnte).

Allerdings ist, und dabei bleibe ich, gerade deshalb, weil er für viele Vorbild und Meinungsführer ist, sein Rant ein insgesamt für mich sehr abstoßender Vorgang. Er untergräbt weiter in völlig deplacierter, widerlicher Art und Weise die Glaubwürdigkeit einen für den demokratischen Wesen- und Willensbildungsprozess wesentlichen Faktor - und für was? Zur Befriedigung seiner ureigensten Interessen, zur pauschalisierenden “Abrechnung” mit Allem (und das KANN nur schiefgehen), usw. Gerade das hat mich zutiefst enttäuscht und eben Respekt zerstört, den ich entgegen deinen fabulierenden Aussagen sehr wohl vor seinem Werk habe (und Kritik meinerseits an bestimmten Dingen zerstört nicht diese Gesamtaussage). Mit seinem Rant hat er sich jedoch - und hierbei ist übrigens vollkommen egal, ob menschlich nachvollziehbar - in eine Ecke gestellt, mit der ich rein gar nichts zu tun haben möchte. Das ist mein persönliches Fazit, und ob du (ihr) das nachvollziehen kannst, ist für meinen weiteren Lebensweg dann doch eher unerheblich.

Da dies hier allerdings mehrheitlich anders gesehen wird, habe ich mich entschlossen, euch den Gefallen zu tun, und eure heile Welt nunmehr nicht länger zu stören. Genießt eure schönen Autos (es sind schöne Autos, ohne Frage), haltet euch für Verteidiger der Wahrheit (was auch immer diese sein möge), habt ein schönes Wochenende (welches ich gleich haben werde). Wünsche euch nur das Beste, viele letzte Grüße aus Frankfurt!


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Re: Elon Musk auf Twitter

von Snuups » 27. Mai 2018, 00:27

Ist es nicht eher so, dass in den Medien jeder der Erfolg hat gebashed wird? Gerade bei Unternehmen kann man das sehr stark spüren. Zuerst war iBM in der Computerbranche böse, dann kam Microsoft, 20 Jahre später war Apple das Unternehmen wo alles schlecht ist. Mittlerweile sind Google und Tesla in die Fußstapfen getreten. Tesla ist nämlich auch ein Computerunternehmen mit einer Hardwaresparte, so wie Apple auch.

Dieses Verhalten gegen erfolgreichen Unternehmen ist sehr typisch und sehr stark in Deutschland zu spüren. Ich denke das ist eine psychologische Sache die nichts mit der Realität zu tun hat. Erfolg wird in Deutschland grundsätzlich als etwas Negatives dargestellt. Ist es Neid? Oder einfach nur Missgunst? Ich verstehe das Verhalten und die Ideologie dahinter nicht.
Liebe Grüsse
Snuups

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Re: Elon Musk auf Twitter

von cer » 27. Mai 2018, 00:50

…und als wollte Elon meinen Post oben bestätigen, teilt er gerade auf Twitter dieses sentimentale, selbstironische, nicht wirklich einzuordnende, auf jeden Fall absolut unprofessionelle, Lied:

https://www.youtube.com/watch?v=EuJzSTNDUGI

:mrgreen:
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Re: Elon Musk auf Twitter

von crazyeddie » 27. Mai 2018, 03:04

Noch besser fand ich dass er den Tweet von "Bored Elon Musk" retweetet hat: "It’s never been harder to be a parody account." (soweit ich mich erinnere dessen Beitrag nach Musks Süßigkeiten-Tweets).
 
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Re: Elon Musk auf Twitter

von Elektroniker » 28. Mai 2018, 11:44

trayloader hat geschrieben:
FrankfurterBub hat geschrieben:...

Ich frage mich einfach, was DU hier seit zwei Jahren treibst außer Wortakrobatik und Selbstbespiegelung.
Du bist weder Tesla Fahrer.
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Die rhetorische Model 3 Bestellung, sollte sie denn je bestanden haben, wurde publikumswirksam storniert.
Ich habe von Dir glaube ich in all den Jahren DREI (!) positive Beiträge gelesen.
Der Energieaufwand ist kaum mehr verständlich, und mit Idealismus schon gar nicht mehr zu erklären.

Was treibt Dich an?

Völlig haltlos, Dein rein persönlicher Angriff.
 
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Re: Elon Musk auf Twitter

von Abgemeldet 01-2020 » 28. Mai 2018, 20:59

Elektroniker hat geschrieben:
trayloader hat geschrieben:
FrankfurterBub hat geschrieben:...

Ich frage mich einfach, was DU hier seit zwei Jahren treibst außer Wortakrobatik und Selbstbespiegelung.
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Was treibt Dich an?

Völlig haltlos, Dein rein persönlicher Angriff.

Nö, trayloader und Alexandra (ein interessantes Bündnis hier übrigens ;) ) haben völlig Recht. Und darum ist der FB bei mir seit einiger Zeit auf meiner (übrigens sehr kurzen) Ignore Liste. Ist mir meine Zeit nicht wert.
 
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Re: Elon Musk auf Twitter

von Abgemeldet 01-2020 » 28. Mai 2018, 21:07

Gute Analyse von cer übrigens. Unnötiger Ausflug über Trump, dem ich nicht zustimme, aber bzgl Elon Musk würde ich das meiste so unterschreiben. Auch zum Thema Sachlichkeit übrigens. Lange leidvolle Geschichten, aber ja: been there, done that.
 
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Re: Elon Musk auf Twitter

von Mathie » 29. Mai 2018, 07:18

Hier mal eine positive Folge von Musks Pravda-Tweet. Er hat an Politifact (eine politisch unabhängige Fact-Checking-Site einer gemeinnützigen Journalistenschule) gespendet:

https://mobile.twitter.com/PolitiFact/s ... 2790105088

Hier der Artikel bei Politifact dazu: http://www.politifact.com/truth-o-meter ... uad-heres/

Gruß Mathie
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