Elon Musk auf Twitter

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Re: Elon Musk auf Twitter

von Helmut1 » 24. Mai 2018, 10:45

Volker.Berlin hat geschrieben:Ich denke, FrankfurterBub geht es um die pauschale, undifferenzierte Verunglimpfung. Da hilft es nichts, wenn Du, Helmut1, ihn dafür genauso pauschal und undifferenziert angreifst.

Es mag sein, dass ich mit meinem Post den FrankfurterBub pauschal und undifferenziert angegriffen habe.
In meiner Intension ist er allerdings an alle gerichtet die immer reflexartig vor Medien- bzw. Pressekritik warnen. Und das sind sehr viele! Mathie hat ihm ja auch gleich zugestimmt.
Ich will endlich mal von diesen Leuten konkret hören warum nun auch sogar die Presse zu den heiligen Kühen gehört.
Gruß Helmut
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Re: Elon Musk auf Twitter

von Mathie » 24. Mai 2018, 10:49

Healey hat geschrieben:Ich würde Euch diesen Artikel empfehlen, da geht es genau um die Punkte die Elon Nerven...und noch grundsätzlicher warum der Journalismus so schlecht ist, wie er ist:
http://www.alainveuve.ch/tesla-und-der- ... rnalismus/
LGH

Danke für den Link! Finde den Blogpost insgesamt sehr lesenswert!

Allerdings kann ich die Darstellung, dass die Feuerwehr von einer Kollision geschrieben habe, in deren Folge ein Brand entstanden sein soll nicht nachvollziehen.

Im Facebook-Posting der Feuerwehr stand ausweislich des Screenshots im Artikel
Pompieri Bellinzona hat geschrieben:#incendio autovettura in autostrada
L'intervento di giovedì scorso ha visto i nostri #pompierivolontari alle prese con un veicolo elettrico in fiamme. L'urto violento delle batterie agli litio potrebbe verosimilmente aver causato und fenomeno denominato #thermalrunaway, ovvero un rapido e inarrestabile aumento della temperatura.


Das würde ich mit meinen bescheidenen Italienischkenntnissen mit Hilfe von dict.leo.org so übersetzen:

"Autobrand auf der Autobahn.

Im Einsatz vom vergangenen Donnerstag kämpfte unsere freiwilligen Feuerwehr mit einem brennenden Elektrofahrzeug. Der heftige Stoß der Lithium-Batterien könnte wahrscheinlich ein Phänomen namens #thermalrunway verursacht haben, das einen schnelle und unaufhaltsamen Temperaturanstieg bedeutet."

Dort steht nichts über eine dem Brand vorausgegangene Kollision. Einen "urto violento delle batterie" würde ich in diesem Zusammenhang mit meinem zugegeben marginalen Italienischkenntnissen als "heftigen Stoß der Batterie" übersetzen.

Als Journalist sollte man wohl nachforschen, was mit einem "heftigen Stoß der Batterie" gemein sein könnte, aber eine Verdrehung der Ursächlichkeiten kann ich hier nicht erkennen.

Im Posting stand, dass der "urto" der Batterie vermutlich einen Thermal Runway auslöste, der zu einem unaufhaltsamen Temperaturanstieg führte. Darauf, dass dieser "urto" durch einen Verkehrsunfall und nicht durch ein Schlagloch, einen Defekt am Fahrzeug oder sonstwas ausgelöst wurde, deutet weder der Text noch das Bild des Postings der Feuerwehr hin. Die zumindest missverständliche Meldung der Feuerwehr wurde auch zurecht ziemlich schnell gelöscht.

Jetzt steht da statt dessen:

#incendio autovettura in autostrada
L'intervento di giovedì scorso ha visto i nostri #pompierivolontari alle prese con un veicolo elettrico in fiamme.
Grazie all'applicazione delle linee guida del fabbricante per le situazioni d'emergenza (disponibili online), è stato possibile estinguere l'incendio efficacemente ed in sicurezza.

https://www.facebook.com/pompieribellin ... =3&theater

War jetzt kein toller Journalismus, die irreführende Facebookmeldung der Feuerwehr in Bellinzona falsch verstanden weiterzutragen, statt die seltsame Formulieren des "heftigen Stoßes der Batterie" zu hinterfragen. Aber eine Verdrehung der Kausalitäten durch die Journalisten der Agentur kann ich da nicht ausmachen. die war schon im gelöschten Posting der Feuerwehr angelegt.

Abgesehen von dieser Kritik halte ich die Analyse am Ende des Blogposts aber für treffend!

Gruß Mathie
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Re: Elon Musk auf Twitter

von Mathie » 24. Mai 2018, 11:04

@Helmut1 Was soll die Polemik hier? Lügenpresse hat weder Elon Musk noch FrankfurterBub je erwähnt.

Ich halte pauschale Kritik an Journalisten für gefährlich, denn ohne investigativen Journalismus währen viele Skandale im Dunkeln geblieben. Mal zwei Beispiele aus der jüngeren Zeit:

Ohne Glenn Greenwald und den Guardian, welche die von Snowden erhaltenen Dokumente journalistisch aufbereitet und dann veröffentlicht haben, wären die Enthüllungen über die Praktiken der NSA kaum so präsent gewesen.

Auch die Panama Papers wären ohne Bastian Obermayer, die Süddeutsche und das ICIJ kaum so bekannt geworden.

Deshalb halte ich eine generelle Diskreditierung von Journalismus tatsächlich für brandgefährlich, auch wenn ich einzelne Medien für den letzten Mist halte. Meine Meinung zu Bild habe ich hier ja schon oft genug deutlich gemacht.

Also bitte weniger allgemeine Polemik und mehr begründete Kritik. Das wünsche ich mir im Kleinen hier im Forum und auch im Großen. Dazu, dass der Wunsch wenigstens hier in Erfüllung geht, versuche ich beizutragen.

Gruß Mathie
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Re: Elon Musk auf Twitter

von marlan99 » 24. Mai 2018, 11:12

Mathie hat geschrieben:Als Journalist sollte man wohl nachforschen, was mit einem "heftigen Stoß der Batterie" gemein sein könnte, aber eine Verdrehung der Ursächlichkeiten kann ich hier nicht erkennen.


Es geht darum, dass in den Medien geschrieben wurde, "Der tödliche Unfall ...... könnte ...... durch die Batterie im Tesla ausgelöst worden sein"

Dies war aufgrund der bisher verfügbaren Informationen der Feuerwehr definitiv falsch.
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Re: Elon Musk auf Twitter

von Helmut1 » 24. Mai 2018, 11:44

Mathie hat geschrieben:Ich halte pauschale Kritik an Journalisten für gefährlich, denn ohne investigativen Journalismus währen viele Skandale im Dunkeln geblieben. Mal zwei Beispiele aus der jüngeren Zeit:

Ach so.
Dann ist vielleicht auch pauschale Kritik an Banken gefährlich, denn ohne müssten wir wieder mit Tauschhandel... .
Oder gar pauschal die Autoindustrie kritisieren. Gott bewahre! Wenn da nur ein böses Wort fällt können wir alle wieder zu Fuß gehen. ;)

Merkst du wie absurd deine Argumentation ist?
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Re: Elon Musk auf Twitter

von Healey » 24. Mai 2018, 12:53

@Helmut1
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Re: Elon Musk auf Twitter

von Helmut1 » 24. Mai 2018, 13:22

Healey hat geschrieben:@Helmut1
Meinst Du die deinige?
LGH

Nein
Bist du etwa auch der Meinung, dass wenn Presse/Medien kritisiert werden, alle Journalisten kollektiv ihre Arbeit einstellen?

Aber noch mal zurück zur Ausgangsfrage von mir: Warum ist es gefährlich, Presse/Medien zu kritisieren?
Mal angenommen es würden tatsächlich alle Journalisten im Kollektiv die beleidigte Leberwurst machen wenn man sie zu stark kritisiert.
Ich denke das wäre gut. Denn dann könnten andere andere diesen Job machen die unter anderen mehr Wert auf das Berichten als auf das Erziehen legen. Das Vertrauen in die Medien/Presse könnte so wieder hergestellt werden.

Gruß Helmut
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Re: Elon Musk auf Twitter

von Wim » 24. Mai 2018, 13:54

@helmut1

meine SEHR persönliche meinung:

das einzige, wo vertrauen wieder hergestellt werden muss, ist in die eigene kompetenz informationen bewerten zu können.

(zugegebener maßen wird diese bewertung immer schwieriger und zugegebener maßen ist durch das verkleinern von redaktionen und dem kostendruck bei zeitung/rundfunk/fernsehen die qualität "flexibel" geworden)
wer an jeder teslasäule noch andere stecker sehen möchte, der setzt sich sicherlich auch dafür ein, dass phev beim tanken auch strom ziehen können und rewe ihre eigenmarke nur anbieten darf, wenn sie auch die eigenmarken von edeka&co ins regal stellen
 
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Re: Elon Musk auf Twitter

von Healey » 24. Mai 2018, 14:06

Helmut1 hat geschrieben:
Healey hat geschrieben:@Helmut1
Meinst Du die deinige?
LGH

Nein
Bist du etwa auch der Meinung, dass wenn Presse/Medien kritisiert werden, alle Journalisten kollektiv ihre Arbeit einstellen?

Aber noch mal zurück zur Ausgangsfrage von mir: Warum ist es gefährlich, Presse/Medien zu kritisieren?
Mal angenommen es würden tatsächlich alle Journalisten im Kollektiv die beleidigte Leberwurst machen wenn man sie zu stark kritisiert.
Ich denke das wäre gut. Denn dann könnten andere andere diesen Job machen die unter anderen mehr Wert auf das Berichten als auf das Erziehen legen. Das Vertrauen in die Medien/Presse könnte so wieder hergestellt werden.

Gruß Helmut


Servus Helmut1

Mit jemanden der einen Bunker des Atlantikwalls im Profilbild hat, fällt es mir sehr schwer über politische oder weltanschauliche Dinge zu diskutieren.
https://de.wikipedia.org/wiki/Atlantikwall
http://7grad.org/Exkursionen/Atlantikwa ... lgien.html
Deshalb lasse ich es einfach bleiben.
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Re: Elon Musk auf Twitter

von Mathie » 24. Mai 2018, 14:23

Helmut1 hat geschrieben:
Mathie hat geschrieben:Ich halte pauschale Kritik an Journalisten für gefährlich, denn ohne investigativen Journalismus währen viele Skandale im Dunkeln geblieben. Mal zwei Beispiele aus der jüngeren Zeit:

Ach so.
Dann ist vielleicht auch pauschale Kritik an Banken gefährlich, denn ohne müssten wir wieder mit Tauschhandel... .

Führt jetzt langsam etwas vom Thema weg, aber will trotzdem nochmal darauf eingehen, weil es vielleicht verdeutlicht, weshalb ich den Tweet von Musk für mindestens unglücklich halte.

Wenn die pauschale Kritik an Banken die Existenz von Banken gefahren würde, hielte ich sie auch für gefährlich. Also wenn Musk mit seiner Reichweite auf Twitter falsche Behauptungen verbreiten würde, die zu einem Bank Run führen könnten, hielte ich das für gefährlich.

Die pauschale und in ihrer Pauschalisierung falsche Kritik am Journalismus, die derzeit von verschiedenen Seiten kommt, halte ich für gefährlich, da diese eben generell die Grundlagen des Journalismus angreift, den ich für das Funktionieren einer komplexen Gesellschaft für essentiell halte. Der Tweet von Musk schlägt leider in diese Kerbe.

Konkrete begründete Kritik halte ich für sinnvoll, sowohl bei Banken als auch bei Medien. Also Falschmeldungen der Medien korrigieren, die Verflechtungen zwischen konkreten Journalisten, Medien mit Wirtschaftsinteressen oder politischen Interessen soll aufgezeigt werden. Stimmungsmache nach dem Motto jeder der nicht meiner Meinung ist, ist gekauft halte ich für gefährlich!

Ich hoffe jetzt ist klar, wo ich den Unterschied zwischen sinnvoller Kritik und destruktiver Pauschalkritik sehe.

Gruß Mathie
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