Tesla-Autopilot Unfälle? Lebensgefahr?

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Re: Tesla-Autopilot Unfälle? Lebensgefahr?

von Blackbird » 13. Okt 2016, 16:14

Teki hat geschrieben:Dass ein System in Deutschland eventuell ein von hinten kommendes Fahrzeug nicht erkennen kann, ist aber auch ein Problem Eurer fehlenden Tempolimits. Wäre es wie im Rest der Welt bei 120 bis 140 km/h wäre das wohl kein Thema. Ein Auto zu erkennen, das möglicherweise mit 280 km/h daherkommt, das kann ja nicht einmal ein Mensch richtig, geschweige denn es ist eine Kurve.
40 Meter Erkennung ist eigentlich sehr weit, immerhin 8 Autolängen.

Am erfreulichsten an dem ganzen Geschreibe im manager-magazin ist der Schlusssatz: "Die Beamten der Bundesanstalt für Straßenwesen werden die neue Software für den Tesla-"Autopiloten" wohl ohnehin nicht mehr mit offiziellem Auftrag testen können: Dobrindt habe das Thema "Automatisiertes Fahren" mittlerweile der Verantwortung einer anderen Abteilung übertragen. Dort stünden die Beamten laut "Spiegel" der neuen Fahrtechnologie angeblich schon von Amts wegen viel offener gegenüber."


1. Es fehlen bei uns keine Tempolimits - die wurden auch nicht vergessen!
2. Und wenn ein Tempolimit existiert, kann kein Auto schnell herankommen!?!?! So, so - da sagt meine Lebenserfahrung aber etwas anderes - auch in Österreich! (Empfehle auch bei Tempolimits mal in den Rückspiegel zu schauen!). Auch können die Geschwindigkeitsdifferenzen in verschiedenen Fahrspuren (trotz Limit und im Falle des Nichtüberschreitens des Limits) ziemlich groß sein.
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Re: Tesla-Autopilot Unfälle? Lebensgefahr?

von S-Men » 13. Okt 2016, 16:17

Blackbird hat geschrieben:
Teki hat geschrieben:Dass ein System in Deutschland eventuell ein von hinten kommendes Fahrzeug nicht erkennen kann, ist aber auch ein Problem Eurer fehlenden Tempolimits. Wäre es wie im Rest der Welt bei 120 bis 140 km/h wäre das wohl kein Thema. Ein Auto zu erkennen, das möglicherweise mit 280 km/h daherkommt, das kann ja nicht einmal ein Mensch richtig, geschweige denn es ist eine Kurve.
40 Meter Erkennung ist eigentlich sehr weit, immerhin 8 Autolängen.

Am erfreulichsten an dem ganzen Geschreibe im manager-magazin ist der Schlusssatz: "Die Beamten der Bundesanstalt für Straßenwesen werden die neue Software für den Tesla-"Autopiloten" wohl ohnehin nicht mehr mit offiziellem Auftrag testen können: Dobrindt habe das Thema "Automatisiertes Fahren" mittlerweile der Verantwortung einer anderen Abteilung übertragen. Dort stünden die Beamten laut "Spiegel" der neuen Fahrtechnologie angeblich schon von Amts wegen viel offener gegenüber."


1. Es fehlen bei uns keine Tempolimits - die wurden auch nicht vergessen!
2. Und wenn ein Tempolimit existiert, kann kein Auto schnell herankommen!?!?! So, so - da sagt meine Lebenserfahrung aber etwas anderes - auch in Österreich! (Empfehle auch bei Tempolimits mal in den Rückspiegel zu schauen!). Auch können die Geschwindigkeitsdifferenzen in verschiedenen Fahrspuren (trotz Limit und im Falle des Nichtüberschreitens des Limits) ziemlich groß sein.

Der AP erkennt keinen Verkehr von hinten über 40m in einer andernen Spur. Muss er auch nicht unabhönig von der Differenzgeschwindigkeit. Der Fahrer ist verantwortlich vorher zu prüfen ob die Spur frei und ein Spurwechsel gefahrlos möglich ist. Steht auch so im Handbuch. Daher auch die Lenkradbewegung / Erkennung die nochmals vor jedem Spurwechsel druch AP abgefragt wird.
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Re: Tesla-Autopilot Unfälle? Lebensgefahr?

von Blackbird » 13. Okt 2016, 16:22

+1 - sehe ich genauso!
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Re: Tesla-Autopilot Unfälle? Lebensgefahr?

von KaJu74 » 13. Okt 2016, 16:26

+1
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Re: Tesla-Autopilot Unfälle? Lebensgefahr?

von Teki » 13. Okt 2016, 17:54

Blackbird hat geschrieben:
Teki hat geschrieben:Dass ein System in Deutschland eventuell ein von hinten kommendes Fahrzeug nicht erkennen kann, ist aber auch ein Problem Eurer fehlenden Tempolimits. Wäre es wie im Rest der Welt bei 120 bis 140 km/h wäre das wohl kein Thema. Ein Auto zu erkennen, das möglicherweise mit 280 km/h daherkommt, das kann ja nicht einmal ein Mensch richtig, geschweige denn es ist eine Kurve.
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Am erfreulichsten an dem ganzen Geschreibe im manager-magazin ist der Schlusssatz: "Die Beamten der Bundesanstalt für Straßenwesen werden die neue Software für den Tesla-"Autopiloten" wohl ohnehin nicht mehr mit offiziellem Auftrag testen können: Dobrindt habe das Thema "Automatisiertes Fahren" mittlerweile der Verantwortung einer anderen Abteilung übertragen. Dort stünden die Beamten laut "Spiegel" der neuen Fahrtechnologie angeblich schon von Amts wegen viel offener gegenüber."


1. Es fehlen bei uns keine Tempolimits - die wurden auch nicht vergessen!
2. Und wenn ein Tempolimit existiert, kann kein Auto schnell herankommen!?!?! So, so - da sagt meine Lebenserfahrung aber etwas anderes - auch in Österreich! (Empfehle auch bei Tempolimits mal in den Rückspiegel zu schauen!). Auch können die Geschwindigkeitsdifferenzen in verschiedenen Fahrspuren (trotz Limit und im Falle des Nichtüberschreitens des Limits) ziemlich groß sein.


Klar, wenn man auf einer Spur 80 führe und dann raus und einer kommt mit 140 ist das auch eine ganz schöne Differenz.

Klar wird in Österreich auch mehr als 130 gefahren, wobei selten über 150. Und das ist schon was anderes als 250 km/h. Klar kann man argumentieren, dass alles was über die Richtgeschwindigkeit geschieht, der Schnellfahrer immer die Schuld hat.

Scheinbar soll aber der AP auch ein mit 250 km/h herannahendes Auto erkennen, unabhängig ob es erlaubt war oder ist. Ist das überhaupt möglich? Ist es den Mehraufwand wert?

Ich denke aber dass so hohe Geschwindigkeiten letztendlich ein Problem für wirklich autonomes Fahren sind, weil ich mir nicht vorstellen kann, wie ein Radar überhaupt so weit nach hinten "blicken" könnte. Er muss ja seitlich nach hinten und dann vielleicht 200 m oder mehr schauen. Und dann noch die Frage: es geht sich aus, Spur zu wechseln bevor der andere mir reinfährt: Ist jetzt der schuld, weil er nicht schnell genug bremsen konnte, oder ich (bzw. mein Computer im Auto), weil er davon ausging, dass er andere die Differenzgeschwindigkeit von +120 km/h noch reduziert.
Ich sehe das hochproblematisch.

Aber das Thema Tempolimit auf Autobahnen in Deutschland anzusprechen ist so wie einem Amerikaner vorzuschlagen ein Waffenverbot einzuführen. In beiden Fällen stößt man auf Unverständnis :)
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Re: Tesla-Autopilot Unfälle? Lebensgefahr?

von Teki » 13. Okt 2016, 17:58

S-Men hat geschrieben:Der AP erkennt keinen Verkehr von hinten über 40m in einer andernen Spur. Muss er auch nicht unabhönig von der Differenzgeschwindigkeit. Der Fahrer ist verantwortlich vorher zu prüfen ob die Spur frei und ein Spurwechsel gefahrlos möglich ist. Steht auch so im Handbuch. Daher auch die Lenkradbewegung / Erkennung die nochmals vor jedem Spurwechsel druch AP abgefragt wird.


Wenn er das nicht muss, ist es gut. Aber er tut es doch irgendwie, wechselt die Spur auch nach Betätigen des Lenkrads erst, wenn die Spur frei ist, oder?
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Re: Tesla-Autopilot Unfälle? Lebensgefahr?

von S-Men » 13. Okt 2016, 19:06

Teki hat geschrieben:
S-Men hat geschrieben:Der AP erkennt keinen Verkehr von hinten über 40m in einer andernen Spur. Muss er auch nicht unabhönig von der Differenzgeschwindigkeit. Der Fahrer ist verantwortlich vorher zu prüfen ob die Spur frei und ein Spurwechsel gefahrlos möglich ist. Steht auch so im Handbuch. Daher auch die Lenkradbewegung / Erkennung die nochmals vor jedem Spurwechsel druch AP abgefragt wird.


Wenn er das nicht muss, ist es gut. Aber er tut es doch irgendwie, wechselt die Spur auch nach Betätigen des Lenkrads erst, wenn die Spur frei ist, oder?


Das frei bezieht sich aber nur auf neben und vor dem Fahrzeug. Der AP kann nicht weit genug nach hinten "sehen" und nach hinten auch keine fremden Geschwindigkeiten abschätzen um entscheiden zu können ob jemand behindert oder gar gefährdet wird. Daher Spurwechsel nur nach Spiegel/Schulterblick.
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Re: Tesla-Autopilot Unfälle? Lebensgefahr?

von KaJu74 » 14. Okt 2016, 14:48

Hier eine Antwort des Ministeriums:

Sehr geehrter Herr ***,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Eine abschließende Bewertung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) bezüglich der Autopilot-Funktion des Tesla „Modell S“ liegt noch nicht vor. Derzeit laufen dazu mehrere Untersuchungen.
Grundsätzlich ist festzustellen: Die Rechtslage für den Fahrer in Deutschland ist eindeutig. Unabhängig von der Verwendung des sogenannten Autopiloten muss der Fahrer ständig die Kontrolle über sein Fahrzeug haben.
Darüber hinaus hat das Kraftfahrt-Bundesamt jetzt die Halter aller in Deutschland zugelassenen Tesla-Fahrzeuge angeschrieben und auf die Funktionalität und die Grenzen der Autopilot-Funktion sowie die bestehende Rechtslage hingewiesen.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Volker Mattern

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Referat K 14 - Bürgerservice, Besucherdienst Invalidenstraße 44
10115 Berlin
Tel.: 030 / 2008 3060
Fax: 030 / 2008 1942
E-Mail: buergerinfo@bmvi.bund.de
Internet: www.bmvi.de




-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: redaktion.bmvi@init.de [mailto:redaktion.bmvi@init.de]
Gesendet: Mittwoch, 12. Oktober 2016 21:04
An: Buergerinfo, BMVI
Betreff: Kontakt-Email


Anrede: Herr
Vorname:
Zuname:
Straße und Nr.:
PLZ:
Ort:
Email:
Betreff: Straßenverkehr
Nachricht: Sehr geehrte Damen und Herren,

der Spiegel zitiert aus einem Gutachten ihres Ministeriums, in dem der Autopilot des Tesla Model S als Verkehrsgefährdung eingestuft wird.
Es wird sogar die Stillegung der Fahrzeuge empfohlen.

Was mich jedoch wundert, das die Fahrzeuge der anderen Hersteller gleiche Systeme anbieten und in Test`s sogar schlechter abschneiden.
Hier ein Beispiel:
http://www.autofil.no/936897/hands-off

Warum wird aber nur geraten, den Tesla abzuschalten?

Bitte erklären sie mir das.

Gruß

***
Zustimmung Datenschutz: Ja, ich bin einverstanden, dass meine Mail, soweit erforderlich, auch an andere Ministerien oder oberste Bundesbehörden zur Beantwortung meiner Anfrage weitergeleitet werden kann. Die Weitergabe erfolgt unter voller Berücksichtigung des Datenschutzes.

Meine Antwort dazu
Sehr geehrter Herr Mattern,

vielen Dank für ihre Antwort.

Ich habe einen Ausschnitt des Briefes im Internet bereits gesehen.

Es steht ja quasi nichts anderes drin als: Haltet euch an die Anleitung.

Warum macht eine Behörde so was?
Warum wird nur Tesla kontrolliert?
Oder können sie bestätigen, das auch der DrivePilot so getestet wird, der ja im von mir verlinkten Test eine deutlich Gefahr darstellt, da er nicht in der Spur bleibt.

Gruß
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Re: Tesla-Autopilot Unfälle? Lebensgefahr?

von BananenBrot » 16. Okt 2016, 10:13

Ich denke nicht dass das Verkehrsministerium irgendeinen Fremdtest als Grundlage nehmen für eine vorläufige oder gar abschliessende Beurteilung eher um aktiv zu werden. Gibt es Tote bei der Benutzung des DrivePilots odedr sonstige Auffälligkeiten wird man spätestens dann sich darum kümmern.

Dass man das System zuerst testet, das zuerst auf dem Markt war mit der Bezeichnung "Autopilot" bei dem es die ersten Toten gab und von dem "ständig" Fahrer im Internet zeigen, wie sie das schon etwas grenzwertig nutzen finde ich schon ok und auch eigentlich objektiv.

Was sollte denn sonst das Kriterium sein?

Ob der Brief sein muss oder nicht - sicher übertrieben - aber das Ministerium muss halt auch berücksichtigen, dass die Bevölkerung die Aktionen auf youtube & Co sieht oder sollte es dazu kommen nach einem schlimmen Unfall dort finden kann und was sieht man da dann Nutzer die beim Fahren auf öffentlichen Strassen auf Rücksitze klettern etc :D

Tesla lebt halt nicht nur im guten sondern auch bei negativem von der Wahrnehmung in SocialMedia.

Musk kann leider 10x sagen das steht so im Handbuch aber nicht - wenn gleichzeitig 5 Videos auftauschen die von Millionen geschaut werden die was anderes zeigen. Dass das natürlich nur wenige sind spielt in der Wahrnehmung keine Rolle.
 
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Re: Tesla-Autopilot Unfälle? Lebensgefahr?

von KaJu74 » 16. Okt 2016, 13:57

BananenBrot hat geschrieben:Musk kann leider 10x sagen das steht so im Handbuch aber nicht - wenn gleichzeitig 5 Videos auftauschen die von Millionen geschaut werden die was anderes zeigen.

Also ist der Mercedes DrivePilot sicherer, weil Mercedesfahrer keine Videos machen und ins Internet stellen? :roll:
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