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Re: TESLA in der heutigen Tagespresse...

von biglake » 18. Apr 2016, 20:03

zu diesem bericht von letzter woche im tagesanzeiger
http://www.tagesanzeiger.ch/auto/techni ... y/21102109
gab es heute einen leserbrief. der ist allerdings nicht online. habe ihn aber fotografiert.

leserbrief.jpg


vielleicht mag ja jemand philipp kissling mal fragen ob er eine benzinquelle im garten hat. oder ob er glaubt, dass benzin einfach so aus dem zapfhahn plätschert.
ich bin da leider nicht so gut im argumentieren. sonst würde ich das machen.
hier kann man ihn finden http://www.vcs-zg.ch/online/ueber-uns/vorstand/
.
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Re: TESLA in der heutigen Tagespresse...

von tesla3.de » 18. Apr 2016, 20:09

Ich werde diesem Philipp Kissling, Oberwil - Vorstand VCS Sektion Zug, mal schreiben.
Er suggeriert in dem Artikel ja, dass wir 100% unseres Stroms aus Kohle beziehen und resümiert daraus ein Tesla wäre schmutzig.
Das ist nicht nur lächerlich, das grenzt schon an Rufschädigung.
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Re: TESLA in der heutigen Tagespresse...

von reniswiss » 18. Apr 2016, 20:12

"18 Kilowatt pro Stunde" und ich habe den Leseversuch abgebrochen.
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Re: TESLA in der heutigen Tagespresse...

von christianpan » 18. Apr 2016, 20:23

Ich finde es immer wieder beeindruckend, wie so jemand eine Führungsposition innehaben kann.

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Re: TESLA in der heutigen Tagespresse...

von tesla3.de » 18. Apr 2016, 21:00

Ich würde ihm nachher das hier schreiben, gerne nehme ich noch Korrekturvorschläge an:



Sehr geehrter Herr Kissling,

ich habe heute Ihren Kommentar "Der Tesla ist ein ökologischer Rückschritt" im Tagesanzeiger gelesen und würde Ihnen gerne ein paar Worte dazu schreiben.

Zuerst einmal zum Mobilitätsverhalten meiner Person:
Ich wohne in München und besitze gar kein Auto, sondern fahre grundsätzlich alle Strecken mit dem Fahrrad oder ganz selten mal mit dem ÖPNV.
Noch seltener kommt es vor, dass ich mir bei BMW oder Mercedes ein Auto aus dem Carsharing-Pool miete, was in München problemlos möglich ist.

Trotzdem verfolge ich die Entwicklungen im Automobilsektor und in der Energiebranche sehr aufmerksam und musste mich daher sehr über Ihren Kommentar wundern.
Sie schreiben, dass für die Erzeugung von einer Kilowattstunde Strom beim Verbrennen von Kohle die vierfache Menge des Brennwerts benötigt wird.
Der Brennwert von Kohle beträgt 7 kWh pro Kilogramm, der Wirkungsgrad der Kraftwerke liegt in Deutschland im Schnitt bei 40%.
Das heißt für 18 kWh Strom müsste man 6,42 Kilo Kohle verbrennen.
Pro Kilogramm Kohle entstehen 2,68 Kilogramm CO2, das wären also insgesamt 17,2 kg an CO2 pro 100 km, d.h. 172 Gramm pro Kilometer.
Wie Sie auf 310 Gramm pro Kilometer kommen ist mir daher schonmal ein Rätsel und die entsprechende Rechnung würde mich sehr interessieren.

Wenn man jetzt noch den deutschen Strommix zugrunde legt, wir verheizen ja schließlich nicht nur Kohle für die Stromerzeugung, dann kommt man je nach Quelle auf etwa 500-600 g an CO2 pro kWh Strom.
Ich nehme mal 550 g als Mittelwert, das wiederum sind für 18 kWh Strom dann 9,9 kg CO2 und somit 99 Gramm CO2 pro Kilometer.

Bei einem durchschnittlichen Verbrennungsmotor verbraucht man 7 Liter pro 100 km, der Liter Benzin erzeugt beim Verbrennen 2,4 kg CO2.
Das wären also 16,8 kg CO2 für 100 km und 168 g pro Kilometer, die für Transport und Raffinerie benötigte Energie noch gar nicht mitgerechnet.
Wie man sieht wäre ein Elektroauto selbst dann noch konkurrenzfähig, wenn der ganze Strom mit Kohle erzeugt würde.
Und das ohne lokale Emissionen oder Lärm in unseren Städten zu erzeugen!

Ich verstehe auch nicht wie Sie auf 124 Kilowattstunden Verbrauch pro 100 km kommen, denn selbst wenn man die zugrunde gelegten 6,42 Kilo an benötigter Kohle bei 100% Wirkungsgrad verbrennen würde, kommt man nur auf rund 45 kWh an theoretisch anderweit nutzbarer Energie.
Die Ladeverluste betragen übrigens 10% bis 30%, je nach Fahrzeug und Außeneinflüssen. Da ist zwar durchaus noch Optimierungspotential, aber von "sehr viel Energieverlust" zu sprechen halte ich für übertrieben. Der Well-to-Wheel-Vergleich sieht da beim Verbrenner noch deutlich schlechter aus.

Es macht aus ökologischer Sicht auch heute schon, selbst unter Einbeziehung der bei der Herstellung erzeugten CO2-Emissionen, keinerlei Sinn weiterhin auf den Verbrennungsmotor zu setzen.
In Zukunft wird das Pendel immer weiter in Richtung der Elektrofahrzeuge ausschlagen und zwar aufgrund des zunehmenden Anteils an erneuerbaren Energien und durch Akku-Fabriken die weitgehend CO2-neutral produzieren, wie etwa die Gigafactory von Tesla.
Ich würde Ihnen dringend ans Herz legen mal einen Tesla Probe zu fahren, denn neben all den Vorteilen macht dieses Auto auch noch unglaublich viel Spaß beim Fahren!

Viele Grüße,
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Re: TESLA in der heutigen Tagespresse...

von reniswiss » 18. Apr 2016, 21:04

Gut geschrieben.
Dann warten wir mal ab, was für eine Antwort da zurück kommt.
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Re: TESLA in der heutigen Tagespresse...

von Teslanaut » 18. Apr 2016, 21:33

Super geschrieben! Unbedingt abschicken!
Auch ich bin gespannt auf die Antwort.

VG
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Re: TESLA in der heutigen Tagespresse...

von tesla3.de » 18. Apr 2016, 21:42

Danke euch fürs Lesen, hab es jetzt abgeschickt.

Allerdings sollte einem schon der gesunde Menschenverstand sagen, dass es besser ist das Benzin in einem modernen Kraftwerk mit ständiger Wartung der Abgasanlage zu verbrennen und dann mit 10-20% Ladeverlust in einem Elektrofahrzeug mit 90% Wirkungsgrad zu nutzen, als es mitten in dichtbesiedeltem Gebiet in einem durchschnittlich 9 Jahre alten Verbrennungsmotor mit maximal 25% Wirkungsgrad (bei normaler Fahrweise) zu verbrennen.
Oder etwa nicht?
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Re: TESLA in der heutigen Tagespresse...

von tornado7 » 18. Apr 2016, 22:23

Was ist los heute? Zuerst 20min und dann das hier. Was sollen diese offensichtlichen Fehlberechnungen?

Danke Ralph fürs verfassen und abschicken. Ich glaube ich ruf ihn am Dienstag Abend an.
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Re: TESLA in der heutigen Tagespresse...

von biglake » 18. Apr 2016, 22:32

ich finde das schreiben gut und ich hätte es nie so hingebracht. aber ...
da dieser kissling in seinem leserbrief rel. detailliert auf den co2 ausstoss für die stromerzeugung eingeht, sollte man ihm eben auch den co2 austoss für die benzin- oder dieselproduktion nahe bringen. er übergeht total, dass benzin oder diesel auch produziert wird und nicht einfach da ist.

er unterschlägt, dass rohöl aus dem boden geholt werden muss (und dabei so ganz nebenbei sehr viel gas abgefackelt wird), dass das rohöl dann per schiff (gewaltige co2 schleudern) oder pipeline (braucht auch energie für die pumpen) zur raffinerie transportiert wird. dort braucht es wieder viel energie für die raffinierung. dann wird es gelagert und irgendwann weiter transportiert. wird das alles von scotty gebeamt? oder sind beim befüllen der tanks bei verbrennern irgendwelche magier am werk? nein! neben extrem viel co2 ausstoss wird für produktion und transport auch sehr viel elektrische energie verbraucht.
abgesehen davon benötigt man für die produktion von 1 ltr. benzin 70'000 !!!! ltr. wasser
quelle z.b. http://www.wasserstiftung.de/wasserfakten.html
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