Erhöhtes Krebsrisiko bei Kindern

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Erhöhtes Krebsrisiko bei Kindern

von Sierra » 6. Jan 2016, 17:24

Eine im «European Journal of Epidemiology» publizierte Studie der Forschergruppe um Ben Spycher und Claudia Kuehni vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern (ISPM) erhärtet nun die Vermutung, dass Verkehrsabgase das Leukämierisiko bei Kindern erhöhen.

<<Für Leukämien wurde bei Kindern in der Distanzkategorie unter 100 Meter ein um 47 Prozent (erste Methode), beziehungsweise 57 Prozent (zweite Methode) erhöhtes Risiko gefunden im Vergleich zu Kindern, die mehr als einen halben Kilometer zur nächsten Autobahn oder Autostrasse wohnten.>>

http://www.unibe.ch/aktuell/medien/media_relations/medienmitteilungen/2015/medienmitteilungen_2015/erhoehtes_krebsrisiko_bei_kindern_die_neben_autobahnen_wohnen/index_ger.html

Uebrigens ist nach Unfällen Krebs die wichtigste Todesursache bei Kindern. Mit Elektrofahrzeugen gäbe es diese Krebs-Todesfälle nicht, weil null lokale Emissionen.
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Re: Erhöhtes Krebsrisiko bei Kindern

von Mathie » 6. Jan 2016, 18:16

Habe mir die Pressemitteilung durchgelesen und bin so klug als wie zuvor. Es werden einige Daten genannt, auch darauf hingewiesen, dass die Fallzahlen gering waren, aber ohne weiter Informationen gesagt, dass die Daten "statistisch signifikant" waren. Tolle Pressemitteilung, es werden zwar viele Zahlen genannt, aber nichts womit ich die Studienergebnisse nachvollziehen kann. Dies ist keine Kritik an der Studie, da ich diese nicht kenne, aber die Pressemitteilung ist - wie leider oft - lausig.

Gruß Mathie
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Re: Erhöhtes Krebsrisiko bei Kindern

von snooper77 » 7. Jan 2016, 08:25

Sierra hat geschrieben:Mit Elektrofahrzeugen gäbe es diese Krebs-Todesfälle nicht, weil null lokale Emissionen.


Sorry, aber das ist billige Polemik, die auch noch falsch ist. Autos sind alles andere als die einzige Feinstaub- und Schadstoff-Quelles. Heizungen, Industrie, Gewerbe, Schwerverkehr etc. sind ebenfalls grosse Dreckschleudern.
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Re: Erhöhtes Krebsrisiko bei Kindern

von Montblanc Carrera » 7. Jan 2016, 09:35

Mathie hat geschrieben:Habe mir die Pressemitteilung durchgelesen und bin so klug als wie zuvor. Es werden einige Daten genannt, auch darauf hingewiesen, dass die Fallzahlen gering waren, aber ohne weiter Informationen gesagt, dass die Daten "statistisch signifikant" waren. Tolle Pressemitteilung, es werden zwar viele Zahlen genannt, aber nichts womit ich die Studienergebnisse nachvollziehen kann. Dies ist keine Kritik an der Studie, da ich diese nicht kenne, aber die Pressemitteilung ist - wie leider oft - lausig.

Gruß Mathie

Mir ist vor allem nicht klar warum die Anzahl der Krebsfälle abhängig sind von der erfassten Gesammtheit (Volkszählung visa Abschätzung),
ja solche Pressemitteilungen sind ein Graus.
 
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Re: Erhöhtes Krebsrisiko bei Kindern

von plock » 7. Jan 2016, 10:07

snooper77 hat geschrieben:
Sierra hat geschrieben:Mit Elektrofahrzeugen gäbe es diese Krebs-Todesfälle nicht, weil null lokale Emissionen.


Sorry, aber das ist billige Polemik, die auch noch falsch ist. Autos sind alles andere als die einzige Feinstaub- und Schadstoff-Quelles. Heizungen, Industrie, Gewerbe, Schwerverkehr etc. sind ebenfalls grosse Dreckschleudern.


In diesem Zusammenhang ist das richtig. Allerdings ist der Straßenverkehr, gerade in Städten, ja deswegen so problematisch weil die Autos genau da fahren, wo die Menschen auch zu Fuß oder mit Fahrrad unterwegs sind und direkt im geringen Abstand einen Großteil der Schadstoffe abbekommen. Hingegen laufen verhältnismäßig wenige Menschen in Industrie- oder Gewerbegebieten rum, wenn sie nicht gerade da arbeiten. Von daher wäre es schon ein großer Gewinn für die Gesundheit vieler Menschen wenn möglichst viel Elektromobilität anstatt Verbrennermobilität auf öffentlichen Straßen stattfinden würde. In Städten wäre es sogar noch besser, wenn viele Leute auf elektrischen ÖPNV oder auf Individualmobilität mit Fahrrädern o. Ä. umsteigen würden/könnten.
 
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Re: Erhöhtes Krebsrisiko bei Kindern

von MichaEL » 7. Jan 2016, 11:36

snooper77 hat geschrieben:
Sierra hat geschrieben:Mit Elektrofahrzeugen gäbe es diese Krebs-Todesfälle nicht, weil null lokale Emissionen.

Sorry, aber das ist billige Polemik, die auch noch falsch ist. Autos sind alles andere als die einzige Feinstaub- und Schadstoff-Quelles. Heizungen, Industrie, Gewerbe, Schwerverkehr etc. sind ebenfalls grosse Dreckschleudern.

Billige Polemik!? Ich halte einfach mal (polemisch) dagegen ;-)
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Re: Erhöhtes Krebsrisiko bei Kindern

von Mathie » 7. Jan 2016, 12:41

MichaEL hat geschrieben:
snooper77 hat geschrieben:
Sierra hat geschrieben:Mit Elektrofahrzeugen gäbe es diese Krebs-Todesfälle nicht, weil null lokale Emissionen.

Sorry, aber das ist billige Polemik, die auch noch falsch ist. Autos sind alles andere als die einzige Feinstaub- und Schadstoff-Quelles. Heizungen, Industrie, Gewerbe, Schwerverkehr etc. sind ebenfalls grosse Dreckschleudern.

Billige Polemik!? Ich halte einfach mal (polemisch) dagegen ;-)
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Bitte einfach nur einmal die wikipedia-Seite anschauen ... insbesondere die Gefahrstoffkennzeichnung.


Niemand hat hier in Abrede gestellt, dass NO2 und Benzol giftig bzw. karzinogen sind.

Die Behauptung, dass es die in der Studie beobachteten Todesfälle durch Krebs bei Kindern nicht gegeben hätte, wenn es Elektrofahrzeuge statt Verbrenner gäbe ist trotzdem falsch. Ob die Behauptung in polemischer Absicht aufgestellt wurde oder in Unkenntnis der Zusammenhänge kann ich nicht beurteilen.

Du scheinst dagegen nach eigener Aussage polemisieren zu wollen, das finde ich schade, auch wenn Du einen Smiley verwendest, um die Aussage zu relativieren.

Gruß Mathie
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Re: Erhöhtes Krebsrisiko bei Kindern

von Snuups » 7. Jan 2016, 12:55

Ach ja, die Polemie.

Immer wieder der gleiche Schmarrn. Immer ist es nur eine einzige Ursache für irgendetwas. Dabei liegt die Wahrheit doch immer ganz anders. Vor allem aber im ganzen. Niemand bezweifelt das Feinstäube und Benzole usw. gesundheitsschädlich sind. Aber es muss bezweifelt werden das sie nur eine Ursache haben.

Auf jeden Fall währe es besser wenn alle Fahrzeuge elektrisch fahren. Das verringert sogar zusätzlich den Bremsstaub. Trotzdem werden Menschen weiterhin an allem möglichen sterben, auch Kinder.

Polemik macht halt jedes Thema zum Witz und unglaubwürdig. Damit arbeiten Populisten.
Liebe Grüsse
Snuups

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Re: Erhöhtes Krebsrisiko bei Kindern

von MichaEL » 7. Jan 2016, 13:10

Mathie hat geschrieben:Die Behauptung, dass es die in der Studie beobachteten Todesfälle durch Krebs bei Kindern nicht gegeben hätte, wenn es Elektrofahrzeuge statt Verbrenner gäbe ist trotzdem falsch.

Woher weißt Du das?
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Re: Erhöhtes Krebsrisiko bei Kindern

von Mathie » 7. Jan 2016, 13:33

MichaEL hat geschrieben:
Mathie hat geschrieben:Die Behauptung, dass es die in der Studie beobachteten Todesfälle durch Krebs bei Kindern nicht gegeben hätte, wenn es Elektrofahrzeuge statt Verbrenner gäbe ist trotzdem falsch.

Woher weißt Du das?

Du hast selber Benzol als karzinogenen Stoff aufgeführt, der wahrscheinlich zu den in der Studie beobachteten Todesfällen beiträgt. Also nehme ich mal an, dass ich das als gegeben voraussetzen darf.

Über die Quellen der Benzolexposition kannst du in diesem älteren Dokument einiges finden. Da die Studie auch historische Daten betrachtet, sehe ich das fehlen ganz aktueller dauen nicht als problematisch an:

http://www.lfu.bayern.de/umweltwissen/d ... benzol.pdf

Wenn man jetzt den Straßenverkehr als Benzolquelle ausschaltet, geht die Benzolexposition nicht auf null zurück, also wird es weiterhin durch Benzolexposition verursachte Krebsfälle geben. q.e.d.

Natürlich ist es sinnvoll, die Benzolkonzentration in der Atemluft zu verringern, aber mit der Behauptung, dass eine Maßnahme das Problem löst, begibt man sich unnötig in Rechtfertigungsnöte.

Wieso stellt man sich hin und behauptet ich habe die Lösung mit der das Problem verschwindet, wenn man weiss oder wissen müsste, dass das Problem nicht verschwinden wird? Wieso sagt man nicht, dass die vorgeschlagene Maßnahme das Problem reduzieren würde?

Polemische Vereinfachungen sind bei komplexen Themen in meinen Augen kontraproduktiv.

Gruß Mathie
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