Niedergang der deutschen Autoindustrie

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Re: Niedergang der deutschen Autoindustrie

von Adastramos » 14. Dez 2019, 13:33

... man bräuchte nur grob 7...8-Verdopplungsintervalle, bis man an die vollständige Abdeckung herankäme.

Bei einem Jahr, pro Verdopplung, kämen wir von heute aus betrachtet ins Jahr 2028 (erwartete Marktreife Solid-state) und ...

bei zwei Jahren, kämen wir entsprechend im Jahr 2036 an.

D.h. dass wir davon ausgehen können nach 2030 praktisch vollelektrisch auf den Straße unterwegs zu sein und meine Erwartung ist, dass die Global-Player ein Interesse daran haben werden, einen Großteil davon zu fertigen.
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Re: Niedergang der deutschen Autoindustrie

von OS Electric Drive » 14. Dez 2019, 14:25

George hat geschrieben:Ist echt witzig, gell? Ich schreibe ein Beispiel, wie wenig Menschen in der Lage sind, die Konsequenzen geometrischer Wachstumskurven zu erkennen (mit entsprechender Überraschung wenn’s dann knallt) und die Antwort von Deemer trifft voll ins Schwarze! :D


@George, ich finde es schade dass man über andere Auffassungen gleich so hart urteilt. Ich sage es ungern, aber wir beide wissen es erst in 5 oder 10 Jahren wie sich die Verbreitung dargestellt hat, niemand kann die Zukunft vorhersagen, vielleicht hilft ja eine leichte Kriese um sich neu aufzustellen und zu beschleunigen, vielleicht setzen dann die etablierten noch stärker auf alte Technik.

Ich wünsche mir nichts mehr als dass Du Recht hast, aber Dein Diagramm ist jetzt schon extrem von der Realität abgewichen und wird es noch weiter tun. Wir können an den aktuellen Zuwächsen halt nicht viel erklären.

Bei PV zum Beispiel hat sich das Wachstum auch rapide reduziert und die Verdoppelungen hielten nicht lange an. Bei Wind hat sich das auch nicht verdoppelt jedes Jahr. Bei Industrien mit massivem Rohstoffeinsatz und großen Industrie Anlagen kommen viele Themen eben anders in den Markt. Schau mal welche Technologie heute den PV Markt dominiert! Es sind 6" Mono Zellen. Unsere erste PV Anlage haben wir mit 4" Mono Zellen gemacht, 5" waren dann ganz schnell am Start und die 6" halten sich schon ewig in der Größe. Aber da kam spezielles PV Silizium als der Game Changer, dann kam Poly und Poly PERC und vorallem Dünnschicht. Diese Technologie wurde in den Himmel gelobt. Quasi spielt diese Technologie keine Rolle obwohl sie im PV Markt am Anfang explodiert ist!

Ich persönlich bin der Auffassung dass es am Ende BEVs gibt, wann das aber so sein wird wissen wir beide nicht. Wie schon gesagt, Lars hat für 2017 5% Marktanteil vorhergesagt und jetzt sind wir 2019 bei vielleicht 1,5% ..

Aber am Ende geht es ja nicht darum ob sich BEVs durchsetzen sondern darum ob die etablierten Hersteller den Bach runter gehen. Und das sehe ich aktuell überhaupt nicht.
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Re: Niedergang der deutschen Autoindustrie

von Hendrik » 14. Dez 2019, 14:56

George hat geschrieben:Am Ende kommt es wie es kommt. Wer sich in 10 bis 20 Jahren noch an die Diskussionen erinnern mag, wird sehen, wessen Prognose, Befürchtung oder Hoffnung eingetreten ist. Meiner persönlichen Meinung nach sind die Weichen mit hoher Wahrscheinlichkeit in Richtung Abgrund gestellt.

Mit „es kommt wie es kommt“ tröste ich mich nebenbei gesagt auch über Argumente gegen Elektromobilität hinweg, mit denen ich privat konfrontiert werde. Mein Lieblingsthema neben Lithium, Kobalt, Kinderarbeit, monströser CO2-Rucksack aller Akkus ist dabei „H2 ist viiiieeeel besser“.


Wenn sich aus irgenwelchen Gründen H2 gegen Batterieelektrik durchsetzen sollte, dann wäre das ein Problem für die deutsche Autoindustrie. Darauf wären sie viel schlechter vorbereitet als z.B die japanische und auch koreanische Autoindustrie. Investitionen in Elektrofahrzeuge, Elektroplatformen, Ladestationen, Batteriefabriken und Zellfabriken müssten abgeschrieben werden. Danach sieht es aber nun ganz und gar nicht aus.

Und umgekehrt ist auch klar: Wenn sich Elektromobilität durchsetzen soll, werden die etablierten Hersteller dafür benötigt. Es ist einfacher wenn 10 Hersteller 20 Werke auf Elektromobilität umstellen, als wenn ein neuer Hersteller 200 Werke errichten muss. Außerdem würde bei einem Niedergang der deutschen Autoindustrie auch die politische Unterstützung für Elektromobilität wegfallen oder gar blockiert werden.
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Re: Niedergang der deutschen Autoindustrie

von Deemer » 14. Dez 2019, 15:50

OS Electric Drive hat geschrieben:
@George, ich finde es schade dass man über andere Auffassungen gleich so hart urteilt.


Wenn es das wäre. Die Jungs unterstellen schlichtweg eine andere Meinung und feiern sich einen ab weil ich in irgendwelche Fallen getappt wäre. Das mag aus ihrer Sicht auch so aussehen.

Ist ja jetzt nicht so abwegig und auch nix neues dem EV-Markt ein exponentielles Wachstum zu unterstellen.

Meine Kritik lag halt an dem Modell an sich. Dazu wurde wurde eine Anwendbarkeit behauptet. Es ist ja wohl offensichtlich dass das eben nicht anwendbar ist, zumal wesentliche Faktoren nicht berücksichtigt werden. Da wurde halt irgendwas mit Cut‘n‘Paste eingeworfen was man irgendwo gelesen oder in der Schule gelernt hat. Das bringt hier nun wirklich niemanden weiter.
 
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Re: Niedergang der deutschen Autoindustrie

von Adastramos » 14. Dez 2019, 17:01

@Hendrik: In deinem beschriebenen Beispiel, wäre der "Vorteil" bei H2, dass dennoch Puffer-Batterien (runde 15 kWh) im PKW benötigt werden würden.

Aber abseits vom Markt muss man auch die Investitionen betrachten, die nun in Richtung 0-Emission-Mobility gehen, in welchen Zeithorizonten, in welchen Projekten und in welchem Volumen das Geld eingesetzt wird. Hierbei ist gerade mit VW als Konzern und weltgrößter Fahrzeughersteller sehr bedeutend. Toyota (/Lexus) scheint sich noch nicht so sicher zu sein. Hyundai, Ford, GM spielen in der Hinsicht keine Rolle. Für Mercedes ist die Marschrichtung klar, BMW hat auch keinen nennenswerten FCEV-Projekte am Laufen.
Dann gibts noch Renault-Nissan-Mitsubishi, die sich im Kern an BEVs orientieren, zumindest ist mir nichts anderes bekannt.

Fahrzeugtechnisch haben wir bereits vom Kleinstwagen, bis zur Oberklasse/Luxus und Sportwagen alle Segmente mehr oder weniger gut elektrifiziert, zu mittlerweile annehmbareren Kosten (dass da noch ein großes Potential offen ist, versteht sich von selbst). Bei FCEVs dagegen haben wir bislang gehobene Mittelklasse bis Oberklasse-SUVs, welche in geringen Seriengrößen auf den Markt gebracht werden.
Wenn wir uns nun vorstellen, dass (Stichtag heute), ein Kompakt-PKW mit Brennstoffzelle von der Idee, zur Produktion, auf die Straße soll, würden sicherlich 4...6 Jahre vergehen. In diesem Zeithorizont müsste dann auch die Infrastruktur hochgezogen werden und Großproduktionen für H2 und alle Komponenten bereitgestellt werden.

Die Agenda der bedeutenderen Hersteller fokusiert sich bei in dieser Zeitschine aber auf BEVs, im gleichen Segment.

Weitergesponnen, wenn dann nach den 5 Jahren, wiederum FCEVs geplant werden, stehen die gleichen Punkte wieder am Anfang aber mit dem Nachteil, dass es bei BEVs schon weiter ging.

Ich würde aus meiner heutigen Sicht sagen, dass das Rennen zwischen diesen Feldern gelaufen ist. Vorallem mit der Fokusierung VWs, so viel oder wenig man von diesem Unternehmen halten mag aber "die großen" geben den Ton an. Was noch lang nicht heißt, dass alles eitel-sonnenschein ist aber die Weichen gesetzt werden.
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Re: Niedergang der deutschen Autoindustrie

von Draht » 16. Dez 2019, 08:41

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Re: Niedergang der deutschen Autoindustrie

von OS Electric Drive » 16. Dez 2019, 08:44

Puhhh auch noch ein VW Händler, könnte fast der VW Händler bei uns um die Ecke sein, denn der ist ähnlich unterwegs, aber so aggressiv sicher nicht. Klar, die haben viele Leasing Rückläufer auf dem Hof und Streit mit Kunden... Unser VW Händler hier hat die Bude voll mit alten Kisten.
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Re: Niedergang der deutschen Autoindustrie

von tschaeff » 16. Dez 2019, 11:28

Draht hat geschrieben:Dieses Autohaus hat erkannt wie sie ihre alten Verbrenner am besten los wird.

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Re: Niedergang der deutschen Autoindustrie

von Snuups » 16. Dez 2019, 11:34

tschaeff hat geschrieben:
Draht hat geschrieben:Dieses Autohaus hat erkannt wie sie ihre alten Verbrenner am besten los wird.

Kommentarspalte vollspamen ;)
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Wozu? Das liest eh keiner da es erst gar nicht veröffentlicht wird.
Liebe Grüsse
Snuups

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Re: Niedergang der deutschen Autoindustrie

von TheKnilch » 16. Dez 2019, 11:43

tschaeff hat geschrieben:
Draht hat geschrieben:Dieses Autohaus hat erkannt wie sie ihre alten Verbrenner am besten los wird.

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Mal schauen, ob sie es wagen, mich freizuschalten :shock:

Oh, ist das so?

Dann ist aber Herbert Diess so was von auf dem Holzweg.

Haben sie sich schon überlegt, als VAG Autohaus ihren ‚Sponsor‘ zu wechseln. Vielleicht BMW? Oder Toyota?

Denke mal bei jedem eGolf / eUp müssen ja beim Verkauf die Tränen gekommen sein. So eine Mistgurke verkaufen zu müssen. Oder haben sie sich bisher erfolgreich davor gedrückt ein derartiges Auto an die Frau / den Mann zu bringen.

Und dann jetzt in 2020. Einen ID3. Wie soll das gehen, wo ist da die Motiviation im Endkundengespräch? Müssen sie jetzt jeden Kunden belügen, der sich dafür interessiert. Oder belügen sie jetzt jeden Kunden, der sich dafür interessiert.

Fragen über Fragen….
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