Der Diesel als Staubsauger...

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Re: Der Diesel als Staubsauger...

von past_petrol » 24. Nov 2019, 10:54

Ist geklärt, welche Partikelgrössen hier erfolgreich gefiltert werden, denn wen interessiert denn pm10 oder pm2,5 ? Gefährlich wird es deutlich darunter !!! Was ist mit 0,3er Körnung ???
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Re: Der Diesel als Staubsauger...

von Adastramos » 24. Nov 2019, 11:21

Ich finde es immer wichtig, Dinge zu verstehen und zu begreifen was die Ursachen bestimmter Umstände sind. Darum hoffe ich darauf, dass wir hier Emotionen beiseite lassen und uns (wie wir's lernten) auf die Physik und Technik fokusieren können. Das Verbrennungsmotore nie "sauber" sein können, ist glaube ich jedem klar, aber wir sollten auch zwischen Ursache und Wirkung unterscheiden.

Gerade schaute ich auf wiki nach, um ein grobes Bild der Filterleistung und Funktion zu bekommen, ich nehme mal auszugsweise einpaar Passagen hier herein:

Aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dieselru% ... ikelfilter

Reinigungsfunktion des Rußpartikelfilters:
Bei den wanddurchfluteten Dieselrußpartikelfiltern muss der gesammelte Ruß regelmäßig (etwa alle 500 bis 1000 km) verbrannt werden. Zurück bleibt ein geringer Anteil an unbrennbarer Asche. Diese summiert sich auf, so dass der Filter eines Tages ganz voll ist (die Grenze lag 2015 etwa bei 200.000 km). Da der Ruß nur bei höheren Temperaturen um 500 °Celsius verbrennt und das Abgas des Dieselmotors recht kalt ist, kann ein Filter auch durch Ruß verstopfen. Beide Verstopfungsarten (Ruß oder Asche) haben also unterschiedliche Gründe. Der Vorgang der Regeneration (der Rußabbrand) findet bei mittelhohen Temperaturen statt, bei denen auch chemische Umwandlungen stattfinden. Die meisten DPF sind katalytisch beschichtet, was derartige chemische Reaktionen noch unterstützt. Das kann dann zu anderen giftigen Stoffen führen, welche mit dem Abgas in die Umwelt gelangen.

Anteil am Feinstaub:
Der ausgestoßene Ruß von Dieselmotoren und direkteinspritzenden Ottomotoren ist nur ein kleiner Teil der gemessenen und diskutierten Feinstaubbelastung, da auch Stäube aus natürlichen und industriellen Quellen erfasst werden. Daneben erzeugen Gebäudeheizungen mit Festbrennstoffen rußhaltigen Feinstaub.

Entstehung des Rußes:
Partikel im Dieselabgas bestehen hauptsächlich aus Ruß und unverbrannten Kohlenwasserstoffen. [...] Der Höchstwert der Verteilung tritt im Bereich von etwa 50–100 nm auf (abhängig vom verwendeten Motor). Abweichungen von der Normalverteilung im Bereich der kleineren Modi (kleiner als 20 nm) sind meist durch die Probenahme zur Erfassung der PGV entstanden und stellen sogenannte Artefakte dar. Diese Modi können zum Beispiel auf die Rekondensation von flüchtigen Kohlenwasserstoffen (Tröpfchenbildung, Nukleation) zurückgeführt werden, die dann im Partikelspektrum erscheinen und zu Fehlinterpretationen führen können. [...]
Bild

Funktionsweise des Wandstromfilters:
Bei einem Wandstromfilter [...] wird das mit den Rußpartikeln versetzte Abgas bei der Durchdringung einer porösen Filterwand gefiltert.

Die Partikel bleiben dabei bei Oberflächenfiltern hauptsächlich an der Oberfläche der Filterwand hängen oder verbleiben mittels Tiefenfiltration im Inneren der Filterwand. Größere Partikel können die Filterwand nicht passieren und lagern sich so auf ihrer Oberfläche an. Auf diese Weise können sich bis zum Zeitpunkt der Regeneration bis zu 200 µm dicke Schichten an der Kanaloberfläche bilden. [...]
[...]
Durch die Ablagerung der Partikel an der Oberfläche bzw. im Inneren der Filterwand steigt der durch den Abgasvolumenstrom erzeugte Differenzdruck über den Filter an. Bei Erreichen eines Schwellwertes – wenn also eine bestimmte Rußmasse eingelagert ist – wird die Regeneration des Filters eingeleitet.

Übliche Filter weisen im Substrat eine Porengröße von 10 µm auf. Damit sind die Poren zwar deutlich größer als das zu filtrierende Partikelspektrum, die Partikel lagern sich jedoch bei Durchtritt an die poröse Wand an, wodurch ein Oberflächenfiltrat entsteht, an dem sich in der weiteren Folge der sogenannte Filterkuchen aus weiteren abgeschiedenen Partikeln bildet.

Die Wirkungsgrade, bezogen auf die Partikelmasse und Anzahlverteilung, liegen damit auch bei ultrafeinen Nanopartikeln mit Partikelgrößen von mehr als 20 nm im Bereich von 90 bis zu 99,9 %.

Alle für die Feinstaubdiskussion relevanten Bereiche wie PM10, PM2,5, PM1 und PM0,1 (siehe Feinstaub) werden mit einem Wandstromfilter wirkungsvoll reduziert.
Auf die bestmögliche Zukunft!

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Re: Der Diesel als Staubsauger...

von Dazzler » 24. Nov 2019, 12:15

Du bringst ein sehr langes Zitat aus Wikipedia, lässt aber leider Wichtiges weg. Siehe Abschnitt Kritik des zitierten Eintrages un auch Umweltaspekte der Filter. Wenn du dich um gute Argumente bemühen willst, sollte das auch dazugehören. Wer will schon den Teufel mit dem Beelzebub austreiben :|
P85+ sig., 2013, > 400.000 tkm

Euch allen kWh im Überfluss!
Gruß Dazzler
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Re: Der Diesel als Staubsauger...

von wl01 » 24. Nov 2019, 12:30

https://www.krone.at/1849980
Die höchste Feinstaubbelastung ist eben in den eigenen vier Wänden (nach manchen Quellen oft das 20fache gegenüber draußen).
Beispielsweise: Drucker oder Kopierer, das Anzünden von Kerzen, Duftstäbchen, Verdampfen von ätherische Öle, kochen, heizen, vor allem rauchen...
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Re: Der Diesel als Staubsauger...

von Adastramos » 24. Nov 2019, 13:39

@Dazzler: wenn es was zu verbessern gibt, bitte machen - ich erhebe keine Vollständigkeit und Fehler passieren. Wichtig ist mir nur dabei, dass wir zum Kern der Sache kommen.

Auch mein "Ziel" ist es, unmissverständlich klar machen zu können, wo etwas seine Grenze hat aber ich will vorsichtig sein, damit "das Kind nicht mit dem Bade ausgeschüttet wird". eMobilität wird sich durchsetzen, zum großen Glück, wenn aber schon heute etwas das Leben leichter machen kann, sollte man es nicht verteufeln.

Die Kernpunkte, die mir im Kopf herumschwirren wären:

- Verhältnis zwischen den im Motor erzeugten Feinpartikeln und den Natürlichen
- Wirksamkeit der Technik
- Grenzen der Technik
Auf die bestmögliche Zukunft!

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