Photovoltaikanlage und Finanzamt (DEUTSCHLAND)

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Re: Photovoltaikanlage und Finanzamt (DEUTSCHLAND)

von goetzingert » 15. Okt 2019, 20:42

Ganz einfach in deiner Einkommensteuer weist du den Gewinn oder Verlust deiner Anlage als Einkunft aus Gewerbebetrieb aus. Ist ziemlich simpel.
 
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Re: Photovoltaikanlage und Finanzamt (DEUTSCHLAND)

von xDerHund » 15. Okt 2019, 20:46

"Zusätzlich zur Anlage G ist eine Einnahmenüberschussrechnung auf dem
amtlich vorgeschriebenen Vordruck (Anlage EÜR) elektronisch zu
übermitteln." (Seite 27, Hilfe für den Betrieb von Photovoltaikanlagen, Finanzamt Bayern)

Wie ich das jetzt verstehe, kann ich nicht einfach den Gewinn oder Verlust in meiner Einkommensteuer angeben, sondern muss eine Einnahmenüberschussrechnung übermitteln
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Re: Photovoltaikanlage und Finanzamt (DEUTSCHLAND)

von xDerHund » 15. Okt 2019, 20:58

xDerHund hat geschrieben:
Guillaume hat geschrieben:
[...] kein Gewerbe anmelden, bekam aber eine eigene Steuernummer für die PV-Anlage (nach der Abgabe des Fragebogens).

Danach musst Du monatliche Umsatzsteuervoranmeldungen machen.



Und über die Umsatzsteuervoranmeldung hole ich mir also die Vorsteuer, aus dem Kauf der PV-Anlage zurück. Jene muss ich in den ersten beiden Kalenderjahren jeden Monat abgeben, danach hängt es davon ab, wie viel Umsatzsteuer ich voraussichtlich zahlen werden.

Soweit verstanden. Auch das mit der Umsatzsteuer auf den eigenverbrauchten Strom und die Einnahme aus dem Verkauf des Stroms ist logisch.

Wie läuft es im Detail mit der Einkommensteuer ab?
Also wie funktioniert das mit der Einahmenüberschussrechnung?


Langsam wird es klar... die PDF vom Finanzamt Bayern ist es gut.

Hab jetzt viel mehr verstanden.

Muss ich denn Konsequenzen tragen, wenn ich Gewinn mache? Ja, oder? Ich muss die Einkommenssteuer zahlen?
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Re: Photovoltaikanlage und Finanzamt (DEUTSCHLAND)

von goetzingert » 15. Okt 2019, 20:58

Ja klar aber die machst ja eh um Den Gewinn zu ermitteln. Anstatt auf Papier oder Excel gleich im Vordruck oder ich benutze WISO für meine 3 Anlagen. Soll keine Werbung sein
 
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Re: Photovoltaikanlage und Finanzamt (DEUTSCHLAND)

von RibbertD » 15. Okt 2019, 21:04

Eine Photovoltaikanlage mit Speicher dürfte per Saldo keinen Gewinn erzielen, somit handelt es sich um Liebhaberei und ist steuerlich unbeachtlich. Das Finanzamt könnte auf einer Gewinnermittlung bestehen.

Umsatzsteuerlich gibt es keine Liebhaberei, wenn Du mehr als 10% einspeist, kannst Du die Anlage ustlich mit Vorsteuer und MWSt behandeln, nach 5 Jahren würde ich dann auf Kleinunternehmerregelung gehen, dh keine ustlichen Folgen mehr. Mit Beginn der Maßnahme sind monatliche USt-Erklärungen abzugeben, wird dann uU in Folgejahren auf jährliche Abgabe umgestellt.

Eine Anmeldung als Gewerbebetrieb halte ich für entbehrlich, da Du Deine Leistung nur einem Anbieter anbietest und somit keine Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr vorliegt.

Ansonsten im ersten Jahr auf jeden Fall zum Steuerberater, der Eigenverbrauch ist ustlich tricky zu ermitteln
Zuletzt geändert von RibbertD am 15. Okt 2019, 21:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Photovoltaikanlage und Finanzamt (DEUTSCHLAND)

von goetzingert » 15. Okt 2019, 21:08

Meine Anlage mit Speicher wirft Gewinn ab. 10kw Peak, 10 kWh Speicher.
Da gerade im Sommer der Speicher fast nie leer wird und schon nach 2 h morgens voll ist, geht die meiste Energie doch an den Versorger raus und die monatliche einspeisevergütung ist gar nicht so gering

Aber gerade wenn sie Verlust macht würde ich den solange Ausweisen bis das Finanzamt das ganze als Liebhaberei definiert. Die 7 Jahre kannst ein paar Euro Steuern sparen.
 
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Re: Photovoltaikanlage und Finanzamt (DEUTSCHLAND)

von RibbertD » 15. Okt 2019, 21:17

goetzingert hat geschrieben:Meine Anlage mit Speicher wirft Gewinn ab. 10kw Peak, 10 kWh Speicher.
Da gerade im Sommer der Speicher fast nie leer wird und schon nach 2 h morgens voll ist, geht die meiste Energie doch an den Versorger raus und die monatliche einspeisevergütung ist gar nicht so gering

Aber gerade wenn sie Verlust macht würde ich den solange Ausweisen bis das Finanzamt das ganze als Liebhaberei definiert. Die 7 Jahre kannst ein paar Euro Steuern sparen.


In der Regel werden dann die Veranlagungen nach §165 AO vorläufig gestellt und wenn dann nach 6-7 Jahren doch Liebhaberei angenommen wird, wird es teuer, da die Nachzahlung mit 6% netto! verzinst wird. Will aber nicht ausschließen, dass ein Gewinn entsteht, wenn der Speicher extrem günstig war und Installation/Abnahme usw. evtl. als Eigenleistung/Nachbarschaftshilfe lief.
Kenne nur Berechnungen mit der Annahme jährlicher erheblicher Stromkostensteigerung, leider nur Prognose, logisch.
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Re: Photovoltaikanlage und Finanzamt (DEUTSCHLAND)

von OS-Electric-Drive » 15. Okt 2019, 22:01

Dazu soll es schon recht gute Steuerprogramme geben. Hier kannst Du dich an dem Leitfaden recht gut entlang hangeln

https://www.finanzamt.bayern.de/Informa ... n_2018.pdf
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