Effizienz im täglichen Leben

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Re: Effizienz im täglichen Leben

von OS-Electric-Drive » 20. Okt 2019, 07:38

Es geht auch nicht darum dass man es einfach tauscht, aber wenn man es macht sollte man es doch um so mehr nach Effizienz Kriterien machen weil man es eben nicht mehr so einfach anfassen kann.

Weiter oben habt z.B. jemand geschrieben dass er lieber mit Strom die Wärmeverluste der Zirkulation zuführt als Wasser zu verschwenden. So sehe ich das eigentlich auch. Jetzt ist mir aber gestern beim Zähneputzen eingefallen dass zur Herstellung von Strom auch Wasser benötigt werden muss, wieviel weiß ich nicht , es zeigt nur wie spannend die einzelnen Prozesse sind und vieles vielleicht doch anders ist als man denkt.

Dazu habe ich diese Quelle gefunden. Ob das stimmt oder Sinn macht kann ich nicht sagen.

Wenn man also vom Anteil EEs mit 45% im Stromnetz ausgeht so kommen demnach noch immer rund 1,5l /kWh zusammen. Jetzt ist das bestimmt kein Trinkwasser was hier verbraucht wird aber auf jeden Fall auch nicht zu verachten.

https://www.energieverbraucher.de/de/site__894/
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Re: Effizienz im täglichen Leben

von M3-75 » 20. Okt 2019, 09:10

(Bei der Trinkwasserherstellung wird allerdings auch Strom verbraucht, es ist aber relativ wenig.)

1.5l/kWh - Das ist schon heftig viel, ähnliches hatte ich ja auch schon mal für Erdöl recherchiert - wieviel Wasser zum Beispiel die OPEC pro Liter Benzin verpresst, je nach Quelle tankt man mit 50l Benzin auch gleich noch 25l Wasser mit.

Ersteres wird bei der Stromerzeugung häufig verdampft und trägt so zur Klimaveränderung bei, letzteres verschwindet auf lange Zeit aus dem biologischen Kreislauf.

Beides fatal.
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Re: Effizienz im täglichen Leben

von douglasflyer » 20. Okt 2019, 09:33

OS Electric Drive hat geschrieben:Man kann Fleisch lokal und aus Argentinien vergleichen.


Hast Du das schon verglichen? Ich habe dazu folgendes gefunden:

BR1 hat geschrieben:Rindfleisch aus Argentinien gilt als Leckerbissen. Allerdings liegt Argentinien auf der anderen Seite der Welt, und in Bayern gibt's auch Kühe. Der BAYERN 1 Umweltkommissar will wissen, welches Steak die bessere Ökobilanz hat.


Dazu grundsätzlich:

BR1 hat geschrieben:Um es mal gleich vorwegzunehmen: Wird Fleisch industriell produziert, fällt die Klimabilanz nicht besonders gut aus. Im Gegenteil: Das liegt einerseits am weltweit steigenden Fleischkonsum, andererseits an der Massenproduktion, die dieser Nachfrage gerecht werden möchte.


...und als Fazit:

BR1 hat geschrieben:Auch weil die Rinderzucht in Deutschland fast ausschließlich "intensiv" stattfindet, also als Stallhaltung mit Kraftfutter. Das Futter wird größtenteils aus Brasilien oder Argentinien importiert. Es gibt aber global erzeugtes Rindfleisch, das "extensiv" erzeugt wird, also auf großen Weideflächen wie in Argentinien, Neuseeland oder Irland. Das Fleisch von Rindern, die auf argentinischem Weideland rumtrampeln, kann also durchaus eine bessere Ökobilanz haben als Rindfleisch von einem deutschen Hof, wo die Tiere im Stall stehen und mit Kraftfutter aus Übersee gemästet werden.


So einfach ist es nicht, wenn man Fleisch essen will und an "Effizienz im täglichen Leben" denken will.

BR1: https://www.br.de/radio/bayern1/inhalt/ ... z-100.html
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Re: Effizienz im täglichen Leben

von OS-Electric-Drive » 20. Okt 2019, 09:40

Danke für die Informationen. Es ist also wirklich schwerer als erwartet ... Wie aber kommen wir nun von dem CO2 runter?

Gestern war ich mit meiner Tochter im Hallenbad, und da habe ich mich nun auch gefragt wie diese Energie auf die Pro Kopf Emissionen verteilt werden, ob man wirklich einen 33° Außenbereich braucht etc... Das ist echt schon krankhaft :)
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Re: Effizienz im täglichen Leben

von douglasflyer » 20. Okt 2019, 10:28

OS Electric Drive hat geschrieben:Danke für die Informationen. Es ist also wirklich schwerer als erwartet ... Wie aber kommen wir nun von dem CO2 runter?


Hab' mir gerade mit dem Fahrrad Zopf und Sonntagszeitung vom Bäcker geholt - in der Zeitung ein interessanter Artikel, allerdings online hinter einer PayWall. Zusammengefasst:

Titel: Credit Suisse finanziert Händler, die von Amazonas-Bränden profitieren

Die CS (Credit Suisse) vergab Kredite an Agrarhändler, welche nachweislich von Amazonas-Bränden profitieren. Die weltgrössten Agrarhändler erhielten zwischen 2013 und 2018:
Cargill: Kredite von 274 Mio Dollar
Bunge: 60 Mio Dollar
Louis Dreyfus: 67 Mio Dollar und neue Anleihen/Aktien von 278 Mai Dollar
Archer Daniels Midland: 166 Mio Dollar
und eine Beteiligung von 1,4 % am Schlachthausbetreiber und grössten Fleischexporteur aus Südamerika Minerva.
Wie Satellitenaufnahmen belegten, dass in der Nähe von Soja-Feldern illegal Regenwald abgebrannt wird. Die vier Agrarhändler beziehen von dort Getreide (Futtermittel) und verkaufen es über Handelsplattformen in Genf."

Besonders abstrus ist, dass die CS am 7. Oktober als Hauptsponsor des Filmfestivals Zürich auftrat, wo zur Eröffnung der Film "Bruno Manier - die Stimme des Regenwaldes" gezeigt wurde. Kaderangehörige der CS klatschten eifrig mit, als die Co-Direktorin Nadja Schildknecht den Kampf der Schweizer Umweltaktivisten gegen die Abholzung des Regenwaldes auf Borneo würdigte und auf die Wichtigkeit des Regenwaldes für die Erde hinwies. Dass Nadja Schildknecht die Partnerin von Urs Rohner, dem Verwaltungsratspräsidenten der CS, ist, sei auch noch erwähnt.

Zur Frage, ob angesichts dieser Hintergründe eine Beteiligung am Zürcher Filmfestival, welches sich dieses Jahr dem Klimaschutz widmete, nicht scheinheilig sei, hätte sich die Bank folgendermassen geäussert: "Dazu äussern wir uns nicht."

Das ist Effizienz! :evil:
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Re: Effizienz im täglichen Leben

von tornado7 » 20. Okt 2019, 23:55

Woah, dreist! Ein Grund mehr diesem Saftladen fernzubleiben.

Spannend finde ich auch: "Die UBS und die Zürcher Kantonalbank sind auch involviert, aber gemäss Amazon Watch mit tieferen Beträgen [...]" und "Das grosse Engagement der Credit Suisse erstaunt, denn ihre internen Richtlinien besagen, dass «grundsätzlich keine in den primären Tropenwäldern tätigen Forst- oder Agrarunternehmen finanziert oder beraten werden»."



Um nochmal auf den Wasserverbrauch im Haushalt zurückzukommen; ich bin mir sehr wohl bewusst, dass der direkte Wasserverbrauch mit rund 150 Litern pro Kopf und Tag von den 3500 Litern an virtuellem Wasser in den Schatten gestellt wird. Beides ist nicht grundsätzlich schlecht, solange das Wasser mit vertretbarem Energieaufwand gereinigt und dem Kreislauf wieder zugeführt werden kann (0.35 kWh pro 1000 Liter Abwasser gemäss EAWAG) und solange keine globale Umverteilung mit zusätzlicher Verschärfung der Problematik in Trockengebieten stattfindet.

Aber mal ganz direkt aus dem Alltag: Wir wohnen seit einem Jahr im sanierten Haus, das früher meinen Grosseltern gehört hat. Gemäss Rechnung der Stadt verbrauchen wir pro Jahr etwa 150 m3 Wasser (Familienhaushalt). Da bin ich ehrlichgesagt schon einwenig erschrocken und hab mal zu zählen begonnen (Liter pro Kopf und Tag):

21 Klospülung (3*3 Liter, 2*6 Liter)
10 Kochen, Trinken, Spültröge
3 Geschirrspüler (10 Liter pro Spülgang)
15 Waschmaschine (50 Liter pro Waschgang *)
50 Duschen (5 Liter pro Minute)
6 Baden (10x 200 Liter pro Jahr)
10 Garten (wir verbrauchen fast nur Regenwasser)
= 115 Liter, was hab ich vergessen?

Der freundliche Mitarbeiter der Stadt meinte, das sei normal und sogar unterdurchschnittlich. Es seien halt viele Verbraucher, die man gar nicht aktiv wahrnehme.

Was verbraucht ihr so bzw. was sind eure Strategien?

* Miele 12 jährig, auch die neuesten Modelle brauchen nicht weniger :roll:
"The electric light did not come from continous improvement of candles." (Oren Harari)

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CO2-Emissionen mal ganz ehrlich: www.mythbuster.ch (runterscrollen ;-) )
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Re: Effizienz im täglichen Leben

von M3-75 » 21. Okt 2019, 07:56

70qm Frischwasser und 30qm aus der Zisterne (2erw. 2kinder), vermutlich sind wir dreckige Primaten ;-)

Waschmaschine, Pool, Garten und Spülung laufen über Zisterne (die allerdings 30% zumischt).

Von Mai bis September ist der Pool durch die Sonne warm so dass auf Vollbäder verzichtet werden kann.

Der Garten wird nur im Extremfall gewässert, sonst nur die Topfpflanzen (gelegentlich auch Mal mit Wasser aus dem Kocher oder der Salatschleuder).

Der Geschirrspüler läuft täglich und verursacht Mal locker 20% unseres Stromverbrauchs und verstopft regelmäßig das Abflussrohr ohne dass wir uns da besonders dumm anstellen :-(
Zuletzt geändert von M3-75 am 21. Okt 2019, 08:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Effizienz im täglichen Leben

von OS-Electric-Drive » 21. Okt 2019, 08:01

Wir haben 82m3 Frischwasser und eine 9m3 Zisterne. Die braucht aber ordentlich Strom bin da gerade dabei zu Messen.
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Re: Effizienz im täglichen Leben

von jonn68 » 21. Okt 2019, 09:40

Effizienz im täglichen Leben heißt auch erst einmal schauen, gibt es das zu Kaufende auch gebraucht, und das ist das Internet ein gute Quelle. Damit spart man massiv Ressourcen, ich mache das schon lange(jetzt kommt Gleichnisse Kommentare die Schwaben halt)
Nur ein Beispiel:
Die Tochter brauchte einen neuen Schrank, im Netz gesucht, aber nur nach hochwertigen Schränken gesucht. Nach ein paar Tagen haben wir einen Schrank gefunden, der eine Sonderanfertigung war, relativ groß, 3 Jahre alt.
Die alte Besitzern zog um, konnte ihn nicht mehr mitnehmen, er wäre entsorgt worden, meine Tochter ist super glücklich, ein wie neu aussehender Schrank in bester Qualität :-)

Es muß nicht immer neu sein, oft sind gebrauchte Geräte noch von einer besseren Qualität als die neuen Konstruktionen.

Zu den Zisternen, ich verstehe immer noch nicht warum, diese bei Neubauten nicht Pflicht sind, denn die WCs kann man damit immer versorgen, wir waschen unsere Wäsche auch mit Zisternenwasser.
Model S 90D, schwarz, CT reserviert
 
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Re: Effizienz im täglichen Leben

von FFF » 21. Okt 2019, 09:51

jonn68 hat geschrieben:Zu den Zisternen, ich verstehe immer noch nicht warum, diese bei Neubauten nicht Pflicht sind, denn die WCs kann man damit immer versorgen, wir waschen unsere Wäsche auch mit Zisternenwasser.
Wie immer, es kommt halt drauf an. Bei uns gab es vor rd. 10 Jahren eine fette Überschwemmung. Ne Menge Keller voll - und warum? Weil die Kanalisation es nicht gepackt hat. ABER es lag nicht daran, daß der Kanal nicht groß genug war, sondern daran, daß so viel "Dreck" sich abgelagert hat, daß der Querschnitt nicht mehr reichte. Warum blieb so viel Dreck liegen? Weil die Leute brav Wasser sparen... Seitdem hat ein Kanalreinigungsunternehmen eine Lebensstellung, fährt im Kreis durch's Stadtgebiete und spült die Kanäle. Ob sie dazu "Brauchwasser" verwenden, weiß ich nicht, habe aber so meine Zweifel.
Und ein paar KM weiter läuft durch den Fluß jahraus, jahrein, viel Wasser Richtung Meer. Momentan gerade mit 50m³ - pro Sekunde, 24h/Tag.
Wenn wir effizient leben sollen, wäre als erstes nötig, anzuerkennen, daß ein einfaches Schlagwort, eine scheinbar einleuchtende Regel, die Realität mitnichten korrekt abbildet. Hirn aufdrehen gehört einfach dazu.
LG
Karl
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