Effizienz im täglichen Leben

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Effizienz spielt bei mir ...

die erste Geige
14
18%
ist mir nur beim E-Auto wichtig
4
5%
eine wichtige Rolle
52
67%
eine untergeordnete
3
4%
Ist grundsätzlich nicht entscheidend für meine Kaufentscheidung.
5
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Abstimmungen insgesamt : 78

Re: Effizienz im täglichen Leben

von tornado7 » 15. Okt 2019, 06:20

grizzzly hat geschrieben:Sowas wie die „julia“ such ich seit Jahren. [...] Da wir grad planen unser Bad zu modernisieren kommt die Info goldrichtig und just in time. Danke!

"Joulia", von der phsikalischen Einheit " Joule.
douglasflyer hat geschrieben:Vielen Dank für den Hinweis - wir sind grad daran, das Erdgeschoss zu renovieren - jetzt gibt's ein replanning!

Toll, es freut mich, dass ich diese Idee in eure beiden Renovationen einbringen konnte. Fragt hier, in einem neuen im Thread oder via PN ungeniert nach Details. Aufpassen: Das Ding *ist* der Siphon, da brauchts nichts mehr unten dran.
OS Electric Drive hat geschrieben:Hier sollte man aber aufpassen dass man nicht über Zirkulation oder langes Wasser laufen lassen zu viel Energie und Wasser verschwendet.

Wir lassen unsere Zirkulation (ca.20m) zeitgesteuert laufen, da die integrierte Sensorik nichts taugt: 5-7, 11-13, 18-20 Uhr. Da können, auch bei gut isolierten Leitungen, tatsächlich ordentliche Verluste anfallen. Irgendwie sind mir durch Erneuerbare gedeckte energetische Verluste aber dennoch lieber, als jedes Mal 10 Liter Trinkwasser zu verschwenden.
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Re: Effizienz im täglichen Leben

von OS Electric Drive » 15. Okt 2019, 07:38

tornado7 hat geschrieben:Wir lassen unsere Zirkulation (ca.20m) zeitgesteuert laufen, da die integrierte Sensorik nichts taugt: 5-7, 11-13, 18-20 Uhr. Da können, auch bei gut isolierten Leitungen, tatsächlich ordentliche Verluste anfallen. Irgendwie sind mir durch Erneuerbare gedeckte energetische Verluste aber dennoch lieber, als jedes Mal 10 Liter Trinkwasser zu verschwenden.


Telll me about it... Diese Logik versteht wer will. Ich habe eine Zeitschaltuhr und einen Bedarfstaster installiert mit einer starken Pumpe. Wobei man aber bei der Zirkulation sagen muss, dass in der Heizperiode es keine Verluste gibt, da das Haus damit ja erwärmt wird. Bei uns ist der Fernseher fester Bestandteil der Heizung :lol: :lol: :lol:
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Re: Effizienz im täglichen Leben

von OS Electric Drive » 15. Okt 2019, 07:55

Ich bin komplett geflasht wie viele Gedanken sich auch andere über das Thema machen. In meinem Umfeld juckt das kaum jemand. Ich habe nur einen Kumpel mit dem komme ich dann in die Ebene ob das Trockenen der Wäsche im Winter in einem beheizten Raum denn besser sei als in einem Trockner, da ja das Verdunsten des Wassers immer die gleiche Menge an Energie benötigt... Wir konnten das nicht lösen weil wir dann noch ein Bier bestellt haben...
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Re: Effizienz im täglichen Leben

von Oli_gibt_Gas » 15. Okt 2019, 08:11

Effizienz war mir in allen Lebensbereichen schon immer wichtig... ist aber nicht immer komplett entscheidend.

Hier wurde z.B. von LED gesprochen.... klar die sind effizienter als viele andere Leuchten, Anfangs jedoch verbreiteten sie so ein hässliches Licht, dass die sofort wieder aussortiert wurden im Wohnzimmer und nur noch verbaut wurden, wo das Ambiente egal war...

Oder V8 Ram und Gasanlage... will man Gas effizient nutzen, muss man ein auf Erdgas eingestelltes Erdgasauto fahren, das läuft dann aber auf Benzin schlecht und Nachrüstung mit Erdgas ist unpraktikabel, da das Tankvolumen dann zu klein ist... mein erstes Gas-SUV (ich brauche SUV für die Arbeit da ich ins Gelände muss) war ein Touareg, da das damals das einzige SUV war, das man auf Gas umrüsten konnte und noch einen praktikablen Kofferraum hatte und wo die Garantie auf den Motor nicht erlosch... dort arbeitete die Gasanlage jedoch so ineffizient, dass der Touareg mit seinen 200 PS einen gleich hohen Gasverbrauch hatte, wie der Ram mit seinen 400 PS... :roll: und das Drehmoment im Touareg war einfach nicht praktikabel für schweres ziehen...

Effizienz in meinem Büro ist natürlich ganz wichtig... auch ein Grund, warum ich kein Erdgasauto fahren würde, da es nicht effizient wäre, wenn ich ständig für das Tanken Umwege in Kauf nehmen muss und größeren Zeitverlust habe!

Also Effizeinz ist mir wichtig, aber es muss auch passen.
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Beide Fahrzeuge machen Spaß, aber tanken nervt, laden macht spaß...
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Re: Effizienz im täglichen Leben

von WhiteTie » 15. Okt 2019, 09:10

Bei uns ist es ein Prozess.

Angefangen von einem i3 zum Tesla zur PV-Anlage mit App-Steuerung. Die führt dazu, dass wir aufgrund des erheblichen Unterschieds zwischen Einspeisevergütung und kalkulatorisch gespartem Aufwand bei Netzbezug...
- Geräte wann möglich tagsüber laufen lassen
- die Autos tagsüber laden

Die Möglichkeit der Real-Time Überwachung des Stromverbrauchs führt zu einem deutlich veränderten Verhalten (letzten paar Minuten für die Fertigpizza den Ofen schon mal aus, Herdplatten bewusster einsetzen, etc. - LED haben wir, schon aus Designgründen, eh überall im Haus).

Das augenöffnende dieses Prozesses ist, zu sehen, wieviel man nicht versteht bzw. nicht verstanden oder gekannt hat.
- Die Joulia finde ich faszinierend, jetzt haben wir dummerweise vor einem Jahr das Bad neu gemacht, wenn ich das damals gesehen hätte, wäre die installiert worden.
- Als wir die PV-Anlage geplant haben (4,95kWp, zu klein für unseren Bedarf, Dach ist aber nicht größer), war mir (fälschlicherweise?) eigentlich klar, dass ein Speicher keinen Sinn macht. Dabei bin ich aber von einem viel zu großen Speicher ausgegangen. Mittlerweile würde ich vermuten, dass wir unseren Eigenverbrauch signifikant erhöhen würden mit einem Speicher in der Größenordnung von 1-2kWh, einfach weil die Belastungsspitzen und Produktionstäler kurzfristig ausgeglichen würden.

Uns geht es nur zweitrangig um Kosteneffizienz. Wir können es uns leisten, einen Beitrag zu leisten und ich finde es intellektuell faszinierend sich damit auseinander zu setzen. In unserer Wohnsituation (Reiheneckhaus, Teil einer WEG) sind dem ganzen allerdings Grenzen gesetzt. Und nicht zuletzt sind allem auch Grenzen gesetzt bei der zeitlichen Beschäftigung mit dem Thema. Ich bin nicht hauptberuflich Energiesparer, ich kann bei einer Badplanung nicht besser Bescheid wissen als der Installateur. Ich kann bei einer PV-Anlage nicht besser Bescheid wissen als der Solarteur. Es ist interessant, darüber nachzudenken, ob Amazon effizienter ist als selber einkaufen. Aber irgendwann ist halt der Klick jedenfalls effizienter was meine Zeit angeht.

Daher ersetzt noch so viel Beschäftigung mit Effizienz im eigenen Leben nicht, dass die Politik Rahmenbedingungen setzen muss, die "richtiges" Verhalten erleichtern. Deswegen gehe ich mittlerweile gelegentlich Freitags auf die Straße.
 
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Re: Effizienz im täglichen Leben

von stekueh » 15. Okt 2019, 09:21

Effizienz ist bei mir zweitrangig. Priorität hat Nachhaltigkeit. Aber vermutlich ist hier beides gemeint.

Beim Haus ist es eindeutig. 24cm Dachisolierung, 3-fach-Verglasung (damals (2007) noch mit erheblichem Aufpreis), 8 kWp PV, Kachelofen (5-7 Ster/Jahr), Waschmaschine mit WW Anschluss, LED only, 8 cbm Regenwasserzisterne (für Toilettenspülung), 10 qm Solarthermie mit Heizungsunterstützung

Regenwasserzisterne würde ich im Nachhinein wohl nicht mehr bauen
  • ich denke der Aufwand für Zisterne, Hauswasserwerk, Verrohrung etc. ist höher als der Nutzen/die Einsparung
  • wobei es schon ein gutes Gefühl ist, mit Regenwasser zu spülen
Solarthermie mit Sicherheit nicht mehr
  • von November bis Februar wird praktisch kein Ertrag erzielt
  • im Hochsommer läuft die Anlage weniger als 1h/Tag und kocht dann in der Sonne vor sich hin
  • lediglich in der Übergangszeit läuft das System effektiv
  • im Nachhinein würde ich mehr PV machen in Kombination mit einer Wärmepumpe

Bei der Mobilität noch eindeutiger. Kurzstrecken (bis 1km) zu Fuß, Mittelstrecken (bis 8km) mit dem E-Bike, alles andere mit dem BEV. Bahn und Flugzeug sind mir aktuell zu ineffizient (mein Aktionsradius beschränkt sich vermutlich auch die nächsten Jahre auf 1.000 km).

Bei der Nahrung zählt für mich nur Qualität.

Beim Konsum bin ich nicht ganz so nachhaltig. Materiell schon (Kleidung, Gebrauchsartikel etc.), aber ich gehe oft in die Sauna, Schwimmen, dusche gerne heiß etc.

Bei den Finanzen lege ich großen Wert auf Nachhaltigkeit. Das meiste Geld steckt in Bürger-PV- und Windkraftanlagen. Dann noch Aktien von führenden BEV-Herstellern (genau gesagt, eine Firma aus den USA)

seit 08/2018: MS85 (CPO aus NL, BJ 2013), Metallic Grau, Pano, Doppellader, Ultra HiFi, 2019.24.4
TCO:

2001-2011 Golf Diesel 205tkm@0,21€/km
2014-2018 Leaf Visia 92tkm@0,20€/km
2004-2020* Touran Diesel 215tkm@0,34€/km*
2018-2033* MS85 290tkm@0,25€/km*
*Prognose

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Re: Effizienz im täglichen Leben

von M3-75 » 15. Okt 2019, 17:54

Bezüglich Wärmepumpe vs. Heizstab:
Bei der Waschmaschine habe ich die Wahl: Entweder kaltes Wasser aus der Zisterne oder warmes Wasser von der Wärmepumpe, das eine spart Resourcen (das ziehe ich hier vor), das andere Energie, die Spülmaschine läuft nun versuchsweise mit Warmwasser.
Wenn ich Essen (z.B. aus dem Kühlschrank) erwärme oder etwas brate habe ich keine Wahl, bin aber froh dies mit Strom zu tun und nicht mit Gas, denn (wie bei jeder Verbrennung mit Luft) entsteht eine nicht unerhebliche Menge an Stickoxiden, welche z.B. in Stuttgart-City einen erheblichen Beitrag darstellen (man errechne mal die Menge und staune...).
Neue Geräte werden auch nach Energieverbrauch ausgewählt (z.B. TK, Kühlschrank, dauert nur ein paar Jährchen bis sich das lohnt).
Ins Kino gehe ich gar nicht - das Heimkino verbraucht auch mit den ganzen Internetservern weniger Energie als wenn ich hinfahre.

Aktuell mache ich mir gerade Gedanken, wo man mit möglichst wenig finanziellem Einsatz möglichst viel CO2 vermeiden kann (also €/t für nennenswerte Mengen), leider scheint es so zu sein, das abseits von Verzicht auf Flugreisen/Hotel/Kreuzfahrt/Rindfleisch ausgerechnet die CO2-Zertifikate das effektivste Mittel wären, denn wo kann man schon mit 25€ Invest eine Tonne CO2 vermeiden?
CCS (Speicherung) kostet in Norwegen 70€/t, eine Wärmepumpe kommt höchstens auf 120€/t und des Model 3 erreicht nur 800€/t, nur ein Passivhaus ist noch teurer :-)
99% zufrieden mit dem Model 3.
 
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Re: Effizienz im täglichen Leben

von OS Electric Drive » 15. Okt 2019, 19:06

M3-75 hat geschrieben:
Aktuell mache ich mir gerade Gedanken, wo man mit möglichst wenig finanziellem Einsatz möglichst viel CO2 vermeiden kann (also €/t für nennenswerte Mengen), leider scheint es so zu sein, das abseits von Verzicht auf Flugreisen/Hotel/Kreuzfahrt/Rindfleisch ausgerechnet die CO2-Zertifikate das effektivste Mittel wären, denn wo kann man schon mit 25€ Invest eine Tonne CO2 vermeiden?
CCS (Speicherung) kostet in Norwegen 70€/t, eine Wärmepumpe kommt höchstens auf 120€/t und des Model 3 erreicht nur 800€/t, nur ein Passivhaus ist noch teurer :-)


das ist ein toller Ansatz! Zertifikate sind ein toller Hebel ohne Zweifel zumal man die bei der Steuer auch oft noch geltend machen kann.

Deine Aufstellung ist sehr spannend nur finde ich die Zahlen etwas hoch, kannst Du die kurz darstellen, bist Du vom Aufpreis oder vom gesamten Preis ausgegangen? Beim Passivhaus z.B. kann man sagen dass man sogar günstiger ist als beim kfw 40+ Haus und nochmals deutlich weniger Energie benötigt.
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Re: Effizienz im täglichen Leben

von tesla-andi » 15. Okt 2019, 19:08

Als wir im Jahr 2000 unser Haus gebaut haben, konnten wir nicht bei allen aus dem Vollen schöpfen. Trotzdem haben wir damals eine Solaranlage mit Röhrenkollektoren und eine Zisterne installiert.
Seither läuft auch die Waschmaschine und Spülmaschine mit dem warmen Wasser. Die PV Anlage kam dann erst 2011.
Beleuchtung alles in LED. Eine Powerwall seit einem Jahr.

Da wir fast im ganzen Haus Fussbodenheizung haben trage ich mich mit dem Gedanken diese von der Gasheizung zu entkoppeln und mit einer WP zu betreiben. Bin noch auf der Suche von mehr Infos hierzu. Evtl. in diesem Zuge dann noch eine Erweiterung der PV Anlage auf einer Dachhälfte mit Ostausrichtung.
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Re: Effizienz im täglichen Leben

von prodatron » 15. Okt 2019, 19:14

Ich muss sagen, das ist ein sehr interessanter Thread! Danke für die Beiträge!
Alle sagen, das geht nicht. Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's gemacht
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