Studie: SUV-Fahrer fühlen sich diskriminiert

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Re: Studie: SUV-Fahrer fühlen sich diskriminiert

von Yellow » 6. Sep 2019, 14:27

Heute ein schöner Artikel über den VW-Bus T6.1 auf Spiegel-Online, der schön die "SUV-Scheuklappen" ("Nur SUVs sind böse!") beschreibt:

Das SUV, das auch Ökos lieben

Das werden wir nicht vergessen: Den SUV-Effekt. Denn der Bus bietet, was die Käufer der Stadtgeländewagen suchen: viel Stauraum, eine gute Übersicht und eine hohe Sitzposition. So kann man vom Fahrersitz des T6.1 perfekt auf fast alle anderen Verkehrsteilnehmer herabschauen - auch auf die in den dicksten SUV. Nimmt man Nutzfahrzeuge aus, befand sich lediglich der Fahrer eines Toyota Land Cruiser auf Augenhöhe - für den Fahrer eines Porsche Cayenne hat man im T6.1 dagegen nur ein müdes Lächeln von weit oben übrig.
Ähnlich weit oben sitzt der Bus-Fahrer offenbar auch auf der Beliebtheitsskala anderer Verkehrsteilnehmer. Denn anders als für die dicken Geländewagen haben Radfahrer und Fußgänger stets ein Lächeln für den Bus übrig - auch wenn ihnen der entgegenkommende Bulli in schmalen Straßen den Weg versperrt und sie sogar absteigen müssen. Denn der T6.1 nimmt mindestens genauso viel Platz weg wie die viel gescholtenen SUV - tut dies dank des freundlichen Äußeren aber offenbar auf die korrekte Art und Weise.
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Re: Studie: SUV-Fahrer fühlen sich diskriminiert

von cer » 6. Sep 2019, 14:47

Vielleicht befriedigt es dich, zu lesen, dass zumindest ich diese Schicki-T6, die – mit dem Luftwiderstand eines mittleren Jagdschlosses – mit 200 km/h über die Autobahn brettern genau so skeptisch sehe wie alle anderen übergroßen Fahrzeuge. Da ist gar nix korrekt.

Ich hatte im Sommer eine Holland-Tour mit einem solchen Auto und war einerseits beglückt über den großzügigen Platz, anderseits entsetzt über die sinnlose Verschwendung von Material, Brennstoff und Platz. Das (und die regelmäßig gutsherrenartige Fahrweise der Nutzer) macht diese Dinger für mich kein bisschen besser als X5 und Co.

Nebenbei: In meiner Jungend kam genau die selbe Klientel mit einen Passat Kombi aus, Leergewicht 900 kg, Breite 162 cm – und das ging wunderbar (nicht, dass ich dahin zurück will, aber das Wachstum ist schon ganz leicht überproportional, nicht wahr?)
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Re: Studie: SUV-Fahrer fühlen sich diskriminiert

von honkytonk » 6. Sep 2019, 18:17

Ein guter Artikel im Handelsblatt zu dem Thema SUV. Man könnte meinen der Autor hat dem Faden hier beigewohnt ;)

https://www.handelsblatt.com/unternehme ... FHs7kD-ap5
 
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Re: Studie: SUV-Fahrer fühlen sich diskriminiert

von Oli_gibt_Gas » 6. Sep 2019, 19:27

So einen polemischen Schwachsinn lese ich erst gar nicht vollständig. wie der Autor richtig erkannt hat gibt es eine CO2 Vorgabe und wie so oft sind Autoren so arrogant zu meinen es besser zu wissen als die Hersteller selbst, die offensichtlich davon ausgehen, dass mit SUV diese Ziele auch zu erreichen sind.

Übrigens gibt es noch kleinere Autos als ein Corsa die 5 Personen transportieren können, beim SUV lockt in D. R. was anderes.
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Re: Studie: SUV-Fahrer fühlen sich diskriminiert

von Kumasasa » 7. Sep 2019, 09:42

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Re: Studie: SUV-Fahrer fühlen sich diskriminiert

von tesla3.de » 7. Sep 2019, 09:52

Das Bild finde ich hervorragend. Auf meinem Arbeitsweg parkt ein 7er BMW, der auch dieses Kriegsdesign hat, von hinten wiederum sieht er harmonisch und freundlich aus.
Ich habe mal aus firmeninternen Kreisen gehört, dass die Chinesen das so wollen und die Absätze solcher Fahrzeuge in höherentwickelten Staaten (die sich auch Gedanken um die Umwelt machen) nicht mehr relevant sind.

Das sagt schon alles:

Wie weit die SUVs von den Umweltzielen der EU entfernt sind, zeigt sich etwa am Porsche Cayenne Coupé – bis zu 261 Gramm CO2 pro Kilometer – und am BMW-Spitzenmodell X7, der rund 200 Gramm CO2 in die Luft bläst. Würden die beiden Hersteller nur diese beiden Modelle anbieten, müsste BMW ab dem kommenden Jahr umgerechnet rund 10.000 Euro an Bußgeld pro verkauftem Auto an die EU-Kommission überweisen. Beim Porsche Cayenne wären es sogar über 15.000 Euro.
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Re: Studie: SUV-Fahrer fühlen sich diskriminiert

von Healey » 7. Sep 2019, 10:44

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte...in diesem Fall stimmt das eindeutig.
Danke dafür.
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Re: Studie: SUV-Fahrer fühlen sich diskriminiert

von Oli_gibt_Gas » 7. Sep 2019, 12:10

Hmm zwei BMW die gleich viel verbrauchen, der hohe mit dreifachem Nutzwert...

Irgendwie verstehe ich die Aussage nicht.
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Re: Studie: SUV-Fahrer fühlen sich diskriminiert

von Adastramos » 7. Sep 2019, 13:51

Also dem BMW-SUV einen dreifach höheren Nutzwert zuzuschreiben ist auch etwas mutig.

Ansich ist der Trend allgemein da zu einer SUV-isierung, egal ob's der bei Kompakten wie dem Golf oder Kleinwägen wie ein Clio ist - es gibt ein SUV-Derivat. Das interessante daran, um mal bei Mercedes zu bleiben ist, dass eine C-Klasse geräumiger ist, als ein GLC, u.U. sogar als Coupe oder eine E-Klasse analog zum GLE.

Oli, deine Rückenprobleme sind sicherlich kein Zuckerschlecken, aber eine allgemeine Rechtfertigung für SUVs schlägt damit auch ins Leere. Es gibt im überwiegenden Fall weder die Notwendigkeit für so ein Fahrzeug, noch kann man aus einem ökologischen Gedanken und dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen diesen Hype gutheißen.

Die Physik setzt im Verbauch harte, definierte Grenzen - eine hohe Masse braucht beim Beschleunigen weit mehr (läuft im Quadrat) Energie, als eine geringe Masse, ein höherer Luftwiderstand ebenso. Unser Planet kann nicht durch "SUVs für alle" erhalten werden, das klappt nicht - da schießen wir selbst mit den bisherigen Fahrzeugmassen über jedes Maß hinaus.

Und um's nochmal ins Bewusstsein zu rufen, gerade die hoch-industrialisierten Nationen sind diejenigen, mit dem größten Fußabdruck pro Kopf, da müssen Menschen aus Entwicklungsländer noch lange stricken und mit Mopeds herumfahren, bis die uns einholen.

SUVs und allgemein sehr große Autos sind ökologisch nicht vertretbar, physikalisch und ressourcentechnisch nicht. Was gefällt muss noch lange nicht vernünftig sein.


Alles Gute!

Übrigens: Vielleicht sollten wir mal durchleuchten, welche reale Nutzfläche ein VW T6 zu einem BMW X5 bietet ober bei VW bleibend, mit einem Tiguan vergleichen. Wenn's schon darum gehen sollte.
Auf die bestmögliche Zukunft!

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Re: Studie: SUV-Fahrer fühlen sich diskriminiert

von stelen » 7. Sep 2019, 14:50

Äh die Formel ist:

E = mv² (die Masse geht nicht mit dem Quadrat ein, sondern die Geschwindigkeit)

Im Endeffekt heißt das dann auch das ein 200 fahrender E30 (3er aus dem Foto) mehr Energie braucht als ein 100 fahrender G05 (X7 vom Foto)
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Meine persönliche Argumentation bzgl. Lithium (Videolink) und Kobalt (Videolink) gegenüber E-Auto-Gegnern
 
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