Wer Stromnetz intensiv nutzt, soll mehr bezahlen

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Re: Wer Stromnetz intensiv nutzt, soll mehr bezahlen

von Snuups » 27. Mär 2019, 18:56

Uzeltoff hat geschrieben:Je nach Grösse und Eigenverbauch belastet die Anlage dann aber das Netz durch die Einspeisung. Wäre ja zumindest technisch bedingt nicht wirklich sinnvoll, wenn man die "ungewöhnliche" Netzbelastung nur für den Bezug als Kriterium nimmt und nicht für die Einspeisung?

Netzulast individueller zu bezahlen um zu "erziehen" das doch der Sinn von Smartmetern, wäre ja auch irgebndwie total unsinig, die zu verbauen und dann nicht zu nutzen.


Du hast das Prinzip von dezentralisierter Energieerzeugung nicht verstanden. Die PV Anlage die einspeist verursacht gar keine Netzlast. Im Gegenteil, die entlastet das Netz da der Strom in der Nachbarschaft wieder verbraucht wird. Die Einspeisung von Mikrokraftwerken ist also positiv für die Netzlast.

MartinBru hat geschrieben:Die Lösung mit der die e-control jetzt daherkommt, ist zwar nett gemeint, im Zuge der heute schon technischen Möglichkeiten aber ein Witz.
FFF hat geschrieben:Die Spitzenleistung am Mittag ist genauso harmlos, wenn die Sonne scheint und die PV-Anlagen Strom im Überschuss produzieren.
Wenn die PV Anlage in deiner Siedlung steht, hast du recht. Wenn die aber in Norddeutschland steht und der Strom im Süden gebraucht wird, muss das Transitnetz auch mitspielen.

Man muss beim Leistungsbedarf immer Produktion und Verteilung beurteilen.


Der Strom macht aber die Reise über solche Distanzen nicht. Das ginge nur wenn dazwischen keine Verbraucher währen.
Zuletzt geändert von Snuups am 27. Mär 2019, 19:56, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüsse
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Re: Wer Stromnetz intensiv nutzt, soll mehr bezahlen

von goetzingert » 27. Mär 2019, 18:58

Sehr richtig.
Das Netz würde nur belastet werden, wenn es keine regionalen Abnehmer gäbe und man den Strom aus dem Umspannwerk wegschaffen müsste.
 
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Re: Wer Stromnetz intensiv nutzt, soll mehr bezahlen

von Uzeltoff » 27. Mär 2019, 23:29

Der Netzbetreiber muss natürlich seine Netze jetzt so anpassen dass es in KEINEM Fall zu einer Lastflussumkehr am NS/MS kommt.

Das ist der Mindestanspruch.

Zu sagen aber es reicht doch aus zu hoffen dass immer in den NS und MS Netzen genug Verbraucher dann da sind die einen Lastflussumkehr verhindern ist einfach absurd. dazu sind NS und MS Netze viel zu klein und viel zu monotypisch bebaut bzw genutzt.

Selbst wenn man MS Netze betrachtet hat man Samstag Sonntags bei ensprechendem Wetter und Solaranlagen sicher eine grosse Gefahr des Lastflussumkehrs.

Reale Stromnetze unterscheiden sich nunmal zu Stromnetzen in SimCity und Co :D
 
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Re: Wer Stromnetz intensiv nutzt, soll mehr bezahlen

von Ralf W » 27. Mär 2019, 23:43

Die meisten neuen Wohngebiete erzeugen mehr Energie als sie verbrauchen (Aussage eines Netzbetreibers). Es gibt schon einen Energiefluss von den Niederspannungsnetzen in die Mittelspannungsnetze zurück.
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Re: Wer Stromnetz intensiv nutzt, soll mehr bezahlen

von Uzeltoff » 28. Mär 2019, 11:02

Ja klar ist dem so weil diese Lösung ja aber es reicht doch zu hoffen dass immer zufällig ausreichend Verbraucher in dem Netzsegment/-ebene vorhanden sind, die das verhindern natürlich völlig realitätsfern ist als Planungsgrundlage und auch in der realen Welt.

In der Realität hat man natürlich ab einem best Zeitpunkt immer die mögliche Lastflussumkehr (z.B. sonnige Sonntage) - und muss eben entsprechend die Netze aufrüsten und umbauen , was auch dauernd schon stattfindet um die Spannung im zulässigen Max / Min Bereich zu halten - nur die Kosten werden halt bisher komplett umgelegt - und da halt durch oft Impedanzreduktion durch Netzumbau, (wegen EEG und Vorrang ist das auch eine der wenigen praktikablen Massnahmen aktuell)

Stromnetze sind halt als (praktisch) reine Top Down Netze ausgelegt. Lastflussumkehr mit von der "falschen" Seite her veränderten Spannungsbereichen sind halt nicht wirklich vorgesehen.
 
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Re: Wer Stromnetz intensiv nutzt, soll mehr bezahlen

von MartinBru » 28. Mär 2019, 22:34

Snuups hat geschrieben:Der Strom macht aber die Reise über solche Distanzen nicht. Das ginge nur wenn dazwischen keine Verbraucher währen.
Oder wenn im Norden die Sonne scheint und der Wind bläst und im Süden Wolken und Flaute dominieren und die AKW und Kohlekraftwerke vom Netz sind. Irgendwas dürfte schon dran sein, warum es so Projekte wie den Südlink gibt. ;)
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