Lungenfacharzt: Schadstoffbelastung unbedenklich

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Lungenfacharzt: Schadstoffbelastung unbedenklich

von TommyP. » 15. Nov 2018, 08:39

Grüße aus der grünen Heide

Tommy

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Re: Lungenfacharzt: Schadstoffbelastung unbedenklich

von DI77I » 15. Nov 2018, 09:17

Das dachte ich so schon lange.
Ob es nun gut oder schlecht ist, muss jeder für sich selbst wissen.
Gerecht ist es den Dieselbesitzern gegenüber jedenfalls nicht, da diese nichts falsch gemacht haben. Und jetzt auf Teufel komm raus die Diesel verbieten würde auch kein Mensch länger leben lassen. Dann lieber mit Ruhe und Bedacht.
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Re: Lungenfacharzt: Schadstoffbelastung unbedenklich

von lintorfer » 15. Nov 2018, 10:12

TommyP. hat geschrieben:https://www.stern.de/tv/diesel-fahrverbote---die-schadstoffbelastung-in-staedten-ist-voellig-unbedenklich--8444006.html?utm_source=webpush

Was soll man davon halten?


...tja, und ganz im Gegensatz hierzu:

Deutscher Lungentag:
Pneumologen fordern mehr Engagement für saubere Luft

Die gesundheitlichen Risiken der Luftverschmutzung werden aus Sicht von Lungenärzten durch den Klimawandel noch verstärkt. Sie fordern eine Wende in der Verkehrpolitik

https://www.aerztezeitung.de/medizin/kr ... -luft.html

(ist zwar von 2016, dennoch...):
https://rp-online.de/nrw/staedte/leverk ... d-18165667

und das:
https://www.stern.de/panorama/luftversc ... 22264.html

Es soll ja auch Ärzte gegen die rauchen. Auch wird es wohl darunter auch so einige Petrol-Heads geben ... ;)
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Re: Lungenfacharzt: Schadstoffbelastung unbedenklich

von Abgemeldet 05-2019 » 15. Nov 2018, 10:47

Viele Diesel-Käufer haben wider besseren Wissens einen Diesel gekauft, weil es ihnen schlicht egal ist, was hinten rauskommt.

Hauptsache günstig tanken, wenig Verbrauch. Die Problematik ist seit Jahren bekannt. Kein Mitleid. Die Diesel-Zulassungszahlen der nächsten Monate werden zeigen, wie langsam Diesel-Käufer in der Auffassung und fehlbar in den Rückschlüssen sind.
 
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Re: Lungenfacharzt: Schadstoffbelastung unbedenklich

von past_petrol » 15. Nov 2018, 11:03

Mmmm....

Das ist alles grenzwertig....völlig getrennt von dem Punkt, der genannt wird - einer mglw. fälschlichen Herstellung einer Kausalität, ist es ein unumstößlicher Fakt, dass ein lokal fahrendes EV keine der angesprochenen Emissionen primär verursacht, während herkömmliche Fahrzeuge das tun.

Wenn ich also am Neckartor in Stuttgart wohne, und kürzer lebe, als jemand auf dem Lande (WO NICHT VIELE MENSCHEN LEBEN). Ist es dann wahrscheinlicher, dass es mit Schadstoffen und Lärm zu tun hat, oder mit sozialer Vereinsamung ? Ich denke, man kann da schon Schlüsse ziehen - das ist möglich. Es gibt auch Fachärzte, die es anders sehen.

Bei allen Betrachtungen ging es darum, dass Menschen vorzeitig gestorben sind, weil sie Probleme mit den Atemwegen hatten. Hier kann man sehr wohl sagen, wodurch die hervorgerufen werden. Schwierig ist es, eine klare Zuordnung zu machen. Bsp. HH & Feinstaub bzw. Stickoxide:

Wieviel davon ist Auto, wieviel davon der Hafen und was geht auf private Feuerungsanlagen. Auch hier ist es unstrittig, dass eine Reduzierung der Emissionen grundsätzlich richtig ist. Man kann genauso festhalten, dass nachhaltiges Verhalten immer besser ist, als Ressourcen unwiederbringlich zu verbrauchen.

DAS, was da hinten aus einem Euro 5 Diesel herauskommt, ist hochgradig gesundheitsschädlich. Bitte mal selber im Abstand von 20cm hinter dem Auspuff eines laufenden Euro 5 Diesels hängen - DAS IST NICHT GUT - das ist unumstritten.

Die DUH-Leute sind doch nicht bekloppt. Sie nutzen das, was die Gesetze irgendwie hergeben, um einen RUCK in der Gesellschaft zu erreichen.

Dabei sind wir leider an einem Punkt angelangt, an dem die Maßnahmen nicht unangenehm genug sein können, damit überhaupt etwas passiert !

Gegenfrage: Was wäre in diesem Land in dieser Thematik OHNE die DUH bis jetzt gelaufen ???

WAS IST FALSCH DARAN, betrogene Diesel Fahrer einer Entschädigungslösung zu überführen und darauf hinzuarbeiten, dass der Bestand sich wenigstens im zulassungsfähigen Bereich bewegt - z.B. durch angeordnete Nachrüstungen ?

Es ist unstrittig, dass Dieselfahrer nichts falsch gemacht haben. Eine quasi Schuld kann man in einigen Fällen schon feststellen. Ich nehme da mich selber mal als Beispiel. Ich habe ein S85D. An dem Punkt, als ich die Bestellung auslöste, hätte ich auch einen V6 TDI von AUDI oder sonst wem kaufen können. Ein S85D paßte in mein Profil - Menschen wie mich gibt es einige. Wenn diese sich wieder für einen Diesel entscheiden und halbwegs orientiert sind, machen sie schon einen Fehler. Davon mal ab - sollten sie darauf vertrauen können, dass die Fahrzeuge den Gesetzen entsprechen - Punkt !

Mein Ding ist hier:

Ich mag es absolut nicht, dass Menschen mit dieser Sachkenntnis und Reichweite sich wissenschaftlich so isoliert äussern, OHNE Lösungen anzubieten. Der hier zitierte Wissenschaftler bemängelt, dass aus seiner Sicht Zusammenhänge und Korrelationen nicht korrekt aufgebaut worden. Er zweifelt damit das Ergebnis an, zieht dann aber den Schluss daraus, dass Dieselfahrverbote völlig überzogen sind.

Mit 3m Abstand zur Thematik kann man doch wirklich gut erkennen, dass das auch gesellschaftlich einfach eben nicht der Fall ist ! Dieselfahrverbote bestimmen den Diskurs aktuell und gelten als Sinnbild für die Notwendigkeit eines breiten gesellschaftlichen Wandels in der gesamten Thematik.

Wissenschaft hat und hatte immer eine gesellschaftliche Verantwortung. Für mich sind gute Wissenschaftler jene, die diese Verantwortung verstehen und entspr. handeln. "Herr Lehrer, Herr Lehrer ich weiss was, im Keller brennt Licht !" bringt eben einfach nichts, wenn man nicht runter geht und es dann aus macht, oder sogar versucht mal herauszubekommen, WARUM DA EIGENTLICH LICHT BRENNT !

Also Prof. Dr. med. Dieter Köhler, was schlagen sie vor ?
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Re: Lungenfacharzt: Schadstoffbelastung unbedenklich

von egn » 15. Nov 2018, 11:09

past_petrol hat geschrieben:Wenn ich also am Neckartor in Stuttgart wohne, und kürzer lebe, als jemand auf dem Lande (WO NICHT VIELE MENSCHEN LEBEN).


In Stuttgart gibt es schon seit Jahren keine Grenzwertüberschreitungen bei NOx mehr. Ich weiß deshalb nicht warum bei jeder Gelegenheit Stuttgart als Beispiel gebracht wird. :roll:
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Re: Lungenfacharzt: Schadstoffbelastung unbedenklich

von Dringi » 15. Nov 2018, 11:17

Das lief auch gestern im TV. ist mir zwar etwas peinlich, ich bin gestern bei RTL bei Stern-TV hängen geblieben. Irgendwann sagte der Moderator dann (sinngemäß): "Ich hoffe, dass die Richter diesen Beitrag gesehen haben und morgen ihre entscheidung entsprechend treffen."

Scheint mir, dass der Stern mittlerweile zur Bildzeitung verkommen ist.
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Re: Lungenfacharzt: Schadstoffbelastung unbedenklich

von past_petrol » 15. Nov 2018, 11:32

egn hat geschrieben:
past_petrol hat geschrieben:Wenn ich also am Neckartor in Stuttgart wohne, und kürzer lebe, als jemand auf dem Lande (WO NICHT VIELE MENSCHEN LEBEN).


In Stuttgart gibt es schon seit Jahren keine Grenzwertüberschreitungen bei NOx mehr. Ich weiß deshalb nicht warum bei jeder Gelegenheit Stuttgart als Beispiel gebracht wird. :roll:



Such Dir eben eine Stadt aus, in der es so ist. Hier wären es min. mal Kiel oder HH - da wo gemessen wird. Am Neckartor gibt es in jedem Fall ein Feinstaub-Problem.

Danke dennoch für den Hinweis - ändert aber an meinen Einlassungen im Umgang mit der Thematik als solches nichts. In HH bessern sich nun an den betroffenen Stellen die Werte während sie sich an den Umleitungsstrecken verschlechtern - linke Tasche / Rechte Tasche - das war klar.

Da es so ist kommt man zwangsläufig zu dem Punkt, wie es denn dann gehen soll. Sicher nicht durch Relativierung, wie im vorliegenden Fall.

Der sagt ja auch nur aus, dass andere Faktoren keine Berücksichtigung fanden - was wissenschaftlich absolut korrekt ist und deshalb die Schlüsse so nicht gezogen werden können, was nominell auch korrekt ist. Theoretisch sollte man also eine neue Studie anfertigen in der ja das Ergebnis offen ist. Was nur, wenn da heraus kommt, dass das vorzeitige Ableben der Menschen in den betroffenen Gebieten jeweils hälftig auf Lärm und durch Fahrzeuge verursachte Schadstoffemissionen zurückzuführen ist ? Was jetzt passiert ist doch folgendes: Ein Akademiker relativiert und stellt in Frage, die Presse nimmt es auf und verwertet es, es erfolgen keine korrektiven Maßnahmen. Niemand geht jetzt hin und zieht die Studie gerade.

Da nehme ich dann doch lieber die Dieselverbote und fange an darüber zu diskutieren, wieviele Fahrzeuge eigentlich eine Stadt verkraften kann und soll - JETZT und morgen.

Und gaaaaanz tief in uns wissen wir doch eines ganz sicher: Wir wissen, dass wir es gerade so richtig versaubeuteln - wir wissen doch, dass es nicht gut ist, was wir machen, oder ? Von Plastik im Meer, bis zu Nitrat im Grundwasser oder eben Emmissionen durch Fahrzeuge...also können wir doch einfach handeln, oder ?

Warum nur fühlt sich der Mensch immer kurzzeitig erleichtert und es wird für 5 min bequemer, wenn irgendwer von irgendwo kommt und kurz mal versucht, die Luft rauszunehmen. So sind wir eben - Ha - doch alles gelogen - weitermachen...siehste - hab' ich doch gesagt ! (meine nicht Dich - ist ja klar !)

Das ist ein Grundzug menschlichen Daseins - die Bestätigung dessen, was wir machen, ist uns angenehmer, als die Verhaltenskorrektur.
Zuletzt geändert von past_petrol am 15. Nov 2018, 11:35, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Lungenfacharzt: Schadstoffbelastung unbedenklich

von Abgemeldet 05-2019 » 15. Nov 2018, 11:34

lintorfer hat geschrieben:Es soll ja auch Ärzte gegen die rauchen. Auch wird es wohl darunter auch so einige Petrol-Heads geben ... ;)


Die gibt es zuhauf. Der Chefarzt der Lungenchirurgie einer bekannten Klinik raucht und ich kenne auch Herzchirurgen, die rauchen. Muss jeder selbst entscheiden, ist freiverantwortliche Selbstgefährdung – im Gegensatz zum Diesel-Fahren.

Tochter einer Bekannten ist mit 33 Jahren an einem Lungenkarzinom gestorben, ein ehem. Arbeitskollege hat COPD, der Onkel meiner Freundin ebenfalls (erster Stent mit 46), der Vater einer Freundin hat vor drei Wochen ebenfalls die Diagnose COPD "4" bekommen und hat wohl nur noch ein paar Monate... Alles Raucher. Hauptsache Helmut Schmidt ist rauchend 1000 Jahre alt geworden. Idiocracy...

Es handelt sich um zeitlich verzögerte, toxikologische Langzeitwirkungen!

Ganz gleich, ob es sich um Feinstaub, NOx, Rauchgase oder sonstige Schadstoffe handelt.
 
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