Die Uhr tickt...

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Die Uhr tickt...

von VOLTtaner » 27. Apr 2018, 05:55

 
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Re: Die Uhr tickt...

von volker » 27. Apr 2018, 07:30

Hier der Anriss-Text zu dem Link.
Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) hat geschrieben:Die CO2-Uhr des MCC veranschaulicht, wieviel CO2 in die Atmosphäre abgegeben werden darf, um die globale Erwärmung auf maximal 1,5°C beziehungsweise 2°C zu begrenzen. Klicken Sie sich durch verschiedene Temperaturziele und Schätzungen und erfahren Sie, wieviel Zeit im jeweiligen Szenario bleibt.


Hier die Abbildung für das 1,5°C Szenario bei mittleren Modellparametern:
mccclock.png

Das Budget läuft in 4 Monaten aus. Damit ist die Überlebenschance für viele Inselstaaten praktisch null.
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Re: Die Uhr tickt...

von Snuups » 27. Apr 2018, 07:47

Wie viel CO2 wird pro Tag abgebaut?
Liebe Grüsse
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Re: Die Uhr tickt...

von cer » 27. Apr 2018, 08:17

Ich bin vor ein paar Tagen aufgewacht mit dem zwingenden und nicht mehr loszuwerdenden Gedanken, dass es zu spät ist.
"Zu spät" in dem Sinne, dass wir auf alle Fälle eine irreversible globale Klimaveränderung mit einer Zunahme von Katastrophenereignissen haben. Da kann man nichts mehr machen.
"Zu spät" aber auch so, dass diese Veränderung "unseren" Wohlstand, unsere Gesundheit und unser Leben bedroht. Es werden Millionen von Menschen sterben, Landschaften werden verwüstet oder verschwinden ganz und das Gleichgewicht der Natur ist irreparabel gestört. Wer nicht unmittelbar betroffen ist, wird die gewalttätigen Folgen dieser Ereignisse erleben. Auch wir.
"Zu spät", weil die Menschheit viel zu langsam reagiert, der Einzelne viel zu egoistisch ist, und weil blöde ideologische Diskussionen verhindern, dass das Nötige getan wird.

Ich habe danach diesen Vortrag von Prof. Lessenich gesehen, der das nur bestätigt. Wir sehen die Schäden unseres Tuns nicht, und sie sind viel größer als wir wahrnehmen.
https://www.youtube.com/watch?v=hSLzSmg7Jeg

In den letzten Minuten erklärt er auch, warum es für den Einzelnen so schwer ist, das Richtige zu tun. Das Stichwort heißt "geheimer Gesellschaftsvertrag" bzw. "erzwungene Komplizenschaft". Jedes der Worte in den letzen 9 Minuten müsste jeden von uns ins Mark treffen.

Ich denke, wir sollten uns über Eines im Klaren sein: E-Mobiltät ist, hinsichtlich der "Kosten" der Mobilität, keine echte globale Lösung. Sie ist nur ein symptombekämpfendes, individuelles Schmerzmittel, mit dem wir uns – immer noch im Rahmen der unveränderten gesellschaftlichen Verhältnisse – vielleicht ein wenig von unserer Schuld (bzw. von unserem Schuldgefühl) befreien können. Sie kann nur eine Krücke sein, die es uns letztlich ermöglicht, so weiter zu machen wie bisher und die notwendigen grundlegenden Veränderungen unserer Lebensweise (die auch mit der Preisgabe von scheinbar "Erreichtem" verbunden sein würden) hinaus zu schieben. Keiner rettet die Welt dadurch, dass er elektrisch fährt.
 
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Re: Die Uhr tickt...

von NochDaihatsuFahrer » 6. Mai 2018, 13:56

Was würde der Erde noch helfen?

Meine Meinung: Geburtenkontrolle (weltweite 1-Kind-Politik), Einschränkung bis Beendigung der Globalisierung, Flug- und Schifffahrt stoppen, Umstellung auf ökologischen Landbau, Massentierhaltung verbieten, Fleischkonsum reglementieren, Vermarktung ausschließlich regionaler Produkte, Verpflichtung zu EE bei Neubau/-kauf, Ende der Wachstumspolitik auf Kosten der Natur und Ende des bisher bekannten Finanzsystems.

Klingt zu drastisch? Wenn wir nicht drastisch handeln, werden wir das Ergebnis schneller mitbekommen, als uns lieb ist.
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Re: Die Uhr tickt...

von Alexandra » 6. Mai 2018, 14:08

Ja Cer, das ist leider alles wahr. Ich sage schon länger, dass es zu spät ist und werde dafür schon lange belächelt. Ich versuche vieles anders zu machen und einige mitzunehmen aber ich stosse zumeist auf Unverständnis.
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Re: Die Uhr tickt...

von Snuups » 6. Mai 2018, 14:21

Das Hauptproblem ist das es zu viele Menschen gibt. So lange das Problem nicht angegangen wird sind andere Lösungen nur Makulatur. Derzeit ist das Problem nicht einmal politisch diskutierbar. Also wird die Natur das schon mit endsprechender Gewalt für uns tuen. Unwetter und Zunamis werden mehr und gewaltiger. Als einzelner kann man nichts dagegen tuen. Veränderung geht nur durch verstehen, Verstehen gelingt nur mithilfe von Bildung. Aber auch das ist ein Punkt der immer schlechter wird. Auch Elon hat das verstanden und will daher zum Mars. Es gibt keine Rettung.
Liebe Grüsse
Snuups

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Re: Die Uhr tickt...

von eggerhd » 6. Mai 2018, 14:51

Snuups hat geschrieben:...... Auch Elon hat das verstanden und will daher zum Mars. Es gibt keine Rettung.
Es sterben jährlich mehr als 50T Tierarten aus! Unsere Spezies wird - dank Innovation - vermutlich zu den Letzten Säugern gehören und das Licht ausmachen. Aber auf Dauer hat ja noch kein Mensch diesen Planeten lebend verlassen. ;) Das war auch früher schon so. Gruss rundum
Model S90D - 19" Reifen, Titanium Metallic-Lackierung - FW 8.1 - 2018.32.4 - AP1
ab 29.06.2016 - 60000 km gefahren und 5 m3 Diesel nicht verbrannt! :-)
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Re: Die Uhr tickt...

von Hendrik » 6. Mai 2018, 15:21

Snuups hat geschrieben:Auch Elon hat das verstanden und will daher zum Mars. Es gibt keine Rettung.


Selbst wenn die Temperaturen um 3 Grad und der Meeresspiegel um 5 Meter ansteigt, wird die Erde immer noch um Größenordnungen lebensfreundlicher sein als der Mars.

Die globale Erwärmung kann nicht vollständig gestoppt werden, aber mit den richtigen Maßnahmen soweit verlangsamt werden, dass sich die Menschheit besser an die Folgen anpassen kann.
Model S P85 (2013), Renault Zoe 22 kWh
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Re: Die Uhr tickt...

von Helmut1 » 6. Mai 2018, 15:22

Snuups hat geschrieben: Also wird die Natur das schon mit endsprechender Gewalt für uns tuen. Unwetter und Zunamis werden mehr und gewaltiger. Als einzelner kann man nichts dagegen tuen.

Würde es denn wenigstens gegen die gewaltigen "Zunamis" helfen, wenn wir uns alle einen riesigen Köter anschaffen und nie mehr rasieren? :idea:
M3 reserviert am 31.3.2016 vormittags in Hamburg (Bei Ladenöffnung in der Schlange gestanden).
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