Die Rolle der Menschheit

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Die Rolle der Menschheit

von founder » 1. Dez 2017, 14:17

Diskussion ausgelagert aus Tesla Momente

founder hat geschrieben:
tornado7 hat geschrieben:Nicht der Planet, die Menschheit.


Es gibt die Spieltheorie, die alles als Spielfeld, Spielregeln und Spieler abstrahiert.
Angewandt auf das Universum und mit der These, dass das Spielziel es ist,
möglichst viel Leben möglichst lange zu erhalten,
muss der Spieler intelligentes Leben einsetzen um dieses Spielziel zu erreichen.

Ohne Menschen hat das Leben auf diesen Planeten ein Ablaufdatum:
die Sonne nimmt an Energie zu und es wird schon in einer Milliarde Jahre zu heiß für das Leben hier.
Die Menschheit ist eine Notwendigkeit, um dies zu verhindern.

Zurück zum Thema, past petrols Beitrag und das Lob dafür ist völlig in Ordnung, auch wenn es etwas themenfremd war. Aber eine Diskussion über die Zukunft der Menschheit hat hier nichts verloren. Das nächste Mal lösche ich solche Beiträge kommentarlos.
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Re: Die Rolle der Menschheit

von tornado7 » 1. Dez 2017, 15:26

founder hat geschrieben:Ohne Menschen hat das Leben auf diesen Planeten ein Ablaufdatum:
die Sonne nimmt an Energie zu und es wird schon in einer Milliarde Jahre zu heiß für das Leben hier.
Die Menschheit ist eine Notwendigkeit, um dies zu verhindern.

Eine ziemlich gewagte Aussage für ein Lebewesen, das bisher so 100'000 bis 500'000 Jahre auf dem Planeten zubrachte, also gerade mal 0.002 bis 0.01 % der "Lebensdauer" unseres Planeten (4'600'000'000 Mrd Jahre). – Hast du eine geraucht in der Mittagspause? :lol:

Die Erde ist auf den Menschen sicher nicht angewesen. Eines Jahrhundertausends wird sie zusammen mit ihrem Stern untergehen, wie viele weitere Planeten im Universum das bisher schon taten und auch weiterhin tun werden, und daraus entsteht Neues. Das ist der Kreislauf des Lebens. Der Mensch gehört nicht zwingend dazu.

Im anderen Thread wollte ich lediglich zum Ausdruck bringen, dass "save the planet" im Bezug auf Klimaschutz völlig falsch gewählt ist. Geht die Menschheit halt unter, unser Auftreten auf diesem Himmelskörper ist ohnehin nur ein Lichtblitz, so what, der Planet existiert weiter und neues Leben wird auf ihm entstehen.

"Save mankind" wäre passender gewählt, denn viel eher wollte ich meinen Respekt gegenüber past_petrol und seiner Aktion in der Schule seiner Tochter zum Ausdruck bringen. Würden deutlich mehr Leute so denken (und vor allem auch handeln!), so würde ich dem zukünftigen, durch den Klimawandel erzeugten Konfliktpotential (Wetterextreme, Wasserversorgung, Nahrungsmittel, Meeresspiegel, Verursachende vs. Betroffene, uvm.) etwas entspannter entgegensehen können.
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Re: Die Rolle der Menschheit

von prodatron » 1. Dez 2017, 16:42

tornado7 hat geschrieben:
founder hat geschrieben:Ohne Menschen hat das Leben auf diesen Planeten ein Ablaufdatum:
die Sonne nimmt an Energie zu und es wird schon in einer Milliarde Jahre zu heiß für das Leben hier.
Die Menschheit ist eine Notwendigkeit, um dies zu verhindern.

Eine ziemlich gewagte Aussage für ein Lebewesen, das bisher so 100'000 bis 500'000 Jahre auf dem Planeten zubrachte, also gerade mal 0.002 bis 0.01 % der "Lebensdauer" unseres Planeten (4'600'000'000 Mrd Jahre). – Hast du eine geraucht in der Mittagspause? :lol:

An Founders Aussage ist grundsätzlich erstmal nichts falsch, warum so beleidigend?
Die Menschheit ist zumindest die ERSTE Spezies, die das Potential hat, auf einen anderen Himmelskörper umzusiedeln. Sie ist also die erste Spezie, die den Bestand von Leben auch über den Zeitraum hinaus sichern könnte, innerhalb dessen die Erde noch bewohnbar ist. Auf keine andere Spezie in der Erdgeschichte traf das bisher zu. Ob es am Ende die Menschheit selbst in ihrer jetzigen Form sein wird, eine weiterentwickelte Art oder eine Nachfolger-Spezies, die diesen Schritt gehen wird, kann man natürlich noch nicht wissen.

tornado7 hat geschrieben:Die Erde ist auf den Menschen sicher nicht angewesen. Eines Jahrhundertausends wird sie zusammen mit ihrem Stern untergehen, wie viele weitere Planeten im Universum das bisher schon taten und auch weiterhin tun werden, und daraus entsteht Neues. Das ist der Kreislauf des Lebens. Der Mensch gehört nicht zwingend dazu.

Wie kann man in diesem Zusammenhang von einem "Kreislauf des Lebens" sprechen?
Wenn die Sonne nach ihrer Roten Riesen Phase zu einem weißen Zwerg wird, entsteht überhaupt nichts "Neues", es bleibt nur ein totes Planetensystem übrig. Die Anreicherung interstellaren Materials mit komplexeren Atomen und die Anregung zu neuen Sternenentstehungen durch Schockwellen in interstellaren Nebeln findet fast ausschließlich durch Supernova-Explosionen statt, dafür benötigt es viel größere Sterne. Und solange man nicht weiß, ob und wo es überhaupt noch anderes Leben gibt, macht die Aussage "Kreislauf des Lebens" keinen Sinn.
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Re: Die Rolle der Menschheit

von founder » 1. Dez 2017, 17:59

tornado7 hat geschrieben:
founder hat geschrieben:Ohne Menschen hat das Leben auf diesen Planeten ein Ablaufdatum:
die Sonne nimmt an Energie zu und es wird schon in einer Milliarde Jahre zu heiß für das Leben hier.
Die Menschheit ist eine Notwendigkeit, um dies zu verhindern.

Eine ziemlich gewagte Aussage für ein Lebewesen, das bisher so 100'000 bis 500'000 Jahre auf dem Planeten zubrachte, also gerade mal 0.002 bis 0.01 % der "Lebensdauer" unseres Planeten (4'600'000'000 Mrd Jahre). – Hast du eine geraucht in der Mittagspause? :lol:

Die Erde ist auf den Menschen sicher nicht angewesen. Eines Jahrhundertausends wird sie zusammen mit ihrem Stern untergehen, wie viele weitere Planeten im Universum das bisher schon taten und auch weiterhin tun werden, und daraus entsteht Neues. Das ist der Kreislauf des Lebens. Der Mensch gehört nicht zwingend dazu.

Im anderen Thread wollte ich lediglich zum Ausdruck bringen, dass "save the planet" im Bezug auf Klimaschutz völlig falsch gewählt ist. Geht die Menschheit halt unter, unser Auftreten auf diesem Himmelskörper ist ohnehin nur ein Lichtblitz, so what, der Planet existiert weiter und neues Leben wird auf ihm entstehen.

"Save mankind" wäre passender gewählt, denn viel eher wollte ich meinen Respekt gegenüber past_petrol und seiner Aktion in der Schule seiner Tochter zum Ausdruck bringen. Würden deutlich mehr Leute so denken (und vor allem auch handeln!), so würde ich dem zukünftigen, durch den Klimawandel erzeugten Konfliktpotential (Wetterextreme, Wasserversorgung, Nahrungsmittel, Meeresspiegel, Verursachende vs. Betroffene, uvm.) etwas entspannter entgegensehen können.


Es gibt da verschiedene Strömungen.

Da ist mal diese Religion, deren Anhänger sich nicht im geringsten über die Bedeutung der Aussagen bewußt sind.
"Macht Euch die Erde untertan" was in der Papst Enzyklika Laudato si im Abschnitt 67 als "Bewahren erhalten beschützen" interpretiert wird.
Irgendwo steht da auch "Gott hat den Mensch zu seinem Ebenbild geschaffen", welches zum Ausdruck bringt,
wir haben die Fähigkeit alle gestellten Aufgaben zu erfüllen,
im Umkehrschluß ist es wohl die schlimmste vorstellbare Blasphemie zu behaupten
"Das Ebenbild Gottes ist zu dämlich zum Überleben".

Dann gibt es die Spieltheorie, wo eben der Spieler intelligentes Leben benötigt,
um das Spielresultat zu verbessern.

Da ist aber auch die Weltuntergagssekte "Grenzen des Wachstums",
die den Menschen als Schädling betrachtet, der sich möglichst schnell selbst beseitigen soll.
Wenn deren Anhänger "Gesunde Planeten haben keine Menschen" sagen,
halten sie sich für besonders klug und weise, zeigen aber nur eine unglaubliche
Menge an Menschenverachtung und Selbsthass.

Wenn wir nichts ändern, wird die Erde in 6 Milliarden Jahren ein lebensfeindlicher Planet
mit Meeren aus flüssigen Gestein sein. Wer daran nichts ändern will,
zeigt nicht nur seine Menschenverachtung, sondern auch seine Verachtung für alle Lebewesen.

Die Idee Gut und Böse einzuteilen kommt aus dem persischen Zoroastrismus, der auf solchen
Gegensätzen aufbaut.

Auf der einen Seite das Gute, das Überlebensfreundliche,
die Kräfte der Schöpfung, auf der anderen Seite das Böse,
das Überlebensfeindliche, die Kräfte der Zerstörung.

Natürlich wird das Böse sich nie selbst als das Böse deklarieren,
sondern als klug, intelligent, erhaben:

"So ist der Lauf der Natur", "So ist eben das Schicksal",
"dagegen kann man nichts machen", "Daran kann man nichts ändern",
"Der Kluge fügt sich in sein Schicksal".
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Re: Die Rolle der Menschheit

von akoehler » 1. Dez 2017, 18:08

Auch das Universum selbst hat ein Ablaufdatum - auch eine moegliche interstellare Ausbreitung zoegert das unvermeidbare Ende letztendlich nur "etwas" hinaus.
 
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Re: Die Rolle der Menschheit

von founder » 1. Dez 2017, 18:22

akoehler hat geschrieben:Auch das Universum selbst hat ein Ablaufdatum - auch eine moegliche interstellare Ausbreitung zoegert das unvermeidbare Ende letztendlich nur "etwas" hinaus.


Dieses Universum, ein Universum.
gibt es nur ein Universum,
oder ist ein Universum nur wie eins Seifenblase in einem Schaumbad?

Wenn nichts zeitkritisches dazwischen kommt,
haben wir in der Umlaufbahn um einen roten Zwerg 12.000 Milliarden Jahre Zeit darüber nachzudenken und Lösungen zu finden.
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Re: Die Rolle der Menschheit

von Südstromer MS85 » 1. Dez 2017, 18:51

Du solltest echt mal Bücher schreiben...
Der MS ist unser erster schöne Kombi
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Re: Die Rolle der Menschheit

von prodatron » 1. Dez 2017, 18:54

Hat er doch schon :)
Alle sagen, das geht nicht. Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's gemacht
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Re: Die Rolle der Menschheit

von founder » 1. Dez 2017, 18:59

Südstromer MS85 hat geschrieben:Du solltest echt mal Bücher schreiben...


1992 "Aufstieg zum Solarzeitalter".
Die zentrale These wurde 2016 durch die Studie Sektorkoppöung von Prof. Volker Quaschning bestzätigt.

2013 "Calculation ERROR.

Derzeit plane ich mein 3. Buch.
Zuletzt geändert von founder am 1. Dez 2017, 21:44, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Die Rolle der Menschheit

von cer » 1. Dez 2017, 19:10

Das ist ein ganz schön abgefahrenes "Nebenthema", aber ich bin froh, hier darüber zu lesen, denn es interessiert mich sehr.

Wenn ich founders unlesbare Websites (hat du schon mal den Gedanken gehabt, dass es ein Akt der Nächstenliebe sein könnte, Dinge leicht wahrnehmbar zu gestalten und in verarbeitbaren Portionen zu servieren?) überfliege, dann sehe ich ein sehr utopisches und zugleich radikal menschzentriertes Weltbild. Diese Kombination steht in ziemlichem Widerspruch zu dem, was bei mir selbst gerade an Bewusstseinsentwicklung stattfindet.

Und Bewusstsein ist das Stichwort. Ich halte es eher mit den Singularisten: Der Mensch ist in seiner heutigen Form ein Übergangswesen, nicht Selbstzweck, sondern eine Stufe auf einem langen Entwicklungsweg, der teilweise weit außerhalb der uns zugänglichen Dimensionen stattfindet. Die Idee eines unbegrenzten Wachstums unter den Bedingungen der geltenden Naturgesetze ist m.E. absurd und gruselig, denn sie würde, wäre sie realisierbar, zu einem "Mehr desselben" führen, aber nicht zu einer Entwicklung. Jeder Fortschritt bedingt das Zurücklassen von etwas, auch das Zerstören von Erreichtem, um Ressourcen für neues frei zu machen. Und genau so sind die Gesetze unserer Natur auch angelegt: Alles geht kaputt, stirbt, zerfällt, nachdem es geblüht hat und seine Potentiale ins Kollektive Bewusstsein eingeschrieben hat.
Das Ergebnis nicht eine homogene Staubwüste, sondern Entwicklung…
 
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