Onlineprotest gegen Kahlschlag bei der Solarenergie

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Onlineprotest gegen Kahlschlag bei der Solarenergie

von Talkredius » 28. Feb 2012, 19:54

Umweltminister Roettgen und Wirtschaftsminister Roesler
wollen die Foerderung der Fotovoltaik so drastisch kuerzen,
dass kaum noch neue Solaranlagen ans Netz gehen wuerden.
Dies bedroht die gesamte Energiewende.

Am Mittwoch entscheidet das Bundeskabinett ueber das
Vorhaben der beiden Minister. Jetzt muss Bundeskanzlerin
Merkel sie stoppen!

Ich habe mich gerade an einem Online-Appell gegen den
Kahlschlag bei der Solarenergie beteiligt. Unterzeichne
auch Du den Appell:

http://www.campact.de/enb/sn3/signer

Weitergehende Infos :

http://www.manager-magazin.de/unternehm ... 62,00.html
stellv. Präsident des Teslafahrer und Freunde e.V.
http://www.tff-ev.de
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Re: Onlineprotest gegen Kahlschlag bei der Solarenergie

von gridparity » 29. Feb 2012, 15:36

Hab ich gemacht, danke für die Info :)
 
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Re: Onlineprotest gegen Kahlschlag bei der Solarenergie

von schnucky888 » 2. Mär 2012, 10:17

Ich sehe das Problem nicht in der Kürzung, sondern eher in den Bedingungen !

1)
Man kann nicht innerhalb von 3 Wochen eine 30%.ige Kürzung realisieren und diejenigen, die in Treu und Glauben hohe Verbindlichkeiten
zu definierten Bedingungen eingingen, nun sagen: ätsch - lange Nase.Denen geht nun der kalulierte Ertrag flöten.
Eine Übergangsfrist von 3 Monate für Klein nlagen und 1 Jahr für Großprojekte muss doch logoischerweise gewährt werden.

2)
Vielmehr müssen die Idioten da oben mal die Bedingungen der Vergütung heimatfreundlich regeln.
Es kann nicht sein, daß Billigprodukte aus China den gleichen Ertrag bringen können, wie teurere deutsche Produkte.
Daß dann unsere Firmen nicht dauerhaft funktionieren, ist doch klar.

Nur zum Verständnis:
Ich habe selbst gerade im November und Dezember 2011 eine 76 Kwp-Anlage auf meiner Halle selbst geplant, Module selbst aus China billig importiert und das ganze
mit eigenen Leuten selbst errichtet. Ich kann euch sagen, daß die Bedingungen einen Kapitalverzinsung von ca. 16 % zulassen. Und das für garantierte 20 Jahre.
Und das bezahlt jeder Bürger Deutschlands, der Strom verbraucht, mit höhreren Preisen.
Ich nutze das natürlich (wer weiß, was noch so auf uns zukommt....), wäre aber eigentlich für faire Bedingungen. Nur dann auch für alle.
China kauft auch keine ausländischen Fahrzeuge mehr für Regierungsmitarbeiter. Die ziehen das durch.
Wir verstecken uns immer hinter dem Argument, daß die EU das verbieten würde. Lächerlich......

Deswegen sollten auch nur EVs gefördert werden, wenn die in Deutschland wertgeschöpft produziert würden.

Herzlichst, Andreas
 
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Re: Onlineprotest gegen Kahlschlag bei der Solarenergie

von Eberhard » 3. Mär 2012, 16:42

Lieber Andreas,

du hast vollkommen recht, wenngleich deine Rendite sogar noch höher ist und teilweise sogar steuerfrei (wegen der Abschreibungsmöglichkeiten),
was man ja nicht in Betracht zieht ist, das die Module nicht nach 20Jahren vom Dach gerissen werden müssen, weil die EEG-Förderung ausläuft. Aber man hat eine abgeschrieben Solaranlage, die noch weitere 50 Jahre funktionsfähig ist. (Die Wechselrichter halten allerdings nicht so lange). Dann fängt das Geldverdienen erst richtig an.

lg

Eberhard
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Re: Onlineprotest gegen Kahlschlag bei der Solarenergie

von Mike » 16. Mär 2012, 20:41

schnucky888 hat geschrieben:Ich kann euch sagen, daß die Bedingungen einen Kapitalverzinsung von ca. 16 % zulassen


die rendite berechnung für diese anlage/bedingungen würde mich interessieren ...

gruß
michael
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Re: Onlineprotest gegen Kahlschlag bei der Solarenergie

von ManuaX » 10. Mai 2012, 21:57

http://www.duh.de/pressemitteilung.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=2847&cHash=553fb981a4643e1b18b64bdc301610fd

Auszug:
Am Dienstag dieser Woche erzeugten die deutschen Solarmodule zur Mittagszeit die Rekordleistung von fast 18.500 Megawatt Strom und damit etwa so viel wie alle Atomkraftwerke in Deutschland zusammen vor den Abschaltungen infolge der Fukushima-Katastrophe. Zwischen 9:00 und 16:00 Uhr lag die PV-Leistung durchgängig über 10.000 Megawatt. Über den Tag produzierten die Solaranlagen 141 Gigawattstunden Strom. In der Folge sank der Stromgroßhandelspreis am Spotmarkt der Leipziger Strombörse in den Mittagsstunden unter 40 Euro pro Megawattstunde und lag damit nur noch wenig über den Strompreisen, die üblicherweise in der Nacht verlangt werden. Die Renditen der verbleibenden Atom- und fossilen Kraftwerke schrumpfen infolge dieser Entwicklung massiv.


weiteführende Informationen:

Ein ergänzendes Hintergrundpapier der DUH vom 4. Mai 2012 zur Krise der Solarwirtschaft und den wahren Kosten der PV-Stromerzeugung finden Sie unter: http://www.duh.de/pressemitteilung.html?&tx_ttnews[tt_news]=2844


P.S: ich habe zwar im mom kein Geld für ne PV habe mich aber dennoch mal informiert und aktuell ist die Einspeisevergütung jetzt schon niedriger wie der aktuelle Strompreiß für die privaten Haushalte.
d.h. wenn mann einen großteil seines bedarfs duch PV decken könnte, währe man jetzt schon ohne Vergütung billiger dran als zu Netzpreißen. Schade nur das man den schönen PV Strom (noch) nicht zu Hause speichern kann bis man ihn (auch in größseren mengen) braucht (nachts oder wenn man mal kocht/backt/wäscht)

mfg Manu
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Re: Onlineprotest gegen Kahlschlag bei der Solarenergie

von Mike » 11. Mai 2012, 15:07

Breite Länderfront stoppt Photovoltaik-Novelle

Röttgen und Rösler sind vorerst mit ihren Plänen zur Photovoltaik gescheitert ...
Lange war es knapp. Nun hat sich aber eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Länder gegen die drastischen Einschnitte bei der Solarförderung ausgesprochen.

Die EEG-Novelle zur Photovoltaik ist mit einer Mehrheit von zwei Drittel im Bundesrat in den Vermittlungsausschuss zu einer grundlegenden Überarbeitung des Gesetzes geschickt worden. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa stimmten 48 der 69 Ländervertreter für Nachverhandlungen bei der Solarförderung. So hätten nur Bayern, Niedersachsen, Hessen und Schleswig-Holstein für die Verabschiedung der EEG-Novelle votiert. Offiziell werden die Stimmen nicht ausgezählt, sondern nur eine Mehrheit festgestellt, wie eine Sprecherin des Bundesrats auf Anfrage der photovoltaik sagte.

Es dürfte für Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) sehr schwer werden, ihre ursprünglichen Kürzungspläne im Vermittlungsausschuss von Bund und Ländern weitgehend durchzusetzen, berichtet dpa weiter. Der starke Widerstand könnte zu erheblichen Korrekturen führen. Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) sagte in der Bundesratsdebatte: „Jetzt ist klar: Der Merkel-Rösler-Röttgen-Murks muss korrigiert werden. Die vom Bundestag beschlossene Kappung der Solarförderung wird es so nicht geben.“ Das sei eine gute Nachricht für die Energiewende, für den Mittelstand, für Arbeitsplätze in Deutschland und für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft.

Auch die SPD begrüßte die Entscheidung des Bundesrats. Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann sagte der dpa: „Die CDU-Länder haben Norbert Röttgen heute mitten im Wahlkampf eine schwere Niederlage bereitet.“ Das sei ein Affront der CDU-Ministerpräsidenten gegen Röttgen, der sich am Sonntag in Nordrhein-Westfalen für das Amt des Ministerpräsidenten zu Wahl stellt. „Wer in Berlin zu schwach ist seine Vorhaben durchzusetzen, hat auch nicht das Zeug zum Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen“, sagte Oppermann weiter. Die Grünen sehen in dem Votum ein klares Bekenntnis zu deutschen Solarindustrie. „Dass auch sechs unionsgeführte Länder für einen Vermittlungsausschuss gestimmt haben zeigt, dass sie nicht bereit sind zum Schutz ihres CDU-Spitzenkandidaten in Nordrhein-Westfalen die vielen Tausend Arbeitsplätze in der Solarbranche aufs Spiel zu setzen“, kommentierte Grünen-Energieexperte Hans-Josef Fell die Entscheidung des Bundesrats. „Im Vermittlungsausschuss können nun die wichtigsten Korrekturen an der vermurksten schwarz-gelben Solargesetzesnovelle vorgenommen werden.“ Die Grünen forderten die Beibehaltung der differenzierten Vergütungsklassen für Photovoltaik-Dachanlagen, die Abschaffung des Vermarkungszwangs für Anlagen bis ein Megawatt sowie die Weiterführung der Förderung für Solarparks mit mehr als zehn Megawatt Leistung. Außerdem fordern die Grünen eine Industrieinitiative von Röttgen und Rösler zur Unterstützung der heimischen Solarindustrie.

Die FDP versucht sich hingegen eher als Schutzpatron des kleinen Mannes: „Die Landesregierungen, die heute den Vermittlungsausschuss angerufen haben, denken offenbar mehr an die Industrie-Lobby als an die Bürger, die bei der Solarförderung die Zeche zahlen“, erklärte Michael Kauch, umweltpolitischer Sprecher der Liberalen. Röttgens Strategie, schon vor der Entscheidung mit den Ländern Kompromisse mit den CDU-regierten Bundesländern zu schließen, sei nicht aufgegangen. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) hofft durch die Anrufung des Vermittlungsausschusses auf „Schadensbegrenzung für die Solarbranche und sieht sich in seinen Forderungen bestärkt, die Fördersätze für Solarstrom-Anlagen weniger schnell zurückzufahren.“ Allerdings müsse im Interesse der Investitionssicherheit nun eine schnelle Entscheidung gefunden werden.

Quelle: http://www.photovoltaik.eu/nachrichten/details/beitrag/breite-lnderfront-stoppt-photovoltaik-novelle_100007887/
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Re: Onlineprotest gegen Kahlschlag bei der Solarenergie

von Talkredius » 11. Mai 2012, 22:06

für den Förderungslaien : Sind damit der Kürzungen (vorerst) gestoppt = alte Förderung für alle Anlagen die jetzt noch errichtet werden ?

P.S: Am Sonntag sind in NRW Wahlen, mal schauen wo wir Herrn Röttgen danach wiederfinden.
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Re: Onlineprotest gegen Kahlschlag bei der Solarenergie

von Eberhard » 12. Mai 2012, 17:36

Was mich wundert, ist, das Bayern auch für die EEG Novelle gestimmt hat. Seehofer hat sich doch vorher sehr deutlich dagegen ausgesprochen und sogar eine regionale Förderung ins Gespräch gebracht.

So freut es mich, aber die Novelle hätte die Umstellung auf Eigenverbrauch und die damit notwendige Entwicklung der Speichertechnik (einschließlich Elektroauto) beschleunigt.

lg

Eberhard
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Re: Onlineprotest gegen Kahlschlag bei der Solarenergie

von Mike » 12. Mai 2012, 20:02

Talkredius hat geschrieben:für den Förderungslaien : Sind damit der Kürzungen (vorerst) gestoppt = alte Förderung für alle Anlagen die jetzt noch errichtet werden ?


davon gehen wir momentan aus
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