Wer muss sich zuerst "umschauen"

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Re: Wer muss sich zuerst "umschauen"

von Vetimania » 23. Sep 2017, 15:49

Leto hat geschrieben:
Südstromer MS85 hat geschrieben:Wahnsinn... ich hab grad mal geschaut, rein zum Spaß. E-Klasse E43 - also 400 PS Klasse.

Preis nackig fürs Auto: 76.000 Euro...

Rückfahrkamera 1.250 Euro / elekt. Heckklappe 1.500 Euro / Sitzheizung / Assistenzsysteme.... jeder noch so kleine Quatsch kostet vierstellig extra. Was willste da "umschauen". und dann haste einen Motor der dir pro 100 KM knapp 25 Euro aus dem Geldbeutel frisst.


So wie ein Tesla der 25kWh/100km brauchen soll gefahren sind es vielleicht 15€.


Was soll uns das jetzt sagen?!
Ich habe bisher trotz forcierter Fahrweise im Schnitt 225 Wh/km
Selbst mit ladeverlusten ect. Dürfte es nicht mehr als die 250Wh/km sein...
Wie kommst du da auf 15€??
Selbst ohne Superchargernutzung komme ich bei meinem Strompreis( Ökostrom )da aktuell auf max. 6,25€
Bei mir ca. 40% Superchargeranteil dementsprechend weniger...


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Re: Wer muss sich zuerst "umschauen"

von volker » 23. Sep 2017, 23:38

Die niedrigen laufenden Kosten eines E-Autos werden nicht ausschlaggebend sein für die Mehrzahl der Käufer. Für die zählt der Anschaffungspreis. Dahin kommen wir nur über Massenproduktion von Batterien.

Der E-Auto-Anteil an den Neuzulassungen ist in den meisten Ländern derart niedrig, dass der sich noch ein paar mal verdoppeln kann, bevor die etablierten Hersteller es zu spüren beginnen. Die Frage ist, ob sie sich schon vorher in Bewegung setzen? Und zwar so richtig?

Wenn ja, muss sich Tesla warm anziehen. Gut so! Konkurrenz belebt das Geschäft, und die Verkehrswende muss so schnell wie möglich los rollen.

Wenn nein, oh je. Tesla und ein paar Newcomer werden den Markt umpflügen, und wir werden uns von ein paar etablierten Namen verabschieden müssen.
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Re: Wer muss sich zuerst

von Leto » 24. Sep 2017, 07:09

Vetimania hat geschrieben:
Leto hat geschrieben:
Südstromer MS85 hat geschrieben:Wahnsinn... ich hab grad mal geschaut, rein zum Spaß. E-Klasse E43 - also 400 PS Klasse.

Preis nackig fürs Auto: 76.000 Euro...

Rückfahrkamera 1.250 Euro / elekt. Heckklappe 1.500 Euro / Sitzheizung / Assistenzsysteme.... jeder noch so kleine Quatsch kostet vierstellig extra. Was willste da "umschauen". und dann haste einen Motor der dir pro 100 KM knapp 25 Euro aus dem Geldbeutel frisst.


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Fährt man 130 km/h auf der AB brauchen auch die AMG nur nahe 10 Liter. Forcierte Fahrweise ist das eine aber Geschwindigkeit verzeiht der Tesla nicht ;)
2. Model S 90D, seit 9/16, Midnight Silver/Grau/Carbon, Lenkassistent aka AP1, alles außer Tiernahrung und Pano, E.ON Basisbox Kombi und wallb-e eco, je 22kW und BEW "ein Preis" Roaming Vertrag für RWE Säulen sowie TNM Ladekarte und Plugsurfing
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Re: Wer muss sich zuerst "umschauen"

von FrankfurterBub » 24. Sep 2017, 07:42

volker hat geschrieben:Der E-Auto-Anteil an den Neuzulassungen ist in den meisten Ländern derart niedrig, dass der sich noch ein paar mal verdoppeln kann, bevor die etablierten Hersteller es zu spüren beginnen. Die Frage ist, ob sie sich schon vorher in Bewegung setzen? Und zwar so richtig?


Und hier sehe ich das Problem: Bis der Gesetzgeber einschreitet, werden sowohl Konsumenten als auch Hersteller von sich aus wenig tun - warum auch, die einen erhalten ein Produkt, was sie kennen und was funktioniert, die anderen brauchen keine Anstrengungen vorzunehmen und erhalten ihr altes, offensichtlich lohnendes Geschäftsmodell.

Erst wenn der Gesetzgeber mit allen Konsequenzen auf den Wandel dringt, wird auf beiden Seiten etwas passieren. Daher bin ich strikt für klare Regelungen, die durchaus einigen zeitlichen Vorlauf haben dürfen.
Etwa: Auslauf Dieselförderung ab 2019 bis 2022. Verbot von bestimmten Neuzulassungen ab 2025. Verbot von weiteren Fahrzeugneuzulassungen bis 2030. Null-Emission bei Neu-PKW ab 2030. Aufbau Ladestruktur bis 2025, Vollversorgung ab 2030.

Das muss aber JETZT passieren. Sonst bewegt sich nie etwas, weil immer 'gerade' jemand ja ein neues Auto entworfen / gekauft / etc. hat.

PS: Auch ich halte die Entfaltungsfreiheit des Indivuduums für ein hohes Gut. Allerdings endet die Freiheit des einen an der Freiheit / Gesundheit des anderen. Daher gibt es meines Erachtens sehr wohl auch einen berechtigen Auftrag des Gesetzgebers - aber wir werden sehen..

PPS: Und sorry, wer hier den (schnellen) Siegeszug ohne solch Eingriff von oben für die Elektromobilität sieht, lügt sich einfach in die Tasche bzw. lebt auch in einer Blase..
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Re: Wer muss sich zuerst "umschauen"

von Südstromer MS85 » 24. Sep 2017, 08:38

Leto hat geschrieben:So wie ein Tesla der 25kWh/100km brauchen soll gefahren sind es vielleicht 15€.

Wir hatten vor dem Kauf unseren Teslas einen P85D in Langzeitmiete. Der wurde entsprechend bewegt und hatte nach 7.500 KM einen Gesamtschnitt von 23 kWh. Am Gardasee bin ich den mit 14 kWh gefahren. Unser jetziger bekomme ich kaum über 20 kWh. Ein V8 normal bewegt schluckt so oder so min. 9 Liter. Das ist doch der Unterschied zwischen den Motoren! Ein Benziner säuft ja selbst den Brenner runter noch 7 Liter!

und wie Du ja sagst, beim cruisen brauchen die AMGs 10 Liter. Ich kenn genug Leute die AMG fahren. Mein Kumpel im S63 fährt auch mit 10 Litern beim Cruisen. allerdings pro 50 KM.

Selbst wenn man den Tesla bei T&R an Chademo lädt, fährt man die 120 kmH Strecke immer noch günstiger als ein V8 im Leerlauf verbraucht.
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Re: Wer muss sich zuerst

von Südstromer MS85 » 24. Sep 2017, 08:48

Vetimania hat geschrieben:Was soll uns das jetzt sagen?!
Ich habe bisher trotz forcierter Fahrweise im Schnitt 225 Wh/km
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Er meinte wenn man die V8 auf der Autobahn gleiten lässt.... 10 Liter = 15 Euro.

Also mit 100 hinterm Post Bus hinterher.
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Re: Wer muss sich zuerst "umschauen"

von Südstromer MS85 » 24. Sep 2017, 08:55

volker hat geschrieben:Die niedrigen laufenden Kosten eines E-Autos werden nicht ausschlaggebend sein für die Mehrzahl der Käufer. Für die zählt der Anschaffungspreis. Dahin kommen wir nur über Massenproduktion von Batterien.

Der E-Auto-Anteil an den Neuzulassungen ist in den meisten Ländern derart niedrig, dass der sich noch ein paar mal verdoppeln kann, bevor die etablierten Hersteller es zu spüren beginnen. Die Frage ist, ob sie sich schon vorher in Bewegung setzen? Und zwar so richtig?

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Natürlich werden die VW Heinis und die anderen elektrische Autos anbieten. Die Frage wird sein wann. Renault baute mal einen Scenic, 10 Jahre später baute VW einen Touran. Der verkaufte sich trotz struntzlangweiliger Optik besser. Der Unterschied jetzt ist aber, das es einen Unterschied macht, ein Model zu kopieren - letztlich nur das Blech anders formen muss - oder eine völlig neue Entwicklung angeht. Und selbst dann bleibt noch die Beschaffung von den Akkus. Ich hab mir es abgewöhnt zu schauen, was die Premium-Betrüger machen könnten, wenn sie wollten. Ich guck mal die IAA Vorstellungen an - solange dort weiterhin nur Studie stehen und Frau Merkel die Nase rümpft, ob der lieferbarkeit von dt. E-Autos....

Bis dahin hat Tesla schon über 6 Fahrzeuge am Markt etabliert.

Mir gefällt auch einiges nicht an Tesla! Es ist aber das beste Konzept. Nein, es ist das einzigste Konzept.
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Re: Wer muss sich zuerst "umschauen"

von Vetimania » 24. Sep 2017, 08:56

Ach so... aber im Normalbetrieb läuft da mehr durch... Jaguar xk z.bsp. minimal 12-13 l normalerweise 14-16 ..., forcierte Fahrweise noch mehr [emoji6]
Das war für mich ein no Go . Diesel kam auch vor dem Skandal nicht mehr in Frage wegen dem recht hohen Kurzstreckenanteil.
Wenn alle Dieselfahrer mal in sich gehen würden und ihr Fahrprofil berücksichtigen würden bräuchte sich die Verbrennerfraktion nicht mehr 'Umschauen'... sie wäre schon tot [emoji6]


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Re: Wer muss sich zuerst "umschauen"

von Südstromer MS85 » 24. Sep 2017, 09:36

FrankfurterBub hat geschrieben: Aufbau Ladestruktur bis 2025, Vollversorgung ab 2030.

Das muss aber JETZT passieren. Sonst bewegt sich nie etwas, weil immer 'gerade' jemand ja ein neues Auto entworfen / gekauft / etc. hat.


Warum so lange warten? Was spricht denn dagegen noch in diesem Jahr sämtliche Parkhäuser mit min. 6 Ladesäulen zu bestücken und über die 3 gängigen Laderoamings abzurechnen? Technisch betrachtet ist das ein Witz und allein die Beleuchtung zieht schon mehr strom! Die meisten hadern doch damit, das man kaum laden kann. Fahrzeuge haben wir zwar auch zu wenig, aber die meisten meckern an den Ladepunkten rum. Als nächstes soll jeder Arbeitgeber mit eigenem Parkraum dafür sorgen das an der Betonwand Ladesäulen angebracht werden. ganz banale 3,7 kW Stecker! Mehr braucht es selbst für die Halbtagsleute nicht um den Wagen nachzuladen - der RFID Chip ermöglicht Zugang und exakte Abrechung des Strom am Lohnzettel - oder der Chef scheckt die paar kWh einfach. Dann kommt der Einzelhandel dran. Wie kann es sein, das bei mir ein 4.500 qm2 Edeka im besten Architekten sytle gebaut wird, am Dach aber keine PV Anlage installiert ist, und am Grundstück man eine Ladesäule vergeblich sucht? Die Autobahnen sind ja stand heute schon adäqat installiert. dort sollten einfach die Scherrifs vermehrt Falschparker kontrollieren. Komisch, in der Innenstadt gibts extra eine Berufsgruppe dafür.... Das ganze Thema ist so simpel umzusetzen das es einen schockiert wie banal und lächerlich alles läuft.
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Re: Wer muss sich zuerst "umschauen"

von FrankfurterBub » 24. Sep 2017, 10:21

Südstromer MS85 hat geschrieben:
FrankfurterBub hat geschrieben: Aufbau Ladestruktur bis 2025, Vollversorgung ab 2030.

Das muss aber JETZT passieren. Sonst bewegt sich nie etwas, weil immer 'gerade' jemand ja ein neues Auto entworfen / gekauft / etc. hat.


Warum so lange warten? Was spricht denn dagegen noch in diesem Jahr sämtliche Parkhäuser mit min. 6 Ladesäulen zu bestücken und über die 3 gängigen Laderoamings abzurechnen? [...] Das ganze Thema ist so simpel umzusetzen das es einen schockiert wie banal und lächerlich alles läuft.


Ich dachte, ich hätte es schon deutlich genug geschrieben: Ohne 'Befehl' von oben (a.k.a. Gesetzgeber) ggf. mit entsprechenden Incentives wird das nix - warum auch? Dass das ggf leicht umzusetzen wäre, interessiert dann erstmal nur peripher. Warum soll ein Edeka Ladestationen einbauen, wenn da alle drei Tage mal ein Tesla / Zoe, etc. dranhängen wird und sonst nur Platz und Ressourcen wegnimmt? Henne, Ei, etc.

Und wenn man nur ein bisschen weiß, wie lange eine konkrete und rechtlich nicht angreifbare Maßnahme von oben dauern kann, dann sollte einem klar werden, dass meine Zeitangaben realistisch bis durchaus sportlich sind.
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