Wie würde idealerweise ein Diesel-Fahrverbot durchgesetzt?

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Re: Wie würde idealerweise ein Diesel-Fahrverbot durchgesetz

von cer » 12. Dez 2017, 11:46

Das Problem ist, kurz gesagt, dass Manager die Politik beeinflussen können und arme Leute, die sich nicht einfach ein neues Auto anschaffen können, um damit zu irgendeiner absurden Zeit ihren Arbeitsplatz erreichen zu können, nicht. Ist das so schwer zu verstehen?

Ein Fahrverbot benachteiligt Arme und zwingt indirekt zu Konsum.
 
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Re: Wie würde idealerweise ein Diesel-Fahrverbot durchgesetz

von Leto » 12. Dez 2017, 11:51

cer hat geschrieben:Das Problem ist, kurz gesagt, dass Manager die Politik beeinflussen können und arme Leute, die sich nicht einfach ein neues Auto anschaffen können, um damit zu irgendeiner absurden Zeit ihren Arbeitsplatz erreichen zu können, nicht. Ist das so schwer zu verstehen?


Müssen Sie nicht, die verantwortlichen Unternehmen müssen entweder Nachrüsten oder Austauschen ohne Kosten für die Nutzer. Dazu müssen die Unternehmen vielleicht ein paar Mitarbeiter weiter beschäftigen die sie gerne zur Gewinnmaximierung entlassen hätten und das Management bis zur Behebung des Problems auf 100.000 € Jahresgehalt setzen (davon kann man ohne Harz IV leben). Können die Unternehmen selbst entscheiden wie sie damit umgehen. Gewinne sind halt dann keine auszuschütten. Ist alles wirklich ganz einfach wenn die Verantwortlichen zur Lösung herangezogen werden.
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Re: Wie würde idealerweise ein Diesel-Fahrverbot durchgesetz

von Volker.Berlin » 12. Dez 2017, 11:53

Leto, ich stimme Dir auf einer prinzipiellen Ebene zu. Allerdings wird das in unserer Realität nicht passieren, womit wir wieder am Ausgangspunkt wären.
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Re: Wie würde idealerweise ein Diesel-Fahrverbot durchgesetz

von TArZahn » 12. Dez 2017, 11:55

Bei mir funktioniert es eigentlich ganz gut. Diejenigen, die meinen, mit einem Diesel kommen zu müssen, parken außerhalb. Dem einen oder anderen Handwerker erteile ich schon mal eine Ausnahmegenehmigung :) . Bevorzugt werden Aufträge an Handwerker vergeben, die elektrisch fahren.
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Re: Wie würde idealerweise ein Diesel-Fahrverbot durchgesetz

von Snuups » 12. Dez 2017, 12:02

TArZahn hat geschrieben:Bei mir funktioniert es eigentlich ganz gut. Diejenigen, die meinen, mit einem Diesel kommen zu müssen, parken außerhalb. Dem einen oder anderen Handwerker erteile ich schon mal eine Ausnahmegenehmigung :) . Bevorzugt werden Aufträge an Handwerker vergeben, die elektrisch fahren.


Damit schiesst man sich aber auch schon mal ein Eigentor. Ich halte das für übertriebenen Aktionismus, zumal es überhaupt nicht ändert.
Liebe Grüsse
Snuups

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Re: Wie würde idealerweise ein Diesel-Fahrverbot durchgesetz

von Abgemeldet 06-2018 » 12. Dez 2017, 12:06

Snuups hat geschrieben:Fahrverbote sind letztendlich ziemlich unrealistisch.


Warum?
Es gab die Fahrverbote schon mehrfach in der Vergangenheit, ich sehe da nicht das geringste Problem.
Die Frage ist ob man alle Verbrenner an bestimmten Tagen aussperrt (alternierend) oder nur jene Fahrzeuge, die aktuell illegal betrieben werden.

Letzteres hätte den Charme, dass den Herstellern die Möglichkeit (bzw. der Zwang) gegeben wird die Fahrzeuge in einen legalen Zustand zu bringen.
Das wird aber nur dann eine messbare Luftreinhaltung bringen, wenn die "Updates" nicht wie bisher durch korrupte Behörden abgesegnet werden, obwohl sie keinerlei Wirkung haben und immernoch mit Thermofenstern gearbeitet wird.

Übrigens braucht kein einziger "armer" Mensch in einer Großstadt wie München sein Auto um in die Innenstadt rein zu fahren, denn dafür gibt es ein hervorragend ausgebautes Park + Ride, das wesentlich preisgünstiger ist als die Parkgebühren im Stadtzentrum.
Zuletzt geändert von Abgemeldet 06-2018 am 12. Dez 2017, 12:07, insgesamt 1-mal geändert.
 
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Re: Wie würde idealerweise ein Diesel-Fahrverbot durchgesetz

von Leto » 12. Dez 2017, 12:06

Volker.Berlin hat geschrieben:Leto, ich stimme Dir auf einer prinzipiellen Ebene zu. Allerdings wird das in unserer Realität nicht passieren, womit wir wieder am Ausgangspunkt wären.


[OT]Und das ist der Grund für die AfDs, Trumps & Co. auf dieser Welt. Denn die etablierten Parteien haben nicht die Eier(Stöcke) um offensichtliches auszusprechen und inkl. Konsequenzen zu handeln. Die "Alternativen" haben zwar keine Ahnung aber erzeugen ein Flair von intellektuell nicht geerdeter Hoffnung auf Änderung. Das ist eine echt gefährliche Mixtur.[/OT]
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Re: Wie würde idealerweise ein Diesel-Fahrverbot durchgesetz

von Volker.Berlin » 12. Dez 2017, 12:08

Snuups hat geschrieben:
TArZahn hat geschrieben:Bei mir funktioniert es eigentlich ganz gut. Diejenigen, die meinen, mit einem Diesel kommen zu müssen, parken außerhalb. Dem einen oder anderen Handwerker erteile ich schon mal eine Ausnahmegenehmigung :) . Bevorzugt werden Aufträge an Handwerker vergeben, die elektrisch fahren.

Damit schiesst man sich aber auch schon mal ein Eigentor. Ich halte das für übertriebenen Aktionismus, zumal es überhaupt nicht ändert.

Ich finde das wunderbar. Jeder kehre vor seiner eigenen Tür. Dass sich "überhaupt nichts" ändert, halte ich auch für unzutreffend: Zumindest schafft es eine gewisse Aufmerksamkeit. Und Handwerker mit E-Autos werden mit Aufträgen belohnt -- das ist nicht anders, als Hotels mit Ladestationen mit Übernachtungen zu belohnen. Das sind alles winzig kleine Schritte, aber schlüssig und konsequent.
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Re: Wie würde idealerweise ein Diesel-Fahrverbot durchgesetz

von egn » 12. Dez 2017, 12:13

Hier geht es doch nicht um die paar Autos die als Euro6 verkauft werden aber auf dem Prüfstand nur unter Anwendung illegaler Methoden die Grenzwerte schafften. Selbst wenn diese alle so nachgerüstet würden wäre die Luft in den Städten nicht merkbar besser.

Die Masse der Schadstoff kommt von den Altfahrzeugen die ganz legal auf der Straße herum fahren, und dafür gibt es keine Nachrüstung, oder eine Nachrüstung müsste dann von deren Nutzern bezahlt werden.

Genau das ist sozial unverträglich und eine Regierung die solche Gesetze verabschiedet ist danach weg vom Fenster.

Die meisten Bürger haben andere Prioritäten als Umweltaktivisten meinen.

Die Schadstoff sind zwar für die meisten Leute ein Thema, aber wenn es irgendwelche radikalen Gesetze gibt, die sie dann selbst betreffen, wie z.B. der rapide Wertverlust des eigenen Fahrzeugs, die Einschränkung der Mobilität, Kosten für einen Neukauf usw., dann sieht die Sache ganz anders aus.

Die radikalen Vorschläge, die eigentlich die Hersteller treffen sollen, treffen eigentlich die falschen Leute, und nutzen letztlich den Herstellern, da sie neue Autos verkaufen können.

Deshalb bleibt wie bisher nur ein gleitender Übergang zu einem emissions-freien Verkehr, der es den Leuten erlaubt sich den Gegebenheiten ohne große Einschränkungen anzupassen.

Dies kann man meiner Meinung nach nur sinnvoll beschleunigen durch Anreize, d.h. durch kräftige Subventionierung der alternativen Antriebe mit gleichzeitigem schrittweiser Verteuerung der schmutzigen Antriebe mit möglichst jährlichen Schritten.
Tesla Model S85, 2/2014 (VIN 19XXX), weiß , Leder beige, Tech, Sound, Luftfederung, Doppellader, Kaltwetter, Panoramadach, LTE, Chademo, Allianz Anschlussgarantie 4J/80.000km, Firmware 2018.21.9 75bdbc11, ca. 97.000 km
 
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Re: Wie würde idealerweise ein Diesel-Fahrverbot durchgesetz

von Leto » 12. Dez 2017, 12:27

egn hat geschrieben:Hier geht es doch nicht um die paar Autos die als Euro6 verkauft werden aber auf dem Prüfstand nur unter Anwendung illegaler Methoden die Grenzwerte schafften. Selbst wenn diese alle so nachgerüstet würden wäre die Luft in den Städten nicht merkbar besser.

Die Masse der Schadstoff kommt von den Altfahrzeugen die ganz legal auf der Straße herum fahren, und dafür gibt es keine Nachrüstung, oder eine Nachrüstung müsste dann von deren Nutzern bezahlt werden.

Genau das ist sozial unverträglich und eine Regierung die solche Gesetze verabschiedet ist danach weg vom Fenster.


Fein, lass' die Altfahrzeuge im Lifecycle Management aussterben und erlaube sie weiter bis dahin. Die "Schwindelautos" siehe oben und in Zukunft ebenso, 2025 dann keine Zulassung mehr für Verbrennungsmotoren. Das ist alles Problemlos im Lösungsraum. Wie jemand kürzlich sagte, es bedarf keiner Ingenieurleistung sondern nur dem politischen Willen.
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