Erneuerbare Energien allgemein

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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von inspirED » 27. Jan 2018, 20:44

Danke für den Direktlink (Schau dir mal die Hyperlinkfunktion für überlange Linkstrings im Editor an ;) ) .
transparency.entsoe.eu ist ja auf electricity auch als Ursprungs-Datenquelle angegeben, ich fand die realtime Grafik aus electricity aber ausreichend detailliert für eine grobe Abschätzung.

Btw: Auch wenn es so aussieht, mir geht es bei meinen Ausführungen nicht darum die erneuerbaren Ernergien zu diskreditieren. Ich halte persönlich die schnellstmögliche Annäherung an 100% regenerative Energieversorgung für alternativlos und möglich!
Um aber real verfügbare Lösungen aufzuzeigen nützt es halt nichts, die negativen Aspekte auszublenden und mit Wunschdenken oder beschönigten Annahmen an die Sache heranzugehen. (Wir brauchen in Zukunft keine Grundlast mehr?)

Selbst wenn ich viel Phantasie bezüglich noch nicht gehobener Potentiale (z.B. Demandmanagement) aufbringe. Niemand wird anzweifeln, dass die Speicher, die wir bräuchten um die erneuerbaren auf 100% Verfügbarkeit zu glätten mit absehbar verfügbaren Techniken einfach nicht darstellbar sind.

Der Clou ist, wir kommen bereits mit den aktuell verfügbaren Techniken problemlos mit einem sehr hohen Anteil der Erneuerbaren aus. Man wird nur grundsätzlich mit der zeitweisen Erzeugung aus thermischen Kraftwerken leben müssen, die aber nur wenige 100 Vollaststunden jährlich betrieben werden müssen.

So wie es jetzt mit der nicht bedarfsgerechten Vergütung läuft, kommt der Ausbau allerdings vorher an seine Grenzen. Es muss für Neuanlagen wieder Richtung marktgerechter Vergütung gehen
Das begünstigt Anlagen mit möglichst breiter Erzeugung (unterdimensionierte Wechselrichter an PV, Schwachwindanlagen, jede Art von Speichertechnologie) und muss Netzbedingt einhergehen mit dem Chopping der wertlosen Spitzen ohne Vergütung.

Als Backup für die Unterdeckung/ Ausfälle der Erneuerbaren dann übergangsweise Steinkohle/ Erdgas, später nur noch Erdgas unterstützt von kleinen, dezentralen BHKWs.
Der Betrieb dieser Kraftwerke muss irgendwann nach verschiedenen Kriterien (CO2/kWh, Netzseitige Bedarfsituation am Aufstellort, möglicher Lastgradient) für die reine Vorhaltung abrufbarer Standbyleistung subventioniert werden, die erzeugte Energie darf maximal nur die anteiligen Kosten für Primärenergieträger/ Wartung decken.
Das einfachste Lenkungsinstrument wäre natürlich eine bedingungslose, kontinuierlich ansteigende CO2 Steuer für alle fossilen Energieträger, anteilig C-Gehalt abzuführen bereits bei Entnahme aus der Erdkruste - Es könnte so einfach sein ;)
smartED - einfach, wie für mich gemacht.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von SLAM » 27. Jan 2018, 21:33

Gegenwärtig ist der mittlere Hub der Alternativen etwa 1:5 und das erratisch, in keiner Weise dem Bedarf folgend.

Das bedeutet, daß in Extremsituationen ab ca. 20% mittlerem Alternativanteil diese abgeregelt werden müssen, was auch schon geschieht.

Demandmanagement wird stark überschätzt, weil etwa 1/3 der Last in Deutschland 24/7/365 Anwendungen sind.

Wir gehen als Realistischem Szenario davon aus, daß 20% Fossil, bevorzugt als GuD notwendig ist. Man kommt dann mit einer Speichergröße aus, die technologisch nur mit Elektrolysewasserstoff (Rückwandlung in den GuDs) oder Druckluftspeichern (allerdings muß man dann Norddeutschland damit zupflastern) zugänglich ist, aber immerhin technisch machbar.

Wohlgemerkt: man muß einspeichern UND rückwandeln, weil man sonst mehr Leistung wegwerfen müsste als überhaupt gebraucht wird. Mit entsprechenden Kosten.

Das Ganze bei einer ca. Verdoppelung des Elektrizitätsbedarfes bei vollständiger Sektor-Kopplung.


Gruß SLAM
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von Elektroniker » 28. Jan 2018, 11:47

Alle Deine Aussagen sind Unsinn, SLAM.
Wurde hier schon aufgezeigt ... mehrfach.
Die Diskussion dreht sich sinnlos in Kreis.
Model ≡ 2019? Wohl eher nicht ... hab die Reservierung wieder storniert.
 
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von founder » 28. Jan 2018, 13:12

SLAM hat geschrieben:Gegenwärtig ist der mittlere Hub der Alternativen etwa 1:5 und das erratisch, in keiner Weise dem Bedarf folgend.

Das bedeutet, daß in Extremsituationen ab ca. 20% mittlerem Alternativanteil diese abgeregelt werden müssen, was auch schon geschieht.

Demandmanagement wird stark überschätzt, weil etwa 1/3 der Last in Deutschland 24/7/365 Anwendungen sind.

Wir gehen als Realistischem Szenario davon aus, daß 20% Fossil, bevorzugt als GuD notwendig ist. Man kommt dann mit einer Speichergröße aus, die technologisch nur mit Elektrolysewasserstoff (Rückwandlung in den GuDs) oder Druckluftspeichern (allerdings muß man dann Norddeutschland damit zupflastern) zugänglich ist, aber immerhin technisch machbar.

Wohlgemerkt: man muß einspeichern UND rückwandeln, weil man sonst mehr Leistung wegwerfen müsste als überhaupt gebraucht wird. Mit entsprechenden Kosten.

Das Ganze bei einer ca. Verdoppelung des Elektrizitätsbedarfes bei vollständiger Sektor-Kopplung.

Gruß SLAM


Derzeit kommt 2/3 vom in Deutschland erzeugten Strom, 28. Jänner um 12:00, aus Sonne, Wine, Wasser, Biomasse.
Da gerade viel exportiert wird, ist der Anteil am in Deutschland verbrauchten Strom noch beträchtlich höher.

Der Weg Wasserstoff -> GuD ist wegen des wesentlich höheren Speicherbedarfs unwirtschaftlich.
Methan kann 3,2 mal mehr pro Volumen speichern als Wasserstoff.
Diese Methode ist aber nur für den Sommer/Winter Ausgleich, wegen des geringen Wirkungsgrads.

Druckluftspeicher sind unwirtschaftlich, kommen gegen die Akkutechnik nicht mit.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von stevelectric » 28. Jan 2018, 22:11

So muss das aussehen :)
1D7856E6-4691-4E93-91BA-0E9A655FB02C.png

Und meine Ladesteuerung hat das Auto schon auf 95% geladen.
Model S75D seit 14. März 2017, deep blue metallic, Pano, EAP, Premium Interior, Performance Upgrade
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von SLAM » 28. Jan 2018, 23:15

founder hat geschrieben:
Derzeit kommt 2/3 vom in Deutschland erzeugten Strom, 28. Jänner um 12:00, aus Sonne, Wine, Wasser, Biomasse.
Da gerade viel exportiert wird, ist der Anteil am in Deutschland verbrauchten Strom noch beträchtlich höher.

Der Weg Wasserstoff -> GuD ist wegen des wesentlich höheren Speicherbedarfs unwirtschaftlich.
Methan kann 3,2 mal mehr pro Volumen speichern als Wasserstoff.
Diese Methode ist aber nur für den Sommer/Winter Ausgleich, wegen des geringen Wirkungsgrads.

Druckluftspeicher sind unwirtschaftlich, kommen gegen die Akkutechnik nicht mit.


Methan: die Bildungsreaktion, von Wasserstoff und CO2 (das dann auch bereitgestellt werden muß !) ausgehend, ist stark exotherm. diese Energie geht in Wärme und ist daher für den Zweck "speichern" verloren.

Druckluftspeicher versus Akkuspeicher: bitte vergleiche die spezifischen Kosten beider Varianten -->

Druckluft
http://www.bves.de/wp-content/uploads/2016/03/FactSheet_mechanisch_CAES.pdf
Investitionskosten € pro kW: 1.000 – 1.500 (2030:700 – 1.000)
Investitionskosten € pro kWh: 40 – 80 (2030:40 - 80)
Lebensdauer: 30 bis 40 Jahre (Leistungsteil)

Li-Ionen-Akku:
http://www.bves.de/wp-content/uploads/2016/03/FactSheet_echemisch_Li_Ionen.pdf
Großspeicher 5 MW / 5 MWh für die Bereitstellung von Primär-Regelleistung,
Investitionskosten ca. 850-950 € / kWh, Nutzungsdauer 20 Jahre.

Vor allem wenn es um Menge geht, liegt Akku um Faktor 10 (!) höher.

Der Vollständigkeit halber:

Wasserstoff:
http://www.bves.de/wp-content/uploads/2016/03/FactSheet_chemisch_P2G.pdf
Investitionskosten pro kW: 2.000 – 2.500 EUR (2030: 900 – 1.400 EUR)
Investitionskosten pro kWh: 8,33 – 385 EUR (2030: 3,75 – 200 EUR) kleiner Wert Salzkaverne, großer Wert Drucktank Stahl

Methan: (Vorkette Wasserstoff, Kosten beziehen sich nur auf die Methanisierung)
http://www.bves.de/wp-content/uploads/2017/04/FactSheet_chemisch_P2G_Methan.pdf
Investitionskosten pro kW: 700-1.500 EUR (2030: 300-700 EUR)
Investitionskosten pro kWh: stark von den Volllaststunden abhängig (0,01 EUR-7,5 EUR)

Gruß SLAM
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von tripleP » 29. Jan 2018, 00:42

SLAM hat geschrieben:
Li-Ionen-Akku:
http://www.bves.de/wp-content/uploads/2016/03/FactSheet_echemisch_Li_Ionen.pdf
Großspeicher 5 MW / 5 MWh für die Bereitstellung von Primär-Regelleistung,
Investitionskosten ca. 850-950 € / kWh, Nutzungsdauer 20 Jahre.

Vor allem wenn es um Menge geht, liegt Akku um Faktor 10 (!) höher.


Gruß SLAM


850€/kWh für den Akku..

Da liegst Du aber einiges daneben.
Powerpack 2, 210kWh ist bei 400€/kWh stand 06/2017.

Grossanlagen sind sicher einiges tiefer und im 2030 sicher weit unter 100.

Du liegst um Faktor 10 daneben.
Model S P85D 04/15. Model X90D 12/16.
PV 23kWp, 12kWh Batterie, Intelligente Steuerung PV/Haus/Heizung/Ladestationen
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von KaJu74 » 29. Jan 2018, 06:10

tripleP hat geschrieben:Du liegst um Faktor 10 daneben.

Du kannst ihn doch nicht mit Fakten bloß stellen.
Gruß Karsten

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Model S75D seit dem 29.09.2016
S85:Bild
70D:Bild
http://ts.la/karsten8538
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von plock » 29. Jan 2018, 08:12

Auch witzig, dass er bei Druckluft und Wasserstoff irgendwelche zukünftigen Werte mit angibt, dies bei Akkus aber unterlässt, damit es zu seiner Aussage passt.
 
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