Erneuerbare Energien allgemein

Sonstige Beiträge...

Re: Erneuerbare Energien allgemein

von Eberhard » 5. Jan 2018, 16:27

Aber die Anreize dafür fehlen.
Vom Nov.-Feb. muss ich aus dem Netz laden. Aber der Strompreis ist gleich egal, ob ich morgens um 6-8 Uhr lade, wenn der Strompreis an der Börse am höchsten ist oder nachts um 2Uhr, wenn der Sturmwind weht und die Preise negativ sind.
Vom März-Sept reicht zu 90% meine PV-Anlage aus, außer, wie gesagt, ich bin unterwegs.
Roadster 2.5 11/2010-6/2016 nach fast 170.000km abgegeben, Range 254/320km, P85+ 349.529 km Range 365/456km MX #460 am 8.8. storniert, da bei drivetesla 2.0 dabei
Benutzeravatar
 
Beiträge: 5218
Registriert: 29. Mai 2011, 09:24

Re: Erneuerbare Energien allgemein

von einstern » 5. Jan 2018, 16:30

Bones hat geschrieben:Ich glaube, das wurde hier auch schon aus einer anderen Quelle verlinkt, ist aber wohl zwischen den ganzen Postings der letzten 20 Seiten untergegangen. Danke für das hervorholen. 95% ist ein beeindruckender Wert.

Die 95% (oder auch 100%) sind definitiv ein Ausnahmetag und nur zeitweise gültig. Das ist vielen Beobachtern klar. Dennoch hat die Nachricht einen "Leuchtturmcharakter" und zeigt, dass etwas möglich ist und die Stromnetze des Abendlandes nicht zusammenbrechen. Positiv, dass in den Mainstream Medien dies kund getan wird und von einem breiten Publikum zur Kenntnis gelangt.
2014 : PV 50 kWp -- 2015 : S85D -- 2016 : WB 22kW Typ2 -- 2016 : Bankirai PV
-- Elektrisch - So läuft das hier !
Benutzeravatar
 
Beiträge: 4271
Registriert: 16. Okt 2014, 17:54
Wohnort: Korbach

Re: Erneuerbare Energien allgemein

von einstern » 5. Jan 2018, 16:33

06.06.2016 09:43 Uhr
Energiewende
„80 Prozent Erneuerbare sind kein Problem“
Boris Schucht, Chef des Netzbetreibers 50Hertz, über Mythen der Energiewirtschaft und die beruhigende Wirkung einer Sonnenfinsternis. Der Manager im Interview

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/e ... 88974.html
2014 : PV 50 kWp -- 2015 : S85D -- 2016 : WB 22kW Typ2 -- 2016 : Bankirai PV
-- Elektrisch - So läuft das hier !
Benutzeravatar
 
Beiträge: 4271
Registriert: 16. Okt 2014, 17:54
Wohnort: Korbach

Re: Erneuerbare Energien allgemein

von Eberhard » 5. Jan 2018, 16:50

Bones hat geschrieben:
Eberhard hat geschrieben:Was uns droht, ist der Kollaps des Stromnetzes insgesamt, da die Alternativen zum Strombezug aus dem Stromnetz immer interessanter werden und die Kostenbelastung des Stromnetz auf eine immer kleinere Anzahl von nicht privilegierten Verbrauchern trifft.


Könntest Du das ein wenig ausführen, erläutern? Nur damit wir wissen, wie das gemeint ist. Danke.


Da bräuchte ich ein wenig die Mithilfe von Kaju74, der seit März eine Brennstoffzelle mit >60% elektr. Wirkungsgrad betreibt. Bei 1,5kW Leistung werden 2,5kWh Erdgas verbraucht. Bei reiner Betrachtung der Brennstoffkosten (lt. Verivox etwa 4,5ct/kWh) kostet die kWh nur 7,5ct, das ist weniger sonst als die Netzentgelte und Konzessionsabgaben ausmachen würden.
Roadster 2.5 11/2010-6/2016 nach fast 170.000km abgegeben, Range 254/320km, P85+ 349.529 km Range 365/456km MX #460 am 8.8. storniert, da bei drivetesla 2.0 dabei
Benutzeravatar
 
Beiträge: 5218
Registriert: 29. Mai 2011, 09:24

Re: Erneuerbare Energien allgemein

von Elektroniker » 5. Jan 2018, 17:12

SLAM hat geschrieben:Wie oben schonmal am konkreten Fall gezeigt kann der Prognosefehler durchaus in die Größenordnung von 3 GW kommen. Also drei Großkraftwerke (ich finde es griffiger in Kraftwerken zu denken.).

Die Ursache des Prognosefehlers ist aber im Falle der EE nicht in technischen Ausfällen der Erzeugungseinheiten (wie bei konventionellen Kraftwerken) zu suchen (diese sind selten) sondern schlichtweg in der Ungenauigkeit der Wettervorhersage.
...
Statt mit den sehr seltenen Ausfällen großer Kraftwerke, die zwar heftig impact haben, aber wegen ihrer Seltenheit praktisch nie zur selben Zeit und vorallem sehr definiert erfolgen (vom Verlauf her), haben wir es mit einer Unzahl kleiner und kleinster Störungen zu tun.

Das ist schon wieder eine völlig falsche Darstellung der Realität und Du ignorierst mal wieder geflissentlich die Ausführungen von egn.

Es ist völliger Quatsch, die Prognoseabweichungen zum Day-Ahead-Handel als "Unzahl kleiner und kleinster Störungen " zu bezeichnen.

Diese Abweichungen treten ja keineswegs urplötzlich und unvorhersehbar auf. Sie wurden zwar am Tag zuvor nicht vorhergesehen, aber sie zeichnen sich mit näher kommendem Lieferzeitpunkt ja immer besser ab. Wenn das Sturmtief nicht die vorhergesagten Windstärken leifert, dann ist das einige Stunden vorher schon definitiv erkennbar, und für die konkrete 15min-Zeitscheibe wissen also alle Marktteilnehmer schon einige Stunden vorher, dass weniger Windstrom erzeugt werden wird, als am Tag vorher prognostiziert. Also wird im Intra-Day-Handel entsprechend nachgesteuert. Auch haben die 15min-Zeitscheibe davor und danach entsprechend geringere Windleistung, so dass sich auch keine Sprünge ergeben. Es ist eine weiterhin kontinuierlich verlaufende, aber halt abweichende Leistungslieferung aus Windkraft.

Von "Störungen" kann also gar keine Rede sein, im Gegensatz zum Ausfall eines Großkraftwerks, der schlagartig und völlig unerwartet daherkommt und somit eine erhebliche Störung darstellt.

SLAM hat geschrieben:Deshalb müssen deutlich mehr Kraftwerke im standby (d.h. mit Mindestlast) mitlaufen als in einem rein konventionellen Netz.

Mitlaufen vorallem um genügend passive Regelleistung (=Schwungmasse) zu haben, die die EE wegen ihrer Art der Erzeugung nicht bereitstellen können und mitlaufen um diese ggf. schnell hochfahren zu können, was aus dem ausgeschalteten = kalten Zustand nicht geht (einen kalten Ferrari tritt man auch nicht ungestraft sofort bei kaltem Motor).

Auch das ist völliger Quatsch und entspricht dem Gegenteil der Wahrheit, die von egn hier aufgezeigt und mit echten Daten belegt wurde:
Trotz Zunahme der Windkraft ist sind Bedarf und Kosten für Regelleistung und Reserveleistung gesunken.

Erzähl also bitte nicht solchen Unfug!
Model ≡ 2019? Wohl eher nicht ... hab die Reservierung wieder storniert.
 
Beiträge: 1174
Registriert: 8. Mai 2015, 18:08
Wohnort: München

Re: Erneuerbare Energien allgemein

von OS Electric Drive » 5. Jan 2018, 17:23

einstern hat geschrieben:
06.06.2016 09:43 Uhr
Energiewende
„80 Prozent Erneuerbare sind kein Problem“
Boris Schucht, Chef des Netzbetreibers 50Hertz, über Mythen der Energiewirtschaft und die beruhigende Wirkung einer Sonnenfinsternis. Der Manager im Interview

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/e ... 88974.html


Danke für den tollen Link, den hatte ich glaub in diesem Forum auch schon mal gepostet und er zeig einfach wie entspannt das ganze doch ablaufen kann und die Probleme vor allem von Leuten gesehen werden die dem Thema eher fremd sind, wie Herr Lindner, der sicher nicht als Netzspezialist und Versorgungsspezialist auf sich aufmerksam gemacht hat, oder aber der Herr Sinn und natürlich andere die hier schreiben.

Ja... die Energiewende ist eine Herausforderung und Ja es ist einfacher alles zu verbrennen was man findet um Strom nach Bedarf zu erzeugen. Und jetzt? Das wissen wir doch schon, weil es ja funktioniert. Das bedeutet aber nicht, dass es anders nicht auch gehen kann. Und gerade das sieht man ja aktuell, dass es ganz ordentlich geht.

Und die Zeiten der steigenden Preise ist vorbei, in der Ausschreibung ist PV und Wind bei 5Ct und darunter. Das sind realistische Preise, VOR der Energiewende haben die netten Kraftwerksbetreiber >100€/MWh aufgerufen und da sind wir bei der EEG Umlage gerade auch, Tendenz sinkend.
Mobil unterwegs: Roadster 2.5 - Tesla Model S85 September 2013-Juni 2017 91.000km seit 26.6. X100D, BMW i3 und Renault ZOE
Benutzeravatar
 
Beiträge: 8385
Registriert: 7. Dez 2011, 13:18

Re: Erneuerbare Energien allgemein

von KaJu74 » 5. Jan 2018, 17:35

Eberhard hat geschrieben:
Bones hat geschrieben:
Eberhard hat geschrieben:Was uns droht, ist der Kollaps des Stromnetzes insgesamt, da die Alternativen zum Strombezug aus dem Stromnetz immer interessanter werden und die Kostenbelastung des Stromnetz auf eine immer kleinere Anzahl von nicht privilegierten Verbrauchern trifft.


Könntest Du das ein wenig ausführen, erläutern? Nur damit wir wissen, wie das gemeint ist. Danke.


Da bräuchte ich ein wenig die Mithilfe von Kaju74, der seit März eine Brennstoffzelle mit >60% elektr. Wirkungsgrad betreibt. Bei 1,5kW Leistung werden 2,5kWh Erdgas verbraucht. Bei reiner Betrachtung der Brennstoffkosten (lt. Verivox etwa 4,5ct/kWh) kostet die kWh nur 7,5ct, das ist weniger sonst als die Netzentgelte und Konzessionsabgaben ausmachen würden.

Nicht auf die Einnahmen und Ausgaben achten, da ich das wegen der PV-Anlage in dieser Datei anders berechne.
Auch nicht wegen der 112% Gasverbrauch wundern, weil da der Unterschied zwischen Heiz- und Brennwert mit dem Faktor von rund 1,1 rein spielt.
BHKW Dezember 2017.JPG
Gruß Karsten

Im Genuss meines Tesla S85 vom 08.02.2014 bis 20.09.2016
Model S75D seit dem 29.09.2016
S85:Bild
70D:Bild
http://ts.la/karsten8538
Benutzeravatar
 
Beiträge: 3468
Registriert: 1. Jul 2013, 15:26
Wohnort: Walchum

Re: Erneuerbare Energien allgemein

von tnt369 » 5. Jan 2018, 18:26

SLAM: ... vorallem um genügend passive Regelleistung (=Schwungmasse) zu haben, die die EE wegen ihrer Art der Erzeugung nicht bereitstellen können und mitlaufen um diese ggf. schnell hochfahren zu können ...


Das stimmt so nicht: EE hat sehr wohl rotierende Generatoren die auch mit ihrer Schwungmasse stabilisierend wirken ("passive Regelleistung").
Z.B. bei Wasserkraft, Biogasanlagen und auch Windräder.
S90D schwarz (seit April 2016)
 
Beiträge: 142
Registriert: 5. Nov 2015, 22:55

Re: Erneuerbare Energien allgemein

von SLAM » 5. Jan 2018, 18:51

Das stimmt so nicht: EE hat sehr wohl rotierende Generatoren die auch mit ihrer Schwungmasse stabilisierend wirken ("passive Regelleistung").
Z.B. bei Wasserkraft, Biogasanlagen und auch Windräder.


Wasserkraft ja, doch die war schon immer da. Ausbau sehr gering.

Biogasanlagen nur entsprechend ihrem geringen Beitrag.

Wind nein, da die allermeisten wegen variabler Drehzahl über Wechselrichter angebunden. Und NICHT im Vierquadrantenbetrieb.

Genau aus dem Grund werden gegenwärtig große rotierende Massen, die leer mitlaufen, installiert, bzw. sogar ehemalige Turbogeneratoren der KKW (Biblis) entsprechend umgerüstet:

http://www.udo-leuschner.de/energie-chronik/140811.htm

_____________________________

Es ist völliger Quatsch, die Prognoseabweichungen zum Day-Ahead-Handel als "Unzahl kleiner und kleinster Störungen " zu bezeichnen.


Jede Abweichung erratischer Art, egal ob Verbrauch oder Erzeugung ist eine Störung. Und die große Zahl von erratischen Erzeugern ist durch die Zahl der EE / Wechselrichter gegeben.

_____________________________

Auch das ist völliger Quatsch und entspricht dem Gegenteil der Wahrheit, die von egn hier aufgezeigt und mit echten Daten belegt wurde:
Trotz Zunahme der Windkraft ist sind Bedarf und Kosten für Regelleistung und Reserveleistung gesunken.


Warum werden dann deiner Meinung nach große rotierende Schwungmassenphasenschieber (siehe oben) aufgebaut ?

Außerdem geht es um die notwendige physikalisch passiv funktionierende "automatische" Regelung durch die Massenträgheit, die die großen Turbos als windfall-profit kostenlos mitgeliefert haben, und die jetzt ersetzt werden muß. Erst diese Trägheit erlaubt überhaupt eine Regelung des Netzes durch (die zeitlich nachgeordnete) Regel- und Reserveleistung.


Gruß SLAM
Benutzeravatar
 
Beiträge: 321
Registriert: 15. Dez 2017, 12:41

Re: Erneuerbare Energien allgemein

von OS Electric Drive » 5. Jan 2018, 18:59

Das Thema mit der rotierenden Masse hatte ich auch weiter vorne angesprochen. So einfach kann man die Trägheit aus dem heutigen Netz nicht raus nehmen. Es gibt gerade viele Ideen die hierzu entwickelt werden. Aber sicher kann man auch ein paar MW rotieren lassen, das sollte mit 3% machbar sein.
Mobil unterwegs: Roadster 2.5 - Tesla Model S85 September 2013-Juni 2017 91.000km seit 26.6. X100D, BMW i3 und Renault ZOE
Benutzeravatar
 
Beiträge: 8385
Registriert: 7. Dez 2011, 13:18

VorherigeNächste

Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste