Erneuerbare Energien allgemein

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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von Healey » 3. Jan 2018, 20:49

Healey hat geschrieben:
SLAM hat geschrieben:Info am Rande:

https://stromausfall.de/map/

....es sieht grade garnicht gut aus mit der Netzstabilität. Weswegen ich grad anderes zu tun habe.


Gruß SLAM


Zuwenig kann es gerade nicht sein, Deutschland exportiert gerade wie verrückt. Du kannst die Kohlenschaufel ruhig zur Seite legen.
http://www.electricitymap.org/?page=cou ... olar=false

LGH


SRAM dürfte das Stromnetz gerettet haben, nebenan postet er schon wieder eifrig :twisted:
Hier hat Ihn wohl die Lust verlassen.
LGH
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von Dringi » 3. Jan 2018, 21:44

Healey hat geschrieben:
SLAM hat geschrieben:Info am Rande:

https://stromausfall.de/map/

....es sieht grade garnicht gut aus mit der Netzstabilität. Weswegen ich grad anderes zu tun habe.


Gruß SLAM

SRAM dürfte das Stromnetz gerettet haben, nebenan postet er schon wieder eifrig :twisted:
Hier hat Ihn wohl die Lust verlassen.
LGH


Die Karte mit den dargestellten Stromausfällen ist ziemlich klasse. Zeigt sich doch, dass es in Niedersachen, Schleswig Holstein McPom - also da wo gerade Windkraft den Strom produziert - es kaum Ausfälle gibt, während die Ausfall Hotspots in Kohlestrom- & Atomstrom -Regionen liegen.

q.e.d.
Zuletzt geändert von Dringi am 3. Jan 2018, 22:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von trimaransegler » 3. Jan 2018, 21:58

Ist eigentlich logisch, da Wind und PV einfach lokal eingespeist werden und keine zentrale Trasse brauchen wir Atom und BKK. Zentrale Versorgung ist ja deutlich anfälliger für Umweltschäden (Bäume auf der Leitung) als ein engmaschiges Netz, wo an vielen Punkten eingespeist wird.
Viele Grüße aus dem Westerwald

Friedhelm

Wer einen Tesla über meine Empfehlung bestellen möchte und die SUC-Flatrate brauchtt: http://ts.la/drfriedhelm6242
 
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von Bones » 4. Jan 2018, 00:35

SPD will Gas, Öl und Treibstoffe teurer machen

Konkret wird in dem Papier verlangt, den Strompreis um Abgaben und Umlagen wie die Stromsteuer oder die Befreiung der energieintensiven Industrie von der Ökostromumlage, die die übrigen Nutzer zusätzlich zahlen, zu reduzieren. Dabei geht es jeweils um etwa 7 Milliarden Euro. Dazu heißt es: Einnahmeausfälle sollten schrittweise „haushaltsneutral mit einem CO2-Steuerungselement auf alle Energieträger kompensiert werden“. Konkret bedeutet das, „dass die nicht gerechtfertigten Abgaben auf Strom gesenkt und die Abgaben auf Heiz- und Kraftstoffe angehoben werden“. Unter dem Strich würden die Verbraucher nicht zusätzlich belastet, wird versprochen, und: „Dabei werden wir auf soziale Verträglichkeit achten.“ Das dürfte etwa auf Pendler oder Haushalte mit niedrigem Einkommen gemünzt sein, die durch höhere Heiz- und Spritkosten überproportional getroffen werden könnten.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von akoehler » 4. Jan 2018, 10:48

Da ich der Aussage man koenne Wind so gut vorhersagen meine Zweifel hatte - und ich mir sicher bin dass das nur fuer max den Tagesdurchschnitt oder den Durchschnitt im (Multi-)Stundenblock gilt habe ich mal die Vortagesprognosen mit den Realdaten des naechsten Tages verglichen auf der relevanten 15 Min Intervallbasis und die Abweichung dafuer grafisch dargestellt.

Als Grundlage habe ich ein Netz aus ~ 50 GWpeak Windanlagen im Verbund genommen (kombiniert Off- & Onshore so dass lokale Effekte keinen - oder zumindest einen nur geringstmoeglichen - Einfluss haben)

Man muss fuer die qualitative Bewertung richtig suchen damit man Intervalle ohne Abweichungen > 250% findet denn diese verfaelschen die Grafik enorm - sobald eine 300% oder 400% Abweichung dabei ist sehen eigentlich (aus Stromnetzsicht) gewaltige 40% Abweichungen daneben ploetzlich ganz klein aus :D

Je groesser man das Intervall nimmt desto besser werden die Prognosen natuerlich - Durchschnittstages, Monats- oder Jahreswerte sind - je nachdem auch welche Ansprueche man hat - schon ganz gut.

Ich habe noch die quantitative Abweichung als Orientierung um die qualitative Abweichung einschaetzen zu koennen nachgereicht - macht natuerlich sonst keinen Sinn.
Dateianhänge
Abweichung Absolut.gif
Quantitative Abweichung Vortagesprognose / Real auf 15 Min Basis Nov 17 3000 = 3000 MW
Abweichung.gif
Qualitative Abweichung Vortagesprognose / Real fuer W1+2 November 17
 
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von Elektroniker » 4. Jan 2018, 12:07

@akoehler:

Und nu?
Model ≡ 2019? Wohl eher nicht ... hab die Reservierung wieder storniert.
 
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von Bones » 4. Jan 2018, 12:14

@akoehler
Du tust nichts anderes, außer permanent die Erneuerbaren Energien schlecht zu reden und dabei die konventionelle Stromerzeugung über alle Maße zu loben und zu fördern. Du bist noch auf keinen einzigen positiven Aspekt der Erneuerbaren Energien eingegangen und hast noch auf keine Argumente diesbezüglich reagiert. Ebenso hast Du noch zu keinem Argument der Umweltverträglichkeit und der Probleme der konventionellen Stromerzeugung Stellung bezogen. Sobald Du mit Argumenten und Fakten widerlegt wurdest, fängst Du was neues an. Ich glaube, Du bist hier grundlegend falsch. Du scheinst mutwillig die Diskussion zerstören zu wollen.

Kritische Meinungen gerne und auch gerne viel und informativ und argumentativ.
Aber Deine Beiträge zu lesen und Dir zu antworten erscheint mir echte Zeitverschwendung.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von akoehler » 4. Jan 2018, 12:15

Elektroniker hat geschrieben:@akoehler:

Und nu?


Ich bin mir sicher 99% hier die mitlesen und schreiben brauchen hier kein "und nu?" zu stellen - wenn man das auch noch ausfuehren muesste das wuerde doch wohl den Rahmen hier bei weitem sprengen?
 
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von snooper77 » 4. Jan 2018, 12:16

akoehler hat geschrieben:Als Grundlage habe ich ein Netz aus ~ 50 GWpeak Windanlagen im Verbund genommen (kombiniert Off- & Onshore so dass lokale Effekte keinen - oder zumindest einen nur geringstmoeglichen - Einfluss haben)


Quelle?

akoehler hat geschrieben:Man muss fuer die qualitative Bewertung richtig suchen damit man Intervalle ohne Abweichungen > 250% findet denn diese verfaelschen die Grafik enorm - sobald eine 300% oder 400% Abweichung dabei ist sehen eigentlich (aus Stromnetzsicht) gewaltige 40% Abweichungen daneben ploetzlich ganz klein aus :D


Das sieht hier aber ganz anders aus (links Woche 46/2017 und "Prognose vs. Real"/Wind auswählen):

https://www.energy-charts.de/scatter_de.htm

Die maximale relative Abweichung liegt hier ungefähr bei 30 % (bei absolut ca. 1.8 GW), nicht bei 400 %.
85D silber (blau foliert), 19", bestätigt 18.11.2014, VIN seit 16.02.2015, Produktion 02.04., Transport 08.04., Abholung 09.06.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von egn » 4. Jan 2018, 12:21

SLAM hat geschrieben:Das ist falsch: EE MÜSSEN eingespeist werden, haben Einspeisevorrang. Für diese gilt daher weder eine merrit order noch der Börsenpreis, solange sie nicht auf die EEG-Abgabe verzichten. Und das macht nur eine homöopathisch geringe Zahl der EE-Einspeiser


Da Du anscheinend nicht selbst in der Lage bist Dich über das Thema zu informieren stelle ich Dir die folgenden drei Quellen bereit. Ich hoffe Dass Du in der Lage bist den Inhalt zu begreifen und Du dann die gezielte Falschinformation einstellst.

Lies Dir bitte einfach mal diese ausführliche Beschreibung des Strommarktes durch.

Wenn zusätzlich erneuerbare Energien billig auf den Markt kommen, die z. B. in Deutschland über das Erneuerbare-Energien-Gesetz gefördert werden (siehe unten), verschieben sich die Angebote konventioneller Stromerzeuger in den Diagrammen oben nach rechts. Das bedeutet, dass der Marktpreis tendenziell sinkt. Wegen der Preiselastizität der Nachfrage kann allerdings auch die insgesamt gelieferte Strommenge zunehmen (eventuell auf Kosten von Stromlieferungen zu anderen Zeiten, z. B. nachts).


Die EE Strommengen werden in die Merit-Order mit einem Preis von 0 €/MWh berücksichtigt, was dazu führt dass die anderen Angebote sich nach rechts verschieben.

Selbst ohne Einspeisevorrang verschieben Strom von PV und Windkraftwerken die Angebote von konventionellen kraftwerken in der Merit-Order nach rechts, da die Grenzkosten nahe 0 €/MWh sind. Es gibt ja praktisch keine erzeugungsabhängige Kosten.

Wie kann erneuerbare Energie an der Strombörse gehandelt werden, obwohl ihre Erzeugungskosten doch meist viel höher sind als bei konventionellen Kraftwerken?

Erneuerbare Energie wird nur zum Teil von großen Produzenten gewonnen (meist in Form von Wasserkraft), immer mehr jedoch aus dezentralen Anlagen. Da die Teilnahme einer riesigen Zahl von kleinen Stromproduzenten an der Strombörse nicht praktikabel ist, erfolgt der Handel hier anders. Gemäß dem Erneuerbare-Energie-Gesetz wird in Deutschland der erzeugte Strom vom jeweiligen Verteilungsnetzbetreiber abgenommen und vergütet (nach der gesetzlich festgelegten Einspeisevergütung) und an den Übertragungsnetzbetreiber weitergeleitet. Dieser vermarktet den Strom dann an der Strombörse. Dadurch, dass der Börsenpreis in aller Regel wesentlich tiefer liegt als die Einspeisevergütung, entsteht ihm ein Verlust, der durch die EEG-Umlage ausgeglichen wird: Diese Kosten werden auf die Stromverbraucher umgelegt (allerdings mit Befreiungen für Großverbraucher).

Ein kleiner Teil des EEG-Stroms wird auch im Rahmen der Direktvermarktung an die Börse gebracht, d. h. von den Prozenten selbst anstatt über ihren ÜNB. Dies ist nur für größere Produzenten praktikabel. Ihre direkte Marktteilnahme wird in Deutschland über das EEG gefördert, insbesondere mit der umstrittenen Managementprämie.

An der Börse wird der EEG-Strom zuerst zur Deckung der Nachfrage herangezogen; er muss auch bevorzugt abgenommen werden. Die Residuallast wird dann mit Hilfe konventioneller Kraftwerke abgedeckt (nur wenig mit Energiespeichern). Dadurch, dass die Residuallast an wind- oder sonnenreichen Tagen stark vermindert wird, führt das Merit-Order-Verfahren zu einem stark reduzierten Börsenpreis. Dieser kommt im Prinzip den Verbrauchern als teilweiser Ausgleich für die EEG-Umlage zugute, wobei allerdings diese Entlastung an Kleinverbraucher oft nicht weitergegeben wird. Großverbraucher dagegen profitieren voll und sind andererseits oft auch noch von der EEG-Umlage befreit.

Ökostrom wird anders als EEG-Strom behandelt. An der Strombörse wird nicht mit Ökostrom gehandelt, sondern nur mit Graustrom. Trotzdem können Endkunden Ökostrom beziehen, und ihr EVU stellt sicher, dass entsprechenden Mengen tatsächlich erzeugt und eingespeist werden (und zwar nicht als EEG-Strom).


Der Übertragungsnetzbetreiber vermarktet als den EE Strom der nicht direkt vermarktet wird an der Strombörse. Der Strom wird als Strom mit den günstigsten Grenzkosten (was ja tatsächlich auch der Fall sit) in das Merit-Order Verfahren eingespeist.

Erneuerbare Energien im Strommarkt.

Der nach dem EEG vergütete Strom wird zu einem großen Teil
am Spotmarkt der EEX vermarktet. Dabei ist es von
Bedeutung, dass die Grenzkosten der meisten Erneuerbaren
Energien (mit Ausnahme der Biomasse) nahezu bei null
liegen.
Zudem muss der aus Erneuerbaren Energien erzeugte
Strom vorrangig abgenommen und vermarktet werden.
Dadurch verschiebt sich die Merit Order: Die teuersten
Kraftwerke, vor allem Gaskraftwerke, werden zunehmend
verdrängt. Sie bekommen keinen Zuschlag mehr und ihre
Auslastung sinkt. Stattdessen bilden Kraftwerke mit günstigeren
Stromerzeugungskosten das jeweilige Grenzkraftwerk (meist ein Steinkohlekraftwerk). In der Folge sinkt der Börsenstrompreis und
somit der Erlös für die gesamte vermarktete Strommenge.


Strompreisbildung

Aufgrund seiner höheren Liquidität und dem vermehrten Verkauf von Strom aus erneuerbaren Energien, wird zunächst der Day - Ahead Markt betrachtet. Liquidität bedeutet, dass viele Großhändler am Handel teilnehmen. Beim Day - Ahead - Markt müssen die Kauf - und Verkaufsangebote mit den jeweiligen Mengen bis 12 Uhr des Vortages abgegeben werden. Dabei kann ein Gebot den Umfang von einer Stunde (Stundenkontrakt) oder von mehreren Stunden (Blockkontrakt) haben. Nachdem alle Gebote eingegangen sind, werden für jede einzelne Stunde des Folgetages die ausführbaren Order s bestimmt. Hierzu wird der Marktgleichgewichtspreis genutzt. Alle Verkaufsangebote , deren Preise gleich oder unterhalb des Gleichgewichtspreises sind , bzw. alle Kaufangebote, die über oder gleich des Gleichgewichtspreises sind , werden ausgeführt. Der Strompreis in der jeweiligen Stunde ist der Gleichgewichtspreis (Einheitspreis). Der Gleichgewichtspreis ist der Schnittpunkt aus Stromangebot und Stromnachfrage und kann mit dem Merit - Order Modell (Abbildung 9) bestimmt werden . Zu Beginn wird die kurzfristig angebotene Menge an Strom des Kraftwerksparks bestimmt. Dazu werden die Kraftwerke nach ihren jeweiligen variablen Kosten, in aufsteigender R eihenfo l ge, aufgereiht. Dabei werden die „ must run“ Kapazitäten mit negativen Grenzkosten eingereiht. Bei negativen Grenzkosten akzeptiert der Kraftwerksbetreiber Geld zu zahlen, um den Strom einspeisen zu dürfen. Der Kraftwerksbetreiber trägt die negativen Grenzkosten, die sich für must run Kapazitäten ergeben . Er ist bereit diese Kosten für die Kraftwerkskapazitäten, aufgrund hoher Anfahrkosten oder technisch bedingter langer An - bzw. Abfahrzeiten, zu zahlen, damit sie am Netz bleiben. Anschließend werden die Kapazitätsmengen der EE eingereiht. Das hat zwei Gründe, zum einen haben sie Grenzkosten von nahezu null Euro und zum anderen haben sie nach dem EEG ein Recht auf Einspeisung. Anschließend kommen die konventionellen thermischen Kraftwerke in der Reihenfolge Kernenergie - , Braunkohle - , Steinkohle - , Gas - Erdölkraftwerke. Die Grenzkosten setzen sich dabei aus den Brennstoffkosten des jeweilige n Kraftwerks, den Betriebsstoffen , der Reststoffentsorgung und für CO 2 emittierende Kraftwerke (bspw. Kohlekraftwerke) aus Kosten für Emissionszertifikate zusammen. Sind die Kraftwerke mit ihren jeweiligen Leistungen und nach ihren Grenzkosten eingereiht , wird die gegebene Stromnachfrage berücksichtigt . Sie bestimmt , welche Kraftwerke des Kraftwerksparks benutzt werden. Die Stromnachfrage wird dabei als Senkrechte auf der X - Achse eingezeichnet. Das letzte Kraftwerk, welches noch gebraucht wird, um die Stromnachfrage zu befriedigen, wird als Grenzkraftwerk bezeichnet. Die Grenzkosten des Grenzkraftwerks bildet den Gleichgewichtspreis bzw. den Einheitspreis für den Strom der jeweiligen Stunde für den Day - Ahead - Markt.


Merit-Order.JPG


Der letzte Markt auf dem noch gehandelt werden kann, bevor die Übertragungsnetzbetreiber die Kontrolle über die Stromflüsse erhalten und einen Ausgleich von Fehlmengen oder Überflussmengen , durch den Einsatz von Regelenergie , schaffen, ist der Intraday - Markt. Um Kost en für Regelenergie zu verringern wird daher auf diesem Markt versucht, durch kurzfrist i ge Kontrakte, mögliche Abweichungen bei der Bilanzkreisabrechnung zu ver meiden bzw. die Strombeschaffung zu optimieren. Auf dem Intraday - Markt werden deshalb , neben Stunden und Blockkontrakten , seit 2012 auch Kontrakte zur Lieferung von Strom über eine Viertelstunde gehandelt. Der Handelszeitraum auf dem Intraday - Markt beginnt um 15 Uhr des Vortages und geht bis 30 Minuten vor der physikalischen Lieferung. Für den Intraday - Markt findet die Einheitspreismethode keine Anwendung. Die Preisfindung erfolgt im Intraday - Markt durch eine kontinuierliche Auktion. Die Auktion läuft folgender maßen ab: Zunächst werden Kauf - bzw. Verkaufsorder mit Umfang und Preis in ein offenes elektronisches Orderbuch aufgenommen. Immer , wenn eine Orderkombination ausführbar ist, also der Kaufpreis gleich oder höher ist als der Verkaufspreis, wird der Geschäftsabschluss realisiert. Auch diese Preisbildung kann mit dem Merit - Order Modell erklärt werden, nur dass der Preis hier kein Einheitspreis für eine jeweilige Stunde ist, wie beim Day - Ahead - Markt, sondern sich der Gleichgewichtspreis zu jedem Zeit punkt neu einstellt. Der Handel läuft 24 Stunden am Tag und an Feiertagen. Somit ist, vor allem nachts und an Feiertagen, eine deutlich geringere Liquidität an diesem Markt anzutreffen, als dies bei dem Day - Ahead - Markt der Fall ist. Durch die geringere Liquidität des Marktes folgt, dass auf diesem Markt geringe Mengen an Strom gehandelt werden. Daher wird die größte Menge des Stroms aus erneuerbaren Energie auch auf dem Day - Ahead - Markt gehandelt.


Noch nie in der Geschichte des Strommarktes lag nach Berücksichtigung der EE die Residuallast bei 0 kW. Die heute noch für den Netzbetrieb nötige konventionelle Erzeugung liegt laut der von mir zitierten Studie der BNA unter 5 GW. Tatsächlich wird aber aus reinem Eigennutz der großen Kraftwerksbetreiber ein Sockel von ca. 20 GW festgelegt. Dieser wäre nicht nötig wenn die unflexiblen Kraftwerke von Netz gingen und stattdessen flexiblere Kraftwerke eingesetzt würden.

Es ist zu hoffen, dass hier die BNA endlich in die Gänge kommt und die Energiewende unterstützt anstatt die alten Strukturen weiter machen zu lassen was sie wollen.
Tesla Model S85, 2/2014 (VIN 19XXX), weiß , Leder beige, Tech, Sound, Luftfederung, Doppellader, Kaltwetter, Panoramadach, LTE, Chademo, Allianz Anschlussgarantie 4J/80.000km, Firmware 2018.21.9 75bdbc11, ca. 100.000 km
 
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