Das Öl wird doch nicht knapp

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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von egn » 27. Jul 2017, 15:32

Ich zeige euch mal woher der wirkliche Zappelstrom herkommt:

Bild

Quelle: http://www.netzfrequenzmessung.de/aktuelles.htm

Was man auf diesem Bild sieht ist ein Rasterdiagramm der Netzfrequenzabweichungen, die eine Folge abweichender Erzeugung sind. Auf diesem Bild sieht man ein deutliches Stundenraster und zwar das ganze Jahr über. Verursacht werden diese stündliche Abweichungen durch das harte und punktgenaue Ab- und Anschalten konventioneller Kraftwerke nach dem Fahrplan des Stundenhandels.

Gerade die PV-Einspeisung zeigt hier überhaupt keine Auffälligkeit, da die Erzeugung über eine große Fläche verteilt ist, und sich die wechselnde Erzeugung einzelner Anlagen über das Netz ausgleicht. Das Gleiche gilt auch für die Windeinspeisung.

Man darf auch die wechselnde Last nicht vergessen. Diese verursacht genauso Schwankungen im Netz wie auch sich ändernde Erzeugung. Wobei es bei der Last in der Regel mehrere Schwankungen pro Tag gibt, während es bei PV nur eine Spitze und ein Tal gibt.

Fazit:
In Wirklichkeit ist der Strom von konventionellen Kraftwerken Zappelstrom, während der PV-Strom eher ein stabilisierender Faktor im Netz ist.

Das sieht man auch daran das dass das Netz über das letzte Jahrzehnt bei stark gestiegener PV-Einspeisung stabiler wurde, und auch die Regelleistung nicht deutlich angestiegen ist.
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von Reinileini1959 » 28. Jul 2017, 00:02

So meine Lieben

Leider habe ich im Gegensatz zu einigen anderen nicht den ganzen Tag Zeit, mich in Internetforen herumzutreiben. Dann ist es auch so, dass meine Kommentare halt erst mit ziemlicher Zeitverzögerung freigeschaltet werden. Das macht es nicht gerade einfach zu diskutieren, vermutlich gehört das zum Heimrecht in diesem Forum, etwas was ich vermutlich nie bekommen werde.

Der erste war ja KaJu mit der Frage nach meiner Beurteilung der Kernenergie. Meine Antwort darauf, ja ich halte die Kernenergie für sauber im Vergleich mit anderen Stromerzeugern. Die ETHZ, sicher eine der renommierten Universitäten in Europa hat dazu mit dem PSI sehr detaillierte Untersuchungen gemacht, die dann unter dem Titel Energiespiegel als Faktenblätter veröffentlicht wurden. Daraus diese Tabelle als Dateianhang 1:

Da sieht man schon sehr deutlich, dass die Kernenergie viele Vorteile hat, eigentlich mit Ausnahme der aktiven Abfälle. Wie ich dazu Euch aber schon erklärt habe, sind diese Abfälle in Endlagern gefahrlos für die Umwelt zu entsorgen. Technisch gibt es dazu klare Konzepte, respektive wird ausserhalb von DE (z.B. SWE) bereits gebaut. Die Gefährlichkeit der Kernenergie wird sowieso massiv überschätzt, siehe zum Beispiel die überaus intelligenten Claudia Roth, die der 16'000 Toten der Atom-Katastrophe von Fukushima gedacht hatte. Wirklich eine Zierde für die Kernenergiegegner und meiner Meinung nach ziemlich schäbig von ihr, aber so ist sie halt.

Hier noch der Link zur ETH Homepage für den interessierten Leser:

https://www.research-collection.ethz.ch ... 850/144126

Damit freue ich mich auf die Beantwortung meiner Fragen, will aber trotzdem nochmals in Vorleistung gehen und auf einge der Erwiderungen zu meinem letzten Beitrag antworten.

Jetzt zu OS Electric Drive, Zappelstrom heisst der volatile Strom unter den Kritikern der Energiewende, wie ich einer bin (ich hoffe das überrascht nicht übermässig) siehe auch Dateianhang 2:

Das gibt es auch für den Sonnenstrom. Mal ist ganz viel da, dann wieder ganz wenig. Es lässt sich nur mit ganz viel Nachsicht planen. Vor allem lässt es sich nur in eine Richtung regeln. Falls Du ein Mittel gefunden hast, auch in die andere Richtung zu regeln, z.B. mehr Windstrom bei Flaute (das Beispiel mit der Sonne und der Nacht lassen wir), Gratulation, dann muss ich mir keine Sorgen mehr vor einem Blackout machen und Du dürftest mit dieser Erfindung sehr bald sehr, sehr reich sein.

Na klar das wünschen wir uns ja alle, dass wir uns in eine Richtung hinbewegen, dass Strom Mangelware wird. Vor allem ist das extrem notwendig, weil wir ja noch überhaupt keine Möglichkeit gefunden haben, Strom sicher und zuverlässig zu erzeugen. Es ist ja auch viel gerechter, wenn nur mehr diejenigen, die die Kohle haben, am Abend auch noch den Fernseher aufdrehen können. Das wird den armen Schluckern, die sich den Strom dann nicht mehr leisten können, durch das gute Gefühl die Welt gerettet zu haben ja mehr als aufgewogen, der soziale Friede ist gesichert.

Natürlich ist es auch ein immer wieder gerne verwendetes und probates Mittel, wenn das eigen Produkt am Markt ohne Chancen ist, dann muss man halt nur die anderen Produkte verteuern. Das nennt man dann Planwirtschaft, das lässt sich aber weder mit dem freien Markt noch mit der Strommarktliberalisierung vereinbaren. Die Planwirtschaft der kommunistischen Länder hat ja immer so wunderbar funktioniert, ich bin richtig froh, dass das jetzt auch bei uns eingeführt wird.

Die Gasreserven hat man leider nicht, da nur 28 GW Leistung installiert sind. In der von mir gezeigten Kaltflaute, die absolute Realität ist, benötigt man ca. 80 GW. Da reichen die 28 GW um Längen nicht. Gut ich vergesse ja, weniger Energie im Angebot drosselt den Verbrauch, da ich eher zu denen gehöre werde, die sich auch einen wesentlich teureren Strom leisten können, kann es mit eigentlich egal sein. Gerecht ist das trotzdem nicht.

Auch wenn Du es noch so oft wiederholst, Kernenergie kann man regeln, zugegeben in gewissen Grenzen, konzipiert wurden sie schliesslich als Grundlastwerke, dann arbeiten sie am effizientesten.

Diesen Netzbetreiber kenn ich nicht, ich lebe aber auch nicht in DE. Das was er da erzählt funktioniert heute nur, weil man genügend Reservekapazitäten hat und weil rund um DE kein Land bisher begonnen hat wie DE den Strommarkt umzubauen. Man will von der Kohle, Öl und Kernkraft weg, dann fehlen aber 65 GW Grundlast, ohne diese Reservekapazitäten funktioniert das nicht ohne massive Einschränkungen in der Stromversorgung. Speicher, oder mehr Gaskraftwerke müssen her, oder die alten Kraftwerke müssen weiterlaufen, anders geht es nicht. Das bringt mich zu einer Aussage von Prof. Frank Endres, TU Clausthal, die da lautet „Ohne Energiespeicher ist die Energiewende unmöglich, mit Speichern ist sie unbezahlbar“, das beschreibt das Dilemma eigentlich sehr gut.

@tripleP
Das mit der häppchenweisen Diskussion habe ich oben erklärt.

@egn
Zappelstrom habe ich oben erklärt, das was Du das zeigst ist es nicht.

@KaJu
Bevor ich jetzt noch weitere Fragen beantworte, was ich gerne mache, würde ich doch lieber wieder auf Deine Zusage zurückkommen, wenn ich die Frage zur Kernenergie beantworte, was ich oben gemacht habe, dann beantwortest Du meine Fragen. Die Taktik, einfach mal das Thema zu wechseln, wenn es mit der Antwort hapert, ist mir auch bekannt. Ich denke, ich habe für heute genug beigetragen, jetzt bist Du dran.

Gruss Reinileini
Dateianhänge
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von einstern » 28. Jul 2017, 01:07

Also, die länglich selbstgefälligen Beiträge mit selbstinduzietender Wohlgefälligkeitsbestätigung lese mir jetzt nicht mehr durch. Ziemlich falsch von vorn bis hinten.

Der Zappelkommentator argumentiert im Stil der AKW Betreiber in den 90er. Das ist so etwas von überholt. Hast du Angst deinen Job im AKW zu verlieren?

Und übrigens, Zappelstrom ist in erster Linie Strom der Verbraucher. Nennen wir sie daher Zappelkonsumenten. Die schalten nämlich ständig Geräte ein und aus. Ungeheuerlich so etwas. Aber komisch, irgendwie stört es das Netz gar nicht.
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von kramrle » 28. Jul 2017, 02:25

Die Daten aus der Tabelle sind schon etwas gealtert. Ich sehe in der Fusszeile einen Zeitraum von 1996 bis 2000.
Es wäre interessant zu sehen wie die aktuellen Zahlen aussehen.

Was ich auch noch vermisse sind die Entsorgungskosten / Rückbau der einzelnen Kraftwerkstypen @ end of life.
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von egn » 28. Jul 2017, 07:49

Reinileini1959 hat geschrieben:Das gibt es auch für den Sonnenstrom. Mal ist ganz viel da, dann wieder ganz wenig. Es lässt sich nur mit ganz viel Nachsicht planen.


Erlässt sich sehr gut planen. die Prognosemodelle haben mittlerweile eine hohe Genauigkeit von weit mehr als 90 %. Der Restfehler kann problemlos ausgeregelt werden, genauso wie eben auch das Verhalten der Verbraucher ausgeregelt werden kann. Wäre es anders würde bei diesem PV Anteil der Intra-Day und Day-Ahead Handel an der Strombörse schon lange nicht mehr funktionieren, und wir hätten auch ständig Blackouts. Wie ich schon schrieb ist die Zuverlässig des Verbundnetzes in den letzten 10 Jahren deutlich gestiegen. Im Jahr 2006 lag der sogenande SAIDI Wert noch bei über 20 Minuten, in 2014 lag er nur noch bei 12 Minuten und 28 Sekunden.

Vor allem lässt es sich nur in eine Richtung regeln. Falls Du ein Mittel gefunden hast, auch in die andere Richtung zu regeln, z.B. mehr Windstrom bei Flaute (das Beispiel mit der Sonne und der Nacht lassen wir), Gratulation, dann muss ich mir keine Sorgen mehr vor einem Blackout machen und Du dürftest mit dieser Erfindung sehr bald sehr, sehr reich sein.


Natürlich kann man die Erzeugung auch in die andere Richtung regeln - nämlich wenn man die installierte Leistung deutlich ausbaut, und einen europaweiten Verbund von Anlagen aufbaut. Eine bedeutende Rolle bei Wind werden zunehmend die Offshore-Anlagen spielen, wo praktisch immer Wind weht.

Und übrigens, man kann auch die Leistung von konventionellen Kraftwerken nicht über deren Nennleistung und der vorhandenen Kapazität hinaus regeln. Aber das ist alles kein Problem, weil es eben Überkapazitäten gibt, die in solchen Fällen genutzt werden können.

Natürlich ist es auch ein immer wieder gerne verwendetes und probates Mittel, wenn das eigen Produkt am Markt ohne Chancen ist, dann muss man halt nur die anderen Produkte verteuern. Das nennt man dann Planwirtschaft, das lässt sich aber weder mit dem freien Markt noch mit der Strommarktliberalisierung vereinbaren.


Beschreibst Du gerade das Modell der konventionellen Erzeugung?

Die konventionelle Erzeugung mit Kohle und Atomenergie wurde seit ihrem Bestehen vom Staat mit 100ten Mrd. Euro subventioniert und wird immer noch subventioniert.

Atomenergie hätte nie eine Chance im Markt gehabt, und hätte auch heute keine wenn sie nicht laufend direkt und indirekt subventioniert worden wäre. Ich erinnere nur an die "Einspeisevergütung" für neue Atomkraftwerke in England. An dieser sieht man wie viel der Strom aus Atomkraft tatsächlich kostet.

Die Gasreserven hat man leider nicht, da nur 28 GW Leistung installiert sind. In der von mir gezeigten Kaltflaute, die absolute Realität ist, benötigt man ca. 80 GW. Da reichen die 28 GW um Längen nicht.


Es gibt derzeit schlicht nicht mehr installierte Kapazität weil man sie nicht braucht. Wenn man sie tatsächlich braucht dann werden die Gaskraftwerke auch gebaut werden. Der Strukturwandel in der Stromerzeugung ist ein schleichender Prozess. Im gleichen Maße wie über Jahrzehnte die regenerative Erzeugung ausgebaut werden wird, wird auch auch der konventionelle Kraftwerkspark umgebaut.

Was will man heute mit 80 GW Gaskraftwerken?

Selbst die 28 GW sind bei weitem nicht ausgelastet, weil eben durch die hohe regenerative Erzeugung kein so hoher Spitzenbedarf mehr vorhanden ist. Gerade PV deckt die Mittagsspitze im Großteil des Jahres sehr gut ab.

Du betrachtest die Erzeugung auch viel zu viel auf D fokussiert und denkst nicht europäisch. In Europa gibt ein vielfältiges Angebot an regenerativen Resourcen, die sich ideal ergänzen. Diese können durch ein leistungsfähiges europäisches Verbundnetz erschlossen werden.

- Nordeuropa hat viel Wasser und Wind
- Westeuropa hat viel Wind
- Osteuropa hat viel Landfläche für Biomasse
- Südeuropa hat viel Sonne
- Mitteleuropa hat von allem etwas

Du musst einfach viel größer denken, anstatt in Depressionen zu verfallen. Es gibt keine Problem, sondern nur Lösungen.

Es ist auch eine Mär dass der Strom aus regenerativen Quellen teuer ist und auch in Zukunft sein wird. Tatsächlich ist es so dass der regenerative Strom aus PV und Wind mittlerweile günstiger ist als der Strom von neu gebauten konventionellen Kraftwerken. Die Strompreise für nicht-privilegierte Verbraucher sind deswegen so hoch, weil die Strompreise für privilegierte Verbraucher über verschiedene Wege massiv subventioniert werden.

Das EEG was ursprünglich mal zur Förderung des Ausbaus der regenerativen Erzeugung gedacht war, blockiert mittlerweile den Ausbau und subventioniert die Industrie. Die Einnahmen aus dem EEG sind weit höher als der Gesamtbetrag der an die Betreiber der regenerativen Anlagen geht.

Der größte Witz ist dass durch regenerative Einspeisung sinkende Preise an der Strombörse dazu führen dass die EEG-Umlage steigt. Hätte man es bei der physischen Wälzung belassen, und nur die Vergütungen an die Betreiber gezahlt, wäre die EEG-Umlage, und damit die Kosten für nicht-privilegierte Verbraucher nur etwa halb so hoch.

Der andere Punkt ist die massive Subventionierung des Stromexports, dadurch dass dafür weder Netzdurchleitungskosten noch EEG-Umlage und andere Steuern und Abgaben anfallen. Dies hat dazu geführt dass D mittlerweile rund 50 TWh an Strom exportiert werden. Das entspricht etwa der Jahresproduktion von 5 Atomkraftwerken. D hat also nicht nur die Hälfte seiner AKWs abgeschaltet, sondern produziert sogar noch einen Überschuss. Da von Blackouts und Strommangel zu reden ist also nur rein Propaganda. Wer so redet der lässt sich vor den den Karren der Stromkonzerne spannen. Auch bei der Stromindustrie gibt es eine sehr intensive Verquickung mit der Politik, auf Kosten des Endverbrauchers.

Das bringt mich zu einer Aussage von Prof. Frank Endres, TU Clausthal, die da lautet „Ohne Energiespeicher ist die Energiewende unmöglich, mit Speichern ist sie unbezahlbar“, das beschreibt das Dilemma eigentlich sehr gut.


Das zeigt eher von mangelndem Willen nach besseren Lösungen zu suchen. Aber Gegner der Energiewende bevorzugen in der Diskussion gerne extreme Positionen als Grundlage ihrer Argumente. Aber tatsächlich sind diese extremen Positionen gar nicht relevant.

Die Energiewende ist ein Prozess über Jahrzehnte. Das Ziel ist die konventionelle Erzeugung nach und nach durch regenerative Erzeugung zu ersetzen. Alle Argumente die auf Probleme verweisen, die bei einem schlagartigen Umstieg entstehen würden, sind deshalb nicht relevant. Treten im Umbau Prozess Probleme auf dann können wir an dem Punkt vorläufig stoppen, und wenn eine Lösung gefunden wurde geht der Prozess weiter. So hat es die letzten 20 Jahre funktioniert und so wird es auch weiter funktionieren.
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von plock » 28. Jul 2017, 08:33

egn hat geschrieben:Das zeigt eher von mangelndem Willen nach besseren Lösungen zu suchen. Aber Gegner der Energiewende bevorzugen in der Diskussion gerne extreme Positionen als Grundlage ihrer Argumente. Aber tatsächlich sind diese extremen Positionen gar nicht relevant.

Man sagt nicht umsonst: "Wer etwas will findet einen Weg, wer etwas nicht will, findet einen Grund." (auch wenn er noch so absurd ist ;) ) Sieht man in diesem Thread mal wieder sehr exemplarisch.
 
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von tripleP » 28. Jul 2017, 08:59

@reinileini: Gell bist ein PSI'ler? Ausgebildet in den 70er Jahren und irgendwo in den 90er Jahren stehen geblieben.
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von KaJu74 » 28. Jul 2017, 09:29

Reinileini1959 hat geschrieben:Der erste war ja KaJu mit der Frage nach meiner Beurteilung der Kernenergie. Meine Antwort darauf, ja ich halte die Kernenergie für sauber im Vergleich mit anderen Stromerzeugern.
Deine Antwort war mir klar.
Aber auf dieser Grundlage weiter zu diskutieren, ist aus meiner Sichtweise wenig Erfolg erbringend.
Warum?
Da sieht man schon sehr deutlich, dass die Kernenergie viele Vorteile hat, eigentlich mit Ausnahme der aktiven Abfälle.
Eben diese "aktiven Abfälle" machen die Kernenergie so dreckig.
Wie ich dazu Euch aber schon erklärt habe, sind diese Abfälle in Endlagern gefahrlos für die Umwelt zu entsorgen.
Wie willst du garantieren, dass das gefahrlos ist?
Halbwertszeit von Zerfallsreihen

In der Natur existieren einige Zerfallsreihen. Radionuklide zerfallen über eine ganze Reihe von Folgekernen, die ihrerseits wieder radioaktiv sind, bis zu einem stabilen Nuklid. Auch für eine solche gesamte Zerfallsreihe lässt sich eine Halbwertszeit angeben.
Für die Uran-Radium-Reihe bedeutet das Folgendes: Von einem Kilogramm Uran-238 sind nach einer Zeit von 4,51 Milliarden Jahren ein halbes Kilogramm zu stabilem Blei geworden.
Man beachte bei dieser Zeit:
Das Alter der Erde wird auf etwa 5 Milliarden Jahre geschätzt. Unsere Zeitrechnung begann vor etwa 2000 Jahren. Das ist nur ein Bruchteil dieser Halbwertszeit, etwa 0,00004 % davon.

Wer eine sichere und gefahrlose Lagerung für fast 5 Mrd. Jahre garantiert (und dann hat sich das radioaktive Material nur halbiert), mit dem kann ich nicht mehr logisch diskutieren.
@tripleP
Das mit der häppchenweisen Diskussion habe ich oben erklärt.
Aber die Antwort auf seine einfache Frage ignorierst du, da du vermutlich weißt, dass du dort auch nicht die Wahrheit geschrieben hast.
KaJu74 hat geschrieben:
Reinileini1959 hat geschrieben:So leid es mir tut, aber falscher kann man es nicht sagen. Der Strom ist in DE in den letzten Jahren in keinster Weise grüner geworden, der CO2-Ausstoss aus der Stromerzeugung ist so hoch wie nie.
Auf welche Daten stützt du dich bei der Aussage?
CO2.JPG

@KaJu
Bevor ich jetzt noch weitere Fragen beantworte, was ich gerne mache, würde ich doch lieber wieder auf Deine Zusage zurückkommen, wenn ich die Frage zur Kernenergie beantworte, was ich oben gemacht habe, dann beantwortest Du meine Fragen.
Bitteschön:
Reinileini1959 hat geschrieben:Wind- und Solarstrom heisst deshalb Zappelstrom, weil auf die Produktion kann Einfluss genommen werden kann. In der Praxis heisst das, mal ist zu viel da, mal (eigentlich bisher mit Ausnahme eines kurzen Momentes immer) zu wenig.
Was Solar und Wind angeht, sind die Prognosen für 24h schon so genau, dass man prima planen kann. (Wenn man wollte)
Wenn nicht genug Wind/Solar vorhanden ist, braucht man Alternativen.
Korrekt.
Gegenwärtig werden diese Alternativen in Deutschland fast ausschliesslich durch fossile Kraftwerke geliefert. Da bin ich übrigens ganz bei Euch, das ist sicherlich ökologisch die schlechteste Lösung.
Da haben wir eine Übereinstimmung.
Gut der eine oder andere von Euch wird die Kernenergie als das grösste Übel ansehen. Wenn Euch aber der Klimawandel wirklich wichtig ist, dann wäre es nach meiner Meinung gescheiter gewesen, zuerst die Kohlekraftwerke abzustellen, aber gut.
Das größte Übel ist und bleibt die Kernenergie und deren nicht absehbaren Folgen in den Mrd Jahren der Lagerung.
Die andere Variante wäre die Kombination aus Wind/Solar mit geeigneten Speicher, darauf habe ich ja in einem meiner ersten Beiträge auch schon hingewiesen. Ob man das jetzt als "korrekte Nutzung" des Solarstromes bezeichnen kann oder muss, geschenkt.
Exakt das mache ich, nur mit der Ausnahme, dass es Gas/Solar ist.
In meinem Fall: PV + Speicher + BHKW = 16.000kWh weniger Bezug und 30.000kWh mehr Einspeisung pro Jahr.
- Welche Speicherkapazität wird für DE benötigt, um die Stromversorgung mit regenerativer Energie zu gewährleisten?
Weniger als du glaubst, denn es wird immer weiter Grundlastkraftwerke geben.
- Wie lange müssten diese Speicher in der Lage sein, die Stromversorgung zu garantieren?
Klingt bei dir so, als ob Speicher die Republik für Tage am laufen halten müssten, weil gerade Tagelange keine Sonne und Wind vorhanden ist.
- Welche Kosten werden da auf uns zukommen?
Wie viel kostet uns die Kohlesubvention und der Verkauf des überschüssigen Stroms zu negativen Preisen?
- Wie viel davon ist 20 Jahre nach Beginn der Energiewende bereits erreicht?
Bei mir, da selbst bestimmend, 100%
- Wann wird es erreicht sein?
Bundesweit auf Länderebene? Vermutlich nie, da auch dort die Lobby ihre Finger im Spiel hat, siehe
- Deckelung von Windkraft durch Siggi.
- Weigerung von eigener Windkraft in Bayern.
- Teure Kabel legen, damit Windkraft aus dem Norden nach Bayern kommt.
- Unnötige Bürokratie bei Anschaffung von PV, Speicher und BHKW. Soll es den einzelnem möglichst schwer machen.
Gruß Karsten

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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von egn » 28. Jul 2017, 10:10

KaJu74 hat geschrieben:- Teure Kabel legen, damit Windkraft aus dem Norden nach Bayern kommt.


Der Witz ist der dass die Leitungen aus Ostdeutschland nach Bayern überhaupt nicht gebraucht würden wenn
- die Kohlekraftwerke in Ostdeutschland ab geregelt würden, oder am besten gleich durch sauberere Gaskraftwerke ersetzt würden.
- Die Stromexporte nach Österreich, Schweiz und Frankreich auf ein vernünftiges Maß reduziert würden.

Das Thema wäre auf einem Schlag vom Tisch wenn auch auf Stromexporte Netzdurchleitungskosten und EEG-Umlage fällig würden.

Warum sollen die nicht-privilegierten deutschen Endverbraucher billigen Strom für das Ausland subventionieren?

Auf 50 TWh würden viele Milliarden an EEG-Umlagen und Netzdurchleitungseinnahmen anfallen, die die Endverbraucherpreise deutlich günstiger werden ließen.
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von Reinileini1959 » 20. Aug 2017, 19:53

3 Wochen Urlaub am Stück sind einfach herrlich, kann ich nur empfehlen.
Jetzt mal wieder ins TFF geguckt und siehe da, meine Fragen sind beantwortet. So geht Diskussion – besser, so ginge sie, wenn die Fragen ernsthaft beantwortet sein würden. Viel Polemik, wenig Fakten, das bin ich von anderen Foren nicht so gewohnt, da wird deutlich sachlicher argumentiert.

@ einstern
Sehr nett und konstruktiv formuliert, Du gestattest, dass ich auf der Schiene weitermache. Wenn man über kein Wissen verfügt, kann man halt nur Meinungen kundtun – muss man aber nicht («Reden ist Silber, Schweigen ist Gold» oder «si tacuisses, philosophus mansisses»). Und nein, ich habe keine Angst um meinen Job, aber Sorgen, wohin die Energiewende führt und was das für langfristige Auswirkungen auf den Standort Europa hat, habe ich tatsächlich viele. Deshalb bin ich auch nicht bereit zu allem Ja und Amen zu sagen. Schon gar nicht, wenn nur ideologisch und ohne Fakten argumentiert wird.

@ kramrle
Es ist mir bewusst, dass die Daten nicht mehr ganz aktuell sind, allerdings sind schon künftige Entwicklungen und deren Auswirkungen abgeschätzt. Es würde mich auch interessieren, inwieweit die gezeigten Daten, insbesondere die unterstellten Verbesserungen nach heutigem Stand noch stimmen, allerdings habe ich dazu nichts gefunden.

@ KaJu
Meine Fragen waren sehr klar, Deine Antworten kann ich leider nur als Geschwurbel bezeichnen. Ich habe kein Problem damit, wenn mir jemand mit sachlichen Argumenten aufzeigt, dass ich unrecht habe. Solche Antworten wie Deine brauche ich aber nicht, sie zeigen lediglich, dass Du nicht gewillt oder fachlich nicht in der Lage bist, mit nachvollziehbaren Fakten zu antworten. Ich kenne Deine Grundaussagen alle, darum kommt man angesichts der fast 50 % grün angehauchten Journalisten der Medien sowieso nicht herum. In ZDF und ARD wird in wunderbarer Gutmenschattitüde (frei nach Mark Twain: Ein Gutmensch ist ein guter Mensch von der schlimmsten Sorte) mit verschwurbelter Betroffenheit sehr viel Mist behauptet. Die Fakten werden selten komplett wiedergegeben, meist wird nur das berichtet, was ins Bild passt. Meine Fragen waren natürlich für jemanden wie Dich, der sich das Ganze offensichtlich noch nie zu Ende durchdacht hat oder nicht will, eine kleine Herausforderung, etwas mehr als Allgemeinplätzchen hätte ich mir aber schon verdient gehabt, schliesslich und endlich habe Deine Fragen auch beantwortet (bis auf eine, sieh weiter unten).

So bleibt mir nur festzuhalten, Du hast bei diesem Thema die wichtigen Randbedingungen (Physik) nicht verstanden. Das ist Okay für mich, ich akzeptiere, dass Du es nicht kannst oder willst. Mit Deinen Ausführungen zur Halbwertszeit vom U238 und der Thematik Endlagerung zeigst Du leider, dass Du über ein sehr gefährliches Halbwissen verfügst. Etwas mehr Recherche zum Nuklidvektor eines abgebrannten Brennelementes hätte für Dich vielleicht etwas Erleuchtung bringen können. Ich sehe mit Dir jemanden vor mir, der gerade das kleine Einmaleins beherrscht und der dann im Überschwang der Freude darüber als nächstes gleich Differentialgleichungen lösen will. Ich fürchte, Du musst da noch ein Stück zurück und die Lücken schliessen, sonst wird das weiterhin nichts.

Aber in einem Punkt muss ich Dir letztlich doch recht geben, ich habe mich in meiner Behauptung «So leid es mir tut, aber falscher kann man es nicht sagen. Der Strom ist in DE in den letzten Jahren in keinster Weise grüner geworden, der CO2-Ausstoss aus der Stromerzeugung ist so hoch wie nie» zu weit aus dem Fenster gelehnt. Das kann man so sicher nicht stehen lassen, die Kritik ist berechtigt. Zu meiner Ehrenrettung, ich wollte eigentlich auf die Aussage hinaus, in den letzten 8 Jahren ist der gesamte CO2 Ausstoss in DE trotz aller Bemühungen auf dem gleichen Niveau geblieben (2009 – 2016). Wenn man die Effekte seit 1990 herausrechnet, als man die technologisch veralteten DDR Anlagen ersetzt hat, stimmt das im Grossen und Ganzen sogar für die letzte 25 Jahre. Insgesamt hat man mit sehr viel Aufwand, sehr wenig erreicht. Vergleiche dazu die Abbildung aus dem folgenden Link (https://www.umweltbundesamt.de/daten/klimawandel/treibhausgas-emissionen-in-deutschland#textpart-1), die ich herangezogen habe, als ich mich zu der oben zitierten und nicht korrekten Aussage hinreissen liess - Asche auf mein Haupt für die falsche Darstellung.

@ tripleP
Meine Ausbildung ging deutlich länger, als dass sie in ein Jahrzehnt passen würde, deshalb weiss und verstehe ich auch mehr als einer, der in einem Jahrzehnt fertig ausgebildet wurde, 10 Jahre reichen halt nur für die Grundschulen. Das ist für mich in Ordnung, mir ist schon bewusst, dass ich Glück hatte und habe und ein Stück weit privilegiert bin, aber so ist das halt nun mal im wirklichen Leben. So unsachlich wie Du argumentierst, überzeugt das niemanden, der zum selbstständigen Denken in der Lage ist. Und nein, ich bin nicht am PSI, bin halt kein Forscher und nochmals nein, ich bin nicht in den 90ern stehen geblieben, aber wenn man zu Fakten nichts zu sagen hat, dann ist heute halt der Untergriff / das Abwerten des Gegenübers das Mittel der Wahl.

@ egn
Vorhersagen ist nicht das gleich wie planen. Planen wäre, von xx Uhr bis yy Uhr brauche ich zz MW Leistung. Aber wie machet man es den Zappelphilipps der Stromerzeugung? «Scheine brav liebe Sonne und wehe mit 8.5m/s in ganz DE lieber Wind» funktioniert meines Wissens nach im Moment noch nicht wirklich, aber wie schon an anderer Stelle erwähnt, wenn Du herausfindest, wie das funktioniert, damit kannst reich werden und ich vergönne es Dir. Alles andere ist nicht planen, sondern reagieren.

Wie sich das mit dem weiteren Ausbau von Sonne und Wind verhält, habe ich in dem gezeigten Diagramm dargestellt, es ist schlicht ein Irrglaube, dass man nur genügend Zappelstrom zubauen muss und irgendwann kann damit die Grundlast auch nur zu wesentlichen Teilen sicher abgedeckt werden. Warum siehst Du Dir eigentlich meine Beilagen nicht an, ich mach das ja nicht für mich, sondern für Euch? Hier sieht man doch ganz deutlich, dass mit einem weiteren Ausbau von Wind / Sonne die Spitzen deutlich steigen, die Grundlast aber nur marginal. In dem von mir verlinkten VGB Beitrag (https://www.vgb.org/studie_windenergie_deutschland_europa_teil1.html), indem zeitlich korreliert die Sonnen und Weinerzeugung in 18 Ländern untersucht wird, sieht man auch, dass die Annahme, in Europa weht immer irgendwo der Wind, nur unwesentliche Verbesserung bringt. Die Zusammenfassung, die klar beweist, dass Du falsch liegst, hier kurz herausgezogen:

«Thomas Linnemann und Guido S. Vallana
Die installierte Nennleistung sämtlicher Windenergieanlagen in Deutschland hat sich in den letzten 16 Jahren, von Anfang 2001 bis Ende 2016, auf 50.000 Megawatt (MW) verachtfacht. In 18 betrachteten europäischen Ländern, die Windenergie heute nutzen, erhöhte sich die Nennleistung im gleichen Zeitraum um das Zwölffache auf mehr als 150.000 MW.
Eine wesentliche physikalische Eigenschaft der Windenergie ist ihre starke raumzeitliche Variation aufgrund der Fluktuationen der Windgeschwindigkeit. Meteorologisch betrachtet wird die aus Windenergieanlagen eingespeiste elektrische Leistung durch Wetterlagen mit typischen Korrelationslängen von mehreren hundert Kilometern bestimmt. Im Ergebnis ist die aufsummierte eingespeiste Leistung der europaweit über mehrere tausend Kilometer sowohl in Nord-Süd-als auch Ost-West-Richtung verteilten Windenergieanlagen hoch volatil, gekennzeichnet durch ein breites Leistungsspektrum.
Die intuitive Erwartung einer deutlichen Glättung der Gesamtleistung in einem Maße, das einen Verzicht auf Backup-Kraftwerksleistung ermöglichen würde, tritt allerdings nicht ein. Das Gegenteil ist der Fall, nicht nur für ein einzelnes Land, sondern auch für die große Leistungsspitzen und -minima zeigende Summenzeitreihe der Windstromproduktion 18 europäischer Länder. Für das Jahr 2016 weist die entsprechende Zeitreihe (Stundenwerte) einen Mittelwert von 33.000 MW und ein Minimum von weniger als 6.500 MW auf. Dies entspricht trotz der europaweit verteilten Windparkstandorte gerade einmal 4 % der in den betrachteten 18 Ländern insgesamt installierten Nennleistung. Windenergie trägt damit praktisch nicht zur Versorgungssicherheit bei und erfordert 100 % planbare Backup-Systeme nach heutigem Stand der Technik.

Im derzeit in der Vorbereitung befindlichen Teil 2 der Studie wird die gesamteuropäische Situation analysiert.»


Das kann doch nicht so schwierig zu verstehen sein und der VGB sollte zumindest in fachlicher Hinsicht einigermassen unverdächtig sein!!

Zu den Subventionen, ich habe da schon verschiedentlich angemerkt, dass ich kein Freund davon bin und Subventionen für falsch halte, trotzdem akzeptiere ich den Punkt. Allerdings zeigt Greenpeace für 2012 folgenden Zahlen und unter folgendem Link (https://www.greenpeace-energy.de/presse/artikel/atom-und-kohle-werden-deutlich-hoeher-subventioniert-als-erneuerbare-energien.html?) findet man die dazu passende Verteilung der Primärenergieträger. Mit ein bisschen Mathe kommt man dann schnell zum Schluss, der Euro Subvention pro verbrauchter Energiemenge liegt bei den von Dir verschmähten Erzeugern um ca. den Faktor 3 niedriger. Das könnte man sogar noch weiter relativieren, da Diesel und Gas ja nicht wirklich subventioniert, sondern allenfalls weniger stark besteuert wird, damit sicher keine klassische Subvention ist, aber geschenkt. Weiter ist die Subvention für die Erneuerbaren mittlerweile bei 27 Mrd. pro Jahr. Pro verbrauchter Energieeinheit werden also die klassischen schon deutlich weniger subventioniert. Ausserdem wird ja immer wieder argumentiert, dass die Erneuerbaren ja mittlerweile sowieso viel günstiger sind und immer besser werden, da verstehe wer will, warum dafür immer mehr subventioniert werden muss. Vermutlich haben die immer lauter werdenden Stimmen recht, die sagen, dass der öko-industrielle Komplex mittlerweile zu viel Einfluss hat und uns gnadenlos abkassiert. Vielen Dank dafür an Greenpeace, DUH und all die anderen Erfüllungsgehilfen dafür, wie auch immer sie heissen.

Die Wasserkraft ist komplett ausgebaut, Bioenergie hat das Potential damit Grundlast zu erzeugen, einverstanden. Der Wirkungsgrad und der Landverslust durch die erzeugte Strommenge ist aber alles andere als überzeugend und kostengünstig. Die Folgen für die Wasserqualität infolge der mit der Monokultur verbundenen Düngung zeigen sich auch schon. Wenn es eng wird, hängt das europäische Netz an der Kohle, am Gas und an der Kernenergie und das wird auch in absehbarer Zeit so bleiben. Die anderen Länder gehen die DE-Energiewende zum Glück nicht mit, sonst wäre das Thema sowieso schon durch, da wir dann die Folgen eines Blackouts schon am eigenen Leib verspürt hätten. Wir sollten wirklich ernsthaft beginnen die Diskussion zu versachlichen und damit nicht mehr weitermachen und wieder auf eine sichere und bezahlbare Stromerzeugung zurückschwenken, sonst können sich die ärmeren den Strom nicht mehr im selben Masse wie heute leisten. Das ist so sicher wie das Amen im Gebet.
Und was die Stromtrassen anbelangt, Du verwechselst da ganz eindeutig Ursache und Wirkung. Und Gaskraftwerke bauen, wunderbar, bitte gib uns eine Kontonummer, auf die wir die Kosten buchen können. Ach ich vergass, bezahlen müssen eh immer die anderen, am besten die bösen KKW Betreiber.

@ Alle, die an mehr Fakten interessiert sind, wie es um die Energiewende wirklich steht
Auf der «Achse der Guten» gibt es gegenwärtig gerade eine Artikelserie, die mit sehr einfachen und verständlichen Worten auf die Schwächen der Energiewende hinweist. Da braucht man eigentlich nicht viel Vorbildung, da muss man nur lesen können und verstehen WOLLEN.

http://www.achgut.com/artikel/der_todfeind_der_regierung_die_physik_3

Ähnliche Artikel gibt es auch auf diesen Seiten.

https://www.tichyseinblick.de/?s=abc+von+energiewende
https://www.eike-klima-energie.eu/
http://www.vernunftkraft.de/

Dazu noch ein Hinweis in eigener Sache, nach meiner Meinung sind egal, wo ein Beitrag veröffentlich wurde, ich finde diejenigen Artikel gut, die Fakten (Zahlen) beinhalten, eine Referenz angeben und die durch eine kurze Recherche im Internet bestätigt werden können gut. Schlecht für mich sind Artikel, die lediglich allgemeine Formulierungen enthalten (mehr ist schlecht, weniger ist gut) und in denen sich keine nachprüfbaren Fakten enthalten zum Beispiel der folgende Link, der von "plock" früher einmal zur Verfügung gestellt wurde, er enthält nur die von mir beschriebenen qualitativen Aussagen, aber keine einzige nachvollziehbare Zahl, von den Fakten, die man eigentlich in einem Faktenblatt erwarten würde, weit und breit keine Spur:

https://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-co2-ist-ein-pflanzenduenger-und-kein-schadstoff

Allen anderen, die glauben, die Energiewende funktioniert eh wunderbar und mit den Fakten muss man sich nicht auseinandersetzen, empfehle ich einen Gang zu einem Sektenbeauftragten.

Künftig werde ich mich aber auf die Erfahrung mit dem MX konzentrieren, wenn jemand Fragen hat, kann er mir ja eine PN schicken.

Gruss Reinileini (20.8.2017 19:50)
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