Das Öl wird doch nicht knapp

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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von Reinileini1959 » 26. Jul 2017, 22:50

KaJu74 hat geschrieben:
Reinileini1959 hat geschrieben:Das Problem kam erst mit dem grüner Irrweg der Zappelstromerzeugung, wo der Fehler liegt, ist damit wohl eindeutig klar.
Für mich endet hier die Diskussion mit dir.
Warum?
Weil PV kein Zappelstrom ist, wenn man ihn korrekt nutzt.
Dank PV, speicher und BHKW bin ich von 16.000kWh/Jahr auf vermutlich (da noch kein komplettes Jahr mit BHKW) unter 500kWh gekommen.
Zusätzlich speise ich noch PV-Strom ein, der ja direkt in den Nachbarhäusern verbraucht wird.

Ich habe mir noch heute überlegt, warum ich den Strom nicht an meinen Nachbarn verkaufen darf. :twisted:

Wie auch Healey sagt, beende ich die Diskussion mit dir. Denn du wirfst anderen vor, nicht auf Argumente einzugehen, machst es aber selbst auch nicht.
Diskussion.jpg


@ Kalu

Mittlerweile wurden einige meiner letzten Beiträge mit ziemlicher Zeitverzögerung doch freigeschaltet. Deshalb noch ein Versuch meinerseits, insbesondere das Diagramm von Kaju hat einen gewissen Charme. Ich gehe davon aus, dass das allgemeingültig sein soll und nicht nur für mich gilt. Weiter gehe ich davon aus, dass richtig das ist, was schlüssig bewiesen ist, nicht wofür die Mehrheit ist.

Wind- und Solarstrom heisst deshalb Zappelstrom, weil auf die Produktion kann Einfluss genommen werden kann. In der Praxis heisst das, mal ist zu viel da, mal (eigentlich bisher mit Ausnahme eines kurzen Momentes immer) zu wenig.

Unser Netz funktioniert so, dass immer genauso viel Strom eingespeist wird, wie benötigt wird. Wird weniger Strom eingespeist sinkt die Netzfrequenz ab, irgendwann wird dann abgeschaltet (seit Beginn der Energiewende stand man in DE das eine oder andere Mal knapp davor). Wenn nicht genug Wind/Solar vorhanden ist, braucht man Alternativen.

Gegenwärtig werden diese Alternativen in Deutschland fast ausschliesslich durch fossile Kraftwerke geliefert. Da bin ich übrigens ganz bei Euch, das ist sicherlich ökologisch die schlechteste Lösung. Gut der eine oder andere von Euch wird die Kernenergie als das grösste Übel ansehen. Wenn Euch aber der Klimawandel wirklich wichtig ist, dann wäre es nach meiner Meinung gescheiter gewesen, zuerst die Kohlekraftwerke abzustellen, aber gut.

Die andere Variante wäre die Kombination aus Wind/Solar mit geeigneten Speicher, darauf habe ich ja in einem meiner ersten Beiträge auch schon hingewiesen. Ob man das jetzt als "korrekte Nutzung" des Solarstromes bezeichnen kann oder muss, geschenkt.

Das hat man aber auch schon zum Beginn der Energiewende gewusst. Mittlerweile sind ja einige Jahre verstrichen. Insgesamt wurde ca. 90 GW Leistung Wind/Solar installiert und es müssten ja auch schon die entsprechenden Speicher stehen oder zumindest im Bau sein. Ich finde aber nichts wirklich Verwertbares, ausser Ankündigungen, schon gar keine Zahlen im Netz. Das wenige, das ich gefunden habe, zeigt, das hier noch nichts substanzielles erreicht wurde. Daher ein paar Fragen an die Spezialisten der Energiewende:

- Welche Speicherkapazität wird für DE benötigt, um die Stromversorgung mit regenerativer Energie zu gewährleisten?
- Wie lange müssten diese Speicher in der Lage sein, die Stromversorgung zu garantieren?
- Welche Kosten werden da auf uns zukommen?
- Wie viel davon ist 20 Jahre nach Beginn der Energiewende bereits erreicht?
- Wann wird es erreicht sein?

Als Hinweis für die Zeit möchte ich nochmals auf die Kaltflaute im Januar 2017 hinweisen, da meine Links Kaju ja nicht gefallen, ich bin sicher, das lässt sich auch so im Netz finden. Zu der Kaltflaute im Januar noch ein Hinweis, das war eine Dauer, wie man sie 1 x in 10 Jahren annehmen muss. Üblicherweise legt man solch wichtigen Infrastrukturen gegen Eintrittswahrscheinlichkeiten im Bereich 4E-2 (Schweizer SIA Norm) und 1.0E-4 (Kernenergie) aus. Das bedeutet dann, dass die zu unterstellenden Flauten deutlich länger sein werden und die Speicher entsprechen grösser dimensioniert werden müssen.

Ich bin gespannt auf Eure Antworten.

Gruss Reinileini
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von UTs » 27. Jul 2017, 07:06

:lol:
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von KaJu74 » 27. Jul 2017, 08:36

Reinileini1959 hat geschrieben:Weiter gehe ich davon aus, dass richtig das ist, was schlüssig bewiesen ist, nicht wofür die Mehrheit ist.
Dann eine Frage, bevor ich weiter antworte:
Gilt für dich die Kernenergie als schlüssig bewiesen sauber oder dreckig?
Gruß Karsten

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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von tripleP » 27. Jul 2017, 09:22

KaJu74 hat geschrieben:
Reinileini1959 hat geschrieben:Weiter gehe ich davon aus, dass richtig das ist, was schlüssig bewiesen ist, nicht wofür die Mehrheit ist.
Dann eine Frage, bevor ich weiter antworte:
Gilt für dich die Kernenergie als schlüssig bewiesen sauber oder dreckig?


Die Antwort ist doch jetzt schon absehbar: Sauber, da kaum CO2. :lol:
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von KaJu74 » 27. Jul 2017, 09:24

tripleP hat geschrieben:
KaJu74 hat geschrieben:
Reinileini1959 hat geschrieben:Weiter gehe ich davon aus, dass richtig das ist, was schlüssig bewiesen ist, nicht wofür die Mehrheit ist.
Dann eine Frage, bevor ich weiter antworte:
Gilt für dich die Kernenergie als schlüssig bewiesen sauber oder dreckig?

Die Antwort ist doch jetzt schon absehbar: Sauber, da kaum CO2. :lol:

Die Antwort möchte ich aber von ihm haben.
Gruß Karsten

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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von OS Electric Drive » 27. Jul 2017, 09:29

Reinileini1959 hat geschrieben:
Wind- und Solarstrom heisst deshalb Zappelstrom, weil auf die Produktion kann Einfluss genommen werden kann. In der Praxis heisst das, mal ist zu viel da, mal (eigentlich bisher mit Ausnahme eines kurzen Momentes immer) zu wenig.


Wind und Sonne heißen nicht Zappelstrom sondern es sind volatile Kraftwerke. Falsch ist auch, dass auf die Erzeugung keinen Einfluss genommen werden kann, denn die Anlagen werden über die Ferne geregelt. Wenn die Anlagen in der Vermarktung sind sogar doppelt. Man kann die Produktion sehr genau prognostizieren und der Vermarkter ist dazu verpflichtet eine Day Ahead Prognose VERBINDLICH anzubieten. Ein Vermarkter hat ein virtuelles Kraftwerk aus vielen PV Wind und Biomasse Anlagen hat dafür VERBINDLICH Sorge zu tragen was Morgen im 15 Minuten Takt zur Vergütung steht!

Unser Netz funktioniert so, dass immer genauso viel Strom eingespeist wird, wie benötigt wird. Wird weniger Strom eingespeist sinkt die Netzfrequenz ab, irgendwann wird dann abgeschaltet (seit Beginn der Energiewende stand man in DE das eine oder andere Mal knapp davor). Wenn nicht genug Wind/Solar vorhanden ist, braucht man Alternativen.

Durch PV und Wind wird halt der Bedarf gesenkt und da man heute schon weiß wie viel Strom morgen aus Wind und Sonne zur Verfügung steht gibt es klare planbare Gegebenheiten



Gegenwärtig werden diese Alternativen in Deutschland fast ausschliesslich durch fossile Kraftwerke geliefert. Da bin ich übrigens ganz bei Euch, das ist sicherlich ökologisch die schlechteste Lösung. Gut der eine oder andere von Euch wird die Kernenergie als das grösste Übel ansehen. Wenn Euch aber der Klimawandel wirklich wichtig ist, dann wäre es nach meiner Meinung gescheiter gewesen, zuerst die Kohlekraftwerke abzustellen, aber gut.

Dass BKK mit billigem CO2 Preis die Luft verpesten dürfen ist sicher ein Fehler und dafür stehen regelbare Gaskraftwerke still. Das macht keinen Sinn! Frankreich will ja nun 30€ /Tonne als CO2 Preis und damit fliegt die Braunkohle raus! 70€ sind die externen Kosten die entstehen!
Die andere Variante wäre die Kombination aus Wind/Solar mit geeigneten Speicher, darauf habe ich ja in einem meiner ersten Beiträge auch schon hingewiesen. Ob man das jetzt als "korrekte Nutzung" des Solarstromes bezeichnen kann oder muss, geschenkt.

Das hat man aber auch schon zum Beginn der Energiewende gewusst. Mittlerweile sind ja einige Jahre verstrichen. Insgesamt wurde ca. 90 GW Leistung Wind/Solar installiert und es müssten ja auch schon die entsprechenden Speicher stehen oder zumindest im Bau sein. Ich finde aber nichts wirklich Verwertbares, ausser Ankündigungen, schon gar keine Zahlen im Netz. Das wenige, das ich gefunden habe, zeigt, das hier noch nichts substanzielles erreicht wurde. Daher ein paar Fragen an die Spezialisten der Energiewende:

Speicher braucht man noch nicht, man hat ja die Reserven mit Gas zum ausgleichen
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Ich bin gespannt auf Eure Antworten.

Gruss Reinileini


Kernenergie kann leider nicht regeln und steht nicht in ausreichender Menge zur Verfügung.

Es wäre vielleicht hilfreich, Du würdest Dich mal über den Strommarkt von HEUTE informieren und Dich nicht auf irgendwelche alten Informationen stützen.

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/e ... 88974.html

Selbst Netzbetreiber sehen keinen Speicherbedarf und über mehr und mehr Rechnerleistung und durch die Sektorenkopplung wird das alles gut.

Weißt Du was ich persönlich als dumm empfinde, wenn mir Menschen sagen, dass NUR wegen ein paar Tagen zu wenig EE angeboten wird, dass man daher dann das ganze Jahr CO2 in die Luft stoßen soll. Das ist mehr als dumm!

Was ist schlecht daran die vorhandenen Gas und Kohlekraftwerke in dieser Zeit laufen zu lassen und wenn es Sonne und Wind gibt eben nicht.

Es ist absolut dumm immer wieder zu behaupten dass es früher ja alles so toll geklappt hat, ja es mit einer mega Verwüstungswut und Ignoranz gegenüber der Umwelt!
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von tripleP » 27. Jul 2017, 09:30

KaJu74 hat geschrieben:Die Antwort möchte ich aber von ihm haben.


Bin auch gespannt.
Aber er diskutiert leider nur häppchenweise.

Auf deine Grafik mit dem CO2 Verbrauch der letzten Jahrzehnte ist er auch nicht richtig eingegangen.
Mit deiner Grafik hast Du aufgezeigt, dass der CO2 Verbrauch konstant sinkt.

In seinem ersten Post in diesem Thread behauptet er aber das Gegenteil.

@Reinileini: Was sagst Du dazu?
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von KaJu74 » 27. Jul 2017, 10:26

tripleP hat geschrieben:Auf deine Grafik mit dem CO2 Verbrauch der letzten Jahrzehnte ist er auch nicht richtig eingegangen.
Mit deiner Grafik hast Du aufgezeigt, dass der CO2 Verbrauch konstant sinkt.

In seinem ersten Post in diesem Thread behauptet er aber das Gegenteil.

@Reinileini: Was sagst Du dazu?
Nur damit du weißt, was er meint, das hier lieber Reinileini
KaJu74 hat geschrieben:
Reinileini1959 hat geschrieben:So leid es mir tut, aber falscher kann man es nicht sagen. Der Strom ist in DE in den letzten Jahren in keinster Weise grüner geworden, der CO2-Ausstoss aus der Stromerzeugung ist so hoch wie nie.
Auf welche Daten stützt du dich bei der Aussage?
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von jekruege » 27. Jul 2017, 13:32

Netzbetreiber sehen keinen Speicherbedarf weil sie Stromleitungen bauen wollen. Damit lässt sich derzeit das große Geld verdienen. Das hat man schon immer gemacht und das kam man.

Zur Diskussion stand ja mal norwegische Fjorde als Speicher für Europa anzubinden. Den aktuellen Stand kenne ich da aber auch nicht.
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von OS Electric Drive » 27. Jul 2017, 14:00

So einfach ist das nicht. Jeder will Geld verdienen, die einen mit PV, die anderen mit Wind und der nächste mit Atom...

Die Frage ist am Ende was wirtschaftlicher ist. Ich denke es wird Leitungen geben die kann ein Speicher nicht ersetzen, und bei anderen ist der Speicher besser als der Bagger.

Wichtig ist, dass diese Gejammer halt nicht korrekt ist wie immer wieder vorgetragen. Der Energiemarkt hat zu viel billige Kohle und das liegt in erster Linie am billigen CO2 Preis. Ein BKK haut mal bis zu 1,6 Tonnen CO2 je MWh raus, bei einer Aufwertung des CO2 Preises um 25€ /Tonne kämen bei den BKK 40€ /MWh hinzu.
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