Das Öl wird doch nicht knapp

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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von Dr. Schiwago » 20. Jul 2017, 23:29

CO2 ist übrigens die Nahrung der Pflanzen


Ja genau - so einfach ist die Welt :? :?
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Das Öl wird doch nicht knapp

von Yellow » 21. Jul 2017, 00:56

Sorry Reinileini, aber habe selten so eine anachronistische Sichtweise gelesen!
Die Gesamtkapazität von "Zappelstrom" beträgt in D inzwischen sogar 140 GW und hat heute Mittag z.B. 28 % des Stroms erzeugt. Insgesamt sogar 40% regenerativ.
Hätten wir schon 280 GW Gesamtkapazität, dann wären 56% des Stroms durch Wind und Solar erzeugt worden.
Es ist doch völlig OK, dass fossile Kraftwerke als Backup zur Verfügung stehen müssen und das kann auch in alle Ewigkeit so bleiben. Wichtig ist doch nur, dass diese immer seltener einspringen müssen.

Oder plakativer ausgedrückt: siehst du eine andere Möglichkeit als die regenerative Energieerzeugung für eine Zivilisation, die gerne noch für die nächsten 10.000 Jahre auf der Erde weiterleben möchte?
Also warum dann noch warten? Um jetzt(!) Geld zu sparen???

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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von KaJu74 » 21. Jul 2017, 02:19

Reinileini1959 hat geschrieben:So leid es mir tut, aber falscher kann man es nicht sagen. Der Strom ist in DE in den letzten Jahren in keinster Weise grüner geworden, der CO2-Ausstoss aus der Stromerzeugung ist so hoch wie nie.
Auf welche Daten stützt du dich bei der Aussage?
CO2.JPG

Ins Ausland verschenkt wird nur überflüssiger Wind- und Solarstrom.
Man kann nicht nur eine Stromart verkaufen.
Es gibt immer nur den Strommix.
Erbärmlich blödsinnig ist nur die Einspeisevorfahrt von Solar- und Windstrom und das zu unsinnig hohen Preisen.
Wie teuer wäre Kohlestrom ohne die massiven Subventionen?
Außerdem ist Windstrom jetzt schon günstiger herzustellen, als Kohlestrom. Ähnliches gilt für PV incl. Speicher.
http://www.erneuerbareenergien.de/photo ... 436/99865/
Solar- und Windstrom wird niemals Grundlast ersetzen können. Das ist einfache Physik, aber wenn man die Welt verbessern will, gilt die halt nicht mehr.
Wenn man Techniken, wie Speicher außen vor läßt, mag das stimmen. Aber mit Speicher, ist es Grundlastfähig.
Die Energiewende war und ist eine Totgeburt, die nur mit enormer Gelverschwendung am Leben gehalten werden kann (30 Mrd. im Jahr und er werden mehr, wenn auch noch die unwirtschaftlichen Grundlastwerke Kohle subventioniert werden müssen).
Lag und liegt aber nicht an der Energiewende, sondern an der Art und Weise, wie unsere Politiker sie umgesetzt haben.
und wenn die Kohlekraftwerke nicht permanent standby (aber eben befeuert) stehen würden, wäre nicht einmal das europäische Netz in der Lage den Blackout zu verhindern.
Warum Kohle? Wenn Gas doch so viel sauberer und effektiver ist?
So schaut es leider aus, wenn man einen nüchternen Blick auf die Realität wirft und die verträumte Sicht der Weltretter eben als dann betrachte was sie ist, nämlich ein Traum. Die Welt muss nämlich gar nicht gerettet werden und über die heutige Klimapanik wird die nächste Generation nur lachen (vergleiche ähnliche Katastrophen wie Ende des Öls, Waldsterben, Ozonloch, etc.). CO2 ist übrigens die Nahrung der Pflanzen und auch bei einer weiteren deutlichem Anstieg völlig problem-und gefahrlos für die Bewohner diese Planeten.
Wir haben immer mehr CO2, aber immer weniger Pflanzen, die es verabreiten können.
Ist dir das schon mal aufgefallen?
Der Ölpeak von konventionellen Öl war ja schon 2006. Danach konnte der Berdarf nur mit unkonventionellen Öl gedeckt werden.
Dank FCKW Verbot, hat es die Menschheit geschafft, dass das Ozonloch nicht weiter ausweitet.
Das hat aber 15 Jahre gedauert!
Seit 2000 sind FCKW weg vom Fenster, dürfen weder als Treibmittel in Spraydosen noch als Kühlmittel eingesetzt werden. Jetzt beginnt die Maßnahme zu wirken. Im September 2015 war das Ozonloch kleiner denn je. Dass es im Oktober wieder größer wurde lag an den Ausbrüchen von Vulkanen.
Gruß Karsten

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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von plock » 21. Jul 2017, 05:47

Reinileini1959 hat geschrieben:CO2 ist übrigens die Nahrung der Pflanzen und auch bei einer weiteren deutlichem Anstieg völlig problem-und gefahrlos für die Bewohner diese Planeten.

Ich hab mir aus dem ganzen hanebüchenen Unsinn den du da zusammengeschrieben hast mal diesen Aspekt herausgesucht, weil Harald Lesch den so schön für jedermann verständlich in einem Video behandelt hat (zusammen mit ein paar anderen Themen). Viel Spaß beim schauen und lernen: https://youtu.be/legMiI6RUuQ
 
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von einstern » 21. Jul 2017, 08:14

Der EE Anteil beträgt für D
2016 : 33 %
2017 : 37 % (hochgerechnet)

Und bei mir daheim 100%.
2014 : PV 50 kWp -- 2015 : S85D -- 2016 : WB 22kW Typ2 -- 2016 : Bankirai PV
-- Elektrisch - So läuft das hier !
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von OS Electric Drive » 21. Jul 2017, 08:45

Es ist spannend wenn Menschen die sich km Sttommarkt nicht auskennen sich kräftig dazu äußern.
1. Gibt es in Deutschland ďas Gesetz źum Vorrang EEs. Das bedeutet solange keine 100% EEs im Netz sind kann definitiv kein EE Strom ins Ausland kommen.
2. Dank EE Strom und dem niedrigen CO2 Preis ,der unter anderem auch durch den großen Anteil an EE so niedrig ist , ist der Export von BK Strom über das Jahr ein sehr lukratives Geschäft !
3. Braucht man keine Grubdlastkraftwerke diese werden aus EEs und Kohle / Gas virtuell gebildet.
4. Um auf das Thema zurück zu kommen ist das gesparte CO2 größer durch E Autos als das zusätzliche das in der Stromerzeugung entsteht.
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von Reinileini1959 » 21. Jul 2017, 22:15

Dr. Schiwago hat geschrieben:
CO2 ist übrigens die Nahrung der Pflanzen


Ja genau - so einfach ist die Welt :? :?


Kleiner Denkanstoss "Photosynthese":

https://de.wikipedia.org/wiki/Photosynthese

http://www.ofnds.de/Orchideenkultur/Photosynthese.pdf

....

Gruss Reinileini
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von Reinileini1959 » 21. Jul 2017, 23:05

Yellow hat geschrieben:Sorry Reinileini, aber habe selten so eine anachronistische Sichtweise gelesen!
Die Gesamtkapazität von "Zappelstrom" beträgt in D inzwischen sogar 140 GW und hat heute Mittag z.B. 28 % des Stroms erzeugt. Insgesamt sogar 40% regenerativ.
Hätten wir schon 280 GW Gesamtkapazität, dann wären 56% des Stroms durch Wind und Solar erzeugt worden.
Es ist doch völlig OK, dass fossile Kraftwerke als Backup zur Verfügung stehen müssen und das kann auch in alle Ewigkeit so bleiben. Wichtig ist doch nur, dass diese immer seltener einspringen müssen.

Oder plakativer ausgedrückt: siehst du eine andere Möglichkeit als die regenerative Energieerzeugung für eine Zivilisation, die gerne noch für die nächsten 10.000 Jahre auf der Erde weiterleben möchte?
Also warum dann noch warten? Um jetzt(!) Geld zu sparen???


Gemäss Wikipedia:
"Ein Anachronismus (griechisch ἀναχρονισμός anachronismós „Verwechslung der Zeiten“, aus ἀνα ana „gegen“ und χρόνος chrónos „Zeit“) bezeichnet die falsche zeitliche Einordnung von Vorstellungen, Ereignissen, Dingen oder Personen in einem Zusammenhang."

Ich verstehe nicht ganz, was ich da an Zeiten verwechselt haben sollte. Apropos Verwechslung. Electricitymap.org gibt eh einige ganz wichtige Informationen:

1. die installierte Leistung Solar liegt bei 40.9 GW
2. die installierte Leistung Wind liegt bei 49.6 GW
3. der von mir angegebene Zappelstrom von 90 GW entspricht also ganz der Wahrheit, Deine Werte sind falsch.

Richtig ist aber schon, es gibt Zeiten, da wurde sogar schon 100% für einen kurzen Augenblick rein regenerativ (inklusive Wasserkraft, aber das ist in DE nicht viel) erzeugt. Das bestreitet auch niemand ernsthaft. Ernsthaft bestreite ich aber, dass der Zappelstrom in der Lage ist Grundlast zu ersetzen. Das könnte er nur mit geeigneten Speichern, wie ich auch schon ausgeführt habe, die aber in DE nicht zur Verfügung stehen und in absehbarer Zeit auch nicht werden. Wenn ich auch Electricitymap,org nochmals heranziehen darf, um 22:39 Uhr leistet der Anteil Wind mit 4.7 GW ca. 8 % des benötigten Stromes.

Gemäss Statista.com betrug 2010 die gesamte Stromspeicherkapazität 2010 10 GW, 2030 sollen es 19GW sein. Da fehlt zu den mindestens benötigten 60 GW schon noch einiges. Ein weiterer und schneller Ausbau der Wind und Solarkapazität macht gar keinen Sinn mehr, weil man nur immer mehr Strom zu Negativpreisen ins Ausland verschleudern muss. Das darf dann auch alles schön brav der Steuerzahler zusätzlich berappen.

Anders ausgedrückt, die Fakten bekräftigen, dass die Energiewende eine extrem kostspielige Totgeburt ist und bleibt.

Zu Deiner letzten Frage, ja ich sehe eine weit bessere Möglichkeit der Stromversorgung, Ausbau von Wind und Sonne bis auf weiteres stoppen, indem die Einspeisevergütungen gestrichen werden. Bis das wieder auf einen vernünftigen Anteil im Strommix geschrumpft ist und bezahlbar bleibt, Planungssicherheit für die Energieerzeuger herstellen und die freie Wirtschaft wirken lassen. Dabei auch Abkehr vom Ausstieg aus der Kernenergie, die immer noch die sauberste Energieerzeugung pro kWh ist und bleibt, neue Reaktortypen der Gen 4 werden auch die inhärente Sicherheit bringen.

Wohin die Planungswirtschaft führt, hat man am Beispiel der DDR ja eh gesehen, den Scheiss brauchen wir echt nicht mehr. Ich sehe auch nicht, warum ausgerechnet die jetzige Generation weniger Recht haben sollte auf dieser Welt zu leben wie die vorherigen oder die künftigen, oder vielleicht sehe ich was nicht, dann kannst mir da bitte gerne auf die Sprünge helfen.

Jetzt muss ich mich auf die Carmen der Bregenzer Festspiele konzentrieren.

Gruss Reinileini
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von KaJu74 » 22. Jul 2017, 00:40

Reinileini1959 hat geschrieben:Zu Deiner letzten Frage, ja ich sehe eine weit bessere Möglichkeit der Stromversorgung, Ausbau von Wind und Sonne bis auf weiteres stoppen, indem die Einspeisevergütungen gestrichen werden. Bis das wieder auf einen vernünftigen Anteil im Strommix geschrumpft ist und bezahlbar bleibt, Planungssicherheit für die Energieerzeuger herstellen und die freie Wirtschaft wirken lassen.
Was du hier fordest, ist eine Abkehr von der Energiewende und Planungssicherheit für die Energieversorger, nicht den Kunden.
Für eine freie Wirtschaft, müsste aber auch jegliche Subvention der Kohle gestrichen werden.
Dabei auch Abkehr vom Ausstieg aus der Kernenergie, die immer noch die sauberste Energieerzeugung pro kWh ist und bleibt, neue Reaktortypen der Gen 4 werden auch die inhärente Sicherheit bringen.
Wenn das (deiner Meinung nach) die sauberste Energieerzeugung ist, darf man dann die alten Brennstäbe oder den Bauschutt bei dir lagern?
http://hessenschau.de/politik/rueckbau- ... s-100.html
Oder schaust du nicht so weit und betrachtest nur die Stromerzeugung?
Gruß Karsten

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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von KaJu74 » 22. Jul 2017, 00:55

Reinileini1959 hat geschrieben:
Dr. Schiwago hat geschrieben:
CO2 ist übrigens die Nahrung der Pflanzen


Ja genau - so einfach ist die Welt :? :?


Kleiner Denkanstoss "Photosynthese":

https://de.wikipedia.org/wiki/Photosynthese

http://www.ofnds.de/Orchideenkultur/Photosynthese.pdf

....

Gruss Reinileini
Ich glaube, die meisten wissen, wie Photosynthese funktioniert.

Aber wußtest du das:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 94592.html
Gibt es Gewinner des Treibhauseffekts? Pflanzen müssten von steigenden CO2-Werten in der Atmosphäre profitieren - weil Photosynthese und Wachstum auf Trab kommen, heißt es oft. Doch jetzt stellt sich heraus: Den meisten Pflanzen können höhere Kohlendioxidkonzentrationen sogar schaden.

http://klimaschutz-netz.de/index.php/er ... f-die-erde
Aber, wie Forscher nun herausfanden ist es mit dem CO2 und den Pflanzen ähnlich wie beim Menschen und seiner Nahrung, wenn z.B. Urwaldbäume zuviel CO2-"Nahrung" zu sich nehmen dann wachsen sie zu schnell und sterben zu früh.
Wir haben inzwischen also ein mindestens dreifaches CO2-Problem aufgrund des zunehmenden Kohlendioxid-Gehaltes der Atmosphäre:
1.Erderwärmung
2.Ozeanversauerung
3.Überdüngung

Das schlimme ist, wenn Punkt 3 eintritt, dann werden sich die Punke 1 und 2 wesentlich beschleunigen und verstärken, weil der Amazonas-Regenwald dann das CO2 in der Atmosphäre nicht mehr verringert, sondern erhöht.
Gruß Karsten

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