Das Öl wird doch nicht knapp

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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von m3ntI » 19. Jul 2017, 21:50

Ich kann hier jedem zu dem Thema Peak Oil das Buch vom Herr Dr. Daniele Ganser "Europa im Erdölrausch" empfehlen. Er hat schlüssig und wissenschaftlich längst nachgewiesen, dass es den sogenannten Peak Oil schon längst gegeben hat und zwar so um das Jahr 2006. Seitdem fälschen alle großen Ölmultikonzerne ihre gesamten Statistiken bzw. beschönigen diese , indem sie teilweise ganz andere fossile Brennstoffe zu den konventionellen Rohöldaten dazu addieren.

https://www.youtube.com/watch?v=6XvT65Rkthw

Minute ab ca. 35min
 
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von weg » 19. Jul 2017, 22:19

hiTCH-HiKER hat geschrieben:@George:

Die Schlüsse die du ziehst sind schlichtweg falsch.
Der Stromverbrauch in Deutschland ist rückläufig und das Stromhandelssaldo wächst, d.h. wir exportieren mittlerweile gigantische Mengen unseres Stroms ins Ausland und nicht andersrum!

...


Zum Leidwesen der österreichischen EVUs oder zum Freude der Verbraucher. Deutschland hat, soviel ich weiss, den niedrigsten Grosshandelspreis für Strom - abgesehen von Norwegen. Dadurch wurde der Verbund gezwungen, die Kohlekraftwerke stillzulegen, weil sie zu teuer sind. Sogar das neueste und stärkste Gaskraftwerk Mellach wurde vor der richtigen Inbetriebnahme stillgelegt. Bei den restlichen Kraftwerken wird gespart wo es geht - Wartungen herausgezögert, etc.
 
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von Healey » 19. Jul 2017, 22:27

@weg
Bei Mellach ist Besinnung eingekehrt. In diesem kalten Winter lief es zwischendurch auf Hochtouren.
http://steiermark.orf.at/news/stories/2830983/
Ich wohne in der Nähe, ein Nachbar ist zufällig Kraftwerksmeister bei der Fernwärme.
LGH
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von harlem24 » 19. Jul 2017, 22:44

Zumindest hat Mutti letztens im Interview angedeutet, dass man eventuell ja doch über einen Ausstieg aus der Braunkohle reden könnte.
Mal beobachten, was da noch passiert in den nächsten Jahren.
Interessant ist an der Stelle auch, dass RWE gerichtlich die Veröffentlichung eines Berichtes der Bezirksregierung Arnsberg verhindern möchte, in dem die Kosten für die Renaturierung der Braunkohletagebaue untersucht werden und ob die Rücklagen von RWE (2 Milliarden € momentan) dafür ausreichen.
 
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von Abgemeldet 06-2018 » 19. Jul 2017, 23:32

m3ntI hat geschrieben:Ich kann hier jedem zu dem Thema Peak Oil das Buch vom Herr Dr. Daniele Ganser "Europa im Erdölrausch" empfehlen.


Ich verstehe nur nich wieso ein derart gebildeter Mensch mit so einem hanebüchenen Unsinn daher kommt, dass WTC 7 möglicherweise gesprengt wurde und suggeriert alle Untersuchungsberichte hätten dieses Thema ausgepart. Das ist einfach totaler Blödsinn und selbst in einer politischen Welt voller Lug und Betrug mindestens genauso weit hergeholt wie die Mondlandung anzuzweifeln.
 
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von Reinileini1959 » 20. Jul 2017, 21:38

Elektroniker hat geschrieben:Die Grafiken muss man richtig lesen:

Kraftwerkskapazitäten ist NICHT gleich Stromerzeugung!

Um die Stromerzeugung mit Wind und Sonne zu bewerkstelligen, braucht man erheblich mehr GW an Leistung = Kraftwerkskapazität, weil diese selten mit voller Leistun glaufen können (hängt ja von Wind und Sonne ab).

Betrachtet man die Stromerzeugung, also die erzeugte Strommenge, dann ist der Strom tatsächlich schon grüner geworden, weil der EE-Anteil am Strommix zugenommen hat.

Allerdings muss man auch wissen, dass es dank falscher politischer Weichenstellungen und falscher gesetzlicher Vorgaben die letzten Jahre zu einem ernormen Export von in Deutschland nicht benötigtem Braunkohlestrom gekommen ist und immer noch kommt.
Dieser exportierte Braunkohlestrom und der gesetzlich garantierte Anspruch für die Braunkohlemeiler, jederzeit ihren Strom verkaufen und exportieren zu können, führt auch regelmäßig zu Netzengpässen und irrsinnigen Situationen, wo dann bei ausreichend Windstrom in D der Braunkohlemeiler im Norden trotzdem seinen Strom nach Italien oder Österreich verkaufen darf, obwohl keine ausreichenden Transportkapazitäten verfügbar sind.
Die Netzbetreiber sind dann zu Dispatch-Maßnahmen gezwungen, wo der Braunkohlemeiler auf Befehl gedrosselt wird und dafür eine Entschädigung (über die Netzentgelte von uns allen finanziert) bekommt, und gleichzeitig ein altes "Reservekraftwerk" in Österreich zu horrenden Kosten angeworfen wird, um den den Italienern versprochenen billigen Braunkohlestrom liefern zu können - natürlich wird das teuere und stinkende Ölkraftwerk der Österreicher auch vom deutschen Netzkunden bezahlt.
Als Nebeneffekt wird dann ein enormer Netzausbau gefordert, der zu ca. 80% nur für solche irrwitzige Szenarien erforderlich ist.
In der Zeitung lancieren dann die Netzbetreiber die völlig blödsinnige Schlagzeile: "Wegen zu viel Windstrom im Norden sind Reservekraftwerke in Österreich aktiviert worden, um eine Schieflage und einen Zusammenbruch des Netzes zu verhindern"
In Wahrheit aber ging es ausschließlich um die finanziellen Interessen von Braunkohlemeilern (und auch Atommeilern).
Die verkaufen die Bevökerung für voll-blöd. :twisted:

Das ganze ist so erbärmlich blödsinnig, dass ich dafür keine Worte finde ... :twisted:
Eigentlich sollte man als Netzentgelt-Zahler dagegen klagen, dass grenzt ja schon an eine ungerechtfertigte Enteignung.

Immerhin hat die Netzagentur nun ein Einsehen gehabt und plant, ab 2018 (glaub ich), den Stromhandel mit Österreich auf die verfügbaren Transportkapazitäten zu begrenzen, so dass solche absurden Situationen nicht mehr so oft mit den bisherigen hohen Kosten auftreten sollen.


So leid es mir tut, aber falscher kann man es nicht sagen. Der Strom ist in DE in den letzten Jahren in keinster Weise grüner geworden, der CO2-Ausstoss aus der Stromerzeugung ist so hoch wie nie. Ins Ausland verschenkt wird nur überflüssiger Wind- und Solarstrom.

Erbärmlich blödsinnig ist nur die Einspeisevorfahrt von Solar- und Windstrom und das zu unsinnig hohen Preisen. Solar- und Windstrom wird niemals Grundlast ersetzen können. Das ist einfache Physik, aber wenn man die Welt verbessern will, gilt die halt nicht mehr. Die Energiewende war und ist eine Totgeburt, die nur mit enormer Gelverschwendung am Leben gehalten werden kann (30 Mrd. im Jahr und er werden mehr, wenn auch noch die unwirtschaftlichen Grundlastwerke Kohle subventioniert werden müssen).

Nix für ungut, wenn man den Blick aus DE in Richtung Welt wendet, dann wird man erkennen, dass andere Länder dem Beispiel von DE nicht folgen, weil eben die Zappelstromerzeuger nur wenige Prozent von der Gesamtstromerzeugung ausmachen können und das auch in Relation von den Speicherkapazitäten stehen muss, die man zur Verfügung hat. In DE hat man mittlerweile Gesamtkapazitäten an Zappelstrom vom über 90 GW, damit könnte man theoretisch locker den gesamten Strombedarf decken. Spielt es aber nicht, da es halt und das wird sich nie ändern, lange Phasen gibt, an denen die 90 GW nur mit 2 oder 3 GW zur Stromproduktion beitragen. Die Speicherkapazitäten in DE sind vernachlässigbar und wenn die Kohlekraftwerke nicht permanent standby (aber eben befeuert) stehen würden, wäre nicht einmal das europäische Netz in der Lage den Blackout zu verhindern. Übrigens, wenn DE nicht ans europäische Netz angeschlossen wäre oder die anderen europäischen Länder ihre Stromversorgung analog umgestellt hätten, wären regelmässige Blackouts zwar nicht an der Tages-, sicher aber auf der Jahresordnung.

So schaut es leider aus, wenn man einen nüchternen Blick auf die Realität wirft und die verträumte Sicht der Weltretter eben als dann betrachte was sie ist, nämlich ein Traum. Die Welt muss nämlich gar nicht gerettet werden und über die heutige Klimapanik wird die nächste Generation nur lachen (vergleiche ähnliche Katastrophen wie Ende des Öls, Waldsterben, Ozonloch, etc.). CO2 ist übrigens die Nahrung der Pflanzen und auch bei einer weiteren deutlichem Anstieg völlig problem-und gefahrlos für die Bewohner diese Planeten.

Und zum Schluss, ich fahre Tesla, weil er geil zu fahren ist, aber er ist weder perfekt und schon gar nicht wird dadurch die Welt gerettet.

Gruss Reinileini
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Das Öl wird doch nicht knapp

von lautlos-unterwegs » 20. Jul 2017, 22:16

Reinileini1959 hat geschrieben:Die Welt muss nämlich gar nicht gerettet werden und über die heutige Klimapanik wird die nächste Generation nur lachen (vergleiche ähnliche Katastrophen wie Ende des Öls, Waldsterben, Ozonloch, etc.). CO2 ist übrigens die Nahrung der Pflanzen und auch bei einer weiteren deutlichem Anstieg völlig problem-und gefahrlos für...


Lieber Reinlileini,
Du würdest mir einen Gefallen tun wenn du dein Resumee zukünftig an den Anfang deiner Beiträge stellst, dann kann ich mir das Lesen ersparen.
Kurze Frage habe ich noch: Waldsterben, Ozonloch...ich dachte immer der Mensch hätte da gegen gesteuert. Wusste gar nicht, dass das von allein aufgehört hat.
Und das mit dem Öl - feine Sache, dass sich das jetzt immer wieder regeneriert.


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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von OS Electric Drive » 20. Jul 2017, 22:19

Das Öl geht auch aus einem anderen Grund nicht aus. Ab 100USD je Barrel lohnt sich die Herstellung über Kohle
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von cko » 20. Jul 2017, 22:27

Und Kohle gibt es unendlich?
Und Verbrennerfahren lohnt sich noch bei doppeltem Ölpreis?
Tesla fahren ist wie schweben auf einem Sonnenstrahl.
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von OS Electric Drive » 20. Jul 2017, 23:23

Ja... Kohle hat eine Reiwcheirte von mehr als 200 Jahre
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