Das Öl wird doch nicht knapp

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Das Öl wird doch nicht knapp

von KaJu74 » 17. Jul 2017, 10:36

Energie-Experte Helm: "Peak Oil" bleibt aus
Neue Fördertechnik und der Wandel in Industrie und Verkehr haben laut dem renommierten Wirtschaftsprofessor Dieter Helm Folgen: Eine Ölknappheit wird es nicht geben.
https://www.motor-talk.de/news/das-oel- ... 90160.html

Entscheidend für das Ausbleiben des Öl-Kollapses ist für Dieter Helm aber ein anderer Punkt: Der Bedarf an Erdöl werde in absehbarer Zeit deutlich sinken, glaubt der Professor. Die chemische Industrie entwickle mehr Materialien, die anders als herkömmlicher Kunststoff ohne Erdöl auskämen. Und der Verkehr werde sich im kommenden Jahrzehnt vom Verbrennen von Benzin und Diesel weg entwickeln.

Schwere Fahrzeuge würden auf Gas umsteigen, leichte Pkw auf Strom. Dies erfordere schon die zunehmende Luftverschmutzung. Auch dafür gibt es deutliche Indizien: Immer mehr Staaten setzen sich konkrete Ziele, ab wann sie keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr neu zulassen wollen.

.....

Ein schlechtes Zeugnis stellt Helm der deutschen Energiewende aus. Trotz hoher Subventionen in erneuerbare Energien sei die Energie heute schmutziger und produziere mehr CO2 als vor Beginn des Programms. In 50 Jahren würde ein Historiker sagen müssen: „Deutschland ist von der Kernkraft auf die Kohle umgestiegen“, sagt Helm. Und die sei das größte Problem für den Klimaschutz.
Gruß Karsten

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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von George » 17. Jul 2017, 15:25

KaJu74 hat geschrieben:Energie-Experte Helm: "Peak Oil" bleibt aus
Neue Fördertechnik und der Wandel in Industrie und Verkehr haben laut dem renommierten Wirtschaftsprofessor Dieter Helm Folgen: Eine Ölknappheit wird es nicht geben.
https://www.motor-talk.de/news/das-oel- ... 90160.html

Entscheidend für das Ausbleiben des Öl-Kollapses ist für Dieter Helm aber ein anderer Punkt: Der Bedarf an Erdöl werde in absehbarer Zeit deutlich sinken, glaubt der Professor. Die chemische Industrie entwickle mehr Materialien, die anders als herkömmlicher Kunststoff ohne Erdöl auskämen. Und der Verkehr werde sich im kommenden Jahrzehnt vom Verbrennen von Benzin und Diesel weg entwickeln. Schwere Fahrzeuge würden auf Gas umsteigen, leichte Pkw auf Strom. Dies erfordere schon die zunehmende Luftverschmutzung. Auch dafür gibt es deutliche Indizien: Immer mehr Staaten setzen sich konkrete Ziele, ab wann sie keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr neu zulassen wollen.
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Ein schlechtes Zeugnis stellt Helm der deutschen Energiewende aus. Trotz hoher Subventionen in erneuerbare Energien sei die Energie heute schmutziger und produziere mehr CO2 als vor Beginn des Programms. In 50 Jahren würde ein Historiker sagen müssen: „Deutschland ist von der Kernkraft auf die Kohle umgestiegen“, sagt Helm. Und die sei das größte Problem für den Klimaschutz.


Na das ist mal eine Logik: Öl wird nicht knapp weil... es nicht mehr so gebraucht wir! Tata! Das passiert natürlich "einfach nur so"...
Glaubt man Elon Musk, werden übrigens gerade auch SCHWERE Fahrzeuge auf Strom umstellen ;)
Die Zahlen der Energiewende sehe ich auch seit Jahren schon so - und jeder andere, der das will und nicht gezielt uneinsichtig ist, könnte das auch. Die meisten Deutschen glauben, da wir ja unzweifelhaft immer mehr regenerative Energie erzeugen, die Energieerzeugung wäre jetzt irgendwie sauberer. Ganz dummerweise wird aber die regenerative Energie sozusagen oben auf die bestehenden Kraftwerke gesattelt, weil sie (Stand heute) mal im Überfluss da ist, mal GAR NICHT. Sobald dann der Anteil von Wind- und Sonnenenergie auf genau NULL fällt, müssen konventionelle Kraftwerke den gesamten Strombedarf decken. Wegen der abgeschalteten Kernkraftwerken (in Deutschland, nicht in Frankreich...) sind das vorwiegend deutsche Kohlekraftwerke oder französischen Kernkraftwerke.
Sehr schön das Ganze.
Von Politik und Medien suggerierte und von Susanne und Horst Michl so geglaubte Entwicklung:
falsch.gif

tatsächliche Entwicklung:
wahr.gif
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Ihr wisst schon: http://ts.la/george404
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von Eifel.stromer » 17. Jul 2017, 19:54

Peak Oil kann gar nicht ausbleiben, es bezeichnet den Punkt in der Erdölförderung, ab dem die Menge der Förderung sinkt. Zu argumentieren Peak Oil bleibt aus, weil die Welt weniger Öl verbraucht ist total hirnrissig. Beides hat nichts miteinander zu tuen. Ob ich jetzt weniger Öl fördere, weil es nicht verbraucht wird oder ob weniger Öl zu fördern ist istdoch egal. Der Peak bleibt.
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von Leto » 17. Jul 2017, 20:08

Eifel.stromer hat geschrieben:Peak Oil kann gar nicht ausbleiben, es bezeichnet den Punkt in der Erdölförderung, ab dem die Menge der Förderung sinkt. Zu argumentieren Peak Oil bleibt aus, weil die Welt weniger Öl verbraucht ist total hirnrissig. Beides hat nichts miteinander zu tuen. Ob ich jetzt weniger Öl fördere, weil es nicht verbraucht wird oder ob weniger Öl zu fördern ist istdoch egal. Der Peak bleibt.
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Eigentlich absurd ist, es ist jedes nicht regenerative Gramm CO2 zu viel. Wie lange man noch urzeitlichen Kohlenstoff zusätzlich verbrennen kann spielt keine Rolle. Wir haben keine Energie- sondern eine Klimakrise.
2. Model S 90D, seit 9/16, Midnight Silver/Grau/Carbon, Lenkassistent aka AP1, alles außer Tiernahrung und Pano, E.ON Basisbox Kombi und wallb-e eco, je 22kW und BEW "ein Preis" Roaming Vertrag für RWE Säulen sowie TNM Ladekarte und Plugsurfing
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von Bones » 18. Jul 2017, 09:55

George hat geschrieben:Die meisten Deutschen glauben, da wir ja unzweifelhaft immer mehr regenerative Energie erzeugen, die Energieerzeugung wäre jetzt irgendwie sauberer. Ganz dummerweise wird aber die regenerative Energie sozusagen oben auf die bestehenden Kraftwerke gesattelt, weil sie (Stand heute) mal im Überfluss da ist, mal GAR NICHT. Sobald dann der Anteil von Wind- und Sonnenenergie auf genau NULL fällt, müssen konventionelle Kraftwerke den gesamten Strombedarf decken. Wegen der abgeschalteten Kernkraftwerken (in Deutschland, nicht in Frankreich...) sind das vorwiegend deutsche Kohlekraftwerke oder französischen Kernkraftwerke.
Sehr schön das Ganze.
Von Politik und Medien suggerierte und von Susanne und Horst Michl so geglaubte Entwicklung:
falsch.gif

tatsächliche Entwicklung:
wahr.gif


Das war mir bislang genausowenig bewusst.
Die Grafiken und Angaben, die man so findet, erzeugen nämlich genau den von Dir angegebenen Gedanken.
Alles wird grüner, dreckiger Strom wird weniger, regenerative Energie wird mehr und ersetzt nach und nach......

Woher kommt Deine Grafik der tatsächlichen Entwicklung?
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von Elektroniker » 18. Jul 2017, 10:33

Die Grafiken muss man richtig lesen:

Kraftwerkskapazitäten ist NICHT gleich Stromerzeugung!

Um die Stromerzeugung mit Wind und Sonne zu bewerkstelligen, braucht man erheblich mehr GW an Leistung = Kraftwerkskapazität, weil diese selten mit voller Leistun glaufen können (hängt ja von Wind und Sonne ab).

Betrachtet man die Stromerzeugung, also die erzeugte Strommenge, dann ist der Strom tatsächlich schon grüner geworden, weil der EE-Anteil am Strommix zugenommen hat.

Allerdings muss man auch wissen, dass es dank falscher politischer Weichenstellungen und falscher gesetzlicher Vorgaben die letzten Jahre zu einem ernormen Export von in Deutschland nicht benötigtem Braunkohlestrom gekommen ist und immer noch kommt.
Dieser exportierte Braunkohlestrom und der gesetzlich garantierte Anspruch für die Braunkohlemeiler, jederzeit ihren Strom verkaufen und exportieren zu können, führt auch regelmäßig zu Netzengpässen und irrsinnigen Situationen, wo dann bei ausreichend Windstrom in D der Braunkohlemeiler im Norden trotzdem seinen Strom nach Italien oder Österreich verkaufen darf, obwohl keine ausreichenden Transportkapazitäten verfügbar sind.
Die Netzbetreiber sind dann zu Dispatch-Maßnahmen gezwungen, wo der Braunkohlemeiler auf Befehl gedrosselt wird und dafür eine Entschädigung (über die Netzentgelte von uns allen finanziert) bekommt, und gleichzeitig ein altes "Reservekraftwerk" in Österreich zu horrenden Kosten angeworfen wird, um den den Italienern versprochenen billigen Braunkohlestrom liefern zu können - natürlich wird das teuere und stinkende Ölkraftwerk der Österreicher auch vom deutschen Netzkunden bezahlt.
Als Nebeneffekt wird dann ein enormer Netzausbau gefordert, der zu ca. 80% nur für solche irrwitzige Szenarien erforderlich ist.
In der Zeitung lancieren dann die Netzbetreiber die völlig blödsinnige Schlagzeile: "Wegen zu viel Windstrom im Norden sind Reservekraftwerke in Österreich aktiviert worden, um eine Schieflage und einen Zusammenbruch des Netzes zu verhindern"
In Wahrheit aber ging es ausschließlich um die finanziellen Interessen von Braunkohlemeilern (und auch Atommeilern).
Die verkaufen die Bevökerung für voll-blöd. :twisted:

Das ganze ist so erbärmlich blödsinnig, dass ich dafür keine Worte finde ... :twisted:
Eigentlich sollte man als Netzentgelt-Zahler dagegen klagen, dass grenzt ja schon an eine ungerechtfertigte Enteignung.

Immerhin hat die Netzagentur nun ein Einsehen gehabt und plant, ab 2018 (glaub ich), den Stromhandel mit Österreich auf die verfügbaren Transportkapazitäten zu begrenzen, so dass solche absurden Situationen nicht mehr so oft mit den bisherigen hohen Kosten auftreten sollen.
Model ≡ 2019? Wohl eher nicht ... hab die Reservierung wieder storniert.
 
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von Dr. Schiwago » 19. Jul 2017, 19:02

Die beiden oben gezeigten Schaubildern erscheinen mir doch etwas zu pessimistisch, woher stammen die denn ??

Ich habe mal selber etwas geforscht:
http://www.umweltbundesamt.de/publikati ... eutschland
und
http://www.umweltbundesamt.de/publikati ... endioxid-3

Ich finde, die Werte sehen doch ganz gut aus - was meint Ihr ??

Vermeidung.JPG
Vermeidung.JPG (61.32 KiB) 434-mal betrachtet


Vermeidung 2.JPG
Mein Empfehlungslink: http://ts.la/till9938
 
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von einstern » 19. Jul 2017, 19:13

Die Darstellung sagt mehr.
Dateianhänge
20170719_191123.png
2014 : PV 50 kWp -- 2015 : S85D -- 2016 : WB 22kW Typ2 -- 2016 : Bankirai PV
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von Abgemeldet 06-2018 » 19. Jul 2017, 19:22

@George:

Die Schlüsse die du ziehst sind schlichtweg falsch.
Der Stromverbrauch in Deutschland ist rückläufig und das Stromhandelssaldo wächst, d.h. wir exportieren mittlerweile gigantische Mengen unseres Stroms ins Ausland und nicht andersrum!

Siehe hier (und da ist nur 2015 noch mit berücksichtigt, Tendenz stark steigend):
https://de.wikipedia.org/wiki/Energiema ... delsbilanz

Das Problem ist viel mehr, dass den Energieversorgern erlaubt wird ihren billigen Kohlestrom zu produzieren und zu verkaufen, obwohl er für Deutschland nicht nötig wäre. Dieser Wahnsinn muss endlich gestoppt werden, ansonsten geht die Entwicklung schon in die richtige Richtung!
 
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Re: Das Öl wird doch nicht knapp

von OS Electric Drive » 19. Jul 2017, 20:47

Genau und da wir 24h den gleichen Verbrauch haben laufen alle Kraftwerke immer 24/7/365. Nur Sonne und Wind halt nicht... #ironie aus
Mobil unterwegs: Roadster 2.5 - Tesla Model S85 September 2013-Juni 2017 91.000km seit 26.6. X100D, BMW i3 und Renault ZOE
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