Merkel sieht schwarz für deutsche Autoindustrie

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Re: Merkel sieht schwarz für deutsche Autoindustrie

von Snuups » 9. Jul 2017, 00:55

Bones hat geschrieben:Andersrum: Was würde denn passieren, wenn jetzt VW, MB, BMW, Opel,....alle deutschen Hersteller mit einem Schlag sagen würden: Ab 2025 produzieren wir keine Verbrenner mehr.

Also innerhalb der Unternehmen, innerhalb der Branche, innnerhalb Deutschlands?


Tja, ohne Kompetenzen werden die dann Haartrockner ohne Funktion bauen oder was? Deren Kernkompetenzen ist der Motorenbau und extrem langweilige Designs. Das ist wie bei Kodak oder Nokia. Wenn man zu spät reagiert wird man überflüssig.
Liebe Grüsse
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Re: Merkel sieht schwarz für deutsche Autoindustrie

von Cliffideo » 9. Jul 2017, 03:10

Von den Firmen, die früher Dampflokomotiven bauten, hat meines Wissens keine den Umstieg auf E-Loks geschafft.
Agfa, Kodak, Polaroid, die Größen der analogen Fotografie - keine Schnitte mehr bei Digitalkameras.. ( es sei denn als aufgekauftes Label bei Billigware aus China ohne nennenswerte Akzeptanz)
Nokia, Sony-Ericsson und Siemens, die gut 95% der Jahresverkaufszahlen an Handys in den 1990er Jahren stellten.. weg vom Fenster
Telefunken, Saba, Loewe - spielen als deutsche Firma keine Rolle mehr bei Flachbild-TVs
Wird es VW, Mercedes, Opel und BMW genauso gehen in den nächsten Jahren?

Ja, als aufgekaufte Labels für preiswerte Elektroautos aus China.. wie z.B. aktuell Telefunken auf 199-EUR-Flatscreens bei Real (Muddi, den TV müsse mer koofn, Telefunken ist doch schon immer eine alteingesessene Marke gewesen..

Richtig: Gewesen!
 
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Re: Merkel sieht schwarz für deutsche Autoindustrie

von founder » 9. Jul 2017, 09:01

Bones hat geschrieben:Andersrum: Was würde denn passieren, wenn jetzt VW, MB, BMW, Opel,....alle deutschen Hersteller mit einem Schlag sagen würden: Ab 2025 produzieren wir keine Verbrenner mehr.

Also innerhalb der Unternehmen, innerhalb der Branche, innnerhalb Deutschlands?


Mit der Auslandsproduktion zusammen müßte man da für etwa 100 Milliarden EUR Akkufabriken bauen.
Da müßte man ja investieren anstatt auf "Wir zahlen am meisten Dividende" zu machen.
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Re: Merkel sieht schwarz für deutsche Autoindustrie

von Alexandra » 9. Jul 2017, 10:38

So ist es, investieren , ein paar Jahre keine neuen Rekordgewinne und keine Dividenden. Aber so mutig sind sie alle nicht.
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Re: Merkel sieht schwarz für deutsche Autoindustrie

von GalileoHH » 9. Jul 2017, 10:49

Cliffideo hat geschrieben:Agfa, Kodak, Polaroid, die Größen der analogen Fotografie - keine Schnitte mehr bei Digitalkameras.. ( es sei denn als aufgekauftes Label bei Billigware aus China ohne nennenswerte Akzeptanz)
Nokia, Sony-Ericsson und Siemens, die gut 95% der Jahresverkaufszahlen an Handys in den 1990er Jahren stellten.. weg vom Fenster
Telefunken, Saba, Loewe - spielen als deutsche Firma keine Rolle mehr bei Flachbild-TVs


Das sind jetzt 8 Beispiele aus 150 Jahren Industriegeschichte, zudem auch noch falsch.

Es gibt genauso viele Beispiele, bei denen es anders gelaufen ist. Canon, Nikon und Sony gibt es immer noch. AOL, Yahoo und Altavista dachten auch mal, dass sie die Digitalisierung der Welt übernehmen und unantastbar sind. Und wie heißt AOL-Time-Warner heute?

Ich kann mit dem Anliegen, den deutschen Herstellern das Verderben zu wünschen, ehrlich gesagt wenig anfangen.

Die Fertigung eines Elektroautos ist deutlich weniger komplex als beim Verbrenner. Und die deutschen Hersteller sind sehr wohl in der Lage, so etwas zu produzieren.

Die Kaufentscheidung beim Auto wird in der breiten Masse weder von der Displaygrösse in der Mittelkonsole noch der 0-100 Beschleunigung abhängen. Hier spielen Kaufgewohnheiten, Image, Qualität und vor allem Preis etc. eine viel stärkere Rolle.

Ich würde mir eher Sorgen um Fiat und Co machen.
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Re: Merkel sieht schwarz für deutsche Autoindustrie

von KrassesPferd » 9. Jul 2017, 11:41

Als ich diese Dinge in den Thread "Marktanteile" und "BMW stelle E-Auto vor" geschrieben habe, habe ich auf die Nase bekommen...

Die deutschen Autohersteller werden so enden, wie alle großen Hersteller (irgendeiner Ware) nach einem großen technologischen Wechsel. Und zwar mit Ansage. Denn der Mensch lernt nur schlecht aus der Vergangenheit.
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Re: Merkel sieht schwarz für deutsche Autoindustrie

von einstern » 9. Jul 2017, 12:03

Ich habe nach leidigen Jahren des Zusehens eine ernüchternde Sichtweise.

Wenn ich ein Stück Fleisch kaufen will, dann gehe ich zum Metzger.
Wenn ich ein Brot kaufen will, dann kaufe ich beim Bäcker.

Wenn ich ein Verbrenner kaufen will, dann gehe ich zu einem Verbrenner Unternehmen.
Wenn ich ein EV kaufen will, dann kaufe ich von einem EV Unternehmen.

Ich kaufe Fleisch nicht beim Bäcker.
Ich kaufe EV nicht von einem Auspuffgott.

EVs von einem Verbrennerhersteller wird sich nicht durchsetzen.

Früher habe ich hoffnungsvoller gedacht. Aber das war einmal.
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Re: Merkel sieht schwarz für deutsche Autoindustrie

von Disty » 9. Jul 2017, 12:08

GalileoHH hat geschrieben:
Die Fertigung eines Elektroautos ist deutlich weniger komplex als beim Verbrenner. Und die deutschen Hersteller sind sehr wohl in der Lage, so etwas zu produzieren.

Die Kaufentscheidung beim Auto wird in der breiten Masse weder von der Displaygrösse in der Mittelkonsole noch der 0-100 Beschleunigung abhängen. Hier spielen Kaufgewohnheiten, Image, Qualität und vor allem Preis etc. eine viel stärkere Rolle.

Wo sind diese Fahrzeuge denn? Seit der Ankündigung von Tesla s M3 sind doch schon einige Wochen vergangen und die tolle deutsche Autoindustrie hat nichts gemacht weil die Manager liebe weiter auf ihre Boni schauen als unter ihrer Verantwortung Geld ausgegeben wird.
Ähm nein. Der Autokauf wird sehr stark von Emotionen beeinflusst. Und viele (vor allem Tesla Fahrer) bewerten die Bescheinigung höher als die Verarbeitung.
Perfekt ist: Wenn man nichts mehr weglassen kann und es immernoch funktioniert. ;)
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Re: Merkel sieht schwarz für deutsche Autoindustrie

von founder » 9. Jul 2017, 12:37

GalileoHH hat geschrieben:Die Fertigung eines Elektroautos ist deutlich weniger komplex als beim Verbrenner. Und die deutschen Hersteller sind sehr wohl in der Lage, so etwas zu produzieren.


Das stimmt, die Produktion von einem Elektroauto ist problemlos zu schaffen.

Die Menge produzierbarer Elektroautos ist aber schlicht und einfach

Menge beschaffbarer Akkus in kWh
-----------------------------------------------
kWh Akku pro Auto

Aus den Investitionskosten für eine Akkufabrik ergibt sich

pro 150.000 Stück ernsthafter Elektroautos Jahresproduktion ist 1 Milliarde Investition in Akkufabriken nötig.

Daraus entsteht die Frage "Wie bringe ich es den Aktionären bei, dass wegen dringender Investitionen es ein paar Jahre lang keine Rekorddividenden mehr gibt"

GalileoHH hat geschrieben:Die Kaufentscheidung beim Auto wird in der breiten Masse weder von der Displaygrösse in der Mittelkonsole noch der 0-100 Beschleunigung abhängen. Hier spielen Kaufgewohnheiten, Image, Qualität und vor allem Preis etc. eine viel stärkere Rolle.


Für dieses Image investieren Autofirmen Milliarden in diverse Rennserien.
Für dieses Image hat gerade ein StartUp in China den Rundenrekord am Nürburgring gemacht.

Aber dieses Image kann schnell auf "Verlierer" drehen.
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Re: Merkel sieht schwarz für deutsche Autoindustrie

von Snuups » 9. Jul 2017, 13:22

GalileoHH hat geschrieben:Ich würde mir eher Sorgen um Fiat und Co machen.


Ich fahre gerade einen Fiat. Das ist hoffentlich mein letzter Verbrenner und ganz sicher auch mein letzter Fiat. Neu gekauft und innerhalb von 3.5 Jahren 2 x Liegen geblieben, 4 mal das Getriebe getauscht oder gebastelt. Dinge fallen ab wie z.b. die rückwärtige Scheibenwaschdüse. Die bauen seit 100 Jahren Automobile. Aber nach wie vor sind diese Fahrzeuge absolute SCHEISSE nicht sehr gut gebaut. Dafür war das Auto zu teuer. Ein Neuwagen der mehr Ärger macht als ein gebrauchter? Ernsthaft?

Die werden die mobile Revolution eher nicht überleben. Aber vermutlich auch nicht alle deutschen. Deren Qualität ist für das geforderte Geld auch nicht genügend.
Liebe Grüsse
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