Kretschmann und die eMobilität

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Re: Kretschmann und die eMobilität

von OS Electric Drive » 25. Jun 2017, 15:42

Cupra Du bringst es auf den Punkt... Ein Tesla 100 ist quasi der Standard an Mobilität und selbst der ist vielen noch zu Knapp! Mich nervt das auch manchmal wenn ich weiter will und nach 150km schon laden soll weil es dann den Berg hoch will oder sicher sein will dass man wieder zurück kommt. Mein Lieblingsbeispiel ist der Tagesausflug an den Bodensee oder nach München ins Fussballstadion oder zur Therme Erding ... Da steht man eine Stunde an den SUCs rum für 550km...

Das rockt einfach nicht wirklich... das ist okay und ist für mich meistens auch... Aber ich kenne so viele Menschen die es gerne Bequem haben und die haben darauf keinen Bock! Daher wird mit so einem DUMMEN VERBOT die Anzahl der Stimmen eben überschaubar bleiben und somit können wir uns auf Sw Gb vorbereiten... Was quasi das Ende der Energiewende und dem EV gleich steht...

Aber bescheren darf sich dann später keiner darüber!
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von Adastramos » 25. Jun 2017, 23:28

Wassermann hat geschrieben:[..]Ich rechne dir hoch an, dass du die Fahne für die Grünen hoch hältst. Das ist bei deren aktueller Politik nicht so einfach (dazu zähle ich auch den aktuellen Ausritt, eventuell erzielte Einkünfte bei Fahrgemeinschaften steuerfrei zu stellen). Und da du gefragt hast, womit die Wählerstimmen machen können, hier ein paar Vorschläge: [...]
Deine genannten Vorschläge begrüß ich natürlich auch, was ich aber noch dazu sagen möchte ist, dass ich im Grunde nicht eine Lanze für die Grünen breche, weil ich ganz besonders mit dieser Partei sympathisiere, sondern weil mir der Vorschlag 2030 vernünftig und sinnvoll erscheint.
Man sieht auch in Norwegen lassen sich Mehrheiten mit solchen Themen erreichen, also liegt es nicht am Thema "Verbote sind uncool", sondern daran, dass die norwegische Bevölkerung näher an der Natur ist und durch subpolare Gebiete miterlebt, was Klimawandel bedeutet. Generell scheinen die Skandinavier eine uns weit progressivere Politik zu machen. Kurzgefasst, dort wird Verbot/Einschränkung/Deadline und Förderung gleichzeitig durchgeführt, sodass Planungssicherheit für die Zukunft besteht, das spiegelt sich in den Zulassungszahlen, wie auch in der Infrastruktur wider.

Ich halte auch ein stures "Ich finde Verbote doof!", ohne konkrete Gegenvorschläge zu machen, zu kurz gegriffen. Wichtig ist mir, den Esel den man bewegen will nicht übertrumpfen zu wollen. Darum will ich auch über die Aussagen Kretschmanns diskutieren, in dem ich ihn gern den größeren Esel sein lasse, da hab ich absolut kein Problem damit.

Ich began kürzlich mit dem Segelflug, was ansich nichts mit dem Thema hier zu tun hat, das für mich persönlich beeindruckende dahinter ist aber, dass ein Ehepaar zwei i3 fährt, mit Solaranlage auf dem Dach, eAutos den Mitarbeitern anbietet und jeder, mit dem ich dort sprach, sich weder in der Luftfahrt noch im Automobilsektor unsicher ist, was die Zukunft ist und wohin wir antriebstechnisch gehen sollten.
Das finde ich sehr interessant, weil wir hier von Schülern, bis Unternehmern, beinahe alle Berufs- und Geschellschaftsgruppen vertreten haben, die im großen Ganzen im gleichen Diskurs sind. Wie kann es also sein, dass Kretschmann unserer Bevölkerung nicht zutraut, sich für den Vorschlag 2030 stark zu machen? Politik hat auch einen erzieherischen Charakter, muss Dinge mehrheitsfähig machen und sich nicht wie ein Blättchen im Winde verhalten - was aber fordert unser Ministerpräsident im Ländle? Genau das, dass man nur mehrheitsfähige Themen behandeln soll. Die Linke unterscheidet sich nicht so sehr von den Grünen, hat praktisch den gleichen Hintergrund, warum dann Grün wählen, wenn auch Links geht (und bitte keine SED-Argumente jetzt)?

Alles Gute!
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von CheapAndClean » 25. Jun 2017, 23:49

Cupra hat geschrieben:Irgendwann kam dann mal das Thema auf den eventuell auf LPG umzubauen.

Was soll das bringen? Ein fossiler flüssiger Kraftstoff wird durch einen anderen flüssigen, fossilen ersetzt, noch dazu ohne den Motor anzupassen?

Da ging es wirklich nur um die Kostenreduktion?
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von Dr.Mabuse » 26. Jun 2017, 05:56

OS Electric Drive hat geschrieben:heute Morgen bin ich mit dem Roadster an einer Tankstelle vorbei gekommen die LPG anbietet. Nun stellte sich für mich die Frage... sind diese Autos nicht auch viel wirtschaftlicher in Sachen TCO? Warum haben sich diese Autos nicht durchgesetzt? Sauberer, weniger CO2, günstiger...dennoch keine nennenswerte Verbreitung...


Hallo
Die Lobby hat ihren Diesel durchgesetzt.
Als Gasfahrzeuge wurden ab Werk wenn überhaupt immer nur der kleinste Motor mit Gas angeboten.
Nur per Nachrüstung per LPG Anlagen war es auch der Fall daß man Benzin-Fahrzeuge mit größeren Motoren fahren konnte.

LPG (= Flüssiggas, Autogas, 8 bar Druck) gibt es an viel mehr Tankstellen zu haben, als CNG (Erdgas, 200bar). Da CNG nur dort ist, wo auch gerade eine Pipeline entlangläuft nebst Kompressorstation auf 200bar, ist dieseren Tankstellenanzahl im Vergleich zu LPG Tankstellen die selbst im Wasserschutzgebiet und über all per Tanklaster angefahren werden können erreichbar.
Das sieht man auch an deren jeweiliger Anzahl: www.gas-tankstellen.de
Die Betriebskosten von einem LPG Fahrzeug sind geringer als bei einem Diesel, da man den Benziner Steuersatz fährt, aber nur 60% der Kraftstoffkosten hat.
CNG ist im prinzip von den Tankkosten nochmal nen Hauch günstiger als LPG, jedoch sind die Anlagenteile teurer, wegen 200 bar Technik.
1kg CNG entspricht1,5 Liter Benzin. LPG wird in Liter abgerechnet.
Ich hatte bereits von 2006 bis 2011 ein LPG E39 BMW. 2006 gab es gerademal LPG 1500 Tanken in DE. Ein paar Jahre später ein mehrfaches davon, während die Anzahl der CNG Tanken fast konstant bleib.
Viele Grüße Daniel
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von OS Electric Drive » 26. Jun 2017, 06:18

Mir ginge es in erster Linie darum dass der Diesel für Vielfahrer ein günstigeren TCO hat und einen Siegeszug hinter sich hat... die Gasbetrieben Autos die noch günstiger sind eben nicht.
Daher auch meine Zweifel dass die TCO über E Mobilität entscheiden werden.
Nach dem wir nun mehrere Jahre in unserem Passivhaus wohnen kann ich behaupten dass die TCO deutlich unter denen von ENEV und EEG 40 liegen. Mit dem EEhH 70 sind Sie identisch.

Und wer hat alles ein Passivhaus?
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von Twizy2016 » 26. Jun 2017, 09:02

Mein Vorschlag war schon immer: "Ankündigen das die Steuer auf Benzin und Diesel jedes Jahr um 10 Cent steigt und die Einnahmen daraus in erneuerbare Stromgewinnung investiert wird". Damit kann sich jeder selbst ausrechnen wie lange sich ein Verbrennungsmotor noch lohnt. Bis die dann alle mal weg sind, sollten wir soviel Geld eingenommen haben das wir Strom zum Null-Tarif erzeugen (und speichern) können. :)
Dann braucht es auch kein Verbot, denn 2030 wäre der Sprit dann so teuer das sich die wenigsten dafür entscheiden würden.
Gibt ja auch keinen Grund mehr sich einen Verbrenner zu kaufen denn aus meiner Sicht kann der E-Antrieb alles besser. Die Preise für die Batterien sind bis dahin bestimmt so günstig das es wenn überhaupt nur an Reichweite liegen könnte. Aber vermutlich ist die in 13 Jahren auch kein Thema mehr. :)
Für mich funktioniert die Langstrecke auch heute mit einem MS 90D schon problemlos. Kann aber auch dran liegen das ich meistens Frau und zwei Kinder dabei habe und da dauert die Pause immer länger als das Laden. ;)
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von OS Electric Drive » 26. Jun 2017, 09:13

Sehe ich auch so... das ZIEL bis 2030 den Verkehr umweltfreundlich zu gestalten ist ja ein gutes Ziel und ein guter Gedanke. Aber die Verbotspartei wird es nie lernen wie Demokratie funktioniert.
Wer nur motzen will macht es wie die AFD und wird nie was wirklich verändern können.
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von cer » 26. Jun 2017, 09:28

Twizy2016 hat geschrieben:Mein Vorschlag war schon immer: "Ankündigen das die Steuer auf Benzin und Diesel jedes Jahr um 10 Cent steigt und die Einnahmen daraus in erneuerbare Stromgewinnung investiert wird".

So bringt man Wutbürger auf die Straße und schafft nicht nur keine Akzeptanz von E-Mobiltität, sondern sogar puren Haß auf breiter Basis dagegen.
 
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von Kalocube » 26. Jun 2017, 09:31

OS Electric Drive hat geschrieben:Sehe ich auch so... das ZIEL bis 2030 den Verkehr umweltfreundlich zu gestalten ist ja ein gutes Ziel und ein guter Gedanke. Aber die Verbotspartei wird es nie lernen wie Demokratie funktioniert.


Ich finde das Ziel 2030 ebenfalls gut und man sollte es auch kommunizieren!

Verbote führen eigentlich nur zu Widerstand bzw. zur Blockadehaltung, dann sollte man lieber, wie von einigen hier schon vorgeschlagen, an der Presseschraube drehen! Ich würde allerdings vor 2030 nicht die Mineralölsteuer, sondern lieber die Kfz-Steuer für Neufahrzeuge mit hohen CO2-Werten bis 2030 jedes Jahr deutlich erhöhen, um so die Kaufentscheidung zu beeinflussen... ;)
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von OS Electric Drive » 26. Jun 2017, 09:36

Das größte Problem ist doch dass die großen Autos zu einem großen Teil in der Hand von Unternehmen sind. Da sind alle Kosten sowohl abschreibbar als auch vorsteuerabzugsberechtigt. Hier muss klar an die 1% ran und an eine maximaler Ansatz der Kraftstoffkosten.
Z.B. darf man nur noch 3l / 100km zum Abzug bringen oder der Sprit kommt ganz raus.
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