Kretschmann und die eMobilität

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Re: Kretschmann und die eMobilität

von snooper77 » 1. Sep 2017, 17:13

cer hat geschrieben:Gibt's hier eigentlich kein Politikverbot?


Mod Note: Ja, gibt es:

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Re: Kretschmann und die eMobilität

von ZoePionierin » 8. Sep 2017, 13:04

Lesenswertes Interview von Ministerpräsident Kretschmann in der FAZ.

„Wir wollen den emissionsfreien Verkehr”
Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bekennt sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann zum Wandel zur emissionsfreien Mobilität. Statt über Termine zu streiten, müsse man nun endlich die Mobilitätswende in Gang setzen und auch dafür sorgen, dass unser Strom sauberer wird.

Er findet überraschend deutliche Worte.
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von ulmerle » 8. Sep 2017, 13:12

ZoePionierin hat geschrieben:Lesenswertes Interview von Ministerpräsident Kretschmann in der FAZ.

„Wir wollen den emissionsfreien Verkehr”
Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bekennt sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann zum Wandel zur emissionsfreien Mobilität. Statt über Termine zu streiten, müsse man nun endlich die Mobilitätswende in Gang setzen und auch dafür sorgen, dass unser Strom sauberer wird.

Er findet überraschend deutliche Worte.


Trotzdem hat er es in Stuttgart versaut! Manche behaupten ja, er sei der bessere CDU Politiker, das entspräche dann auch seiner Vorgehensweise im Ländle!

@Jana: Bist Du nicht auf der Gehaltsliste beim Ministerpräsident Kretschmann?
Grüße vom ulmerle!

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Re: Kretschmann und die eMobilität

von Bones » 8. Sep 2017, 13:19

Beim ersten Überfliegen des Artikels gefalle mir viele seiner Positionen und Aussagen, ich denke, ich werde mir das nochmal in Ruhe zur Gemüte führen. Aber solche Aussagen sind das eine - Taten das andere. Wenn diejenigen, die gute Ideen haben, es einfach nicht umsetzen (können), dann hilft das alles nix.
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von ZoePionierin » 8. Sep 2017, 13:26

Ich stehe nicht auf "seiner" Gehaltsliste, sondern bin beim Land Baden-Württemberg angestellt. Das ändert aber nichts am Inhalt des Interviews. Ich hätte das Interview hier nicht gepostet, wenn ich es persönlich nicht gut fände. Es kann ja auch nichts schaden, das Subjekt der hiesigen Diskussion hier zu Wort kommen zu lassen.

Wer meint, er sei ein CDUler, der kennt ihn nicht. Richtig ist aber, dass er bei den Grünen dem Realo-Flügel angehöhrt.

Und wenn man sich im Ziel schon mal einig ist, muss man nur noch den Weg dorthin diskutieren. Und zur Demokratie gehöhrt eben Diskussion. Als Electrify-BW e.V. suchen wir aktiv die Diskussion mit der Landesregierung und den Landespolitikern. Hier ist eben viel Aufklärungsarbeit nötig - aber wir sind dran :)
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von OS Electric Drive » 8. Sep 2017, 16:06

Diese ständigen extremen bringen doch nichts! Anstelle zu erkennen dass die Mehrheit der Deutschen eine grüne Beteiligung in der Regierung wünscht muss auch anerkennen dass da ein großes Potential liegt von Menschen die das Herz an der richtigen Stelle tragen aber mit den extremen Linken sich überhaupt nicht identifizieren können, gerade in der Flüchtlingskrise.

Danke @Jana für den Artikel, der MP ist ein toller Mensch! Nicht perfekt aber einfach auf der richtigen Seite!
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von Adastramos » 8. Sep 2017, 21:38

@Jana: Erstmal Dankeschön für das Interview! Jede direkte Quelle ist gut und nützlich.

Eine wichtige Sache bei Politikern ist Vertrauen, verwirkt dies einer, schwächt dieser seine Position, er verliert das Gewicht seiner Worte.

Er spricht im Interview von einem Rückstand der heimischen Industrie von ein-zwei Jahren zu Tesla. Ok, kann man so sehen, reell sind es jedoch mehr, weit mehr. Die Fertigungstiefe von eAutos ist ohne eine entsprechende Kapazität an Batterien recht flach. Tesla produziert nun jährlich grob 90.000 Fahrzeuge, wer daneben noch?
Daneben gibt es Aussagen zum -mittlerweile häufig zitierten- "Gescheiten Auto, um Sand zu holen": von mir aus geschenkt, jeder hat mal einen schlechten Tag.

"Wir leben schließlich in einer Marktwirtschaft. Auf was es ankommt, sind Grenzwerte." weiter heißt es "Aber auch die Software-Updates für Diesel-Pkw bringen mehr, als viele vermuten. Die Autoindustrie sagt 30 Prozent bessere Werte im Schnitt zu.
"
30% von zuviel, und zwar viel zu viel, sind immer noch weit über dem Grenzwert. Inklusive des Konformitätsfaktors die reinste Lachplatte.
Zudem "Das [blaue Plakette] wären nur Fahrverbote in einer Restform. Denn Verbote kämen erst im Jahr 2020. Dann sehen die Luftreinhaltepläne schon jetzt einen Durchdringungsgrad von Euro 6-Dieselautos (nochmals: Konformitätsfaktor lässt grüßen!) von achtzig Prozent vor." Schöne neue Welt, in der selbst noch 2020 dreckige Euro-6-Diesel legal Stickoxide ausstoßen dürfen.

Frage: "Das E-Auto gilt plötzlich als das Allheilmittel. Dabei ist die Technik noch gar nicht ausgereift. Und was machen wir mit den Batterien? Das ist Sondermüll. Brauchen wir ein Endlager?" Antwort: "Natürlich muss parallel eine Recyclingwirtschaft aufgebaut werden. Aber das sind alles Gründe, warum man jetzt noch kein Datum für das Ende des fossilen Verbrennungsmotors benennen kann."
So so, also dann doch Sondermüll auf Rädern, der umher fährt und nur darauf wartet, Grundwasser und Atemluft zu verseuchen?
Weiter folgt: "Nicht jeder Strom, der E-Autos fahren lässt, ist außerdem sauber. Dass wir in die emissionsfreie Mobilität kommen müssen, ist klar." - haben wir nicht schon in langwierigen Diskussionen erörtert, dass selbst durch den EU- oder deutschen Strommix ein eAuto sauberer fährt und jedes Jahr besser wird?
Nächste Frage: "Gibt es in der Diskussion um den Diesel nicht auch hysterische Züge?" Nächste Antwort: "[...] Aber natürlich hyperventiliert die Debatte etwas." Völlig klar, dass man bei geschätzten 10.000 Tote durch (zu hohe) Stickoxid-Emissionen zum Hyperventilieren neigt. Man stelle sich diese Anzahl an Toten als direkte Verkehrsopfer vor!

Und wenn man sich wieder das Eingangsvideo vor Augen führt, wird -zumindest mir- klar, dass nicht sehr viel Substanz hinter den Aussagen Kretschmanns besteht.

Passend dazu finde ich das Zitat Gandhis: "Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren; Und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren."

Ich befinde mich nicht auf einem Kreuzzug gegen die Grünen, ich sympathisiere damit, aber Unrecht schön zu färben, Aussagen so hinzudrehen, dass die angenehm klingen aber dennoch falsch sind, dafür gibt es keine Nachsicht, nicht in so einer (politischen) Position. Ein jeder Zetsche, Müller, Krüger würde dafür hier zerrissen werden. Toller Mensch, dieser Kretschmann.

Alles Gute!
Die Zeit lässt sich nicht aufhalten.
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