Kretschmann und die eMobilität

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Re: Kretschmann und die eMobilität

von OS Electric Drive » 24. Jun 2017, 16:46

Es geht um Kernthemen die genügend Wähler ansprechen dass man was verändern kann. Homo Ehe gibt es auch bei FDP und SPD... da braucht man sich nicht tagelang dran aufhalten. Zudem weiß ich schon um was es geht und mir muss ja nicht alles gefallen.

Fakt ist dass man mit verboten keine Stimmen gewinnt.

Und jetzt nochmal was... ich fahre seit 6 Jahren ohne Abgase... wenn man es aber nicht schafft sich in a derr hinein zu versetzten dann ist das Recht schade. Ich sage nur dass ich es für du.m halte mit verboten ran zu gehen. Zumal ich weiter der Auffassung bin dass man sich die Low Range Vehicle mit weniger als10000km im Jahr genauer anschauen muss ob sich da EV überhaupt lohnt.
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von OS Electric Drive » 24. Jun 2017, 16:48

Nochmals... Hofreiter tut so also ob man den Verkehr durch die Anzahl der Stunden teilt und dann sagt... also ich kann nicht verstehen warum es Stau gibt.
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von OS Electric Drive » 24. Jun 2017, 16:54

Und ganz am Ende hat jeder seinen eigenen CO2 fußabdruck... wir haben ein Passivhaus gebaut in der Hülle aus 70 bis 80 Recycling Material das vier mal so viel Strom erzeugt als wir verbrauchen. Dann erzeugen wir im Jahr Strom für rund 9 Mio Tesla km... was wäre jetzt so schlimm daran wenn wir uns für 5.000km im Jahr einen Verbenner kaufen würden?
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von Dornfelder10 » 24. Jun 2017, 17:33

OS Electric Drive hat geschrieben:................................ Diese Summen Spiele die hier manche machen sind für mich schon sehr befremdlich. Sollen jetzt alle ihren Wohnwagen verkaufen? Soll jetzt ein 3er BMW mit 120kWh Akku kommen?
Verbote sind das dümmste was es gibt und damit bekommt man keine 10%.
........................................


Und das sagt einer der mit seiner eigenen Firma dazu beigetragen hat dass der konventionelle Kraftwerksneubau in Deutschland bei praktisch Null ist.
Der Aufschwung der PV (seit der Novelle 2004) ist jetzt auch erst 13 Jahre her. In der Realität hätte ein Verbot für neue Kraftwerke in Deutschland keinerlei Relevanz mehr - es baut sowieso keiner mehr Kohle oder Gas. Das Elektroauto ist heute schon wesentlich näher an der Rentabilität als es PV in 2004 war. In 13 Jahren ist der Verbrenner aus wirtschaftliche Gründen so mausetod dass Verbote völlig überflüssig sind. ABER die Diskussion darüber ist heute wichtig - damit so Schlafmützen wie der Müller oder der Zetsche endlich aufwachen.

OS Electric Drive hat geschrieben:Es braucht ein Fördermodell das funktioniert.

Nein, braucht es nicht. Zumindest jetzt nicht mehr. Vor 5 bis 10 Jahren wäre das anders gewesen - da hätte es was gebracht. Jetzt läuft die Sache von alleine. Nur nicht in Deutschland :evil:

Gruß

Bernhard
 
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von volker » 24. Jun 2017, 18:00

Es ist wirklich schwer, sich einen Zeithorizont bis 2030 vorzustellen. Darin hat man einfach wenig Übung!

So als Vergleich: Als Kind oder Jugendlicher stellt man sich solche Wegmarken vor wie "ich mach mit 18 Führerschein" oder "in 5 Jahren bin ich fertig mit der Schule." Aber 13 Jahre? Das ist wirklich lang. Ein Fünfjähriger müsste über seinen Führerschein nachsinnen, ein Kind im letzten Kindergarten-Jahr über die anstehende Berufswahl nach dem Abitur.

In der Autoindustrie gehen jetzt auch manche Sachen überraschend schnell. Porsche will 50% elektrischen Antrieb bis 2023 erreichen. 13 Jahre sind zweieinhalb Modellwechsel.

Ein Verbot halte ich auch für komplett überflüssig. Warum?
1. Bis 2022 haben alle Hersteller marktreife E-Autos im Angebot.
2. Bis 2025 gehen die Stückzahlen steil nach oben. Wer nicht 25% E-Autos verkauft (egal in welchem Markt) ist draußen.
3. Bis 2028 halbieren autonome Fahrzeuge den Bedarf an Neuwagen in den Ballungsräumen. Über 50% der Menschen leben heute schon in einem Ballungsraum
4. Bis 2030 wird die Zahl der privat gehaltenen PKW sich gegenüber heute um 75% verringern.

Heute ist es noch unser heilix Blechle, und die Diskussion um den Privat-PKW und Arbeitsplätze wird emotional geführt. Aus dieser Gefühlslage heraus argumentiert Herr Kretschmann heute. Bis 2030 ist das aber kein Thema mehr.
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von snooper77 » 24. Jun 2017, 19:00

volker hat geschrieben:Es ist wirklich schwer, sich einen Zeithorizont bis 2030 vorzustellen. Darin hat man einfach wenig Übung!


Eigentlich ist es ganz einfach: Schau einfach 13 Jahre in die Vergangenheit statt in die Zukunft! Ist 2004 wirklich *so* lange her? Irgendwie wie vor-vorgestern, nicht? 2030 kommt also viel schneller, als man denkt.
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von GalileoHH » 24. Jun 2017, 19:03

Adastramos hat geschrieben:Du schimpfst auf die Verbots-Maierei und willst lieber Förderungen, wenn ich meinen Blick jedoch auf China oder Norwegen oder Kalifornien richte, sehe ich, dass Deadlines doch ein ganz guter Anreiz für die Industrie sein können, um neue Dinge ins Rollen zu bringen [...]


Du widersprichst Dir mit diesem Beispiel selbst. Norwegen hat weder durch Verbote noch durch Deadlines die heutige E-Auto Quote erreicht, sondern durch finanzielle Förderung.

Kalifornien genauso.

Wer meint, durch Verbote kann man seine Mitmenschen auf Linie bringen, der verkennt die Grundprinzipien der Demokratie. Im übrigen bin ich sehr froh, nicht in China zu wohnen.
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von VOLTtaner » 24. Jun 2017, 19:15

snooper77 hat geschrieben:
volker hat geschrieben:Es ist wirklich schwer, sich einen Zeithorizont bis 2030 vorzustellen. Darin hat man einfach wenig Übung!


Eigentlich ist es ganz einfach: Schau einfach 13 Jahre in die Vergangenheit statt in die Zukunft! Ist 2004 wirklich *so* lange her? Irgendwie wie vor-vorgestern, nicht? 2030 kommt also viel schneller, als man denkt.



Ja, was sind schon 13 Jahre. In 6 Monaten ist bereits schon wieder Weihnachten. :D :shock:
 
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von OS Electric Drive » 24. Jun 2017, 19:44

Dornfelder10 hat geschrieben:
OS Electric Drive hat geschrieben:................................ Diese Summen Spiele die hier manche machen sind für mich schon sehr befremdlich. Sollen jetzt alle ihren Wohnwagen verkaufen? Soll jetzt ein 3er BMW mit 120kWh Akku kommen?
Verbote sind das dümmste was es gibt und damit bekommt man keine 10%.
........................................


Und das sagt einer der mit seiner eigenen Firma dazu beigetragen hat dass der konventionelle Kraftwerksneubau in Deutschland bei praktisch Null ist.
Der Aufschwung der PV (seit der Novelle 2004) ist jetzt auch erst 13 Jahre her. In der Realität hätte ein Verbot für neue Kraftwerke in Deutschland keinerlei Relevanz mehr - es baut sowieso keiner mehr Kohle oder Gas. Das Elektroauto ist heute schon wesentlich näher an der Rentabilität als es PV in 2004 war. In 13 Jahren ist der Verbrenner aus wirtschaftliche Gründen so mausetod dass Verbote völlig überflüssig sind. ABER die Diskussion darüber ist heute wichtig - damit so Schlafmützen wie der Müller oder der Zetsche endlich aufwachen.

OS Electric Drive hat geschrieben:Es braucht ein Fördermodell das funktioniert.

Nein, braucht es nicht. Zumindest jetzt nicht mehr. Vor 5 bis 10 Jahren wäre das anders gewesen - da hätte es was gebracht. Jetzt läuft die Sache von alleine. Nur nicht in Deutschland :evil:

Gruß

Bernhard


Absolut richtig... und ich bin ja absolut FÜR EVs... Und nochmals um es KLAR zu stellen wenn es NACH MIR ginge dürften gar keine Verbrenner mehr fahren! Aber darum geht es nicht und es ist unrealistisch. Es geht darum WAHLEN zu gewinnen und zu REGIEREN... denn in der Opposition kann man eben NICHTS erreichen! Was bringt uns Schwarz Gelb? Glaubst Du das bringt der Umwelt mehr? Wir brauchen starke Grüne in der Regierung dazu DARF man aber so einen MIST nicht verzapfen und da hat Kretschman RECHT. Nicht in allem aber im KERN hat er RECHT!
Wurde denn den Menschen VERBOTEN EnEV Häuser zu bauen?
Wurde denn den Menschen VERBOTEN Fleisch zu essen? (ist ein großer Klimakiller!!!)
Wurde den Menschen verboten schmutzigen Strom zu kaufen?

Ich will dass E Mobilität eine ECHTE Chance hat und das geht SICHER nicht mit verboten. Das ist einfach NUR DUMM! Ich habe heute so viele Golf mit Fahrräder gesehen, glückliche Menschen die sich von ihrem wenigen Geld einen Urlaub geleistet haben. Fiat 500er voll bepackt mit Hab und Gut... Und Du glaubst, dass man 2030 ein Auto für 10.000€ mit 100kWh Akku verkaufen kann? Das halte ich für ausgeschlossen!

Es muss auf den Sprit eine Umlage drauf, die den Ausbau der Ladeinfrastruktur massiv fördert, ebenso wie die Verbreitung der EVs! Zudem sollte das Thema MAXIMALER Verbrauch endlich mal rein kommen und ECHTE Verbrauchs- und Schadstoffwerte. Das wäre eine REALISTISCHE Ansatzweise... Aber ein Verbot ab 2030 ist einfach nur daneben!
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von OS Electric Drive » 24. Jun 2017, 19:46

GalileoHH hat geschrieben:
Adastramos hat geschrieben:Du schimpfst auf die Verbots-Maierei und willst lieber Förderungen, wenn ich meinen Blick jedoch auf China oder Norwegen oder Kalifornien richte, sehe ich, dass Deadlines doch ein ganz guter Anreiz für die Industrie sein können, um neue Dinge ins Rollen zu bringen [...]


Du widersprichst Dir mit diesem Beispiel selbst. Norwegen hat weder durch Verbote noch durch Deadlines die heutige E-Auto Quote erreicht, sondern durch finanzielle Förderung.

Kalifornien genauso.

Wer meint, durch Verbote kann man seine Mitmenschen auf Linie bringen, der verkennt die Grundprinzipien der Demokratie. Im übrigen bin ich sehr froh, nicht in China zu wohnen.


+10000

Auch ich möchte nochmals betonen dass es darum geht Wahlen zu gewinnen und das schafft man als VERBOTSPARTEI eben nicht und mit Gender und CO auch nicht! Sind wichtige Themen aber eben nicht entscheidend.
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