Kretschmann und die eMobilität

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Re: Kretschmann und die eMobilität

von inspirED » 3. Jul 2017, 23:27

Hier braucht sich niemand für seine eigenen Ansprüche zu rechtfertigen.
Selbst bei mehreren Millionen Zweitwagen mit Stellplatz und vorhandener Lademöglichkeit sehen die Verbraucher aus allen möglichen ähnlichen (überwiegend vorgeschobenen) Beweggründen überhaupt keine Veranlassung auf Elektro zu wechseln.

Ach, eh ich's vergess. Ich "muss" auch 2x im Jahr Brennholz aus dem Wald holen. Da brauchst halt a gscheit's Fahrzeug mit Allrad und Dieselantrieb. Und 3,7kW? Pah - Die braucht der im Winter schon für die Garagenheizung
;) :P
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von OS Electric Drive » 4. Jul 2017, 08:08

@egn

Sehe ich genauso. Mein MX kann nur 11kW und das nervt mich jetzt schon.. .

Früher könnte ich während eines Grschäftsttermin locker in 2.5h ein Großteil des Akkus laden... Heute brauche ich das doppelte ...

Daher ist auch der größere Akku von Vorteil. Hier erzählt so oder so jemand der kein eigenes EV hat und sein Auto mal schnell an der Tanke voll macht...

Diese ganze Diskussion ist doch letztendlich wurscht. Die Menschen wollen Mobilität und kein Krampf...
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von egn » 4. Jul 2017, 18:47

Apropos Heizung:
Wie soll bei Nichtgaragenfahrzeugen wie meinem, im Winter bei -10° C die Batterieheizung, das Laden und das Vorheizen des Innenraums an 3,7 kW funktionieren?

11 kW ist wirklich das absolute Minimum und 22 kW sollte meiner Meinung nach Standard sein.
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von OS Electric Drive » 4. Jul 2017, 19:18

Hier kann man schön nachlesen dass man im Urlaub noch mehr Stress hat.

viewtopic.php?f=9&t=158&start=390#wrap

Diese ganze 90% Diskusion ist so an der Realität vorbei...
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von harlem24 » 4. Jul 2017, 19:45

@egn
Interessanterweise scheint die Batterieheizungssache bei anderen Fahrzeugen wie z.B. dem Ioniq zu funktionieren.
Tesla hat es beim Model S auf Grund des Akkus halt nicht für notwendig erachtet, besonders auf Effizienz zu achten, werden sie hoffentlich beim M3 machen.
Das Problem ist in vielen Fällen, dass aufwendige und vor allem teure Maßnahmen ergriffen werden müßten, wenn z.B. in einer Wohnanlage alle Bewohner mit 22kW laden wollen würden.
Bei nem EFH sind 11kW oder auch mehr selten ein großes Problem, in Wohnanlagen schon eher.
 
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von Adastramos » 5. Jul 2017, 17:57

OS Electric Drive hat geschrieben:[...] Diese ganze 90% Diskusion ist so an der Realität vorbei...
Ist sie das wirklich? Dass man in Südeuropa noch Probleme mit Lademöglichkeiten hat, ist ja kein Geheimnis, sofern man im Norden Urlaub machen wollte, sieht das Bild wieder total anders aus, dort ist die Infrastruktur sehr gut.

Wer fährt denn heute noch wirklich mit dem Auto in den Urlaub nach Griechenland, Italien oder Spanien? Wenn man campen geht, gerade als Familie geschieht das meistens mit dem Kleinbus, alles des Platzes wegen, ein Model X wäre da noch ein vergleichsweise passendes Fahrzeug, jedoch außerhalb der normalen Preisklasse, wenn man gerade nicht von einem neuen T6, Vito usw. ausgeht.
Die übrigen Stadt- und Hoteltouristen fliegen oder nehmen Bahn oder Bus mehrheitlich* (60%, Tendenz fallend beim Auto), was sogar inländisch -rechtzeitig gebucht- günstiger und vorallem schneller ist, als eine Bahnreise, von Auslandsreisen ganz zu schweigen.

Was die Zulassungszahlen betrifft, haben wir heute wieder die Zahlen vom ersten Halbjahr vor uns liegen, dass reine eAutos um bis zu 133% zugenommen haben.** Geht dieser Trend weiter, haben wir -wie gesagt- in sechs bis sieben Jahren keine neu zugelassenen Verbrenner mehr - ganz simpel aus dem Effekt der Verdoppelung: 1-2-4-8-16-... . Wenn eAutos heute so unkaufbar und unfahrbar wären, gäbe es die Absatzzahlen nicht, klar sind diese noch gering, aber es scheint wohl zumindest hier in Deutschland bislang genug Ladepunkte zu geben, um die Käufer zu überzeugen.

Nichtsdestotrotz ists sehr wichtig dran zu leiben, weiter auszubauen und das Engagement zu verstärken, die künftigen elektrischen Fahrzeugmodelle werden dem Ganzen aber in die Hände spielen. Volvos Verpflichtung ist nur ein Schritt, eines Herstellers, der ab 2019 deutlich macht, wohin die Reise geht.

So wollte ich gern einen Grund wissen oder wirklich sauber argumentativ belegt verstehen können, warum Kretschmann mit seinem Geschwurbel Recht hätte. Die Grünen konnten auch Kohle- und Atomausstieg (sie haben den Wahlerfolg in BW Fukushima zu verdanken), warum soll es jetzt beim Verbrenner scheitern?

Und ein anderer Aspekt der mir in den Sinn kommt ist, warum bin ich überhaupt dafür, Neuzulassungen von PKW mit Verbrenner ab 2030 umzusetzen, wenn ich davon überzeugt bin und es wohl absehbar ist, dass es bis dato überhaupt nicht mehr nötig ist? Eine gute und berechtigte Frage! Es hat mit der Resonanz zu tun, mit dem sich-selbst-verstärkenden Effekt einer solchen Maßnahme.
Wenn die Signale klar und deutlich sind, vorraussehbar und realistisch, dann wird der Anschub dadurch größere Erfolge verzeichnen, als das einfache dahinfließen lassen.

Quellen:
*https://de.statista.com/statistik/daten/studie/171448/umfrage/zum-erreichen-des-urlaubsziels-benutzte-verkehrsmittel/
**https://ecomento.tv/2017/07/05/elektroauto-hybridauto-zulassungen-halbjahresbilanz-2017/

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Re: Kretschmann und die eMobilität

von OS Electric Drive » 5. Jul 2017, 19:29

Wer fährt denn heute noch mit dem Auto in den Urlaub? Ich schlage Dir mal vor aus dem Haus zu gehen und nicht nur in den Computer zu starren. Selbst mit dem Verbrenner die Luft verpesten aber alles GENAU über EV wissen... das sind mir die liebsten!
Wir können ja mal wetten wie lange Du am Samstag über den Fernpass brauchst, Du kannst auch am Brenner Autos zählen dann brauchst Du keine Links... Und im Norden habe ich kein Bock Urlaub zu machen... Und ehrlich gesagt habe ich auch nicht immer Bock an den doofen SUC meine Pausen zu machen, ich muss es halt... Lieber wäre mir ein schönes bayrisches Wirtshaus, abseits der Hauptadern, so habe ich das früher gemacht... Das vermisse ich schon !!!
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von Adastramos » 5. Jul 2017, 20:11

Persönlich werden muss man nicht unbedingt, das ist ein schlechter Stil oder siehst du das anders? Wenn ich argumentativ falsch liege, dann bitte, zeige mir so deutlich wie möglich auf wo und bei was. Ich stehe dazu und will mich verbessern und dazulernen!

Nun zudem bin ich weder geistig beschränkt, noch weltfremd, zudem schreibst du hier im Forum mehr und damit anteilig länger am PC aktiv. Sofern und sobald ich das Geld hätte und haben werde, fahre ich elektrisch - wenn du mir das Geld für eine Zoe oder nen Ioniq geben willst, fahr ich morgen noch zum Händler, darauf gebe ich mein Ehrenwort und Versprechen drauf! Um eine Wallbox kümmere ich mich, das klär ich mit meinem Vermieter ab.

Nun aber zurück zum Thema, wenn du den Brenner als Beispiel nimmst und garnicht erst auf meine Quellen eingehst oder Fehler darin findest, muss ich zurückfragen, wieviele Reisende relativ zur Gesamtmasse dort abgebildet sind, wieviele Autos zum Gesamtbestand? Wenn ich in meinen Straßenzug schaue, sehe ich viele Migrantenfamilien um mich herum, kann ich dadurch denn dann auch auf die Gesamtverteilung in ganz Deutschland schließen?
Subjektive Wahrnehmung und -hoffentlich- objektive Statistiken müssen nicht immer korrelieren, aber zum Belegen und Widerlegen sind sie gut und machen die Diskussion faktisch nachvollziehbar, um Ressentiments die Luft zu nehmen.

Wie sieht es mit dem anwachsenden, eigentlich ja sich verdoppelten Anteil an rein elektrischen Neuzulassungen aus? Wollen die alle übern Brenner fahren und verzweifeln daran? Die Zoes, i3s und Twizys in Weissach, die ich ab und an bei Porsche auf den Mitarbeiterparkplätzen stehen sehe, müssen die täglich nach Hamburg fahren?
Die, die sich die Fahrzeuge kaufen, wissen sicher ausreichend gut, wo sie laden können und dass sie wohl auch daheim laden können.

Ich verstehe deinen Kommentar in der Art, dass du eigentlich unzufrieden bist, entweder weil du dich schlechter gestellt siehst oder mit der Fahrleistung, die dir der Tesla bietet. Unzufrieden darüber, dass du zu lange warten musst und nicht mehr deinen Mobilitäts-Gewohnheiten nachgehen kannst. Aber sowenig ich deiner Meinung nach von eFahrzeugen verstehe, sowenig verstehe ich, warum du nicht einen Abstecher zu einem abgelegeneren Wirtshaus machen kannst, bei 400km Reichweite (oder sogar etwas mehr beim 100D)?

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Re: Kretschmann und die eMobilität

von OS Electric Drive » 5. Jul 2017, 21:16

Ich bin nicht unzufrieden aber ich kann zumindest Leute verstehen die das aus diesen Gründen NICHT auf sich nehmen... Auf Mobile findest Du ZOEs ohne Ende... Da sollte doch einer für Deinen Geldbeutel dabei sein... Ich freue mich schon auf die ersten Fotos... Wir würden unseren demnächst auch mal verkaufen falls Du Interesse hast...

Es geht darum grüne Stimmen für grüne Ziele zu begeistern, das hat Kretschmann gesagt, Du bist beharrlich FÜR ein Verbot und ich dagegen! Die Gründe warum ich dagegen bin habe ich zig fach dargelegt. Du hast Deinen Standpunkt ich meinen! Ich rate aber mal einen Blick auf die letzte Umfrage zu werfen... CDU CSU 39% FDP 8% macht 47% das reicht!

Also weiter so... dann wird das was mit der SwGb Regierung und die E Autos werden in Deutschland vermutlich nie kommen!
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von M3-75 » 5. Jul 2017, 21:31

Die Batterie und Innenraumheizung funktioniert in Schweden im tiefsten Winter über normale schuko Dosen beim verbrenner mit Motor Heizung und der Strom ist kostenlos.
Trotzdem würd ich als Laternen Parker in Deutschland kein bev kaufen.
Nur was kann der deutsche Laternen Parker kaufen? Euro 6 Bescheiss Diesel? Benzin Direkteinspritzerdreckschleudern und ece R 101 flottenverbrauchsbeschöniger-SUV? Sie deutschen Autobauer haben derzeit nichts uneingeschränkt empfehlenswertes anzubieten.
 
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